Strickbücher/knitting books

Das erste Strickbuch der Welt

Wiist Ihr, wann das (vermutlich) erste Strickbuch der Welt erschienen ist? Bereits im Jahr 1800 – es war ein deutsches Buch namens “Die Kunst zu Stricken in ihrem ganzen Umfange” von einem Herr Johann Friedrich Netto.

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Die Einleitung hat auch nach 214 Jahren nichts von ihrem Wahrheitsgehalt verloren:

“Die gewöhnliche Beschäftigung der Damen in Gesellschaften, das Stricken, kann zugleich eine der angenehmsten für sie werden, wenn sie etwas mehr als das Alltägliche von dieser Kunst verstehen und gute Muster zum Nachahmen vor sich haben. Allein nur wenige Damen haben das Glück bei ihrem Unterrichte mehr als das Gewöhnliche zu erlernen, und zwar aus dem natürliche Grunde, weil die Lehrerinnen selbst selten etwas mehr verstehen”.

Das passt doch zu Euren Erfahrungen mit den Handarbeitsfräuleins in der Schule ;-)

Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin – PK und dankenswerterweise wurde es digitalisiert – man kann es kostenlos ansehen und auch als PDF herunterladen (das dauert allerdings, es sind immer 223 MB).

Sehr interessant sind alleine schon die alten Bezeichnungen: Eine rechte Masche nannte man “glatt”, eine linke war “geknüttet” und verschränkt abgestrickt bekam man eine “umgewandte” oder “verwendete” Masche.

Im Begriff “geknüttet” zeigt sich die Wortverwandtschaft zum englischen “knit”, was dort aber eine rechte M bzw. die Tätigkeit des Strickens als solche ist. Herr Netto weist in einer Fußnote darauf hin, daß man in Niedersachen unter “Knütten” das Stricken allgemein verstehe. Gibt es unter Euch welche aus Niedersachsen, die den Begriff noch kennen und eventuell sogar noch verwenden?

Wenn man sich das Buch durchliest, gelangt man allerdings -zumindest aus heutiger Sicht- zu dem Eindruck, daß der gute Herr Netto den Mund mit dem Titel “vollständige und gründliche Einweisung” doch arg voll genommen hat – didaktisch ist das Buch meiner Meinung nach völlig unzulänglich und von Vollständigkeit sicherlich auch für damalige Verhältnisse weit entfernt.

Bermerkenswert finde ich die am Ende des Buches enthaltenen Tafeln mit zahlreichen Einstrickmotiven und -bordüren, die jeweils einmal in Farbe und einmal in schwarz-weiß dargestellt werden:

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Obwohl viele der Muster sehr hübsch und sicherlich auch heute noch brauchbar sind, haben dummerweise offenbar weder der Herr Lehmann, der die Tafeln entworfen und gestochen hat, noch Herr Netto dabei bedacht, daß Maschen breiter als hoch sind und so einige der Motive beim Nachstricken deutlich in der Breite verzerrt ausfallen werden.

Was mich erneut daran zweifeln lässt, daß der Herr Netto wirklich so viel Ahnung vom Stricken hatte, wie er vollmundig behauptete:

“Die Leserinnen werden also sehen, daß ich mich nicht unberufenerweise zum Lehrer einer Kunst aufgeworfen habe, die gewöhnlich nur von ihrem Geschlecht ausgeübt wird…”

Trotzdem ist das Buch natürlich ein hochinteressantes Stück Strick-Zeitgeschichte und ich finde es immer wieder großartig, daß solche alten Literaturschätze eingescannt und dadurch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Ganseys, Guernseys und Fischerpullover – Literaturliste Teil 2

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Hier nun der zweite Teil der Gansey-Literaturliste.

Knitting in the Old Way von Pricilla Gibson-Roberts und Deborah Robson habe ich hier schon mal vorgestellt. Leider ist das auch schon wieder nicht mehr im normalen Buchhandel erhältlich, aber bei Abebooks gibt es noch einige bezahlbare Exemplare.

Der Gansey-spezifische Teil umfasst nur 18 Seiten, aber das Buch ist grundsätzlich sehr empfehlenswert, wenn man sich mit traditionellen Strickweisen beschäftigen möchte.

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Dutch Traditional Ganseys habe ich Euch ja gerade erst vorgestellt:

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Knitting from the Netherlands von Henriette van der Klift-Tellegen widmet sich ebenfalls dem Thema “Niederländische Fischerpullover”. Dieses Buch habe ich auch einige Jahre lang jagen müssen, bis ich es endlich erwischt habe.

Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte und Stricktechnik folgt eine Sammlung von 40 Pullovermustern (keine genaue Anleitungen), dazu Informationen zu den ortstypischen Besonderheiten und viele historische Fotos.

Auch hiervon gibt es bei Abebooks noch einige bezahlbare Exemplare.

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Die beiden Bücher von Sabine Domnick hatte ich ja schon erwähnt. Pullover für Wind und Wetter mag ich von den Modellen her lieber, daraus habe ich auch schon drei Ganseys nachgestrickt. Pullover für kalte Tage beinhaltet dafür vor allem eine ausführliche Mustersammlung für diejenigen, die einen Gansey selbst entwerfen möchten.

In beiden Büchern befindet sich ein ausführlicher und sehr gut beschriebener Teil zur Stricktechnik der Ganseys.

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Pullover für kalte Tage ist unter dem Titel Cables, Diamonds, Herringbone auf englisch erschienen und noch ganz normal im Buchhandel erhältlich:

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Auch in Japan mag man Ganseys :-) Das ist aber kaum noch auf legalem Weg zu bekommen. Beim japanischen Amazon gibt es noch ein paar Exemplare, aber da ist nur ein Versender dabei, der auch ins Ausland schickt und bei dem kostet das Buch über 100 € :shock:

Aber Ihr könnt hier zumindest mal reingucken. Und wenn Ihr schon dabei seid, seht Euch das hier auch gleich noch mit an, dann könnt Ihr Euch doppelt ärgern, das ist nämlich noch viel schöner (sind aber nur zwei Ganseys drin). Beide Bücher gab es übrigens noch vor ein paar Jahren für ganz normale Preise bei Yesasia und ich hatte sie 2008 auch schon beide vorgestellt.

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Das 60-seitige Booklet “Fishing for Ganseys” ist in erter Linie etwas für den historischen Interessierten, denn es ist nur eine Anleitung drin und keine weiteren Muster.
Leider gibt es die Website dazu nicht mehr, aber lt. Facebook kann man das Heft unter dieser Mailadresse bestellen (Kosten ca. 4 GBP)

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Dieses Heftchen (übrigens auch von Sabine Domnick zusammengestellt) bietet auf 32 Seiten eine kurze Übersicht zum Thema Fischerpullover. Wer sich dafür interessiert, fragt mal beim Deutschen Sielhafenmuseum an, ob es noch erhältlich ist.

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Cornish Guernseys and Knit-frocks gibt es noch normal zu kaufen und für einen sehr günstigen Preis obendrein.

Hier geht es um Fischerpullover aus Cornwall, die Hälfte des Buches umfasst die Geschichte, die andere Hälfte ist eine Mustersammlung.

Ich habe noch die alte Auflage von 1980:

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Jetzt kommen die antiquarischen Spezialitäten :-)

“North East Fischer Ganseys” ist ein 28-seitiges Booklet mit (teilweise schwer erkennbaren) Fotos in blau-weiß – genau genommen ist es nur ein Katalog mit Modellen, für die man Strickkits bestellen kann. Für eingefleischte Sammler eventuell von Interesse, ansonsten braucht man es aber wirklich nicht.

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Da ist dieses schon interessanter – in dem 48-Seiten-Büchlein sind immerhin sechs Anleitungen. Die ISBN lautet 0-906658-00-4, falls sich jemand auf die Suche danach begeben möchte.

Darin werden übrigens noch zwei weitere Titel genannt, die habe ich aber leider auch nicht:
“The Ganseys of Hebrides & the Scottish Fleet” und “The Ganseys of Norfolk, Devon & Cornwall”

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“They lived by the Sea” hat 32 Seiten und beinhaltet drei Anleitungen sowie einige wenige Muster:

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Und zum Schluß noch “Traditional Knitting of The British Isles” – 84 Seiten, ziemlich viele Muster, ein paar Anleitungen und die verrücktesten Strick”schriften”, die ich je gesehen habe. Die schließen irgendwo die Lücke zwischen in Worten beschriebenen Mustern und graphischer Darstellung mit Symbolen.
Beispiel gefällig?

Seeding Pattern, 9 sts, 4 rows
P K P K P
2 1 3 1 2
2 1 3 1 2
2 5 2
2 5 2
P K P K P

Alles klar? :mrgreen:

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Natürlich gibt es noch unzählige andere Bücher, Hefte und Einzelanleitungen, in denen der eine andere andere Gansey zu finden ist. Da könnt Ihr ja mal bei Ravelry (Link zum entsprechenden Sucherebnis) schauen.

Abschließend noch ein paar interessante Links zum Thema:

Gansey Nation

Flamborough Marine Limited

Frangipani, Blacker Yarns und Iriss of Penzance – Klassische 5ply Gansey-Garne

Gansey Pinterest Galerie

A Fischerman knits

Zeeuwsevisserstruien

Ganseys, Guernseys und Fischerpullover – Literaturliste Teil 1

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Auf besonderen Wunsch einiger Leserinnen :-)

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Da das doch ein recht ansehnlicher Stapel ist, werde ich den Beitrag in zwei Teilen bringen.

Seid vorgewarnt, daß viele der nachfolgenden Bücher und Booklets nicht mehr oder nur noch antiquarisch zu teilweise horrenden Preisen erhältlich sind!

Das Standardwerk zum Thema Ganseys Knitting Ganseys von Beth Brown-Reinsel ist glücklicherweise noch ganz regulär zu bekommen.

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Auch der zweite Klassiker Patterns for Guernseys, Jerseys & Arans von Gladys Thompson ist noch für einen sehr günstigen Preis erhältlich:

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Alte Strickkunst von Irmgard Gierl beinhaltet ebenfalls ein kurzes Kapitel über Ganseys – dieses (und das über Arans) wurde jedoch aus dem vorgenannten Buch von Gladys Thompson übernommen:

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Nicht nur Ganseys, sondern auch Arans und andere von Fischerpullovern inspirierte Designs findet man in Fishermen’s Sweaters von Alice Starmore. Ich habe noch die alte Auflage von 1995, inzwischen wurde es mit anderem Cover neu aufgelegt.

Allerdings ist es ein reines Modellbuch, ohne Drumherum zu Geschichte oder Stricktechniken.

Übriigens sind in allen Starmore-Büchern, die seit den 90ern erschienen sind, sehr gute Strickschriften drin, schön groß, übersichtlich und nahezu selbsterklärend.

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Noch 12 Jahre älter ist Knitting from the British Islands – weitestgehend in schwarz-weiß und viele Designs sind doch arg altbacken – muss man heutzutage nicht mehr unbedingt haben, schon gar nicht zu den irrsinnigen Preisen, die teilweise dafür verlangt werden.

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Viel schöner finde ich dann doch Traditional Knitting from the Scottish and Irish Isles von Debbie Bliss aus dem Jahr 1991. Bei Abebooks gibt es im Moment noch zwei sehr günstige Exemplare für knapp 11 bzw. 18 €.

Da sind ein paar sehr feine Sachen drin, guckt Euch z.B. mal diese Jacke an.

Aber Achtung: Keine Strickschriften, die Muster sind nur in Worten beschrieben (was bei älteren britischen Anleitungen der Regelfall ist)!

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Sehr empfehlenswert für alle, die sich eingehend mit der Materie beschäftigen möchten, ist Rae Comptons The Complete Book of Traditional Guernsey and Jersey Knitting. Allerdings fallt Ihr bei den Preisen auf Amazon tot um und auch bei Abebooks geht es erst ab knapp 45 € los :shock:

Da muss man dann eben eine Suche speichern und geduldig darauf warten, daß es auch irgendwann mal günstiger angeboten wird. Ich habe manche Bücher tatsächlich jahrelang gejagt, bis dann doch irgendwann mal ein bezahlbares Exemplar auftauchte.

Ich weiß nicht mehr, wieviel ich mal für mein Exemplar bezahlt habe, aber das war nicht viel – ein Vorteil, wenn man schon seit 15 Jahren Strickbücher sammelt, je älter das Buch, desto seltener und teurer wird es…

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Via Amazon ab rd. 40 € aufwärts erhältlich ist das Buch von Michael Pearson, das habe ich hier mal vorgestellt. Bei Abebooks gibt es derzeit noch einige günstigere Exemplare ab knapp 20 € incl. Versand.

Gerade eben noch entdeckt: Es gibt eine Neuauflage, die ganz regulär für 14,50 € versandkostenfrei erhältlich ist.

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Von Traditional Knitting in the British Isles gibt es noch eine ganze Menge an sehr preisgünstigen Exemplaren, sowohl bei Amazon als auch bei Abebooks.

Das Buch ist von 1981, dementsprechend altbacken wirken die Fotos, aber die Ganseys (mit Strickschriften), die immerhin ein Drittel des Buches einnehmen, sind ja zeitlos. Der Rest dreht sich um Arans (ohne Strickschriften) und Fair Isles.

Für 10 bis 15 € incl. Versand ist das Buch eine feine Ergänzung der Strickbibliothek für alle, die nicht unbedingt exakt nachstricken wollen, sondern die Modelle eher als Inspirationsgrundlage betrachten.

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Traditional Knitting Patterns von James Norbury gibt es schon seit 1962, ist aber immer noch regulär erhältlich (die “aktuelle” Auflage ist aber auch schon von 1974).

Das Buch ist eine reine Mustersammlung, unter anderem auch mit 21 Gansey-Mustern. Wer schon eine oder mehrere Mustersammlungen hat, kann sehr gut darauf verzichten, so besonders sind die Muster nun auch wieder nicht, zumal der überwiegende Teil ohne Strickschriften ist.

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Zum Abschluß für heute noch zwei Hefte, die vermutlich aus den 80ern stammen und sich inhaltlich ziemlich ähnlich sind. Der redaktionelle Teil ist sogar größtenteils identisch.

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Muss man jetzt beide nicht wirklich haben, aber falls Ihr das Heft mal für ‘nen Euro auf de Flohmarkt entdeckt, nehmt es ruhig mit.

Sehr gemein ist, daß in der deutschen Version ein traumhaft schöner Shetlandschal abgebildet ist, Modell Nr. 26, aber die Anleitung wurde offensichtlich vergessen abzudrucken, die Anleitungen Nr. 24, 25 und 26 gibt es ganz einfach nicht (und die Seiten sind vollständig, ich hab’s überprüft).

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Dutch Traditional Ganseys – Stella Ruhe

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(178 Seiten, gebunden, Format ca. 28 x 20 cm)

Das ist jetzt mal etwas für den historisch interessierten Strickenden.

Das Buch gliedert sich in drei Teile:

1. Geschichte

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2. Stricktechnik – hier vermisse ich allerdings Informationen zu Unterarmzwickeln/Gussets und Schulterpassen, aber vielleicht waren die bei holländischen Ganseys nicht üblich.

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3. Die für die einzelnen holländischen Fischerdörfer typischen Pullovermuster

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Es gibt allerdings keine genauen Strickanleitungen, sondern nur Angaben über Maße, verwendetes Garn, Nadelstärke(n) und Maschenproben, dazu Strickschriften, die ich mit weißen Symbolen auf blauem Hintergrund auch etwas unglücklich finde – vor allem für Strickende, die sich die doch teilweise recht klein geratenen Strickschriften größer oder einfach zum Durchstreichen der abgestrickten Reihen kopieren wollen.

Das Buch ist also eher etwas für erfahrene Strickende, die sich Maschenzahlen selbst ausrechnen können und auch keine Schwierigkeiten haben, einen Mustersatz zu zentrieren oder zu spiegeln.

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Die enthaltenen Modelle finde ich nicht sooo überragend, da gibt es deutlich schönere, z.B. im Klassiker Knitting Ganseys oder in Fishermen’s Sweaters von Alice Starmore. Aber zum Ideen holen für eigene Designs sind sie prima.

Auf deutsch gibt es übrigens auch zwei Bücher zum Thema Ganseys: Einmal Pullover für Wind und Wetter – das ist wirklich toll, aber leider nur noch selten (gebraucht) erhältlich. Und von der gleichen Autorin Pullover für kalte Tage, das es ebenfalls nur noch gebraucht gibt, aber an das erste von ihr meiner Meinung nach bei weitem nicht heranreicht.

Darüber hinaus gibt es noch etliche weitere Bücher, die sich mit Ganseys befassen, aber die sind durchweg nur noch antiquarisch zu bekommen. Ich habe einen ganzen Stapel davon, bei Interesse kann ich Euch gerne mal alle in einem Beitrag zusammenstellen, falls Ihr danach auf die Jagd gehen wollt.

Erhältlich z.B. bei Amazon für 22,61 €.

Reversible Schals – Toshiyuki Shimada

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Das habe ich gestern zufällig auf Amazon entdeckt:

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Dabei handelt es sich um die französische Übersetzung eines japanischen Buches mit Schals, die von beiden Seiten schön aussehen – das hatte ich damals schon mal im Shop:

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Insbesondere die Schals mit doppelseitigem Zopfmuster sind wunderschön – guck mal hier, da könnt Ihr den ganzen Inhalt sehen.

Und französisch ist doch viel einfacher zu verstehen als japanisch ;-)
Außerdem gibt es Strickschriften, die kann man auch ohne große Sprachkenntnisse nachstricken.

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Erhältlich bei Amazon für 17,75 €.

Knit in new directions – Myra Wood

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128 Seiten, Klappenbroschur, Format 24 x 25,5 cm

Hier ist ein Buch für alle, die es gerne bunt mögen und mal was Neues ausprobieren wollen.

Einige Modelle werden einzelnen Teilen gearbeitet, die später á la Flickenteppich zusammengenäht werden. Andere wiederum sind modular aufgebaut, d.h. die einzelnen Elemente werden aneinander gestrickt. Ein weiteres Kapital behandelt Muster, die mit verkürzten Reihen erzielt werden und in “Freeform” werden alle Techniken fröhlich miteinander kombiniert.

Die einzelnen Kapitel:

  • Strips, Modules & Angles
  • Creative short rows
  • Crazy Quilt knitting
  • Freeform

Dazu gibt das Buch viele Anregungen und Hilfestellungen, um die Designs abzuwandeln oder eigene Modelle zu kreieren.

Viele Modelle eignen sich auch prima zur Resteverwertung, wie z.B. diese Jacke:

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Eigentlich habe ich es ja nicht so mit sehr bunten Stricksachen und modulares Stricken ist auch nicht gerade meine Lieblingstechnik, deswegen hatte ich das Buch schon mit dem Hintergedanken bestellt, daß ich vermutlich nur einmal kurz reingucke und es dann zurückschicke.

Aber wider Erwarten gefallen mir einige Sachen richtig gut, so zum Beispiel diese Kurzarmjacke – die werde ich sicherlich irgendwann stricken:

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Die mag ich auch – ich würde allerdings deutlich dezentere Farben wählen:

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Auch schön – und prima, um verkürzte Reihen zu üben:

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Insgesamt beinhaltet das Buch 15 Oberteile und sechs Taschen. Fast alle Modelle sind für Größen von XS – 2XL angegeben.

Die Anleitung für diese Tasche gibt es auf der Verlagsseite kostenlos – man muss sich nur registrieren:

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Alle Modelle könnt Ihr bei Knitting Universe oder bei Ravelry sehen.

Erhältlich z.B. bei Amazon für derzeit 18,06 €.

Honey – Kim Hargreaves

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Diesmal gefällt mir das neue Buch von Kim Hargreaves wieder recht gut, das darf demnächst bei mir einziehen.

Madeline mag ich z.B. sehr:

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Candice finde ich auch hübsch, aber das Garn sieht irgendwie komisch aus – wie ein uraltes fadenscheiniges Frotteehandtuch:

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Cheryl gefällt mir ebenfalls – würde ich für mich aber deutlich länger stricken und auch Armkugel-Ärmel in Erwägung ziehen, diese mitgestrickten Ärmel verursachen eine unschöne Falte (sieht man auch bei Raquel):

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Und Sherry weckt in mir den Wunsch, auf der Stelle 25 kg abzunehmen – vielleicht sollte ich das Foto ausdrucken und an den Naschkram-Schrank hängen… :-D

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Alle enthaltenen Modelle könnt Ihr hier sehen. Die neugestaltete Website finde ich übrigens auch sehr gelungen.

Wer es lieber auf deutsch hat, muss allerdings noch ein bisschen, bis die übersetzte Version erscheint.