Techniken & Tips/techniques & tips

Gleichmäßige Zöpfe

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Viele Strickerinnen haben bei Zöpfen das Problem, daß die letzte rechte Maschenreihe am linken Rand des Zopfes ein bisschen lockerer aussieht als der Rest des Zopfes.
Das liegt am Übergang zwischen der letzten rechten Masche des Zopfes und der nachfolgenden linken Masche. Der Querfaden ist an dieser Stelle ein kleines bisschen länger, weil der Weg des Fadens von einer rechten zu einer linken Masche ein Fitzelchen länger ist, und dadurch lockert sich die rechte Masche.

Die rechte Masche besonders fest anzuziehen bringt herzlich wenig, weil sie sich erst lockert, wenn die linke Masche danach abgestrickt ist. Die linke Masche nochmal nachzuziehen bringt da schon mehr, ist aber auch keine optimale Lösung. Insbesondere unelastische und/oder glatte Garne sind da nämlich sehr bockig und bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit -nämlich dem Abstricken der folgenden Masche- lockert sich das Ganze doch wieder.

Was wirklich hilft, ist ein kleiner Kniff, den Lucy Neatby in diesem Video zeigt:

Kurz gesagt strickt sie die erste linke Masche nach dem Zopf “eastern“, d.h. sie wickelt den Faden anders herum um die Nadel:

In der Rückreihe wird diese Masche wie rechts verschränkt abgestrickt, bloß daß sie durch die andere Orientierung auf der Nadel dadurch nicht verschränkt wird, sondern einfach wieder “richtig” herum, d.h. in der “western”-Orietierung auf die Nadel kommt (richtig in Anführungszeichen, weil beim eastern oder combined stricken die andere Orientierung genauso “richtig” ist).

Noch kürzer gesagt: Die erste linke Masche nach dem Zopf wird combined gestrickt.

Dieser Kniff funktioniert übrigens auch bestens für Rippenmuster, das hatte ich hier ja schon mal gezeigt.

Randmaschen für alle Zwecke

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Strickanfänger stehen häufig vor der Frage “Was ist eigentlich eine Randmasche und wie strickt man die?”

Randmaschen sind nichts Geheimnisvolles, sondern nur ganz normale Maschen, bloß daß sie sich am Rand des Strickstücks befinden, sprich die erste und die letzte Masche einer jeden Reihe ist eine Randmasche.

Wenn nichts anderes angegeben ist, sind die Randmaschen bei einer Anleitung in der angegebenen Maschenzahl enthalten, man muß also nicht noch zusätzlich 2 Maschen anschlagen.

Normalerweise werden Muster nicht bis zum Rand durchgestrickt, sondern beginnen bzw. enden vor der Randmasche. Man kann durchaus auch mit zwei oder drei Randmaschen arbeiten, um z.B. dem Rand mehr Stabilität zu verleihen oder ihn besonders zu betonen.

Bei manchen englischen Anleitungen ist mir allerdings aufgefallen, daß dort ohne Randmaschen (auf englisch “selvedge stitch” oder “edge stitch”) gearbeitet wird. d.h. die Randmaschen werden im Muster gearbeitet. Das finde ich weniger schlau, vor allem bei Lochmustern, wo unter Umständen ein Loch direkt neben der Randmasche liegt – das ist bei späteren Zusammennähen oder Maschen aufnehmen sehr unpraktisch. In solchen Fällen würde ich zwei Randmaschen zusätzlich anschlagen.

Randmaschen können auf verschiedene Art und Weise gestrickt werden. Welche man wählt, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • soll der Rand später offen bleiben, z.B. bei einem Schal?
  • werden daraus noch Maschen z.B. für eine Blende aufgenommen oder wird dieser Rand später mit einem anderen Teil zusammengenäht?
  • zieht sich das Muster in der Höhe zusammen, wie z.B. kraus rechts oder Patent?

Für Kanten, aus denen später Maschen aufgenommen werden oder die zusammengenäht werden sollen, ist der Nahtrand die beste Lösung – schließlich heißt der ja nicht von ungefähr so ;-)
Beim Nahtrand werden die Randmaschen in der Hinreihe rechts, und in der Rückreihe links gestrickt, die Randmaschen werden also glatt rechts gearbeitet.
Ein fest ausgeführter Nahtrand eignet sich auch sehr gut für offenen Kanten, die später nur von der Vorderseite her sichtbar sind (z.B. senkrecht mitgestrickte Knopfblenden), da die Randmaschen zur Rückseite hin wegklappen und sich somit eine sehr sauber aussehende Kante ergibt:

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Zieht sich das Muster in der Höhe zusammen, sollte man den Knötchenrand stricken. Hierbei werden die Randmaschen in Hin- und Rückreihen immer rechts (oder immer links, das Ergebnis ist gleich, nennt sich dann aber “Schweizer Rand”) gestrickt. Die Randmasche werden also kraus gearbeitet und ziehen sich daher -passend zum Gestrick- ebenfalls in der Höhe zusammen. Der Knötchenrand ist auch ideal für Perlmuster.
Der Knötchenrand eignet sich auch sehr gut für offen bleibende Ränder, da der Rand damit sehr sauber wird.

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Doppelter Knötchenrand – hier werden zwei M am Rand kraus gestrickt:

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Grundsätzlich sollten sowohl der Nahtrand als auch der Knötchenrand möglich fest gearbeitet werden – die Maschen sollten lieber etwas kleiner als das übrige Gestrick sein, aber auf keinen Fall größer bzw. lockerer, sonst wird der Rand unordentlich und ungleichmäßig.

Für Patentgestrick findet sich bei EliZZZa eine spezielle Methode, bei der mit drei Randmaschen gearbeitet wird. Habe ich noch nicht ausprobiert, sieht aber gut aus.

Für offen bleibende Kanten ist auch die I-Cord-Randmasche eine hübsche und sehr ordentliche Lösung.

Bei eliZZZa habe ich außerdem noch den Verkreuzrand und den Strukturrand gefunden, beide finde ich aber sehr unattraktiv.

Für Tücher finde ich den Lochrand hübsch und er hat den Vorteil, daß er beim Spannen nachgibt. Hierfür in der Hinreihe die erste M re stricken, danach einen Umschlag machen. Vor der letzten M ebenfalls einen Umschlag machen und die letzte M re stricken. In der Rückreihe die Randmaschen mit dem Umschlag links zusammenstricken.

Immer noch wird häufig der Kettrand empfohlen, bei der die Masche entweder am Reihenanfang oder am Reihenende nur abgehoben wird – davon gibt es verschiedene Varianten. Von dieser Art Randmasche rate ich jedoch dringend ab. Erstens finde ich das Ergebnis nicht sonderlich hübsch, weil die Randmaschen damit sehr groß und locker werden und zweitens ist er zum zusammennähen im Matratzenstich und erst recht zum Maschen aufnehmen ungeeignet, weil man für zwei Reihen jeweils nur einen Querfaden hat.

Nähte werden damit weniger stabil und im schlimmsten Fall löcherig, weil die großen, losen Randmaschen samt der dazugehörigen lockeren Querfäden zu sehr nachgeben.
Maschenaufnahmen im üblichen Rhythmus von 3 M aus 4 R (oder 2 aus 3, was ich bevorzuge) sind nicht möglich, es sei denn, man holt aus einem Loch zwei Maschen – das wird aber m.E. nicht sonderlich ordentlich. Auch hierfür geben die Randmaschen und Querfäden zudem zu sehr nach, die Aufnahmereihe wird locker und im schlimmsten Fall löcherig.

Wenn Kettrand, dann nur bei offen bleibenden Kanten – meiner Meinung nach trotzdem keine sonderlich schöne Lösung. Aber das ist wirklich Geschmackssache, ich kenne auch Strickende, die darauf schwören. Also haut mich bitte nicht, falls der Kettrand Eure allerliebste Randmasche ist – Euer Gestrick muss nur Euch gefallen, nicht mir ;-)

Das gleiche gilt für die Patent-Randmasche, bei der die erste M mit einem Umschlag wie zum links stricken abgehoben wird und die letzte M mit dem Umschlag rechts zusammengestrickt wird. Hier stört mich außerdem, daß der rechte und der linke Rand unterschiedlich aussehen.

Zum Schluß noch ein paar Tipps für ordentliche und feste Randmaschen:

  • Die Randmaschen immer nur ganz vorne an der Nadelspitze abstricken und nur so weit wie gerade eben nötig einstechen
  • Nach dem Abstricken der ersten M am Reihenanfang den Faden nochmal nachziehen und evtl. mit der rechten Nadel nochmal ein bisschen “nachruckeln” – dadurch wird sowohl die aktuell gestrickte Randmasche als auch die der Vorreihe kleiner.
  • Wenn die ersten beiden Tipps nicht (genug) helfen: Die Randmaschen selbst oder besser noch die zweite bzw. vorletzte M jeder Reihe verschränkt stricken.
  • Zu- und Abnahmen nicht direkt am Rand, sondern eine oder zwei M davon entfernt machen. Zunahmen aus dem Querfaden können die Randmasche verziehen, daher diese Zunahmen möglichst 2 M von Rand entfernt stricken.

Welche Randmasche bevorzugt Ihr für welchen Zweck und warum?

Henley-Ausschnitt – so geht’s

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Anke fragte kürzlich:

Schon immer suche ich eine Anleitung für einen Auschnitt wie beim Strickmarathonpullover. Ich finde es so toll, daß der gleich mitgestrickt wird. Würdest du so freundlich sein und den Tip im Blog weitergeben?

Mache ich gerne, liebe Anke. Als ich eben die Pullover für Fotos rausgesucht habe, ist mir aufgefallen, daß ich diese Ausschnittform schon richtig oft gestrickt habe, das war mir gar nicht bewusst.

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Bevor Du jetzt einwendest, daß Du sowas doch gar nicht gemeint hast – guck mal was passiert, wenn man den Ausschnitt nicht schließt:

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Das Prinzip ist nämlich das gleiche, der Unterschied kommt nur durch die Länge der Blende, die fehlenden Knöpfe und den Kragen zustande:

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Un so geht’s:

Zunächst strickst Du das Vorderteil (von unten) bis zu der Stelle, wo der Ausschnitt anfangen soll.
Jetzt musst Du Dir überlegen, wie breit die Blende werden soll, d.h. wieviele Maschen Du pro Blendenseite haben möchtest.

Nun nimmst Du die Anzahl der Maschen, die Du auf der Nadel hast, ziehst davon die Anzahl der Blendenmaschen für eine Seite ab. Das Ergebnis teilst Du durch 2. Das ist die Maschenzahl pro Seite ohne Blendenmaschen.

Beispiel: Du hast 99 M und Deine Blende soll pro Seite 5 M breit sein.
99 – 5 = 94. 94 : 2 = 47 M pro Seite + jeweils 5 Blendenmaschen.

Das funktioniert genau, wenn Du
a) eine ungerade Grundmaschenzahl und eine ungerade Maschenzahl für die Blende hast
oder
b) eine gerade Grundmaschenzahl und eine gerade Maschenzahl für die Blende hast

Willst Du gerade und ungerade kombinieren, musst Du in der letzten Reihe vor dem Ausschnitt in der Mitte eine Masche abnehmen (theoretisch kannst Du auch zunehmen, aber eine Abnahme ist in der Regel weniger sichtbar).

In der nun folgenden Hinreihe strickst Du die Anzahl der Maschen, die Du gerade für eine Seite ermittelt hast und legst die restlichen Maschen still. In unserem Beispiel wären das 47 M zu stricken und 52 werden stillgelegt. Nun wirst Du sagen: “Äh, Moment mal, dann ist der Ausschnitt doch gar nicht in der Mitte”. Doch ist er, wart’s ab… ;-)

Jetzt wird zuerst die im Tragen linke Seite gearbeitet.
Wenden und die gewünschten Maschenzahl für eine Blendenseite neu aufstricken (in unserem Beispiel hast Du dann 52 M insgesamt). Dieser neu angeschlagene Teil wird später am unteren Ende hinter die andere Seite der Blende genäht.

Nun arbeitest Du die neu aufgestrickten Maschen immer im Blendenmuster und die übrigen Maschen im Grundmuster.

So weit gerade hochstricken, wie Du möchtest, das hängt von der gewünschten Tiefe des Halsaus-schnitts ab. Sobald diese errreicht ist, kettest Du die Blendenmaschen in einer Rückreihe ab und arbeitest den Rest des Halsausschnitts, wie Du möchtest.

Wenn Du mit der linken Seite des Vorderteils fertig bist, nimmst Du die stillgelegten Maschen wieder auf und arbeitest die im Tragen rechte Seite.

Du beginnst mit einer Hinreihe, strickst die ersten x Maschen im Blendenmuster (nicht neu anschlagen) und die restlichen Maschen im Grundmuster. Das wären in unserem Beispiel von den 52 stillgelegten M 5 als Blende und 47 im Grundmuster – guck, nun hast Du auf jeder Seite 47 M im Grundmuster und die Blende ist genau in der Mitte :-D )
Dadurch, daß Du hier für die Blende die bereits vorhandenen Maschen benutzt, hast Du später am unteren Ende der Blende keine sichtbare Naht.

Achtung! Falls Du die Blende zuknöpfen möchtest (was für den Henley-Ausschnitt typisch ist), musst Du auf dieser rechten Seite die Knopflöcher einarbeiten.

Theoretisch kannst Du auch genau umgekehrt vorgehen und die rechte Seite zuerst stricken.
Falls Du aber Knöpfe dranhaben möchtest, würde ich immer die Seite zuerst stricken, an der die Knöpfe angenäht werden sollen, üblicherweise also bei Frauen die linke Seite. Dann weißt Du nämlich später bei der Knopflochblende genau, wieviele Reihen die Blende hat und kannst die Knopflöcher exakt verteilen.

Wichtig: Die Knopfseite ist immer die Seite, die hinter die andere Blende kommt – wenn Du es nämlich umgekehrt machst, guckst Du ziemlich blöd aus der Wäsche, wenn Du den Pullover zum ersten Mal zuknöpfen willst (frag’ mich mal, woher ich da weiß… :wacko: ).

Variation: Mitgestrickter Umschlagkragen

Diese Variante habe ich von Kim Hargreaves gelernt, als ich die Salina gestrickt habe.

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Gearbeitet wird wie zuvor beschrieben, aber anstatt irgendwann die Maschen abzuketten und einen Halsausschnitt zu arbeiten, wird weiter gerade hoch gestrickt und das Blendenmuster in jeder zweiten Reihe um eine M erweitert – so lange, bis das Muster so breit ist wie der gewünschte Halsausschnitt.

Hat das Vorderteil die gewünschte Länge erreicht, werden die Kragenmaschen stillgelegt und die Schultermaschen verbunden.
Die Maschen der rechten Kragenhälfte wieder aufnehmen und abstricken, dann aus dem rückwärtigen Halsausschnitt Maschen aufnehmen und zum Schluß die Maschen der linken Kragenhälfte aufnehmen und abstricken. Nun über alle M im Kragenmuster arbeiten, bis der Kragen die gewünschte Länge erreicht hat.

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Der Nachteil bei Salina: Das Kragenstückchen im Nacken ist zu kurz, das klappt immer wieder nach oben.

Beim Striper Sweater habe ich daher eine verbeserte Version gestrickt. Hier sind im Nacken viel mehr Reihen und damit der Kragen vorne nicht zu überdimensional wird, habe ich die letzten Zentimeter mit verkürzten Reihen gearbeitet:

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So sitzt der Kragen optimal:

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Blende abketten

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In den meisten Anleitungen wird empfohlen im Muster abzuketten, weil die Abkettkante dann elastischer wird. Das mache ich allerdings nur sehr selten, weil mir das nicht sonderlich gefällt – irgendwie fehlt da was, es sieht ein bisschen aus wie einfach abgeschnitten:

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Je nach Garn und Muster kann die Kante sogar wellig wirken, denn eine rechts abgekettete M kippt nach vorne, eine links abgekettete dagegen nach hinten.

Ich kette Blenden daher fast immer entweder komplett rechts oder komplett links ab, je nach Blendenmuster. Auch Halsausschnittmaschen kette ich immer rechts ab, denn dadurch entsteht unter der Abkettreihe eine Rechtsmaschenreihe, die sich wunderbar zum Aufnehmen von Maschen für den Kragen eignet.

Ich finde, die dadurch entstehende Maschenreihe gibt der Blende einen besonders klaren und sauberen Abschluß. So sieht es aus, wenn man alle M rechts abkettet:

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Auf der anderen Seite bzw. wenn man alle M links abkettet, sieht es dann so aus. Das passt jetzt zu einem Rippenmuster nicht so gut, sieht aber z.B. bei Perlmusterblenden hübsch aus:

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Mangelnde Elastizität braucht man dabei übrigens nicht zu fürchten, denn die meisten Blenden brauchen sich ja gar nicht zu dehnen. Eine Ausnahme sind nur eng anliegende Halsausschnitte oder Rollkragen, da kette ich die Maschen dann aber sowieso nicht ab, sondern benutze die Abnähmethode von Elizabeth Zimmermann.

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Eine der gebräuchlichsten Methoden um eine Masche zuzunehmen ist die Verdoppelung, bei der die gleiche Masche zunächst rechts, dann rechts verschränkt abgestrickt wird, auf englisch “kfb” (knit front and back).

Der Nachteil bei dieser Methode: Es ergibt sich ein unschöner kleiner Querfaden, ähnlich wie bei einer linken Masche, der vor allem bei einem glatt rechts-Maschenbild sehr störend wirkt.

Im Blog von La Maison Rililie habe ich nun eine Alternativmethode gefunden, bei der dieser Querfaden nicht entsteht:

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Das Ergebnis ist mehr oder weniger das gleiche wie bei einer “russischen” Zunahme (lifted increase), welche immer noch meine bevorzugte Zunahmemethode ist. Allerdings kann diese bei manchen Mustern schlecht machbar sein, wenn z.B. die Zunahmen dicht übereinander erfolgen (Stichwort: contiguous). Da ist dann die verbesserte Verdoppelung eine gute Alternative.

Funky Grandpa – I-Cord bind off

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Einige von Euch hatten gefragt, wie ich die Kante an der Blende der Streifenjacke gemacht habe.
Das ist ein sogenannter “I-Cord bind off”, den hatte ich hier schon mal erklärt.

Zu Beginn der Abkettreihe (Hinreihe) habe ich zwei Maschen neu aufgestrickt:

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Und dann geht es einmal um die ganze Blende herum:
*2 M re, SSK (improved), 3 M zurück auf die linke Nadel*. Die verbleibenden 3 M normal abketten.
Das dauert ewig, aber das Ergebnis lohnt die Mühe:

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Auf der Rückseite sieht es dann so aus:

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Der Panthrische massiert unterdessen die Wollvorräte, damit sich keine Motten einnisten:

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Ösenknöpfe annähen

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Knöpfe annähen gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.
Von daher war ich ganz begeistert über den kleinen Kniff zum Annähen von Knöpfen mit Öse, den mir Konny von der Wollboutique verraten hat.

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Wenn man nämlich die Öse durch das Gestrick durchdrückt und dann einfach auf der Rückseite den Faden mehrmals durchzieht, läßt sich so ein Ösenknopf ganz schnell und leicht annähen:

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Außerdem sitzt der Knopf dann etwas dichter am Gestrick und baumelt nicht so herum (was vor allem bei schweren Knöpfen schnell passiert). Genug Abstand zum Knöpfen bleibt immer noch:

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Ich verwende übrigens immer das Original-Strickgarn zum Knöpfe annähen, das hält viel besser als wenn man sie mit Nähgarn annäht. Bei mir hat sich noch nie ein Knopf gelockert oder gelöst.

Und das Annähen geht zudem schneller, weil man weniger oft durchstechen muss, 3 – 4 x reicht völlig aus.

Bei dickem Garn,das man schwer oder gar nicht durch die Knopflöcher bekommt, drehe ich den Faden auf und teile ihn.