Ab morgen ist sie im Handel - und da auf der Website immer noch keine Vorschau ist, muss ich wohl mal wieder ran
Abonnenten finden aber auf der Club-Seite schon das komplette Heft samt Anleitungen.

Nachdem ich ja unlängst so über die Modelle in deutschen Strickzeitschriften genörgelt habe, ist dieses Heft -vor allem für eine Sommerausgabe- erstaunlich gut gelungen, finde ich. Gut, die meisten Modelle würde ich weder stricken noch anziehen, das liegt aber an meinem persönlichen Geschmack und Stil, nicht an den Modellen selbst. Denn da sind wirklich nette Sachen dabei. Das Coverensemble (”Sofia” von Elisabeth Plauert) finde ich sehr gut gewählt - schönes Design, schöne Farben, rundum sommerlich.
Erste Thema im Heft ist “Summer Darks - Farben wie reife Somerfrüchte”.
Das Top “Adamina” von Claireline Cheveaux finde ich interessant:

Das Kleid “Marzia” von Wilma Sinsel ist bezaubernd, oder?

Weiter geht es mit “Alles Top! - Die Everyday-Sommerfavoriten”.
“Tamara” ist ein hübsches schlichtes Shirt von Evelyn Hase - aber wahrscheinlich mit der Anweisung ans Model: “halt mal den Arm unten vor dem Rand, damit man nicht so sieht, daß der umklappt”:

Das Top “Jacintha” von Ursula und Melanie Marxer ist im Heft mal wieder schrecklich klein abgebildet - nicht mein Stil, aber nett:

Noch ein Marxer-Modell - “Beldina” hat was, das mag ich leiden:

Carolin Schwarberg (oder ihre Strickerin) präsentiert am Shirt “Garda” einen sehr schön sauber ausgearbeiteten Armausschnitt:

Als nächstes folgt “Showtime - Pastells mit Glamour”.
Bei der Jacke “Mila” könnte ich mir vorstellen, daß die viel nachgearbeitet wird. Schade bloß, daß sie nur in Gr. 38/40 berechnet ist, gerade dieses Modell eignet sich bestimmt auch sehr gut für üppigere Figuren:

Mein Lieblingsmodell “Cara” - die Jacke finde ich wunderschön, auch die Farbkombination. Nur die Blende würde ich nicht überzipfeln lassen, sondern bündig mit dem Rest abschließen:

Zipfel ziehen sich sowieso durch das ganze Heft - bei diesem Modell “Brittany” aus dem Hause Monika Design könnte man sie auch prima weglassen und hat dann eine ganz schlichte Jacke für alle Gelegenheiten:

Das Designerportrait ist in dieser Ausgabe von Daniela Johannsenova, vielen besser bekannt als Frau Maschenkunst. Ihre Exklusivmodelle gefallen mir auch sehr gut - der grüne Pullover ist mein zweites Lieblingsmodell in diesem Heft und das einzige, das ich komplett unverändert nachstricken würde:

Es folgt “Auffallen garantiert! - …denn Chic liegt im Detail”.
Schon wieder Zipfel
(und schon wieder Marxer) Modell “Adèle”:

Das halte ich nun aber für komplette Platzverschwendung: Zu jedem Modell dieser Strecke gibt es eine Seite mit Detailfotos. Aber immer nur zwei, die anderen beiden Fotos zeigen die Landschaft, Schuhe, Accessoires… Was soll das? Da hätte man doch lieber noch zwei weitere Fotos des Strickstücks zeigen können, schließlich ist das eine Strickzeitschrift, da will ich möglichst viel vom Modell sehen. Die Schuhe sind mir genauso schietegal wie Blumen oder Steine am Strand. Die Fotos sind zwar passend und stimmungsvoll kombiniert, aber meiner Meinung nach völlig überflüssig.

“Nesrine” - Rowan’sche Rosen von Marie Wallin:

Wie meine Oma immer sagte: “Auch ein Rücken kann entzücken”
Das Kleid “Samia” ist von Anna Maria Busch:

Das letzte Erwachsenen-Thema ist “Desert Rose - Edle Wüstensandfarben im neuen Look”
Da haben wir es wieder - eine ganze Seite Platz und der Pullover ist kaum erkennbar, weil er winzig klein abgebildet ist. Warum???

Erst ein Scan mit hoher Auflösung bringt das interessante Muster von “Nyah” zum Vorschein (Design Lisa Richardson):

In der Wüste ist es frühmorgens a….kalt - da braucht man auch mal was Warmes zum anziehen (”Jalia” von Wilma Sinsel):

Die Kindersachen sind für mich in der Regel uninteressant - aber die Jacke “Lenette” von Evelyn Hase finde ich ausgesprochen süß, die könnte ich mir auch in groß vorstellen (sogar mit den Blümchen):

Fazit: Ein gelungenes Sommer-Heft - viel besser als die Frühjahrsausgabe, meiner Meinung nach.
Von mir ist diesmal übrigens nichts drin (außer der Kolumne natürlich, die ist Pflicht), die Modelle für Frühling und Sommer müssen zur gleichen Zeit gearbeitet werden, und mehr als ein Modell zu stricken, würde in unglaublichen Streß ausarten. Außerdem will ich dieses Jahr mehr Modelle auf eigene Faust veröffentlichen, ich habe so viele Ideen auf Lager, die ich endlich mal umsetzen möchte.