Techniken & Tips/techniques & tips

Das 1-Maschen-Knopfloch

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Das einfachste Knopfloch von allen ist das 1-Maschen-Knopfloch.
Je nach Garnstärke und Strickfestigkeit ist es groß genug für Knöpfe bis ca. 15 mm Durchmesser.

Hierfür strickt man 2 Maschen mustergemäß zusammen und macht danach einen Umschlag.
Es geht auch umgekehrt: Erst der Umschlag, dann mustergemäß zusammenstricken.

In der Rückreihe wird der Umschlag dann ebenfalls mustergemäß abgestrickt.

Ob man den Umschlag von oder nach der Abnahme macht, ist im Prinzip gehupft wie gesprungen.
Ich tendiere jedoch dazu, die Variante zu wählen, die die Abnahme dichter an den Rand legt. Zum einen sitzt einen Knopfblende besser, wenn das Knopfloch nicht mittig, sondern etwas weiter weg vom Rand ist und zum zweiten ist die zusammengestrickte Masche einen Tick stabiler. Wenn also in zusammengeknöpftem Zustand etwas Zug auf das Knopfloch ausgeübt wird, leiert es weniger aus.

Es macht jedoch einen deutlichen Unterschied, ob man eine nach links oder eine nach rechts gerichtete Abnahme arbeitet.

Faustregel: Die Masche, in die ich bei einer Abnahme zuerst einsteche, ist die Masche die später obenauf, also sichtbar ist. Die andere Masche verschwindet dahinter.

Diese Tatsache ist wichtig, weil das Muster durch das Knopfloch möglichst unverändert bleiben sollte.

Hier könnt Ihr den Unterschied bei der Abnahme vor dem Knopfloch sehen – beim rechten Knopfloch mit nach rechts geneigter Abnahme wandert die Maschenreihe unter dem Kopfloch nach rechts und überlagert die Maschenreihe vor dem Knopfloch.

Beim linken Knopfloch mit nach links geneigter Abnahme bleibt die Maschenreihe vor dem Knopfloch unverändert erhalten, die Masche unter dem Knopfloch verschwindet dahinter:

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Bei der Abnahme nach dem Knopfloch verhält es sich genau umgekehrt – rechts die nach links geneigte Abnahme, die Abnahme überlagert die Maschenreihe nach dem Knopfloch.
Beim linken Knopfloch habe ich danach eine nach rechts geneigte Abnahme gestrickt, so bleibt die Maschenreihe erhalten:

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Fazit: Die Abnahme sollte sich immer in Richtung des Knopflochs neigen.

Erst die Abnahme, dann der Umschlag = nach links geneigte Abnahme (SSK bzw. 2 M li zus.str.) arbeiten

Erst der Umschlag, dann die Abnahme = nach rechts geneigte Abnahme (2 M re zus.str. bzw. SSP) arbeiten

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Und hier noch zwei Varianten für ein etwas größeres Knopfloch.

1. das 2-Maschen-Knopfloch ohne Abketten

HInreihe: SSK, Doppelumschlag, 2 M re zus.str.
Rückreihe:Die erste Schlinge des Umschlags normal, die zweite Schlinge verschränkt abstricken.
Das Abstricken kann mustergemäß erfolgen; es funktioniert gleichermaßen mit rechten wie mit linken Maschen.

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2. Das tiefergestochene Knopfloch

Wird zunächst wie das normale 1-Maschen-Knopfloch gearbeitet.
In der folgenden Hinreihe wird jedoch nicht in die Masche über dem Knopfloch eingestochen, sondern direkt in das Knopfloch.

Wenn das Knopfloch noch ein bisschen größer werden soll, kann man das in der folgende Rückreihe wiederholen.
Über noch mehr Reihen würde ich es allerdings nicht machen, weil das Gestrick dann verzogen wird.

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Die verflixte zweite Masche

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Ein Problem, das mich nun schon seit etlichen Jahren nervt, ist die verflixte zweite Masche.

Meine Randmaschen sind alle schön fest und ordentlich, aber zweite Masche am rechten Rand ist mal groß und mal klein. Am linken Rand habe ich das Problem nicht, aber ich habe schon von mehreren Strickerinnen gehört, daß es bei ihnen sogar an beiden Seiten auftritt.

Je unelastischer das Garn, um so deutlicher tritt der Effekt hervor – bei Wolle ist es nur minimal, abr ganz schlimm ist es bei Baumwollgarnen:

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Lana Grossa empfiehlt, die ersten 3 – 4 M jeder Reihe sehr fest und die letzten 3 – 4 M sehr locker zu stricken, aber da funktioniert bei mir überhaupt nicht, und die Erklärung des Problems mit dem Stückchen Garn, daß sich von Masche zu Masche schiebt, sowie die Erklärung, warum die Lösung funktionieren soll, halte ich auch für Blödsinn.
“Die zu festen letzten Maschen der Reihe (die ersten der Vorreihe) werden durch das Stückchen mehr Faden auf die normale Größe erweitert” ist definitiv totaler Quatsch, den die Größe der Maschen, die ich abstricke, ist bereits festgelegt, da kann ich auch einen halben Meter Faden durchziehen, die werden dadurch kein Stück weiter.

Gestern habe ich mich nun endlich einmal hingesetzt und das Problem genau analsiert. Es hat sich herausgestellt, daß die lockere Masche immer die zweite Masche am Reihenanfang ist, genauer sogar nur das Maschenbeinchen, das dichter am Rand ist. Diese nun besonders fest anzuziehen, bringt aber wenig bis überhaupt keine Verbesserung.

Eine Lösung (die auch gegen zu lockere Randmaschen hilft) ist es, die zweite Masche immer verschränkt zu stricken. Aber das hilft auch nicht in allen Fällen.

Dann bin ich auf die Idee gekommen, die Kombinationsmethode (combined knitting) ins Spiel zu bringen, die hilft ja schließlich auch, wenn die letzte Rechtsmaschenreihe einer Rippe oder eines Zopfes zu groß gerät.

Verursacher des Problems ist hier allerdings keine Linksmasche, sondern die Randmasche selbst scheint an ihre Nachbarin ein Stückchen Faden abzugeben. Totzdem ist die Lösung fast die gleiche, nämlich combined knitting.

Zunächst habe ich probiert, nur die zweite Masche combined zu stricken. Das Ergebnis ist eine deutliche Verbesserung – die Maschen sind zwar immer noch einen Tick lockerer, aber es sieht längst nicht mehr so schlimm aus:

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Das hat mich aber immer noch nicht 100%ig zufriedengestellt und so habe ich einen weiteren Versuch mit zwei combined gestrickten Maschen, nämlich der 2. und 3. Masche an den Rändern gemacht. Und siehe da, so ist es fast perfekt – damit kann ich jetzt wunderbar leben:

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Selbst am linken Rand sieht man einen kleinen Unterschied:

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Aber bei den rechten Maschen ist der Unterschied echt krass, vor allem, wenn man vorher und nachher direkt nebeneinander betrachtet:

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Und so geht’s:

Bei der zweiten und dritten Masche am Reihenanfang muß der Faden immer “eastern“, also nicht von vorne nach hinten, sondern genau andersherum, nämlich von hinten nach vorne über die Nadel gelegt werden. In der Folgereihe wird in diese beiden Maschen dann wie zum verschränkt stricken eingestochen und normal abgestrickt.

Bei Rechtsmaschen sieht das so aus – einstechen wie zum rechts stricken, aber den Faden andersherum wickeln (bitte die Masche auf der Nadel ignorieren, es geht nur um den Faden):

Die beiden Maschen liegen nun anders orientiert auf der Nadel. In der nächsten Reihe werden diese beiden Maschen wie links verschränkte Maschen gestrickt, um die Orientierung wieder rückgängig zu machen.

Linksmaschen werden so gestrickt – auch hier wird der Faden von hinten nach vorne (eastern), also genau andersherum, als die meisten von uns es gewohnt sind, gewickelt:

In der nächsten Reihe werden die beiden Maschen wie rechts verschränkte Maschen gestrickt.

Habt Ihr das Problem auch? Kennt Ihr vielleicht noch eine andere Lösung?
Über Rückmeldungen, ob meine Methode auch bei Euch funktioniert, würde ich mich sehr freuen.

Videotipp: Ein Sack voller Stricktricks

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Bei Interweave ist mal wieder Sale – viele digitale Magazine und Videos sind stark reduziert.

Durch Zufall habe ich dabei diesen zweiteiligen Workshop entdeckt:

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Ich bin noch am Gucken, aber schon nach zwei Dritteln des ersten Teils kann ich den Workshop ganz klar empfehlen – für den reduzierten Preis von umgerechnet rd. 5,50 € ist er sein Geld mehr als wert.

Patty Lions gibt viele kleine Tipps, die das Strickerleben leichter und das Gestrick schöner machen, alles in einem sehr gut verständlichen Englisch und so deutlich und nachvollziehbar gefilmt, daß man auch versteht worum es geht, wenn man die Sprache nicht 100%ig beherrscht (diejenigen, die nur wenig oder gar kein englisch verstehen, werden allerdings doch zu wenig mitbekommen, um ausreichend Nutzen aus dem Workshop zu ziehen).

Besonders positiv finde ich, daß sie auch immer genau erklärt, warum ein Problem überhaupt erst entsteht und weshalb der jeweilige Tipp das Problem löst. So lernt man, sein Gestrick und das Verhalten von Maschen wirklich zu verstehen.

Und auch als Profi lernt man noch den einen oder anderen pfiffigen Trick, sei es nun der Norwegian Purl Cast-On oder der SSK für Faule ;-)

Ihr müsst Euch allerdings sputen, der Sale geht nur noch bis zum 26.4. um 23.59 Uhr MST, also bei uns der 27.4. um 7.59 Uhr.

Kreuzanschlag mit linken Maschen

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Der weltweit vermutlich am meisten verwendete Maschenanschlag ist der einfache Kreuzanschlag (auf englisch “long tail cast-on”). Er eignet sich für die meisten Zwecke, ist elastisch, aber nicht zu locker und sieht immer ordentlich aus.

Die meisten Strickenden mögen optisch die Vorderseite dieses Anschlags lieber, weil sie Rechtsmaschen ähnelt, wohingegen die Rückseite wie eine Linksmaschenreihe aussieht.
Das bedeutet allerdings auch, daß man beim Flachstricken die erste Reihe als Rückreihe arbeiten muss, damit die “schöne” Seite später auf der Außenseite ist.

Wusstet Ihr aber, daß man den Kreuzanschlag auch so arbeiten kann, daß die Seiten vertauscht sind? Dabei ist die Linksmaschenreihe vorne und die “schöne” Seite ist hinten:

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Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • man kann beim Flachstricken mit einer Hinreihe beginnen
  • wenn man in Runden strickt und z.B. ein kraus gestricktes oder ein Perlmuster-Bündchen hat, passt die Linksmaschenreihe besser ins Maschenbild
  • für Rippenmuster kann man den Rechts-Kreuzanschlag mit dem Links-Kreuzanschlag kombinieren und bekommt eine perfekt zum Rippenmuster passende Anschlagkante

Dabei ist der Links-Kreuzanschlag nicht schwerer zu stricken als der normale. Im Prinzip werden bloß die Arbeitsschritte an der Daumen- und an der Zeigefingerschlaufe vertauscht.

Begonnen wird wie üblich mit einem Laufknoten.
Die Fadenhaltung ist exakt die gleiche wie beim Rechts-Kreuzanschlag.

Schritt 1: Von hinten in die Zeigefingerschlaufe von unten einstechen:

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Schritt 2: Den hinteren Faden der Daumenschlaufe von unten holen:

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Schritt 3: Den Faden durch die Zeigefingerschlaufe ziehen:

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Schritt 4: Zeigefinger aus der Schlaufe ziehen, den Faden anziehen, fertig.

Die Schritte 1 bis 4 stets wiederholen.

Wen man das ein paar Mal gemacht hat, geht es einem genauso leicht von der Hand wie der normale Kreuzanschlag.

Hebemaschen – Teil 1

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Hebemaschen sind eine interessante Möglichkeit, um mit wenig Aufwand sehr dekorative Muster zu stricken.

Man kann sie einfarbig oder mehrfarbig arbeiten. Letztere haben oft auch eine sehr ansehnliche Rückseite, eignen sich also z.B. wunderbar für Schals.

Es besteht sogar die Möglichkeit, Jacquard- bzw. Fair Isle-Muster mit Hilfe von Hebemaschen zu stricken – dabei arbeitet man nur mit jeweils einer Farbe pro Reihe, muss aber dafür jede Reihe zweimal oder noch öfter stricken, je nachdem, wieviele Farben in einer Reihe vorkommen. Manche finden diese Technik einfacher, ich persönlich finde sie viel zu zeitraubend.
Elizzza hat das Ganze dann noch auf die Spitze getrieben – für mich keine Alternative (mit den ganzen Umschlägen würde ich total wuschig werden), aber manch einer mag damit besser zurecht kommen.

Was ist denn nun eigentlich eine Hebemasche?

Eine Hebemasche ist nichts anderes als eine Masche, die nicht abgestrickt wird, sondern nur von einer Nadel auf die andere gehoben wird. Auf englisch heißt das “slip stich”.

Das Abheben kann auf zwei Arten erfolgen:

  • Sofern die Anleitung nichts anderes erwähnt, sticht man in die Masche wie zum Linksstricken ein (purlwise) und hebt die Masche von der linken auf die rechte Nadel.

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  • Man kann auch wie zum Rechtsstricken einstechen (knitwise), das führt aber dazu, daß die Masche anders herum orientiert auf der rechten Nadel landet und zu einer verschränkten Masche wird, wenn man sie in der Folgereihe normal abstrickt (normal heißt hier die in Westeuropa übliche Art, also nicht eastern oder combined). Diese Art die Masche abzuheben wird in Hebemaschenmustern aber nur sehr selten verwendet.

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(Zeichnungen von Vogue Knitting, die sehr gute Technik-Erklärungen auf ihrer Seite haben – alle stammen aus meinem Lieblings-Grundlagenbuch Vogue Knitting the Ultimate Knitting Book)

Hebemaschen ziehen das Gestrick in der Höhe zusammen, ein Muster mit vielen Hebemaschen braucht also für die gleiche Höhe deutlich mehr Reihen und somit auch mehr Garn als z.B. glatt rechts. Dadurch -und durch die Spannfäden- wird das Gestrick außerdem dicker und schwerer.
Gleichzeitig kann man sich diese Tatsache aber zunutze machen, um sehr plastische Muster zu erzielen. Bei meinem Novembermorgen habe ich z.B. ein Hebemaschenmuster gearbeitet:

In der Folgereihe kann eine Hebemasche links oder rechts abgestrickt werden oder sogar erneut abgehoben werden, je nachdem, was das Muster erfordert. Will man eine Hebemasche über mehrere Reihen “transportieren”, sollte man ihr zuvor mehr Faden zugestehen – hierzu mehr in Teil 2.

Den unbenutzten Faden kann man auf der Rückseite oder auch auf der Vorderseite der Arbeit mitführen – das ergibt jeweils unterschiedliche Mustereffekte.

Macht man mit dem unbenutzten Faden gleichzeitig mit dem Abheben einen Umschlag und strickt in der nächsten Reihe die Hebemasche mit dem Umschlag zusammen, erhält man -voilá- ein Patentmuster.

Zum Thema zweifarbige Hebemaschenmuster gibt es von Fiona Goberstein einen Video-Workshop (z.Zt. auf 8 USD heruntergesetzt), den ich persönlich aber zu “amerikanisch” finde (sprich, eine im Prinzip sehr simple Sache wird in epischer Breite erklärt).

Craftsy bietet ebenfalls einen Kurs namens My First Slip-Stitch Afghan an  – den habe ich nicht gesehen, abr eigentlich sind alle Craftsy-Kurse von hoher Qualität.

Eine sehr umfangreiche Mustersammlung von Hebemaschenmustern in Krausgestrick ist Barbara Walkers Mosaic Knitting, das leider nur noch für relativ viel Geld erhältlich ist. Das Original kam schon 1976 heraus, 1997 wurde es neu aufgelegt.

Eine ganze Menge an Musterbeispielen aus dem Buch findet sich beim Walker Treasury Project.

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Was man aus Mosaik-Hebemaschenmustern machen kann, zeigen zum Beispiel diese beiden Modelle von Barbara Gregory – die Anleitungen sind kostenlos in der Knitty erschienen (ein Klick auf’s Bild führt Euch zur Anleitung):

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Auch in Pop Knitting gibt es vier Kapitel, die sich Hebemaschenmustern widmen. Etliche davon habe ich bisher in keiner anderen Mustersammlung gesehen.

Ansonsten gibt es in vielen Mustersammlungen auch eine Abteilung mit Hebemaschenmustern – sowohl einfarbigen als auch mehrfarbigen.

In Teil 2 dieser Miniserie werden wir uns mit den einfarbigen Mustern beschäftigen und in Teil 3 folgen dann die mehrfarbigen. Ihr werdet staunen, was man mit Hebemaschen alles machen kann – da gibt es weit mehr als nur abgewandelte Jacquardmuster.

Garne ersetzen mit Yarnsub

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Garne zu ersetzen ist ein Thema, bei dem sich doch recht viele Strickende unsicher sind.
Die Garn-Datenbank von Ravelry bietet da schon eine große Hilfe, aber man muss natürlich auch die richtigen Filter setzen, um ein brauchbares Ergebnis zu bekommen.

Deborah hat mir nun einen Link zu Yarnsub geschickt:

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Yarnsub macht das Ersetzen von Garnen sehr einfach. Einfach den Namen des zu ersetzenden Garnes eingeben, auf “search” klicken, das Garn ggf. aus einer Vorschlagsliste auswählen, fertig.

Ich habe das mal stichprobenweise ausprobiert und fand die Ergebnisse sehr brauchbar, obwohl es sich noch um eine Beta-Version handelt. Selbst meine geliebte Adesso, die es ja schon ewig nicht mehr gibt, wurde gefunden und die vorgeschlagenen Ersatzgarne wären auch meine erste Wahl gewesen. Ich vermute, daß Yarnsub die Daten aus der Ravely-Datenbank bezieht.

Dier Ergebnisse listen die Punkte auf, in denen das Ersatzgarn mit dem Originalgarn übereinstimmt und geben auch Hinweise auf eventuelle Abweichungen. Kriterien sind dabei neben der Lauflänge, empfohlenen Maschenprobe und Zusammensetzung u.a. auch die Struktur, Elastizität, Haltbarkeit, Zwirnung usw.

Bei einigen Ersatzgarnen wird gleich ein Foto mitgeliefert, ich denke, daß mit der Zeit zu allen Garnen Fotos eingepflegt werden, so daß man auch die Optik der Garne vergleichen kann.
Überdies berücksichtigt das Programm unterschiedliche Knäuelgrößen und leichte Abweichungen in der Lauflänge und errechnet, wieviel Knäuel des Ersatzgarns man pro Knäuel Originalgarn braucht.

Einziges -kleines- Manko, vor allem für uns hier in Europa: Das Programm berücksichtigt (noch?) nicht, ob man die vorgeschlagenen Ersatzgarne im eigenen Land kaufen kann.

Meiner Meinung nach ist Yarnsub schon jetzt eine tolle Sache und wird in Zukunft bestimmt für viele eine große Hilfe sein :good:

Gleichmäßige Zöpfe

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Viele Strickerinnen haben bei Zöpfen das Problem, daß die letzte rechte Maschenreihe am linken Rand des Zopfes ein bisschen lockerer aussieht als der Rest des Zopfes.
Das liegt am Übergang zwischen der letzten rechten Masche des Zopfes und der nachfolgenden linken Masche. Der Querfaden ist an dieser Stelle ein kleines bisschen länger, weil der Weg des Fadens von einer rechten zu einer linken Masche ein Fitzelchen länger ist, und dadurch lockert sich die rechte Masche.

Die rechte Masche besonders fest anzuziehen bringt herzlich wenig, weil sie sich erst lockert, wenn die linke Masche danach abgestrickt ist. Die linke Masche nochmal nachzuziehen bringt da schon mehr, ist aber auch keine optimale Lösung. Insbesondere unelastische und/oder glatte Garne sind da nämlich sehr bockig und bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit -nämlich dem Abstricken der folgenden Masche- lockert sich das Ganze doch wieder.

Was wirklich hilft, ist ein kleiner Kniff, den Lucy Neatby in diesem Video zeigt:

Kurz gesagt strickt sie die erste linke Masche nach dem Zopf “eastern“, d.h. sie wickelt den Faden anders herum um die Nadel:

In der Rückreihe wird diese Masche wie rechts verschränkt abgestrickt, bloß daß sie durch die andere Orientierung auf der Nadel dadurch nicht verschränkt wird, sondern einfach wieder “richtig” herum, d.h. in der “western”-Orietierung auf die Nadel kommt (richtig in Anführungszeichen, weil beim eastern oder combined stricken die andere Orientierung genauso “richtig” ist).

Noch kürzer gesagt: Die erste linke Masche nach dem Zopf wird combined gestrickt.

Dieser Kniff funktioniert übrigens auch bestens für Rippenmuster, das hatte ich hier ja schon mal gezeigt.