Wollschaf

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Was macht ihr mit Selbstgestricktem, das euch nicht mehr gefällt oder passt?
Auftrennen?
Verschenken?
Wegwerfen?
In die Kleidersammlung?
Aufheben als Erinnerung?

Herzlichen Dank an Reni für die heutige Frage!

Auftrennen? Nöööö, viel zu viel Aufwand und ich habe mehr als genug Stash, da tut das nicht not :wink:

Verschenken? Wenn’s mir nicht mehr gefällt und noch fast wie neu ist (beide Voraussetzungen zusammen sind höchst selten gegeben, denn was ich aktuell stricke, gefällt mir auch, sonst würde ich es ja nicht stricken) und es jemand haben möchte, dann ja.

Wegwerfen? Damit tue ich mich schwer. Nur wenn’s wirklich schäbig oder kaputt ist.

In die Kleidersammlung? Wenn ich’s gar nicht mehr mag, es aber noch ordentlich und tragbar ist, habe ich schon manches dort entsorgt. Aber es fällt mir jedes Mal schwer, weil doch in jedem Stück ein Teil von mir ist.

Aufheben als Erinnerung? Öh - Erinnerung woran? Nö, das nicht. Aber aufheben, weil’s irgendwann wieder passen könnte, schließlich ändere ich mein Gewicht immer mal wieder (sowohl positiv als auch negativ). Im Moment freue ich mich auf den Winter, da kann ich diverse Pullover wieder anziehen, für die ich im letzten Winter zu fett war :grin:

Mit welchen Nadeln strickt ihr am liebsten? Welche Marke, welches Material, welches System (Rundstricknadeln, Nadelspiele…)

Herzlichen Dank an Tabemi für die heutige Frage!

Metall - ganz klar und eindeutig Metall. Und am liebsten schön spitz, auch wenn ich mir deshalb immer mal wieder die Zeigefingerkuppe zersteche :shock:

Ich habe schon alle möglichen Materialien ausprobiert: Bambus, Rosenholz, Ebenholz, Plastik (ganz schlimm), das war mir alles nicht glatt genug, weil ich extrem fest stricke.

Nadelspiele hasse ich wie die Pest (viel zu fummelig und Socken etc. stricke ich sowieso nicht) und diese sogenannnten Jackenstricknadeln (Warum heißen die eigentlich so? Kann man damit keine Pullover stricken?) habe ich noch nie ausprobiert, halte sie aber auch für höchst unpraktisch. Deshalb immer Rundstricknadeln, bevorzugt die blanken silbernen und seit einiger Zeit besonders gerne die Knit Pro-Schraubnadeln. Nicht mal unbedingt wegen der Abschraubmöglichkeit (ich bin eh zu faul zum Schrauben und nutze das eher selten), sondern weil sie so schön spitz sind.

Da ich viel frei nach Schnauze stricke kommt es des öfteren vor, das ich auch mal ganze Teile wieder aufribbeln muss, weil sie nicht passen. Mich würde interessieren, wenn ihr etwas strickt und es passt nicht. Wie oft trennt ihr maximal das Gestrickte wieder auf bevor ihr es in eine Ecke schmeißt und dort liegen bleibt?
Herzlichen Dank an  Martina für die heutige Frage!

Kurze Antwort: Ich ribbele maximal 1 x - beim 2. Versuch passt es dann.
Und daß es nicht passen wird, merke ich auch schon nach spätestens 20 cm, weil ich zwischendurch immer wieder messe und mit einem gut passenden Teil vergleiche.

Ich lese in etlichen Blogs mit und bin immer wieder fasziniert, was für tolle Modelle dort gestrickt werden und - gebe ich zu - auch etwas neiderfüllt. Ich stricke selbst sehr gern, kann aber nur ganz einfache Sachen (Socken, einfache Lochmuster), zu mehr reicht es irgendwie nicht. An Strickschriften und Vorlagen bin ich bisher noch jedesmal frustriert gescheitert, weil ich damit nicht klarkomme, und Pullover etc. auf meine Größe umrechnen ist mir ein Buch mit sieben Siegeln. Ich lerne am besten, wenn mir jemand konkret zeigt, wie es geht, aber so jemanden gibt es in meiner Umgebung leider nicht.

Wie habt ihr so gut stricken gelernt? Learning by doing? Stricktreff irgendwo? Mama, Tante, Oma? Was ratet ihr jemandem, der nur Grundkenntnisse im Stricken hat - wie lernt man besser und komplizierter stricken und z.B. Vorlagen “lesen”?

Herzlichen Dank an Karin für die heutige Frage!

Hm - gute Frage.

Ich habe mit 19 beschlossen, daß ich stricken lernen will, habe mir Wolle und Nadeln gekauft, ein Buch aus der Bücherei ausgeliehen und einfach drauflos gestrickt. Angefangen habe ich gleich mit einem Pullover, ohne Anleitung. Und er passte sogar einigermaßen. Die nächsten Sachen habe ich dann nach Anleitung gestrickt, indem ich einfach das gemacht habe, was da steht und wenn ich was nicht wusste, habe ich in meinem Lehrbuch nachgeguckt (Internet gab’s ja damals noch nicht). Genau genommen habe ich alles aus Büchern gelernt. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, jemanden zu fragen, denn ich lasse mir nicht gerne helfen, ich will lieber alles alleine rauskriegen :wink:

Tja, und wie lernt man nun besser stricken? Indem man sich einfach an Sachen rantraut. Leicht anfangen, langsam steigern. Das kommt nicht von heute auf morgen, sondern ist wie fast alles im Leben Übungssache (und ein bisschen auch Talent).
Für alle möglichen Stricktechniken gibt es mittlerweile Videos, das ist fast genauso gut wie persönlich zeigen (eigentlich sogar noch besser, das Video kann man unendlich oft abspielen :wink: ).
Was meinst Du mit “Vorlagen”? Anleitungen? Da muss man einfach nur machen, was da steht. Wenn Du einen bestimmten Teil der Anleitung nicht verstehst, gibt es in Foren jede Menge hilfsbereiter Menschen, die Dir helfen.
Was Dir an Strickschriften unverständlich ist, ist mir allerdings nicht klar, man liest sie in der Hinreihe von rechts nach links und in der Rückreihe umgekehrt (ausser beim Rundstricken natürlich). Jedes Kästchen sagt Dir genau, was Du an der Stelle stricken musst. Um Dein Problem zu lösen, müsste man erstmal wissen, was genau Du daran nicht verstehst.
Und Pullover umrechnen ist einfache Mathematik, dafür gibt es meinen Lehrgang oder auch diverse Strickrechner. Such’ Dir für den Anfang aber erstmal Anleitungen in Deiner Größe, wenn Du erst ein paar Pullover gestrickt hast, ist Dir deren “Anatomie” vertrauter und das Umrechnen fällt leichter.

Wir träumen mal: Du hast im Lotto gespielt und so viel Geld gewonnen, dass Du Dir Deinen allergrößten Traum verwirklichen kannst. Natürlich soll der mit unser aller Hobby zusammenhängen. Willst Du einen Wollberg so hoch wie die Zugspitze aufbauen, Dir ein Meer voller feinster Kaschmirflocken anlegen
oder…?

Herzlichen Dank an Ulli für die heutige Frage!

Nun, zunächst einmal würde ich aufhören zu arbeiten, damit ich endlich genug Zeit für mein Hobby habe.
Dann würde ich mir eine kleine Farm in den Rocky Mountains kaufen, mit ein paar Hunden, Katzen und Pferden und von dort aus einen Online-Shop betreiben. Weil ich ja dann genug Geld habe und nichts mehr zu verdienen brauche, kann ich die ganzen schönen US-Garne ohne Versandkosten nach Deutschland liefern :grin:
Einmal im Jahr lade ich dann die deutschen Strickerinnen zum Strick-Urlaub dort ein.
Und ich würde endlich ein Strickbuch schreiben und vielleicht sogar eine Strickzeitschrift herausgeben.
Natürlich habe ich noch viel mehr Träume, was ich mit dem Geld alles machen würde, aber die haben nichts mit Stricken zu tun…

Ich würde gern wissen, wie ihr eure Pullover entwerft. Strickt ihr nur nach fertigen Anleitungen? Rechnet ihr diese im Zweifel um oder hofft ihr einfach das Beste? Habt ihr vielleicht einen Idealpullover daheim, an dem ihr euch orientiert? Malt ihr einen Schnitt auf Zeitungspapier? Oder nutzt ihr gar eine Software, und wenn ja: welche und wie sind eure Erfahrungen damit? Herzlichen Dank an Herzdame für die heutige Frage!

Äh - was denn nun? Entwerfen oder nach fertigen Anleitungen stricken? :shock:

Es gibt Sachen, die entwerfe ich komplett selbst und Sachen, die ich nach Anleitungen stricke, wobei ich mich bei letzteren nur teilweise an die Anleitung halte, weil ich meistens ein ganz anderes Garn verwende, viel fester stricke und Dinge, die mir nicht gefallen, abändere (z.B. Kragen oder Schnitt). Da rechne ich also um, wobei sich die Rechenarbeit in Grenzen hält, weil ich nach Gefühl stricke und für Armkugeln z.B. Standards habe, die ich immer wieder verwende. Nur wenn ich nicht in meiner Größe stricke, muss ich ein bisschen mehr rechnen.
Ich vergleiche dann auch immer wieder zwischendurch mit gut passenden Pullovern, ob die Maße stimmen, daher brauche ich mir keinen Schnitt zu malen.
Eine Software benutze ich nur zum Erstellen von Strickschriften. Strickrechner sind für mich untauglich, da ich keine MaPro mache und alle Strickrechner, die ich kenne, mit stufigen Rundungen arbeiten, was ich nicht leiden kann, meine Rundungen sind stets stufenlos. Außerdem braucht man keinen Strickrechner, wenn man weiß, wie es ohne geht :wink:

Die Bezahlung, wenn man für Geld strickt, ist allgemein sehr gering, ebenso wenn man Selbstgestricktes verkauft: Der Lohn, umgerechnet auf die Stunde ist lächerlich. Gesetzt den Fall, man würde für das Stricken anständig bezahlt werden - würdest Du dann Deinen Beruf wechseln und professionelle Auftragsstrickerin werden? Falls nein, warum nicht?

Herzlichen Dank an Jinx für die heutige Frage!

*lach* Was soll denn dann ein Pullover kosten, 3000 €?

Und selbst wenn jemand so verrückt wäre, mir das dafür zu bezahlen, würde ich es nicht hauptberuflich machen. Erstens würde dann Stricken zur Pflicht und das würde mir keinen Spaß mehr machen. Zweitens würde ich meinen Beruf nie für so eine unsichere Sache aufgeben, denn wer sagt mir denn, daß ich immer genug Aufträge hätte?

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