Strickanleitungen zum kaufen/patterns to buy

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Die senfgelbe Jacke Reverb finde ich wunderschön. Lira ist extrem schlicht, aber perfekt, um ein schönes Garn ganz alleine für sich wirken zu lassen. Ansonsten relativ viele Tücher, also nichts für mich. Gut so, meine Queue ist eh schon viel zu lang. Buffbeauty, Du hattest doch bem letzten Kim Hargreaves-Buch geschrieben, daß Du es unverfroren findst, einen Schal in kraus rechts als Pattern zu verkaufen. Nun ja - einen Cowl in falschem Patent für 6.50 USD finde ich auch nicht viel besser… :cool:

Das Originalgarn gibt es mittlerweile immerhin in Europa zu kaufen, nämlich bei Loop in London - allerdings für einen sehr stolzen Preis :neutral:

Nachdem die gute Frau Feller (deren Akzent ich übrigens sehr nett finde) in ihrem Short Row-Kurs die ganze Zeit mit dieser Jacke vor meiner Nase rumgewedelt hat, sah ich mich leider gezwungen, die Anleitung zu kaufen :wink:

Ich finde die wirklich sehr hübsch:

Sehr positiv ist übrigens, daß man zur eigentlichen Anleitung noch ein PDF mit Tips zu den verwendeten Techniken und möglichen Modifikationen bekommt - da hat sie sich richtig viel Mühe gegeben.

Das passende Garn hatte ich praktischerweise im Vorrat (ein Vorteil eines großes Stashes - man kann jederzeit gleich loslegen und muss nicht erst ins Geschäft oder auf den Paketboten warten). Leider gibt es die Lord schon lange nicht mehr, was höchst bedauerlich ist, denn das ist eins meiner Lieblingsgarne. Sie besteht aus 70% Merino, 20% Seide und 10% Polyamid und hat 120 m auf 50 g. Empfohlen wird sie mit 16 M/10 cm und 5 - 5,5 mm Nadeln, das ist natürlich (wie fast alle Angaben von Lana Grossa) lächerlich und viel zu schlabberig - da muss man sich nicht wundern, wenn das Gestrick nach dem Waschen völlig die Form verliert, gerade wenn so viel Merino drin ist. Ich stricke sie mit 4er Nadeln und 20 M/10 cm.
ich gebe zu, daß es sich vor dem Waschen etwas brettig anfühlt, aber nach dem Waschen wird das Gestrick schön geschmeidig, hat aber immer noch genug “Stand”, um nicht formlos rumzuschlabbern.

Im Original wird das Modell aus einem Merinogarn in Sockenwollstärke gestrickt. Empfohlen werden vom Hersteller 28 - 32 M/10 cm, was ich als völlig angemessen empfinde. Die Designerin verstrickt dieses Garn jedoch mit 4er Nadeln und 21 M/10 cm - für meinen Geschmack viel zu locker.

Ich konnte nicht anders - ich musste gestern gleich anschlagen:

Das Lochmuster gefällt mir sehr gut und ist ganz einfach zu stricken (eine Strickschrift gibt es nicht, die tut aber auch wirklich nicht not). Und auch den Rhythmus der verkürzten Reihen hat man nach ein bis zwei Wiederholungen im Kopf, so daß das Modell bisher angenehm mindless ist (so lange man daran denkt, immer den Reihenzähler zu drücken, was ich gerne mal vergesse :roll: ), ohne langweilig zu werden.

Auch hier wieder der hübsche I-Cord-Rand (der bildet später den Halsausschnittrand), in diesem Fall werden 3 Maschen abgehoben:

Ich werde den unteren Teil des Körpers und der Ärmel aber wohl glatt rechts machen, das ist mir ein bisschen zuviel Krausgestrick (außerdem finde ich kraus total nervig zu stricken).

Die neue Twist Collective ist erschienen!

Die Sachen sind wieder mal durchweg schön; es ist echt faszinierend, was für ein gutes Händchen die bei der Auswahl der Designs haben. Und auch bei der Wahl der Garne, das sind fast alles schlichte, einfarbige und schöne Garne, bei denen das Design aus sich heraus wirkt und kein Effektzeugs, das jegliches Design ohnehin überflüssig macht.

Dagegen kommt mir das, was man uns auf dem deutschen Markt vorsetzt, mehr oder weniger alles wie 2. Wahl vor. Ich frage mich bloß, woran das liegt. Am Geschmack der deutschen Redakteurinnen? An den schrägen Garnen, die man uns hier immer wieder vorsetzt (und die ja offenbar auch gekauft werden)? Auch fette Garne und dicke Nadeln sucht man in der Twist Collective vergebens, das scheint ebenfalls eine Marotte des deutschen Marktes zu sein, sowas sehe ich in englischsprachigen Publikationen eher selten.

Daß deutsche Designerinnen sowas nicht können, das kann und will ich nicht glauben. Wollen also deutsche Strickerinnen die typisch deutschen Designs? Werden die tatsächlich schön gefunden? Oder denkt man einfach seitens der Verlage und Hersteller, daß wir das wollen und es wird mangels Alternativen gestrickt?
Ich glaube tatsächlich, wenn die Mehrzehl der deutschen Strickenden wüsste, was es im Ausland für schöne Modelle gibt (sehr viele sind da ja immer noch völlig unbedarft und stricktechnisch gar nicht im Internet unterwegs) und wenn zudem die Sprachbarriere nicht wäre, dann würde das ganze deutsche Zeugs wie Blei in den Regalen liegenbleiben.

Was mir auch immer wieder auffällt, ist die saubere Ausarbeitung. Bei deutschen Modellen habe ich oft den Eindruck, daß darauf nicht allzuviel Wert gelegt wird. Oder stehen die Strickerinnen so unter Zeitdruck, daß die Sachen nur schnell irgendwie zusammengehauen werden?

Meine Favoriten sind Eliza, Charleston und Lindis. Was sind Eure?

Die Online-Strickmagazine werden immer beliebter und zahlreicher. Ist ja auch praktisch, die Umwelt wird geschont und das Budget ebenfalls - schließlich machen die Druckkosten einen erheblichen Teil des Heftpreises aus. Ich blättere zwar ein Heft immer noch lieber in Papierform durch, aber online hat definitiv Vorteile, nicht zuletzt die Platzersparnis im Regal. Für Anzeigenkunden ist das auch eine feine Sache, da der potentielle Kunde mit einem Klick auf die Anzeige gleich auf die Website des Werbenden gelangt.

Relativ neu und jetzt mit der 3. Ausgabe online ist das Clotheshorse Magazine (danke an Petra für’s wiederfinden, das wollte ich nämlich schon längst mal vorgestellt haben). Wie bei Twist Collective & Co. kann man nicht das komplette Heft kaufen, sondern nur die einzelnen Anleitungen.

Für meinen Geschmack ist da jetzt eher nichts drin, aber schaut einfach mal selbst. Die Modellauswahl erinnert mich ein bisschen an die Verena - viele ausgefallene Sachen und ein bisschen zu gewollt modisch. Anziehen würde und/oder könnte ich davon nur wenige Sachen - aber das ist ja wie immer Geschmackssache.

Die Ausgaben 1 und 2 findet Ihr übrigens im Archiv.

Schon wieder eine neue Kollektion von Brooklyn Tweed - da kommt man ja gar nicht mehr hinterher :wink:

Die Designs sind wie immer schlicht, aber schön - natürlich tragen die perfekten Fotos viel zur Wirkung bei. Aber ich finde auch, daß die Modelle immer ausgezeichnet zu den verwendeten Garnen passen.

Meine Favoriten sind Hellebore:

…und Clayton - so einfach, aber gerade deswegen finde ich die Jacke toll (wie das Rippenmuster gestrickt wird, kann man übrigens hier sehen). Genau das richtige Design, um ein schönes Garn aus sich selbst heraus wirken zu lassen:

Und letztendlich sind das doch die Modelle, die man am meisten trägt. Jedenfalls ist dasbei mir so. Wenn ich nicht so recht weiß, was ich anziehen soll, greife ich fast immer zu den schlichten Strickjacken, die gehen immer und passen zu allem.

Wie ist das bei Euch, was tragt Ihr im Alltag häufiger? Aufwendig gemusterte Sachen, Modelle mit ungewöhnlichen Schnitten und/oder Details oder die schlichten Klassiker?

Der Cromarty ist fertig und hat bereits seine Tragepremiere hinter sich. Einstimmiges Kolleginnenurteil: Man sieht die Farbabweichung, wenn man darauf achtet, ist aber nicht schlimm.
Hier schon mal ein erster Schnappschuss, Tragefotos folgen - einstweilen müsst Ihr mir einfach mal glauben, daß er prima passt :wink:
Ich habe noch einen Rollkragen in den Ausschnitt gestrickt, der wäre sonst viel zu groß gewesen und das Gewicht des Pullovers (fast 1100 g!) hat ihn noch größer gezogen. Bei so einem dicken warmen Pullover passt so viel freie Haut um den Hals herum einfach nicht, finde ich. Jetzt ist er von oben bis unten schön warm und kuschelig:

Das UFO des Monats Februar wird ganz einfach - das wird nämlich geribbelt :grin:

Ursprünglich sollte es diese japanische Jacke für eine Azubine werden:

Angefangen habe ich sie im Januar 2009. Naja, das Stricken zog sich hin, Jenny war fertig und verließ uns und mich verließ die Lust, die Jacke fertigzustellen :? Für mich gefällt sie mir nicht und zu lang ist sie mir auch. Also weg damit.
Mal schauen, das schöne Garn (Cascade 220 Heathers - ganz tolles Zeug) könnte ich mir gut für diese hübsche schlichte Jacke vorstellen (Maschenprobe passt nahezu perfekt) - das ist Winna von Christina Körber-Reith und als Kaufanleitung (auch auf deutsch) via Ravelry erhältlich:

Das japanische Online-Magazin Amirisu hatte ich Euch ja bereits im letzten Jahr vorgestellt. Jetzt ist die neue Ausgabe draussen und ich finde sie wieder sehr gelungen. Alleine schon die klare und schnörkellose Aufmachung und die stimmungsvollen Fotos sind eine Augenweide.

Die Designs finde ich wieder sehr hübsch, auch wenn jetzt nicht so viel für mich persönlich dabei ist.

Mein Favorit ist Teardrop - es müssen ja nicht immer kompliziert gemusterte, ausgefallene Modelle sein, dieser süße Pullover bezaubert gerade wegen seiner Schlichtheit und der schönen Ausarbeitung, finde ich:

Interessante Artikel und Interviews -unter anderen mit den deutschen Handfärberinnen Nicole und Cordula von Dye for Yarn- runden die Ausgabe ab.

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