in Arbeit/WIP

Neues Projekt: Senfjacke

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In Ermangelung einer zündenden Idee zur Namensgebung trägt mein neues Projekt erstmal den Farbnamen, wobei ich es wieder mal nicht schaffe, die Farbe treffend wederzugeben. Es ist die Farbe 50 der Yak von Lang Yarns, die im Original allerdings längst nicht so schrill ist wie auf der Farbkarte, sondern ein richtig tolles Senfgelb.

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Die Jacke ist mein eigenes Design und wenn sie so gut wird, wie ich mir das vorstelle, will ich diesmal auch eine Anleitung dafür schreiben.Die Ärmel werden schlicht glatt rechts und sie soll einen Polokragen bekommen.

Das Muster nennt sich in meinem Musterbuch “Diagonalkaros” und hat den -für eine Jacke allerdings unwichtigen- Vorteil, daß es von beiden Seiten gleich aussieht:

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Hier sieht man schön, daß die Yak ganz leicht meliert ist, dadurch wirkt das Gestrick immer lebendiger, finde ich.

Erwähnte ich schon mal, daß ich das Garn heiß und innig liebe? ;-) Wenn ich für den Rest meines Lebens nur noch ein einziges Garn verstricken dürfte, wäre es die Yak.

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Vielleicht fällt Euch ja ein origineller Name für die Jacke ein?

Preview: Greener than green

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Fast fertig ist meine neue Jacke aus der Niki von Lana Grossa, ein Garn, das schon seit etlichen Jahren in meinem Vorrat schlummerte.

Ganz simpel, nur glatt rechts, Rippen und ein Raglanschnitt (von unten gestrickt) – genau das richtige, wenn man nach einem langen Arbeitstag nicht mehr denken, aber trotzdem gerne noch ein bisschen stricken möchte.

Eine Anleitung gibt es nicht, die habe ich einfach so drauflos gestrickt.

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Nun muss ich noch die Unterarmmaschen schließen und die Fäden vernähen.

Nach dem Waschen werde ich dann noch über eine Verschlußlösung nachdenken, weil sie bei mir dank deutlich größeren Balkons doch um einiges weiter aufklafft als an der Puppe. Mal sehen, was das Waschen in dieser Hinsicht noch bewirkt, ich schätze aber nicht allzuviel, da 100% Microfaser.

Hitch Pullover – Fortschritte

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Da ich erstmal wissen muss, wie breit die Zopfpasse wird, bevor ich die Körperteile fertigstelle, habe ich schon mal mit dem Ärmel angefangen.

Auch hier zeigt sich leider wieder, daß die Designerin das Ganze nicht so richtig durchdacht hat – oder ihr die Feinheiten einfach egal sind.
Das Bündchen hat 2 re/2 li Rippen, das Zopfmuster hingegen hat zu Beginn zwischen den beiden Zopfsträngen 4 Maschen – d.h. die Bündchenrippen gehen, wenn man den Pullover anleitungsgemäß strickt, nicht in die Zopfrippen über, sondern der eine Zopfstrang “wächst” aus einer Rechtsrippe, der andere aber aus einer Linksrippe.
Auch die seitlichen Muster stimmen nicht mit den Rippen überein.
Das sieht man auch auf diesem Projektfoto, wenn auch etwas verschwommen (wäre ich ein Verschwörungstheoretiker, würde ich der Undeutlichkeit Absicht unterstellen…):

Sowas ist natürlich Murks – dabei ist das doch so leicht zu lösen. Man braucht nur in der ersten Reihe des Zopfmusters über der mittleren Linksrippe 2 M zuzunehmen (oder 2 M abzunehmen, falls man -wie ich- eine Rechtsrippe in der Mitte hat) und schon passt alles. Den Maschenzahlenausgleich macht man einfach am Reihenanfang und -ende.

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Aber der Pullover ist ohnehin nicht ganz symmetrisch, was zwar nicht wirklich auffällt, aber mich trotzdem stört. Wenn ich 2re/2li in Runden stricke, muss ich mit 1 M re anfangen und mit 1 M re enden, sonst habe ich auf jeder Körperteilhälfte 2 M re am Anfang und 2 M li am Ende – zumindest wenn ich den Rundenanfang wie üblich auf die Mitte der linken Seite lege. Beim Ärmel genauso.

Das Zopfmuster lasse ich übrigens so wie es ist. nach dem Waschen dürfte es ungefähr 9,5cm breit werden und somit nur 1 cm schmaler als beim Original. Ich denke, der Unterschied ist nicht so gravierend, daß ich mir um eine Verbreiterung Gedanken machen müsste (sonst hätte ich alle Zopfstränge um je 1 M breiter gemacht).

Neues Projekt: Hitch Pullover

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Auf den Hitch Pullover aus der neuen IWK war ich so heiss, daß ich nicht die Abo-Lieferung abgewartet habe, sondern vorab die digitale Version gekauft habe.

Da ich zufälligerweise vor kurzem das perfekte Garn dafür erworben habe, nämlich die Yak von Lang Yarns in graunbraun (Fb. 39, eine wunderschöne “Unfarbe”), stand einem unverzüglichen Maschenanschlag nichts im Wege.

Allerdings muss ich wie üblich umrechnen, ich stricke mit 3,75er Nadeln und einer Mapro von 24 M, statt der vorgegebenen 5er Nadeln und 18 M. Das Originalgarn wäre eine Merino mit 83,5 m LL, das entspräche zwar ziemlich genau der Bingo von Lana Grossa, aber die ist mir viel zu dick und zu warm, die könnte ich niemals drinnen tragen, schon gar nicht in geheizten Räumen. Ich war ohnehin nie ein Frostködel, aber seitdem ich in den Wechseljahren bin, habe ich offenbar ein inneres Kraftwerk… (das Gute ist, daß ich enorm Heizkosten spare :-D)
Außerdem habe ich die Bingo schon mal so locker verstrickt, das Ergebnis hat mir gar nicht gefallen, viel zu labberig für meinen Geschmack.

Eigentlich wird der Pullover bis zu den Armausschnitten in Runden gestrickt, aber ich habe mich für Einzelteile entschieden.
Ich mag Nähte einfach lieber, flaches Gestrick lässt sich schneller ausmessen (mich nervt es, wenn ich das Gestrick zum Ausmessen jedes Mal auf eine lange Nadel nehmen muss) und außerdem stricke ich sehr gerne linke Maschen, die fallen bei glatt rechts in Runden ja nun völlig weg.
Und ich habe das Gefühl, daß das Gestrick schneller wächst – tut es in Wirklichkeit natürlich nicht, aber Einbildung ist ja auch ‘ne Bildung ;-)

Beim Original werden am Übergang vom Bündchen zum glatt rechts-Gestrick relativ viele M abgenommen, um den Unterschied in der Maschenprobe -immerhin 4 M auf 10 cm- auszugleichen. Das habe ich ignoriert, da die Yak weicher ist und sich nicht so stark zusammenzieht wie reine Merino, bei mir gibt es daher kaum einen Unterschied in der Mapro.

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Auch bei diesem Modell ist wieder einnmal zu bemängeln, daß bei der Skalierung der Größen keine Rücksicht auf Proportionen genommen wird.
Der Pullover ist in der kleinsten Größe 56 cm lang, in der größten Größe 61 cm. Trotzdem ist das Bündchen immer gleich hoch, nämlich 2,5″. Auch die Länge bis zum Armausschnitt bleibt in allen Größen gleich.
Und bei den seitlichen Rippen werden immer 22 M genommen, egal ob der Umfang 91 cm oder 126 cm beträgt. Das heißt, in der kleinsten Größe nehmen die Rippen ungefähr ein Viertel des Gesamtumfangs ein, in der größten Größe aber weniger als ein Fünftel. Das wirkt optisch dann natürlich ganz anders.

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Gerade in den größeren Größen lässt ein proportional schmalerer Rippenpart den Pullover noch breiter wirken, als er dann ohnehin schon ist.
Wenn ich dicker bin, bin ich außerdem nicht nur breiter, sondern auch quasi “tiefer”, d.h. der seitliche Rippenteil muss mehr Maschen umfassen, damit er wie auf den Foto die gesamte Seite bedeckt und nicht nur wie ein schmaler Streifen wirkt.

Es wäre ein leichtes, hier die Proportionen anzupassen, also warum wird das nicht gemacht? Ist das nur Gleichgültigkeit seitens der Designer oder das schlichte Unvermögen logisch zu denken?

Neues Projekt: Etosha

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Mir war mal wieder nach Streifen:

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Eigentlich wollte ich Gemma aus dem Rowan Magazine 37 stricken, aber das Muster stellte sich als viel zu nervtötend zu stricken heraus:

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Beim Wühlen nach passenden Adesso-Farben hat sich schließlich eine ganz simple Streifenfolge aus drei Farben ergeben:

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Die Ärmel bekommen dann wie beim Original nur auf den unteren 10 Zentimetern Streifen, der Rest wird einfarbig caramel.

Weggepfuscht…

Es ist immer wieder interessant, wie unterschiedlich hoch die persönliche Fehlertoleranzschwelle ist. Bei einigen von Euch liegt sie ja bei absolut null – ich finde es faszinierend, daß man so streng mit sich selbst sein kann, daß man sogar einen komplett fertigen Pullover wieder ribbelt, weil irgendwo ein kleiner Fehler drin ist.
Ich bin neugierig: Seid Ihr in den übrigen Bereichen Eures Lebens auch so perfektionistisch oder beschränkt sich das auf’s Stricken?

Meine Toleranzschwelle ist bei diesem Fehler hart and der Grenze, aber doch noch nicht überschritten.
Wenn es nur darum gegangen wäre, 30 cm zu ribbeln und neu zu stricken, hätte ich es höchstwahrscheinlich gemacht.
Aber auch noch den Kragen und die Nähte wieder aufmachen? 10 Stunden zusätzliche Arbeit?
Nee, echt nicht, dafür ist der Fehler nicht offensichtlich genug.
Und nur die Reihe auftrennen und im Maschenstich wieder schließen? Dafür bin ich ehrlich gesagt zu feige, da habe ich zuviel Angst, daß das komplett in die Hose geht :shock:

Wenn Perfektionismus einen übermäßig hohen Arbeitsaufwand erfordert, pfeif’ ich drauf – dann bleibt der Fehler halt drin. Man muss auch mal Fünfe gerade sein lassen können ;-)

Außerdem habe ich nähenderweise ein bisschen rumgepfuscht und nun sieht man wirklich nur noch etwas, wenn man explizit danach sucht – damit kann ich gut leben:

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Auf jeden Fall habe ich aus dieser Sache gelernt: In Zukunft wird das Gestrick nochmal genau kontrolliert, bevor ich mit den Fertigstellungsarbeiten anfange. Sowas passiert mir -hoffentlich- nie wieder.

Und falls mich jemand im echten Leben in diesem Pullover trifft, darf er mir gerne auf die Brust pieken :mrgreen: