fertige Werke/finished projects

Yuki fertig

IMG_1703sm

Yuki hat schon vor ein paar Tagen den “FO”-Status erreicht und ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis:

IMG_1703

Die Knöpfe waren ein Zufallsfund bei Ebay und passen perfekt:

IMG_1707

IMG_1708

Die Ärmel habe ich abweichend vom Original mit Armkugeln gestrickt, die komischen überschnittenen Schultern und dazu die schmalen Ärmel mag ich nicht leiden:

IMG_1714

Eine Nähallergie darf man bei dem Modell allerdings nicht haben, denn da fällt einiges an Näharbeit an: Die Jacke wird in vier Teilen gestrickt (okay, das könnte man natürlich auch anders machen), die Taschen müssen an den Seiten geschlossen werden und für die Blende werden separat zwei Teile gearbeitet, im Nacken mit Maschenstich verbunden und dann angenäht.

IMG_1711

IMG_1712

Die Blende zieht sich auch bei mir in der Höhe etwas zusammen, aber doch deutlich weniger als beim Original und ich kann sehr gut damit leben:

IMG_1709

IMG_1715

Info-Box

Garn: Cascade Yarns “Cascade 220″ (100% peruanische Hochlandwolle, LL 200 m/100 g),

Verbrauch 600 g in Charcoal Grey und 150 g in Sunflower für Gr. 42, verstrickt mit 3,5 mm Nadeln (Muster, Blende, Taschen) bzw. 4 mm Nadeln (glatt rechts-Teil)

Modell: Yuki von Lori Versaci

Reine fertig

IMG_1181.JsmPG

Reine wäre schon mal erledigt :-) Strickzeit drei Wochen:

IMG_1181

Im Original hat sie eine englische Schulter und von oben angestrickte Ärmel, ich habe eine normale Schulter gestrickt und die Ärmel sind separat von unten gestrickt und eingesetzt:

IMG_1182

IMG_1183

Die Taschen habe ich kürzer als im Original gemacht, die sind für mich ohnehin mehr Dekoration als funktional. Eigentlich gehen die Taschen bis zur unteren Kante des Vorderteils, da sie aber aufgesetzt sind, hatte ich doch arge Bedenken, ob ich die doppelte Lage Gestrick in Verbindung mit den Rippen ordentlich genug hinbekomme, zumal ich deutlich dickeres Garn als im Original verwendet habe:

IMG_1188

Meine verzopfte Blende finde ich nicht optimal, zumal sie am rechten unteren Ende knubbelig absteht. Es ist auch gar nicht so einfach, alle Verzopfungen gleichmäßig hinzukriegen, da diese direkt am Reihenanfang stattfinden und sobald mal den Faden mal nicht ganz so fest anzieht, fällt die Verzopfung etwas anders aus.

Im Orignal wird die Zopfblende im 1/1-Rippenmuster gestrickt, zieht sich also schon mal in sich auf die halbe Breite zusammen. Dort ist das kein Problem, weil das verwendete Garn (Loft) sehr dünn ist und sehr locker verstrickt wird. Meine Lord ist beinahe doppelt so dick, hätte ich da auch noch Rippen gemacht, wäre das nur ein furchtbar dickes Geknubbel geworden. Ich habe also glatt rechts verzopft.

IMG_1189

Am lässigsten wirkt sie, wenn man sie offen trägt, dann fällt auch der abstehende Blendenknubbel kaum auf:

IMG_1192

Fazit: Ich bin zufrieden, auch wenn mir die Taschen und die Blende nicht so gut gelungen sind, wie ich mir das gewünscht hätte.

Info-Box

Garn: Lana Grossa “Lord” (70% Merino, 20% Seide, 10% Polyamid, LL 120 m/50 g),

Verbrauch 515 g für Gr. 42/44, verstrickt mit 4er Nadeln

Modell: Reine von Alexis Winslow

Umfunktioniert…

IMG_1170

Wofür so ein schöner langer, selbstgestrickter Schal doch alles gut ist ;-)

IMG_1171

Ich soll das Knie ja gut warmhalten und dafür ist so ein 2,50 m langer Zauberballschal bestens geeignet – das ist richtig kuschelig warm am Bein :-D

Baby Alpaka Twinset

Twinset1small

Irgendwann im letzten Jahr erwähnte Sven von fairAlpaka mal, daß er sich so sehr wünschen würde, daß eines Tages ein Modell aus seinem Garn in der Verena erscheint. Ich hab’ dazu nicht viel gesagt, aber ich hab’s mir gemerkt ;-)

Nun habe ich Sven ja schon einige Male persönlich getroffen, er ist ein ganz feiner Kerl und auch seine Frau ist eine ganz liebe, ich mag die beiden sehr gerne. Als ich dann im August den Themenplan für die Frühlings-Verena bekam und zur gleichen Zeit die Frühlingsstrick-taugliche Baby Alpaka Fingering neu ins Programm kam, habe ich heimlich ein paar Designs bei der Verena eingereicht, um Sven -falls eins genommen wird- damit zu überraschen.

Und tatsächlich gefiel der Chefredakteurin mein Entwurf für ein Twinset sehr gut, das sollte also ins Heft – wie Ihr seht, bin ich im zeichnen eine totale Niete:

Verena 1-2014 LenoraEntwurf

Um Sven ein wenig zu foppen, habe ich sie gebeten, ihm so zu schreiben, als wenn die Entwürfe über ihn eingereicht worden wären. Leider konnte ich ja sein verdaddertes Gesicht nicht sehen, als er die Mail gelesen hat, aber er dachte tatsächlich erstmal, daß es sich um einen Irrtum handeln müsse, bis er dann auf dem angehängten Bild des Entwurfs meinen Namen gelesen hat :-D

Überraschung gelungen, Sven glücklich – ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert ;-)

Mein Arbeitsname für das Twinset war Lenora, im Heft heißen die Sachen nun Jo-Beth und Joriah:

Twinset1

Die “Nupsis” sind umwickelte Maschen:

Twinset2

Für Gr. 36/38 habe ich nur rd. 160g verbraucht:

Twinset3

Twinset4

Die Jacke wiegt ungefähr 270g:

Twinset5

Twinset6

Ich würde mich freuen, wenn der kleine, nette Garnvertrieb aus meiner Heimatstadt dadurch ein bisschen bekannter wird – die geben sich so viel Mühe, ich finde, die haben es verdient.

VerenaF2014-10

Von unten nahtlos mitgestrickte Armkugel – so geht’s

IMG_1135

Fertig :-D

IMG_1128

Tragefotos am lebendigen Objekt reiche ich noch nach, wenn ich die Anleitung für die Jacke komplett geschrieben habe. Aber hier schon mal an der wilden Hilde:

IMG_1129

Die Armkugel sitzt wirklich so gut, wie ich das gehofft hatte – im Prinzip genau so wie eine eingenähte auch. Die kleine senkrechte Falte kommt davon, daß ich sie liegend getrocket habe, die geht beim Tragen weg, denke ich (und wenn nicht, gehe ich mit dem Bügeleisen drüber):

IMG_1138

Übrigens habe ich im Eifer des Gefechts völlig vergessen, eine Schulterschrägung und einen rückwärtigen Halsausschnitt einzubauen. Die Jacke sitzt trotzdem gut, aber das kommt auf die “Methoden-Verbesserungsliste”.

Nein, Hilde hat keine schlechte Haltung – nur die Fotografin kann offensichtlich nicht gerade gucken:

IMG_1134

Von den Knöpfen hatte ich von keiner Farbe genug – da aber alle drei Farben, die ich davon hatte, gut gepasst haben, habe ich einfach von jeder Farbe  welche angenäht. Ist mal was anderes, finde ich, und passt gut zu den Streifen:

IMG_1131

IMG_1136

Aber nun zur Frage aller Fragen: Wie macht man das?

Gudrun hatte mich darauf hingewiesen, daß in Elizabeth Zimmermanns Knitting Workshop ebenfalls eine von unten nahtlos mitgestrickte Armkugel drin ist (also nix mit Patent anmelden ;-) ).
Nachem ich mir das angeguckt hatte, fiel mir auch wieder an, daß ich das vor Jahren schon mal gelesen hatte. Es ist also gut möglich, daß ich mir das im Unterbewusstsein gemerkt habe.

Meine Armkugel ist aber trotzdem noch etwas anders, denn sie bildet eine gerundete Armkugel genau nach.

Der Schnitt eines Modells mit Armkugeln sieht in der Regel in etwa so aus:

Damit die Rundung stufenlos wird, nimmt man beidseitig immer nur eine Masche pro Reihe ab – idealerweise ein bis zwei Maschen vom Rand entfernt (= betonte Abnahmen), dann lässt es sich später einfacher zusammennähen.

Mein Standardarmkugel für eine Maschenprobe von 27- 30 M x 38 – 42 R (3er Nadeln) wird beispielsweise so gestrickt:

Armausschnitt (für mich 19 – 20 cm hoch)
Beidseitig 7 – 9 M (je nach MaPro) abketten.
Ab der nächste Hinreihe 5 – 9 x in jeder Reihe, 3 x in jeder 2. Reihe und 2 x in jeder 4. Reihe beidseitig je 1 M betont abnehmen.

Armkugel
Ausgangsmaschenzahl (für meinen Oberarmumfang) zwischen 96 und 106, je nach Maschenprobe
Beidseitig 7 – 9 M (wie beim Armausschnitt) abketten.
Ab der nächsten Hinreihe beidseitig je 1 M wie folgt betont abnehmen:
5 x in jeder Reihe
2 x in jeder 2. Reihe
6 – 7 x in jeder 4. Reihe
in jeder 2. Reihe, bis 44-45 M übrig sind (je nachdem, ob man eine gerade oder ungerade Ausgangsmaschenzahl hat)
5 x in jeder Reihe (34 – 35 M verbleiben)
Zu Beginn der nächsten 4 Reihen je 4 Maschen abketten
die verbleibenden 18-19 M abketten

Das Schema der Reihenabstände funktioniert übrigens für jede Größe und Maschenprobe, nur die Anzahl der jeweiligen Abnahmen variiert natürlich.

Bei der nahtlos mitgestrickten Armkugel habe ich erstmal nichts anderes gemacht. Im nachfolgenden Beispiel nehme ich die Maschenzahlen der zuvor beschriebenen Armkugel. Die müsst Ihr natürlich entsprechend Eurer eigenen Maschenprobe anpassen.

Zuerst habe ich Rücken- und Vorderteile am Stück bis zu den Armausschnitten hochgestrickt und in der letzten Hinreihe die Unterarmmaschen abgekettet:

armkugelvonunten_0001

Die Maschen auf dem Seil oder auf der Nadel stillegen (das Arbeitsknäuel dranlassen, damit arbeiten wir später über alle Teile weiter) und nun erstmal beide Ärmel bis zum Beginn der Armkugel stricken. ich habe sie flach gestrickt, weil ich lieber nähe als kleine Umfänge rundzustricken, aber man kann natürlich die Ärmel auch genauso gut rundstricken.

Da ich den Faden sowieso abschneiden muss, kann ich ausnahmsweise beide Seiten in der gleichen Reihe abketten, d.h. hat der Ärmel die gewünschte Länge, werden in der nächsten Hinreihe 7 – 9 M abgekettet, dann die Reihe weiterstricken, bis noch 7 – 9 M übrig sind und die verbleibenden M wieder abketten. Faden abschneiden (beim Rundstricken kettet Ihr dann eben am Rundenanfang und am Rundenende ab) und die Maschen stillegen (wieder auf dem Seil oder einer gleich großen oder kleineren Nadel, damit Ihr sie später bequem gleich wieder abstricken könnt).

Jetzt kommt alles auf eine Nadel – wir beginnen mit einer Rückreihe:
Die Maschen des linken Vorderteils bis zur ersten “Lücke” stricken. Maschenmarkierer setzen. Mit der gleichen Nadel und dem gleichen Faden die Maschen des ersten Ärmels abstricken. Maschenmarkierer setzen. Die Maschen des Rückenteils bis zur zweiten “Lücke stricken”. Maschenmarkierer setzen. Die Maschen des zweiten Ärmels abstricken. Maschenmarkierer setzen. Die Maschen des rechten Vorderteils abstricken.

Jetzt wird am Körperteil und an den Ärmeln genauso oft und in den gleichen Abständen abgenommen, als wenn man in Eintelteilen strickt. Um den Überblick zu behalten, nehmt Ihr am besten zwei Reihenzähler oder macht Euch zwei Strichlisten.

Die Abnahmen werden jeweils mit einer Masche Abstand von den Maschenmarkierern gemacht.
Vor dem Markierer strickt Ihr eine nach rechts geneigte Abnahme (bei glatt rechts also in Hinreihen 2 M re zus.str., in Rückreihen SSP)
Nach dem Maschenmarkierer strickt Ihr eine nach links geneigte Abnahme (bei glatt rechts in Hinreihen SSK, in Rückreihen 2 M li zus.str.)

Wenn alle Körperteilabnahmen erledigt sind, wird nur noch an den Ärmeln weiter abgenommen.

Wenn alle Ärmelabnahmen erledigt sind und bei einer separat gestrickten Armkugel als nächstes der Teil mit dem Abketten zu Beginn der nächsten 4 Reihen käme (d.h. in vorgenanntem Beispiel, wenn noch 34 bzw. 35 Ärmelmaschen übrig sind), kommt der spannende Teil.

Bisher haben wir ja nichts anderes gemacht, als Reihe mit Reihe 1 zu 1 zu verbinden.
So mache ich das beim Einnähen einer Armkugel auch: Der Part mit den Abnahmen wird im Verhältnis 1 zu 1 an das Körperteil genäht.
Im oberen Teil der Armkugel dagegen, also in dem Teil, wo nicht abgenommen, sondern abgekettet wird, werden Maschen an Reihen genäht.
Wie Ihr ja wisst, sind Maschen jedoch breiter als Reihen hoch sind. In der Regel liegt das Verhältnis bei glatt rechts zwischen 2 zu 3 und 3 zu 4. D.h. daß 2 Maschen so breit sind wie 3 Reihen hoch oder 3 M so breit wie 4 Reihen hoch sind.
Aus diesem Grund kann man z.B. auch beim Anstricken von Blenden nicht aus jeder Reihe eine Masche aufnehmen, sondern muss jede 3. bzw. 4. Reihe überspringen, sonst wird die Blende zu breit und wellt sich.

Achtung, Mathephobiker: Bitte den nächsten Absatz überspringen! ;-)

Habt Ihr z.B. eine Maschenprobe von 26 M x 39 M, ist das Verhältnis 2 zu 3, bei einer Maschenprobe von 27 M x 36 R ist das Verhältnis genau 3 zu 4.
Wenn Ihr das Verhältnis ausrechnen wollt, teilt Ihr die Maschenzahl durch die Reihenzahl und wandelt das Ergebnis in einen Bruch um.
Beispiel: Ihr habt eine Maschenprobe von 24 M x 36 M. 24 geteilt durch 36 ergibt 0,75. 0,75 als Bruch sind 3/4, also ist das ein Verhältnis von 3 zu vier.

Deswegen kann man im oberen Teil der Armkugel nicht einfach eine Masche an eine Reihe nähen, das gibt Falten. Ich nähe normalerweise 3 M an 4 Reihen, überspringe also jede 4. Reihe am Körperteil:

armkugelvonunten_0002

Ich habe mir also überlegt, wie ich diese Verbindung auch am Stück hinkriegen könnte. Das geht nur mit verkürzten Reihen, denn während das Körperteil jetzt ja noch ein ganzes Stück in die Höhe wachsen muss, fehlen an der Armkugel nur noch 5 Reihen.

Mein Lösungansatz sieht folgendermaßen aus:

armkugelvonunten_0003

Teil 1 rechtes Vorderteil

Reihe 1 (Hinreihe): Bis zum ersten MM stricken, 1 M re, SSK, wenden (ohne Wickelmasche o.ä.)
Reihe 2 (Rückreihe): Die erste M auf der rechten Nadel zurück auf die linke Nadel geben. SSP, li M bis zum Reihenende.
Reihe 3: Bis zum ersten MM stricken, 1 M re, SSK, wickeln & wenden
Reihe 4: alle M li (ohne Abnahme)

Teil 2 Rückenteil

Reihe 5: Bis zum ersten MM stricken, 1 M re, SSK (dabei gleichzeitig die Wicklung mit abstricken), bis 3 M vor den zweiten MM stricken (hier wird also wieder eine Reihe am Ärmel gestrickt), 2 M re zus.str., bis zum dritten MM stricken, 1 M re, SSK, wenden (ohne wickeln)
Reihe 6: Die erste M auf der rechten Nadel zurück auf die linke Nadel geben. SSP, li M bis zum zweiten MM, 1 M li, 2 M li zus.str., wickeln & wenden
Reihe 7: Bis zum dritten MM stricken (keine Abnahme am rechten Ärmel), 1 M re, SSK, wickeln & wenden
Reihe 8: li M bis zum zweiten MM (keine Abnahme am linken Ärmel), 1 M li, 2 M li zus.str. (dabei gleichzeitig die Wicklung mit abstricken), wickeln & wenden

Teil 3 linkes Vorderteil

Reihe 9: Bis zum dritten MM stricken, 1 M re, SSK, bis 3 M vor den vierten MM stricken, 2 M re.zus.str., re M bis zum Reihenende
Reihe 10: Bis zum vierten MM stricken, 1 M li, 2 M li zus.str., wickeln & wenden
Reihe 11: re M bis zum Reihenende (ohne Abnahme)
Reihe 12: li M bis zum vierten MM, 1 M li, 2 M li zus.str. (dabei gleichzeitig die Wicklung mit abstricken), wickeln & wenden
Reihe 13: re M bis zum Reihenende (ohne Abnahme)

zurück auf Los :-)

Reihe 14: Bis zum vierten MM stricken, 1 M li, 2 M li zus.str. (dabei gleichzeitig die Wicklung mit abstricken), bis zum zweiten MM stricken, 1 M li, 2 M li zus.str. (dabei gleichzeitig die Wicklung mit abstricken), Reihe zu Ende stricken.

Jetzt haben wir an den Körperteilen jeweils 6 Reihen gestrickt, an den Ärmeln aber nur 2 Reihen und an jedem Ärmel wurden beidseitig je 4 M abgenommen, jeder Ärmel hat also noch 26 bzw. 27 M.

Nun die Reihen 1 – 14 noch einmal stricken. Danach verbleiben pro Ärmel 18 bzw. 19 M, zwischen den “Abnahmelinien” liegen 14 bzw. 15 M.

Diese letzten Maschen werden nun nach dem gleichen Prinzip abgenommen:

Teil 1 Vorderteil

Die Reihen 1 – 4  so oft wiederholen, bis die Hälfte der Ärmelmaschen des rechten Ärmels zwischen den Abnahmelinien minus 1 (in unserem Beispiel 6 bei gerade Maschenzahl, 7 bei ungerader Maschenzahl) “aufgebraucht” sind.

Teil 2 Rückenteil

Reihe 5 einmal stricken. Dann wieder zwischen den MM 2 und 3 so lange hin- und her “pendeln” (und dabei in jeder 4. Reihe nicht abnehmen), bis am rechten Ärmel alle Ärmelmaschen zwischen den Abnahmelinien aufgebraucht sind, enden mit einer Rückreihe. Wenden, ohne zu wickeln.

Nun das rechte Vorderteil so umklappen, daß die glatt rechts Seiten aufeinander liegen, also die Rückseiten des Gestricks außen sind. Die Maschen des rechte Vorderteils mit den Rückenteilmaschen zusammenstricken und dabei abketten. Die beim Abketten verbleibende Masche auf die linke Nadel nehmen.

Jetzt die Rückenteilmaschen, die zum Halsausschnitt gehören, auch abketten. Achtung, nicht im Eifer des Gefechts zu weit abketten, die Masche, die zur linken Schulter gehören, müssen noch auf der Nadel bleiben.

Teil 3 linkes Vorderteil

Reihe 9 einmal stricken. Die Reihen 10 – 13 so oft wiederholen, bis am linken Ärmel alle Ärmelmaschen zwischen den Abnahmelinien aufgebraucht sind. Ob Ihr hier mit einer Hinreihe oder einer Rückreihe endet, ist egal.

Nun das linke Vorderteil so umklappen, daß die glatt rechts Seiten aufeinander liegen, also die Rückseiten des Gestricks außen sind. Die Maschen des linken Vorderteils mit den Rückenteilmaschen zusammenstricken und dabei abketten.

Fertig – uff :-)

Klingt auf den ersten Blick total kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach, wenn man es strickt.

Wer gut aufgepasst hat, wird bemerkt haben, daß zum Schluß die zwei Maschen am Rand jeden Ärmels letztendlich in den Körperteilen landen. Bei meiner Jacke macht das nicht viel aus, da habe ich 29 M auf 10 cm, die 2 Maschen machen also nur einen guten halben Zentimeter mehr Breite aus. Bei einer MaPro mit weniger Maschen sollte man das aber vorher bei der Berechnung der Schulterbreite berücksichtigen.

Nun bleibt an dieser Methode noch zu verbessern:

  • die bisher fehlende Schulterschrägung
  • der Einbau eines rückwärtigen Halsausschnitts

Darüber werde ich mir dann beim nächsten Modell Gedanken machen.

Eine komplette Anleitung für die Jacke schreibe ich noch, aber erstmal ist Halva dran, auf die ja einige von Euch auch schon warten.

Kinderkram

IMG_0189sm

Schon letztes Jahr fertig geworden, aber ich darf sie jetzt erst zeigen, weil das Heft heute rausgekommen ist:

Kindertunika_0001

Die Kindertunika ist im Anna Special Kinder – Kunterbunte Maschenhits (A274):

Kindertunika_0002

Gewünscht war ein Modell in Color Blocking – da fand ich pink und orange ganz passend für eine Mädchentunika und die kiwigrünen Streifen bilden einen hübschen Kontrast. Ich habe das Modell “Tutti Frutti” getauft (in Gedenken an Little Richard, nicht an diese unsägliche Fernsehsendung ;-) ):

IMG_0184

Jeder Farbstreifen hat ein anderes Muster, die Musterfolge wiederholt sich dann an den Ärmeln. Die Muster sind einfache rechts-links-Muster, so wird es nicht langweilig, ist aber trotzdem leicht nachzuarbeiten:

IMG_0187

Die Tunika wird in vier Teilen gestrickt und dann zusammengennäht – mit dem Matratzenstich werden auch die Raglannähte sauber und ordentlich:

IMG_0127

IMG_0185

Das Garn ist die Merino Cotton von Junghans, verstrickt mit 3,5er Nadeln (= 25 M/10 cm). Das Garn kann ich wirklich empfehlen – nicht nur für Kindersachen, das ist ein schönes Allroundgarn zu einem günstigen Preis (3,95 €/50 g).

Es ist angenehm weich und glatt, piekst oder kratzt überhaupt nicht und Muster kommen ganz wunderbar zur Geltung. Ich mag Mischgarne mit Baumwolle und Merino sowieso gerne, weil sie die Weichheit und Elastizität von Merino mit der Stabilität und Glätte von Baumwolle vereinen und nicht ganz so warm wie reine Wolle sind – perfekt für die Übergangszeit oder geheizte Räume. Und auch bestens geeignet für Männersachen, denen reine Wollpullover ja oft zu warm sind.

Die Merino Cotton verstrickt sich sehr gut und schnell, man darf sie nur nicht zu locker verarbeiten, dann leiert sie aus. Die bei Junghans angegebene Maschenprobe von 18 – 20 M halte ich für fatal, das wird ein Labberlappen (siehe auch die Bewertungen bei Junghans). Meiner Meinung nach sind 23 – 24 M das Minimum, dann erhält man ein stabiles Gestrick, das trotzdem noch weich und anschmiegsam ist.

Ich habe wie immer kalt im Wollwaschgang gewaschen (im Wäschenetz und mit Wollwaschmittel) und das verträgt das Garn ohne weiteres (eigentlich vertragen das alle Garne, ich schmeisse auch Kaschmir und Baby Alpaka in die Maschine).
Laut Banderole soll es auch 30 Grad vertragen, wobei einige Bewerterinnen allerdings bemängeln, daß ihre Sachen eingelaufen sind. Dazu kann ich nur sagen: Jede Maschine geht anders mit der Wäsche um und außerdem waschen einige Maschinen deutlich wärmer als mit der eingestellten Temperatur. Bei einem neuen Garn daher immer, wirklich IMMER erstmal die Maschenprobe waschen, wenn die überlebt, tut es das große Teil auch. Blindlings waschen ohne Waschtest ist Strick-Harakiri!