Darüber, daß diese beiden Damen sich für ein Designerportrait zur Verfügung gestellt haben, freue ich mich besonders, denn sie sind ein ganz typischer Fall für die deutsche Strickdesign-Szene: Kaum eine Strickerin kennt ihre Namen, dabei haben wir schon unzählige Modelle von ihnen gesehen und vielleicht auch schon nachgestrickt. Mir sind die beiden erst geläufig, seit die Verena die Designernamen dazu schreibt.
Dabei habe ich von Ursula Marxer doch sogar schon mal ein Modell nachgestrickt:

Daß die beiden Marxers Mutter und Tochter sind, kann man unschwer erkennen, oder?
Überhaupt scheint sich die Liebe zum Stricken und das Talent zum Designen sehr häufig auf die nächste Generation zu übertragen, wie z.B. auch bei Elizabeth Zimmermann und Meg Swansen, Marianne und Helga Isager oder Alice und Jade Starmore. Vermutlich wird das Lanatoin (Verena-Leser wissen Bescheid
) schon mit der Muttermilch aufgenommen…

Ursula Marxer, Jahrgang 1958, entdeckte schon früh ihre Liebe zu Mode und Handarbeit. Nach einem Studienabschluss als Diplom-Textilingenieurin in Kaiserslautern im Jahr 1979 arbeitete sie einige Jahre als Redakteurin im Sonnenverlag für die Strickzeitung „Ingrid“. Dort lernte sie von der Pike auf sehr viel über Strickmode und orientierte sich von nun an beruflich in den kreativen Bereich. Stricken ist ein wichtiger Teil ihres Lebens und sie hält ständig Ausschau nach neuen Anregungen und Ideen. 1982 machte sie sich schließlich selbständig und entwickelt seither regelmäßig Modelle für Zeitschriften, Verlage und Garnhersteller, wie Sabrina, Lena, Häkeltrends, Verena, Anna, ONline, Lana Grossa und Schachenmayr/Coats.
Das Titelmodell der aktuellen Verena wurde von Ursula Marxer entworfen:

Marxer’sche Designs sind auch auf den Titeln anderer Publikationen häufiger zu finden:

Melanie Marxer, Jahrgang 1981, beschäftigte sich schon früh intensiv mit dem Thema Mode. So modifizierte sie gerne ihre Kleidung oder fertigte sie gleich selbst an. Später machte sie ihre Leidenschaft zum Beruf und erwarb 2008 einen Abschluss als Diplom-Design-Ingenieurin für Mode in Mönchengladbach. Heute arbeitet sie im Strickdesign-Büro ihrer Mutter und ist seitdem selbst heftig mit dem Strick-Virus infiziert. Auch privat trifft man sie selten ohne Nadel und Garn in der Hand an.
Beide Designerinnen wohnen und arbeiten in Mutterstadt, nähe Mannheim, und designen eigentlich alles, was gewünscht wird: Pullover, Jacken, Kleider, Röcke, Taschen und vieles mehr. Auch schwerpunktmäßig sind sie extrem vielseitig: Ob Jacquard, Zöpfe, Double-Face, Lace, Filz, Gabelhäkelei - was der Kunde wünscht, bekommt er auch.
Leider weiß ich bei den abgebildeten Modellen nicht, welches jetzt von der Mutter und welches von der Tochter ist. Ihr könnt ja mal raten und vielleicht klären uns die Damen dann noch auf
Dieses Top ist aus der Sabrina Mai 2011:

Und diese schöne Jacke kann man in Schachenmayr Impulse 604 finden:

Noch zwei Modelle für Schachenmayr aus dem Heft Inspiration Nr. 129 - Jacke mit passendem Schal:

Diese süße Kleid ist aus der ONLine Stricktrends Frühjahr/Sommer 2009:

Häkeln können die beiden natürlich auch - hier das Titelmodell aus ONLine Stricktrends Frühjahr/Sommer 2007:

Zusammen mit dem Frech-Verlag und Schachenmayr/Rowan haben Ursula und Melanie Marxer kürzlich ihr erstes Buch auf den Markt gebracht - Magisch-Mystisch: Stricken im Vampir-Stil:


In zwei Wochen folgt dann gleich der nächste Streich: Trachtenträume stricken: Elegante und klassische Modelle für die ganze Familie

Da die beiden Designerinnen in der Branche bekannt wie bunte Hunde sind
, erübrigt sich die Angabe von Kontaktdaten. Wer mit den beiden Kontakt aufnehmen möchte, kann sich aber gerne an mich wenden, ich leite das dann weiter.
















