fertige Werke/finished projects

Yetica

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Das Gestrick sieht ein bisschen so aus wie das Fell eines Yetis und es hält auch genauso warm – deswegen „Yetica“, der Yeti-Cardigan :-)

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Das Garn ist die Danubio von Studio Yarn, eine Firma, die im vergangenen Jahr neu auf den Markt gegangen ist und offenbar leider auch schon wieder verschwunden ist – zumindest finde ich nur eine einzige Bezugsquelle im Internet und auf der Website hat sich seit Ewigkeiten nichts mehr getan.

Die Danubio besteht aus 76% Wolle und 24% Polyamid, hat eine LL von 110 m auf 50 g und ist voluminös versponnen, mit einer angerauhten, ganz leicht filzigen Optik. Ich habe sie mit 4,5er Nadeln und 19 M auf 10 cm verarbeitet, was schon ein ziemlich dichtes Gestrick ergibt, vor allem, weil sie nach dem Waschen auch noch etwas aufgeflauscht ist. Man kann sicherlich auch noch bis 5,5 mm, vieleicht sogar 6 mm Nadeln hochgehen, also ungefähr 15 – 16 M auf 10 cm in glatt rechts.

Die Farbe ist hellgrau, ganz leicht meliert und mit einem minimalen Hauch von beige.

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Das Garn ist -wie die Firma verspricht- wirklich sparsam im Verbrauch. Ich habe tatsächlich nur knapp 450 g für Gr. 44 benötigt und wenn man das Gestrick lockerer macht, spart man bestimmt noch ein oder sogar zwei Knäuel.

Verstricken lässt es sich sehr angenehm, bloß zurückstricken oder ribbeln ist ziemlich nervig, weil sich die Fasern verhaken und man manchmal schon ziemlich gewaltsam vorgehen muss, um die Maschen wieder voneinander zu lösen. Allerdings nimmt es einem auch brutales Ribbeln nicht übel, ich habe ein Stück dreimal geribbelt und man sieht trotzdem keinen Unterschied zum frisch verstrickten Garn.

Das Gestrick fühlt sich schön weich und flauschig an, ist aber im Gesicht und am Hals doch minimal kratzig. Ich habe damit kein Problem, aber wer in der Beziehung empfindlich ist, wird es vermutlich nicht auf der bloßen Haut tragen können.

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Die Jacke habe ich ohne Anleitung einfach drauflos gestrickt, mir war gerade so nach gehirnentspanntem Stricken zumute :-) So ist sie sehr schlicht, beinahe schon langweilig geworden, passt aber dafür zu allem, vor allem zu meinen geliebten Jeans.

Eigentlich sollte sie noch einen Schalkragen in Vollpatent bekommen, aber das hat mir dann doch nicht so recht gefallen und hätte sie wahrscheinlich auch zu voluminös wirken lassen. So gab es schließlich eine ganz simple Blende, aber dafür passen die Knöpfe wie Arsch auf Eimer, finde ich:

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Premieregetragen habe ich sie diese Woche auch schon, aber dafür muss es doch noch kälter werden – ich musste sie im Büro ständig an- und ausziehen, weil mir zu warm war. Aber im tiefsten Winter spart sie sicherlich eine Menge Heizkosten 😉

Neu im Schrank III

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Hier kommt der perfekte Kuschelpullover für kalte Wintertage – der Hitch Pullover aus der Interweave Knits Fall 2014:

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Gestrickt mit 3,75er Nadeln aus 525 g Yak von Lang Yarns in einem undefinierbaren Graubraun und ein absoluter Wohlfühl-Pullover.

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Bis die Schulterpasse ordentlich eingenäht war, habe ich einige Anläufe gebraucht, aber letztendlich ist es dann doch einigermaßen ansehnlich geworden:

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Und zum Schluß noch meine derzeitige Lieblingsjacke nach eigenem Entwurf:

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Auch die hier ist aus der Yak – das Senfgelb ist in Natura viel schöner als auf den Fotos und genau meine Farbe.

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Das Namens-Brainstorming war sehr hilfreich – letztlich habe ich den Vorschlag von Sema aufgegriffen, die Jacke „Sari“ zu nennen, was nicht nur hübsch klingt, sondern passenderweise auch das türkische Wort für gelb ist. Um Verwechslungen mit dem gleichnamigen Kleidungsstück auszuschließen, habe ich noch ein „ca“ für Cardigan angehängt und nun heißt sie „Sarica“.

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Neu im Schrank II

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Weiter geht es mit dieser Jacke, die allerdings noch einen Reißverschluss bekommen soll. Normalerweise lasse ich sowas von meiner Schneiderin machen, die kann das wesentlich besser als ich. Aber hier wollte ich mal den Strick-Reißverschluss von Prym ausprobieren. Bisher konnte ich mich allerdings noch nicht dazu aufraffen… 😕

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Das Design ist ein eigener Entwurf – und gäbe es die liebe Anja nicht, hätte die Jacke nie das Licht der Welt erblickt. In den letzten Jahren habe ich ihr nämlich immer wieder mal von meinem 80er Jahre-Lieblingsgarn vorgeschwärmt, der Sudan von Schewe. Das ist eine Mischung aus 50% Lambswool und 50% Baumwolle mit 133 m Lauflänge. Eigentlich gibt es das Garn schon seit Jahrzenten nicht mehr, aber Anja hat das Unmögliche möglich gemacht und es tatsächlich noch aufgetrieben!

Da keine der Farben alleine für ein komplettes Oberteil gereicht hätte, habe ich sie kombiniert:

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Die nächste Jacke ist eine modifizierte Version von „Smilla“ aus Essentially Feminine Knits von Lene Holme Samsøe. Das Buch gibt es auch auf deutsch, eine Buchvorstellung findet Ihr hier.

Im Original ist das Grundmuster glatt links, was ich aber gar nicht mag. Die 1re/1li-Rippenblenden habe ich durch Krausrippen ersetzt.

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Alle bisher gezeigten Jacken habe übrigens eine Taillierung, die man aber nicht sieht, weil meine Körpermaße die Verstellgrenzen meiner wilden Hilde inzwischen deutlich übersteigen… 😕

Das Garn ist wieder mal meine über alles geliebte Yak von Lang Yarns.

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Neu im Schrank I

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Frei nach dem Motto „die letzten werden die ersten sein“ hier zunächst einmal die zuletzt fertiggestellte Jacke – ganz schlicht und simpel ohne Anleitung gestrickt:

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Verstrickt habe ich die Millefine von Lana Grossa, die schon seit sieben Jahren in meinem Vorrat schlummerte. Sie besteht aus 50% Merino extrafine und 50% Polyacryl und hat eine Lauflänge von 110 m. Mi 4,0 mm Nadeln komme ich auf eine MaPro von 22 M/10 cm. Von den 550 g, die ich hatte, sind nur 6 g übrig geblieben – das war echt knapp. Ich musste auch nochmal ribbeln und den Ausschnitt ändern, sonst hätte das Garn nicht gereicht.

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Beim Stricken habe ich festgestellt, daß ich Garne mit so einem hohen Kunstfaseranteil nicht mehr verarbeiten mag, das Garn verstrickt sich zwar gut, aber man merkt den „Plastik“-Anteil eben doch. Beim Tragen fühlt sich die Jacke trotzdem sehr angenehm und kuschelig an.

Seitdem ich in den Wechseljahren bin, trage ich übrigens fast nur noch Jacken, die kann man wenigstens schnell abwerfen, wenn die Hitze mal wieder hochwallt.

Jacke Nr. 2 ist ein eigener Entwurf aus Fair Alpaka.Verarbeitet habe ich die Fingering in moosgrün doppelfädig und dazu die DK in vier verschiedenen Abstufungen von weinrot bis senfgelb. Bei Qualitäten habe ich mit 3,5er Naden verstrickt und komme auf 24 M/10 cm.

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Für die Streifen habe ich je nach Farbe zwischen 35 und 40 g verbraucht, damit eignet sich das Modell prima zur Resteverwertung.

Die Knöpfe passen farblich perfekt und machen das Design erst so richtig komplett, finde ich.

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Zur Zeit eine meiner Lieblingsjacken, vor allem an trüb-grauen Herbsttagen.

Uncharmant verpieselt… :-/

willnicht

Ihr habt ja recht: es ist nicht gerade die feine englische Art, sich so sang- und klanglos aus dem Staub zu machen. Ich kann selbst nicht so genau erklären, was mit mir in den letzten Monaten, ja eigentlich schon seit einem Jahr los ist. Ich bin nicht krank, den Katern geht es ausgezeichnet und auch ansonsten ist nichts Dramatisches in meinem Leben passiert.

Die Lust am Stricken habe ich ebenfalls nicht verloren, im Gegenteil, seit ein paar Monaten ist die Puzzlemanie wieder geringer geworden und es sind immerhin sechs neue Oberteile in meinen Kleiderschrank eingezogen:

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(die stelle ich Euch noch einzeln in einem gesonderten Beitrag vor)

Bloß der Spaß am Bloggen, der ist irgendwie komplett verschwunden. Fragt mich nicht warum, ich weiß es selbst nicht. Manchmal habe ich das Gefühl in einer Art Midlife Crisis zu stecken. Ich werde Ende des Jahres 50, bin mitten in den Wechseljahren, die Haare werden dünner, der Bauch dafür um so dicker :shock:, es zwackt, wo es früher nie gezwackt hat und ich mache mir komische Gedanken um mögliche Krankheiten und verbleibende Lebenszeit (ich bin -soweit ich weiß- gesund, aber man weiß ja nie, was einen noch erwartet…). Und ich habe Stimmungssschwankungen, die ich so von mir auch bisher nicht kannte (aber keine Depressionen o.ä., also kein Anlass zur Sorge), bin häufiger als früher grundlos schlapp und träge. Ist vermutlich alles normal in dieser Lebensphase, aber es gefällt mir nicht. Vielleicht brauche ich auch einfach mal wieder Urlaub, aber der ist arbeitsmäßig zur Zeit einfach nicht drin.

Trotz absoluter Blougunlust habe ich es dennoch nicht über mich gebracht, einfach zu schreiben: „Leute, das war’s, ich habe keine Lust mehr, hiermit schließe ich den Blog“. Das ist so endgültig. Und vielleicht ist die Phase ja irgendwann vorüber und die Schreiblust wieder da. Ich weiß es ganz einfach nicht. Und weil ich selbst immer wieder am Schwanken war (und immer noch bin), habe ich einfach den Kopf in den Sand gesteckt und gehofft, daß sich das Problem irgendwann von selbst löst.
„Morgen schreibst Du endlich mal wieder was“, habe ich mir gedacht. „Okay, heute bin ich zu müde, aber am Wochenende bestimmt“. „Ach nee, jetzt will ich puzzeln, Sonntag ist ja auch noch Zeit“. So zog sich das von Woche zu Woche hin und schon waren vier Monate vergangen. Und Ihr kennt das ja bestimmt auch: Je länger man sich irgendwo nicht gemeldet hat, um so unangenehmer wird es einem. Also schiebt man es immer weiter auf…

Der Adventskalender bzw. die Tombola fällt dieses Jahr auf jeden Fall aus. Das tut mir unendlich leid für die Katzen, aber dem ganzen Arbeitsaufwand fühle ich mich dieses Jahr einfach nicht gewachsen. Vielleicht mag ja der eine oder andere von Euch trotzdem Geld nach Rom oder Hoyerswerda schicken.

Tja, und geht es nun noch weiter oder mache ich die Bude hier dicht? Eigentlich will ich mich immer noch nicht festlegen. Endgültig verabschieden mag ich mich nicht. Aber etwas versprechen, was ich dann nicht halten kann, will ich auch nicht. Ein oder zwei Beiträge mit den neuen fertigen Sachen kommen jedenfalls noch in der folgenden Woche. Und danach muss ich einfach mal gucken, wohin die Reise geht… (online bleibt der Blog auf jeden Fall, der eine oder andere Beitrag ist ja immer noch nützlich)

Hurra, wir leben noch… ;-)

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Es tut mir unglaublich leid, daß ich Euch so sträflich vernachlässigt habe, aber irgendwie ist in den letzten Wochen hier alles im Chaos versunken. Jedenfalls was meine Arbeit betrifft, privat ist glücklicherweise alles gut und wir sind gesund und munter.

Aber im Büro habe ich derzeit Stress ohne Ende. Christina und ich arbeiten beide wie doof und trotzdem haben wir das Gefühl, daß wir nicht so richtig vorankommen und daß der Rückstand, der sich über den Jahreswechsel aufgebaut hat, viel zu langsam weniger wird. So schlimm wie dieses Jahr war es noch nie, immer wenn ich eine Baustelle erledigt hatte, kam wieder irgendetwas anderes, was uns zurückgeworfen hat.
Teilweise habe ich in letzter Zeit 11 oder 12 Stunden am Tag gearbeitet, dazu fast alle Wochenenden in diesem Jahr, da hatte ich einfach irgendwann überhaupt keine Lust mehr zu bloggen, das war mir alles zuviel geworden.

Ich fürchte, das wird auch noch drei oder vier Wochen so weitergehen, bis wir wieder eingermaßen durchatmen können.

In der Zwischenzeit habe ich hauptsächlich gepuzzelt, das entspannt mich im Moment noch mehr als stricken, weil man sich beim Puzzeln zwar sehr konzentrieren, aber kaum denken muss. Chico hilft mir dabei:

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Puzzeln kann aber auch ganz schön müde machen:

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Gestrickt habe ich aber trotzdem zwischendurch und so ist zumindest die Jacke aus der Fair Alpaka Socks fertig geworden:

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Bis zu den Raglanschrägungen habe ich in Einzelteilen gestrickt, danach alles auf eine Nadel genommen und den Rest am Stück gestrickt.

Die Farbe ist leider unfotografierbar, in Wirklichkeit ist sie viel dunkler, ein schöner warmer Rosenholzton:

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Weil sich die Färbung „Dip Paint“ nennt und ich das Garn doppelt genommen habe, habe ich sie „Dabbeldip“ getauft (das sieht geschrieben irgendwie besser aus als „Double Dip“)

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Info-Box

Garn: FairAlpaka „Socks“ (75% Baby Alpaka, 25% Polyamid, LL 200m/50g) in rosenholz-meliert (Fb. 174)

Verbrauch 620 g für Gr. 42/44, doppelfädig verstrickt mit 3,25 mm Nadeln (Bündchen, Blende) bzw. 3,5 mm (Rest)

Modell: Dabbeldip (eigenes Design)

Simeümik (1/2015)

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Unglaublich, es ist tatsächlich schon fünf Monate her, seitdem ich das letzte Mal etwas fertig hatte. Daran ist nur die Puzzelei schuld. Ich puzzele übrigens immer noch jeden Tag (mein Puzzle-Stash beträgt mittlerweile auch schon das dreifache meiner Körpergröße :shock:), aber ich stricke inzwischen auch wieder – immer abwechselnd.

Aber nun habe ich doch endlich mal wieder eine neue Jacke zu zeigen:

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Bei der Blenden-/Kragenlösung habe ich mich von Keel inspirieren lassen:

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Einen Verschluß hat die Jacke nicht, das ist eine „schmeiss‘ ich mal eben über, mir ist kalt“-Jacke – daher auch der Name 😀
Mit einer passenden Tuchnadel könnte man sie aber auch geschlossen tragen.

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Das Garn ist die wunderschöne Cashme von NEXT Yarns – die habe ich jetzt schon zum zweiten Mal verarbeitet und ich liebe sie. Weich, leicht, warm, tolle Optik und gut zu verstricken. Ich muss direkt mal bei Christinas Jacke gucken, wie das Pillingverhalten ist, die Jacke ist im Büro ja im Dauergebrauch.

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Info-Box

Garn: NEXT Yarns „Cashme“ (55% Wolle, 45% Cashmere, LL 130m/50g) in rostorange (Fb. 980)

Verbrauch 468 g für Gr. 44, verstrickt mit 3,25 mm Nadeln (Bündchen, Blende) bzw. 3,5 mm (Rest)

Modell: eigenes Design