stricken allgemein/knitting misc.

Puzzle-Wahn

IMG_2106sm

Nein, ich bin nicht verschollen ;-)
Ich bin nur gerade im Puzzle-Wahn.

Von Zeit zu Zeit überkommt mich der unwiderstehliche Drang, mal wieder ein Puzzle zu legen. Normalerweise ist die Phase dann nach zwei oder drei Puzzles wieder vorbei, aber diesmal hat es mich richtig gepackt. In den letzten Wochen habe ich mehr als ein Dutzend Puzzles gelegt und inzwischen auch einen kleinen Puzzle-Stash angelegt:

IMG_2106

Das hier habe ich am Wochenende gemacht (1500 Teile):

Und hiermit bekommen wird wieder elegant die Kurve zum Blogthema – ein Stricktreffpuzzle, ist das nicht genial? Gibt es leider nur in England:

stricktreffpuzzle

Stricken tu’ ich aber trotzdem noch, nur zur Zeit etwas weniger. Aber beim Hitch Pullover sind die Körperteile fertig und der erste Ärmel auch in zwei, drei Tagen.
Außerdem ist die extreme Puzzle-Phase bestimmt bald wieder vorbei, ich kenn’ mich. Ihr braucht also nicht zu befürchten, daß das hier jetzt ein Puzzle-Blog wird ;-)

Ich habe übrigens die Theorie, daß viele Strickerinnen auch gerne mal puzzeln – das liegt in unserer Natur, beides braucht Ausdauer, einen Blick für Details und die Freude daran, wenn sich viele kleine Dinge zu einem großen Ganzen zusammenfügen.
Wer von Euch kann diese Theorie untermauern, wer puzzelt noch gerne?

Unterwasser-Yarnbombing

unterwasserhaekelnsm

Ziemlich verrückt, aber irgendwie auch ziemlich cool – die New Yorker Künstlerin Olek hat sich einen sehr ungewöhnlichen Ort für ihr neuestes Yarnbombing-Häkelprojekt ausgesucht: Ein Unterwasser-Museum in der Karibik.

unterwasserhaekeln

Gefunden bei Hi-Fructose, dort gibt es weitere Infos rund um das Projekt und viele Fotos.
Der Hintergrund des Projektes ist eine Warnung vor der zunehmende Verschmutzung und Überfischung unserer Meere, die eine tickende Zeitbombe darstellen.
Das verwendete Garn ist daher logischerweise für die Umwelt unbedenklich und biologisch abbaubar.

Nach Abschluss der Unterwasser-Installation entstand noch eine Serie mit Tauchern in gehäkelten Taucher- und Seejungfrau-Anzügen – irgendwie faszinierend:

unterwasserhaekeln1

Weitere Arbeiten der Künstlerin findet Ihr auf ihrer Website – unter anderen z.B. einen umhäkelten Zug.

Tragt Ihr Eure selbstgestrickten Sachen?

Eine aktuelle Diskussion bei Ravelry hat mich auf diese Frage gebracht.

Die Threaderöffnerin beklagt, daß sie mit den Oberteilen, die sie bisher gestrickt hat, immer sehr unzufrieden war (sie sagt sogar, daß sie sie hasst) und sie deshalb nie trägt. Ihr Problem ist gar nicht mal so sehr die Passform, vor allem gefällt sie sich selbst nicht in ihren Sachen.

Die Antworten zeigen, daß sie mit diesem Problem nicht alleine dasteht. Es gibt offenbar doch eine ganze Menge Strickerinnen, die die schönsten Sachen produzieren, aber diese dann nie anziehen, weil sie sich aus dem einen oder anderen Grund darin nicht wohlfühlen.

Sicherlich hat jeder von uns schon mal ein Strickstück produziert, das sich im Nachhinein als Flop herausgestellt hat. Bei mir war das z.B. dieser Pullover hier, den habe ich auch vor kurzem endlich entsorgt. Das Garn war zu dick für den Sommer, ich mochte die unruhige Optik überhaupt nicht und das untere Rand rollte. Der V-Ausschnitt war zu klein und die Ärmel zu kurz, ich habe mir darin nicht gefallen und das Teil maximal dreimal angehabt:

Aber ansonsten mag ich 99% aller meiner Oberteile und trage sie regelmäßig – wobei ich natürlich immer Lieblinge habe, die öfter drankommen als die anderen.

Wenn man dagegen kein einziges seiner Strickstücke mag, stelle ich mir das reichlich frustrierend vor. Ich glaube, das würde mir das Stricken total vermiesen.

Nun bin ich natürlich neugierig und würde von Euch gerne wissen: Geht es dem einen oder anderen unter Euch vielleicht genauso? Oder hattet Ihr das Problem früher einmal, konntet es aber lösen? Und falls ja, wie habt Ihr es gelöst?

Kleine gelbe Entchen…

entchensm

…können Leben retten!

entchenflyer

Es geht darum, den Menschen in Erinnerung zu rufen, daß Organ-, Knochenmarks- und Blutspenden Leben retten können und dringend gebraucht werden.
Zu diesem Zweck wurde das Yellow Duck Project ins Leben gerufen.
Was genau es damit auf sich hat, hat Karen vom Strickpunkt in ihrem Blog ausführlich beschrieben, so daß ich es mir bequem machen kann und einfach auf den Beitrag verweise.

Anleitungen für die Entchen gibt es sowohl zum Stricken als auch zum Häkeln und zum Nähen – für die gehäkelten Entchen gibt es auch zwei deutsche Anleitungen). Die passenden Anhänger zum Ausdrucken (auch auf deutsch) findet man ebenfalls auf der Website. Hier hat Minja daraus ein Faltkärtchen mit zusätzlichen Informationen auf deutsch gemacht, falls der Finder kein englisch versteht.

Ich finde die Idee großartig – ich habe selbst seit vielen, vielen Jahren einen Organspenderausweis im Portemonnaie und habe schon etliche Liter Blut gespendet (mittlerweile wollen sie mein Blut nicht mehr, weil ich zuviel rauche :oops: ).

Danke an Ildiko für den Link!

Jedes Kind braucht einen Namen…

…oder: Je wichtiger die Bezeichnung, desto banaler die Technik :-)

Heute bin ich bei Ravelry über die “double point sliding technique” gestolpert.
Ui, was ist das denn? Das klingt ja interessant.

Die Auflösung ist alllerdings enttäuschend unspektakulär:
Man strickt eine Reihe mit Farbe A, schiebt die Maschen dann wieder ans andere Ende der Nadel und strickt eine Reihe mit Farbe B.
Das ist es dann auch schon. Mehr kommt nicht, das ist die tolle Technik. Wow, oder? :mrgreen:
Erstaunlicherweise gibt es (noch) kein Youtube-Video dazu. Kommt aber bestimmt noch, da bin ich zuversichtlich.

Ach so, es geht übrigens um diesen Schal.
Vielleicht sollte ich den mal für meinen Facility Manager stricken ;-)

Englische Anleitungen übersetzen?

Mit der Bitte “Du hast doch Modell xy schon mal gestrickt, könntest Du mir Deine Übersetzung geben?” sind schon häufiger Strickerinnen an mich herangetreten. Mal abgesehen davon, daß es urheberrechtlich nicht erlaubt wäre, kann ich dieser Bitte alleine schon deshalb nicht nachkommen, weil ich englische Anleitungen für mich gar nicht übersetze.

Ich stricke einfach nach dem englischen Text. Das habe ich von Anfang an so gemacht, die stricktechnischen Fachbegriffe und Abkürzungen habe ich in einer Übersetzungsliste nachgesehen. Auf die Idee, den ganzen Text erstmal auf deutsch aufzuschreiben, bin ich überhaupt nicht gekommen.
Glücklicherweise kann ich mir -alleine schon, weil ich viel zu faul bin, um ständig nachzugucken ;-) - Sachen, die mich wirklich interessieren, ziemlich schnell merken, so daß ich nach ein oder zwei Anleitungen die meisten Begriffe auswendig konnte.

Heute würde mich daher mal interessieren: Wie geht Ihr vor, wenn Ihr nach einer englischen Anleitung strickt?

  • Strickt Ihr direkt nach dem englischen Text?
  • Schreibt Ihr die komplette Anleitung auf deutsch auf, bevor Ihr anfangt?
  • Übersetzt Ihr nach und nach die Teile der Anleitung, während Ihr schon strickt?
  • Oder übersetzt Ihr nur die wichtigsten bzw. schwierigere Passagen?

Und wie seid Ihr vorgegangen, als Ihr Euch entschlossen habt, zum ersten Mal nach einer englischen Anleitung zu stricken?
Ist Euch das leicht gefallen oder gab es Schwierigkeiten? Falls ja, welche und wie habt Ihr die gelöst?
Habt Ihr vielleicht Tipps für andere Strickerinnen, die sich an englische Anleitungen herantrauen möchten?

Extreme yarn bombing

treppesm

DAS sind doch wirklich mal Großprojekte ;-)

7800 Granny Squares-Decken auf der Treppe vor der Kathedrale in Helsinki – wie lange wohl alleine das Ausbreiten gedauert hat? Mehr Bilder gibt es hier zu sehen.

treppe

Und “yellow submarine” wortwörtlich genommen in Holbrook, Australien – Artikel und mehr Bilder hier:

uboot

Vielen Dank an Ute und Barbara für das Blogfutter :-)

Die Strickstücke aus beiden Aktionen wurden übrigens anschließend einem guten Zweck zugeführt. Das kann ich mir bei den Decken ja auch noch gut vorstellen, aber was will man mit den ganzen gelben Lappen anfangen?