Monats-Archive: Februar 2008

Frühlingsgefühle

Angeregt durch diesen wunderbar sonnigen Vorfrühlingstag habe ich (auch zur Schonung meiner Hände) ein Schlummerprojekt wieder erweckt: Diamond Mesh aus der Knitter’s Summer 2007.

So soll’s mal werden:

So sieht’s bis jetzt aus:

Aber vielleicht sollte ich mir lieber ein Paar Gummistiefel stricken, hier ist schon wieder Sturmflut angesagt. Also, liebe Touris, nicht am Fischmarkt parken, es sei denn, Ihr habt ein Amphibienfahrzeug… :wink:

Der Lappen

Erinnert Ihr Euch noch an dieses “Ding” aus der VK Holiday 2007?

Ich hatte meiner mittlerweile Ex-Azubine ja versprochen, wenn sie die Prüfung besteht, stricke ich ihr das Teil. Nu’ muß ich wohl… :???:
Das Garn, die Gianna(50% Soja, 50% Wolle) von SWTC (erhältlich bei KnittyBitty) ist an sich ganz schön (wenn auch nicht für sehr Empfindliche geeignet, ein bisschen piekt es) und hat eine tolle Farbe – ein ganz dunkles Rotbraun mit Lilastich. Aaaaber die Nadelstärke *jammer* 7er Nadeln!!! Eigentlich soll ich lt. Anleitung sogar 8er nehmen, die hab’ ich aber gar nicht (will ich, glaube ich, auch gar nicht haben… :roll: ). Ich komme erstaunlicherweise aber auch mit den 7ern auf die angegebene MaPro. Ich hab’ festgestellt, je dicker die Nadeln, um so lockerer und ungleichmäßiger stricke ich. Wie kann man auch mit Baumstämmen anständig stricken :shock: Mir tun jetzt schon die Hände weh. Naja, wenigstens geht es recht schnell, das ist das Ergebnis nach 2 Stunden (20 cm von 114,5 cm geschafft und schon 1 1/2 Knäuel verstrickt):

Die Verkreuzung ist allerdings die Hölle, 10 Maschen auf die Hilfsnadel und dann noch um 180 Grad drehen *örks*

Blaue Jacke fertig (Nr. 3/2008)

Wie man sieht – sie passt einwandfrei und ist herrlich kuschelig. Ein Lieblingsstück, aber mit einem kleinen Wermutstropfen. Hierzu unten mehr…

Die Kragenlösung gefällt mir ausserordentlich gut:

Intermezzo: Nein, der Selbstauslöser liefert nicht immer gute Bilder. Vor allem dann nicht, wenn sich der dickliche Tigerkater just im Moment des Blitzens überlegt, daß man doch mal wieder in Frauchens Füße beißen könnte…

Eine Anleitung hatte ich übrigens nicht, ich habe sie anhand der Bilder in Ravelry nachgestrickt. Den nutzlosen Knopf am Kragen habe ich mir erspart.

Für Ines hier eine Nahaufnahme der kraus gestrickten Kante:

Nun kommt der Wermutstropfen: Die Wolle pillt wie Sau. Die Jacke sieht schon nach 10 Stunden tragen aus, als wenn sie ein Jahr alt wäre :sad:

Der Grund für das Pilling erschließt sich bei genauer Betrachtung. Das Garn hat nach der Wäsche eine “Halo” entwickelt, und diese flauschige Oberfläche sorgt für die filzigen Flusen.

Ich hoffe, das Pillen läßt mit der Zeit nach. Sonst stricke ich sie mir nochmal aus einem anderen Garn. Denn so schön, wie sich das auch anfühlt und strickt, so ein extrem pillendes Garn hatte ich noch nie.

Info-Box

Garn: Merino Kaschmir von Schöller + Stahl, 72% Schurwolle/15% Polyamid/13% Kaschmir, LL 100m, verstrickt mit 3, 5er (Bündchen) bzw. 4er Nadeln (Rest), Verbrauch ca. 670 g (Gr. L)

Modell: Jacket with Ribbed Collar aus “Debbie Bliss Simple Living Collection? von Debbie Bliss

Knöpfe annähen…

…hasse ich ja wie die Pest :evil: Da vernähe ich lieber 37 Trilliarden Fäden…

Naja, noch drei Stück, die letzten Fäden vernähen und dann habe ich eine neue Jacke. Bilder gibt’s, wenn sie gewaschen und getrocknet ist.

Wollwickel-Experimente

Vor ein paar Tagen stieß ich auf diese Seite. Dort wird erklärt, wie man eine Küchenmaschine oder ein Handrührgerät als elektrischen Wollwickler “missbraucht”. Das musste ich natürlich ausprobieren. Bei den paar Strängen, die ich verstricke, habe ich die Anschaffung eines Wollwicklers bisher nicht für nötig gehalten, aber diese Lösung finde ich witzig und praktisch.

Die Versuchsanordnung:

 

 

Die Klopapierrolle wird einfach aufgesteckt:

 

 

Der erste Versuch: Ein Fehlschlag! Das Garn wickelt sich um den Metallstab statt um die Klopapierolle :sad:

 

 

In meiner Aufregung hatte ich den Mixer einfach eingeschaltet, ohne das Garn mit der Hand zu führen. Also habe ich die Papprolle in der Mitte eingedellt, damit das Garn nicht zur Seite wegrutschen kann und schon ein paar Mal rumgewickelt:

 

 

Ha! Jetzt klappt’s!

 

 

Geht doch prima:

 

 

Nach wenigen Minuten 100g fertig gewickelt – optisch kein Meisterwerk, aber brauchbar:

 

 

Für den ersten Versuch hatte ich ein stabiles und preisgünstiges Garn genommen – jetzt werde ich mutig und versuche es mit dünner Isager-Wolle:

 

 

Da es auf der Klopapierrolle doch ein wenig eng wurde,
versuche ich’s jetzt mal mit einer Küchentuchrolle:

 

 

Wieder eindellen und vorwickeln:

 

 

Linke Hand Rührgerät, rechte Hand Fadenführung – geht sogar auf Stufe 3 problemlos, allerdings sollte man sich dann Lederhandschuhe anziehen, denn das kann schmerzhaft werden :eek:

 

 

Das Ergebnis – nicht elegant, aber erfüllt seinen Zweck. Und rasend schnell, 510m in nicht mal 5 Minuten, mit der Hand hätte ich locker 20 Min. gebraucht.

 

 

Damit Ihr das Ganze mal “in action” sehen könnt, habe ich ein kleines Video gedreht. Dabei ist mir aufgefallen, daß ich mich doch sehr hamburgisch anhöre :mrgreen:

Der Faden ist übrigens nur gerissen, weil der Strang nochmal geknotet war, das hatte ich nicht gesehen.

REDUZIERT !!! :-O

Eigentlich wollte ich nur das hier kaufen, damit ich die hellblaue Jacke dieses Wochenende fertig machen kann:

Und das hier für die 560 Maschen-Blende vom Bacardi:

Und das, weil da ein paar nette Sachen drin sind:

Und auf einmal, ich weiß gar nicht, wie das passieren konnte :eek: verließ ich hiermit den Laden:

Es gibt ein Wort, da schaltet bei mir der Verstand ab und die pure Gier übernimmt die Kontrolle – REDUZIERT!!!

Millefine (50% Merino, 50% Acryl) für 1,95 € – die MUSSTE mit! Ich verstricke die ja gerade für den japanischen Aran und das Garn ist wirklich toll, herrlich weich und strickt sich super.

Also habe ich jetzt 550 g in hellblau (mehr hatten sie leider nicht):

Und 750 g in kirschrot:

Naja, und dann hatten sie noch die New Angora (25% Angora, 50% Viskose, 25% Polyamid) für 2,50 € statt 4,95 € – klar, daß ich davon auch 700 g mitnehmen MUSSTE, oder? :shock:

Alle Hamburgerinnen, die genauso auf das Wort REDUZIERT reagieren, fahren bitte in den nächsten Tagen NICHT mit der U1, steigen NICHT an der Wandsbeker Chaussee aus und gehen NICHT in die WOLLBOUTIQUE – denn Conny Herr hat zur Zeit eine Menge Qualitäten REDUZIERT, u.a. eine dicke Schurwolle, die sich hervorragend zum Filzen eignet, für nur 1 € das Knäuel…

P.S. Die Millefile ist aber fast weg – wer das wohl war… :roll:

Schneller abketten

Wo ich gerade dabei bin, dachte ich mir, ich zeige Euch mal, wie ich abkette, denn ich mache es ein bisschen anders als in den meisten Lehrbüchern beschrieben. Dort steht ja sinngemäß: Die erste Maschen stricken, die zweite Masche stricken und die erste über die zweite heben. Meine Methode geht ein bisschen schneller, finde ich.

Die erste Maschen stricke ich ganz normal. Dann geht’s ans Abketten. Das mache ich meistens mustergemäß.

Rechte Maschen:

Die linke Nadel hinter der rechten Nadel durch die Masche auf der rechten Nadel stechen.

Dann in die nächste Masche ganz normal wie zum Rechtsstricken einstechen.

Die Masche rechts abstricken und den Faden gleich weiter durch die erste Masche (wie bei einer linken Masche) ziehen. Beide Maschen von der Nadel gleiten lassen.

Linke Maschen:

Die linke Nadel hinter der rechten Nadel durch die Masche auf der rechten Nadel stechen. dann die rechte Nadel durch die nächste Masche wie zum Linksstricken einstechen.

Beide Maschen zusammen links abstricken und von der Nadel gleiten lassen.

Das Ergebnis ist das Gleiche wie beim Drüberziehen.