Strickanleitungen zum kaufen/patterns to buy

Twist Collective 2014

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Darauf habe ich doch schon die ganze Zeit gewartet – die neue Twist Collective ist online:

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Die Sachen sind wie immer alle exquisit ausgewählt, aber besonders gut gefallen mir Aphelion, Nopales, Belleville und Sugarbeach.

Und es ist wie immer eine Freude, die schönen Modellfotos anzusehen, bei denen das Strickstück im Vordergrund steht und wo die Models normal, freundlich oder fröhlich gucken.

Samstags-Eye Candy

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Netzfundstücke – einfach mal so als Inspiration.

Wenn es dazu eine legale Anleitung gibt, habe ich sie hinter dem Bild verlinkt. Ansonsten müsst Ihr die Google Bildersuche bemühen, ich kann ja schlecht auf irgendwelche illegalen Russenseiten verlinken ;-)

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Manchmal mag ich auch Gehäkeltes :-)

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Auch die ist gehäkelt:

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Urban Aran

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Schau und klau…

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…oder: Darf man eigentlich nach dem Bild stricken?

Rein rechtlich ist die Antwort klar: Ja, darf man. Man dürfte theoretisch sogar eine eigene Anleitung schreiben und diese verkaufen, denn einen Schutz auf Designs gibt es nur in Ausnahmefällen.

Aber wie ist das menschlich-moralisch gesehen? Da bin ich zwiegespalten.
Ganz klar, ein Design klauen und eine eigene Anleitung dafür verkloppen geht gar nicht. Macht man einfach nicht, das wäre unter aller Sau.

Beim reinen Nachstricken dagegen kann ich mich nicht so recht entscheiden.

Ein Beispiel: Ich stricke gerade die Jacke Funky Grandpa von La Maison Rililie.

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Einerseits profitiere ich davon, daß die Designerin ein tolles Modell entworfen hat, dafür viele deutlich erkennbare Fotos ins Netz gestellt hat und Informationen zu Maschenprobe, Garn, Verbrauch, Konstruktion usw. gibt. Und eigentlich möchte ich das gerne honorieren.

Andererseits brauche ich die Anleitung wirklich nicht. Das Modell ist (für mich) sehr einfach, meine Maschenprobe ist anders, so daß ich ohnehin umrechnen müsste und ich stricke zudem noch von unten statt von oben. Und da flüstert der kleine Geizkragen in mir “warum sollst Du Geld für etwas ausgeben, daß Du überhaupt nicht brauchst?”

Wie seht Ihr das: Würdet Ihr die Anleitung trotzdem kaufen, um das Design und die Arbeit der Designerin zu honorieren?

Meine Version sieht bisher so aus – der Clou an dem Modell sind tatsächlich die Ärmel, ohne die sieht die Jacke todlangweilig aus:

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Ich stricke wie im Original mit Sockenwolle. Die Streifen aus dem Zauberball Olivenstrasse wollte ich auf jeden Fall genau so, also habe ich die Jacke gleich komplett verschoppelt und die Admiral 6-fach in Graumelange genommen.

Mit dem Grau bin ich allerdings nicht ganz so glücklich, das würde glaube ich besser wirken, wenn es eine Nummer dunkler wäre. Gibt es von der Admiral aber leider nicht, das nächstdunklere Grau wäre dann schon wieder fast Anthrazit.

Und daß ich Standard-Sockengarn für ein Oberteil nehme, wird sicherlich auch nicht mehr verkommen. Es ist zwar okay (langgezogener Tonfall…), aber es fühlt sich eben doch sehr “sockig” an. War zwar eigentlich auch nicht anders zu erwarten und Ihr dürft jetzt auch gerne über mich lachen, aber ich habe mich vom flauschigen Aussehen auf dem Originalbild verführen lassen. Die Admiral ist aber nicht flauschig, kein Stück. Nun setze ich meine Hoffnungen auf die erste Wäsche. Vielleicht flauscht sie ja noch ein bisschen auf.
Aber für Socken ist sie bestimmt toll, sie macht jedenfalls einen sehr strapazierfähigen Eindruck. Und sie verstrickt sich super, weil sie so schön fest verzwirnt ist.

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Muschelanschlag

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Den kannte ich auch noch nicht – gefällt mir, das ist mal was ganz anderes:

Auch falls Euch das nicht die Bohne interessieren sollte, bitte bis Minute 7.40 vorspulen – zumindest, wenn Ihr Katzen mögt :-)

Die Anleitung für die Socken, die Ekaterina zu Beginn des Videos zeigt, könnt Ihr bei Ravelry kaufen.

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Ihre Mütze Glacier Express finde ich übrigens auch sehr klasse:

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amirisu Spring 2014

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Die neue Amirisu ist online:

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Gake von Kirsten Johnstone würde ich wohl nicht für mich selbst stricken, aber das Design finde ich sehr interessant und ansprechend:

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Mit Melanie Berg aka Mairlynd ist auch eine deutsche Designerin vertreten – ihr Dreieckstuch Astray weckt die Sehnsucht nach dem Frühling:

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Zephyr von Bethany Hick finde ich bezaubernd – ein sehr süßes, schlichtes Frühlings-Shirt mit dem gewissen Etwas:

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Auch die anderen Modelle sind durchweg gelungen (bis auf die Mütze, die finde ich doch arg langweilig)

Dazu gibt es Interviews mit Kirsten Johnstone und Jared Flood, ein Kurzportrait von Elizabeth Zimmermann und einen Artikel mit Tips, wie man seine Strickstücke gekonnt fotografisch in Szene setzt.

Alles in allem wieder eine sehr gelungene Ausgabe, meiner Meinung nach.

Für alle, die die Amirisu noch nicht kennen: Das ist ein reines Online-Magazin und nicht in Papierform erhältlich. Alle Anleitungen können nur einzeln via Ravelry erworben werden (geht auch ohne Ravelry-Account, auf den “Buy now”-Button auf der jeweiligen Modellseite klicken, Bezahlung per Paypal).

Brooklyn Tweed Winter 2014

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Och nöööö, ne? Ich habe doch noch längst nicht alle Favoriten aus den alten Kollektionen gestrickt, da kommt der Mann schon wieder mit neuen Sachen an. Als ich vorhin angefangen habe, das Lookbook durchzublättern, dachte ich zuerst “puh, Glück gehabt, ausnahmsweise mal keine Queue-Verlängerung” (herrlich, wenn man nur solche Luxus-Probleme hat ;-) ).
Alloy fand ich ganz prima, doch dann kam erstmal eine ganze Weile “ach nö, ach nö, ganz nett, aber…, ach nö” – aber dann:

Channel Cardigan – JAU! Seit einiger Zeit fahre ich auch total auf Senfgelb ab:

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Aber der absolute Hammer und Liebe auf den ersten Blick ist Montauk von Veronik Avery – soooooo schön:

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Gut, für den Kragen müsste ich mir eine andere Lösung überlegen, denn ich mag doch lieber Jacken, die man auch schließen kann, aber ansonsten ist die genau mein Ding.
Witzigerweise wird das Grundmuster mit fast der gleichen Technik gestrickt, die ich gerade gestern in Creative Estonian Knitting gelernt habe – die muss ich Euch demnächst mal zeigen, das ist eine ziemlich geniale Sache für umwickelte Maschen.

So, nun muss ich ganz schnell den Coal Cardigan (auch von Veronik) fertigstricken, damit ich mit Montauk anfangen kann. Die Anleitung habe ich mir schon mal gesichert. In dunkelgrüner Lord wird die Jacke bestimmt auch toll aussehen und da passt die Maschenprobe wie Arsch auf Eimer. Oder doch lieber in weinrot? Obwohl – die Yak von Lang Yarns wäre dafür bestimmt auch großartig, aber da habe ich eine andere Mapro. Hm…na, mal schauen…

Alle Modelle im Lookbook oder hier in der Übersicht.

Und weil die Fragen jedes Mal wieder kommen: Nein, das ist kein Heft, das kann man weder in Papier- noch in elektronischer Form kaufen. Man kann jede Anleitung nur einzeln kaufen. Und nein, die gibt es nicht auf deutsch.

Die Sylvester-Auslosung kommt übrigens morgen, die mache ich wegen des größeren Monitors (erleichtert das Zählen) im Büro und da hatte ich diese Woche noch keine ruhige Minute…