Monats-Archive: Oktober 2008

Die verstrickte Dienstagsfrage – Woche 44/2008

Mittlerweile stricke ich gern Socken (passt natürlich auch auf Pullover und Co.) nach englischen Anleitungen; dabei fällt mir auf, dass oft Nadelstärke/Garnwahl nicht immer für 4-fädiges Sockengarn passt – z.B. werden für die Denmark Socken aus Knitting on the Road von Nancy Bush 3,25mm Nadeln und Garn mit 120m/50g verwendet. Da das Internet ja unglaubliche Möglichkeiten bietet, werde ich mir diese Socken über Google und Flickr ansehen, um herauszubekommen, wie andere das gehändelt haben. Wie hältst du das … schaust du dir vorher auch über das Netz das Strickstück vorher an, um dir Tipps zu holen?

Herzlichen Dank an Anja für die heutige Frage!

Ich beantworte die Frage mal als Pulloverstricker :grin:
Ich komme sowieso nie auf irgendwelche vorgegebenen Maschenproben, weil ich fast immer ein ganz anderes Garn und viel kleinere Nadeln nehme, als in der Anleitung vorgegeben. Von daher würden mir die Erfahrungen anderer Strickerinnen eh nichts nützen. Ich bin da auch eher ein “Eigenbrödler”, der sich alles selbst zusammenfummelt. Ich kann mich jetzt auch an kein strickerisches Problem bei einem bestimmten Teil erinnern, das ich nicht selbst lösen konnte.
Von daher gucke ich mir das Strickstück allenfalls mal an, wenn ich schon dabei oder fertig bin, um der Neugierde halber zu sehen, wie es denn bei anderen aussieht.

Die Idee ist witzig…

…das Garn finde ich aber eher grausig. Aber bestimmt ist das modern und ich habe bloß wieder mal keine Ahnung :wink:
Sowas mit Sockenwolle und einem Nadelspiel wäre aber doch mal eine nette Idee für ein Mitbringsel – erspart einem das Einpacken :grin:

Gefunden bei Martina.

Endlich Winterzeit!

Ich hasse diesen Quatsch mit der Sommerzeit. Meiner Meinung nach ist das völlig überflüssig und daß dadurch nun großartig was an Energie gespart wird, wage ich zu bezweifeln. Ich habe bloß immer das Gefühl, daß ich mehr als ein halbes Jahr lang an Jet Lag leide (ist natürlich Unsinn, kommt mir aber so vor).
Außerdem will ich Zinsen darauf, schließlich gebe ich im Frühling eine ganze Stunde her und kriege sie erst im Oktober zurück!

Schnippel-di-schnapp oder “First cut is the deepest”

Es ist vollbracht!

Auf das Mut antrinken habe ich dann doch verzichtet, erstens kriege ich von Alkohol vor 17 Uhr immer Kopfschmerzen und zweitens kann ich dann nicht mehr gerade schneiden.

Noch ist der Steek für den Armausschnitt unversehrt – aber nicht mehr lange…

Beherzt den scharfen Nahttrenner angesetzt uuund…schanipp:

Ein Loch!

Guckuck :grin:

Ich muss gestehen, daß ich beim Schneiden ein gewisses perverses Vergnügen empfunden habe. Muss ich mir jetzt Sorgen machen? :roll:

Was bleibt ist eine recht saubere Kante – da ribbelt nichts und franst auch nichts. Die befürchtete spontane Selbstzerstörung des gesamten Strickstücks ist ausgeblieben *puh*

Fazit: Aufschneiden ist gar nicht schlimm, vorausgesetzt die Wolle ist hakelig genug. Mit glattem Garn würde ich das nicht wagen, jedenfalls nicht ohne vorherige Absicherung durch eine Naht.

Dann werde ich jetzt mal die Maschen für den Ärmel aufnehmen. Aber vorher backe ich mir zur Belohnung für meinen Mut einen Kuchen :mrgreen:

Grafting bzw. Kitchener Stitch bzw. Maschenstich

Was macht Frau Tichiro gerade, wenn sie stumpfsinnig “links-rechts-rechts-links” vor sich hin murmelt? Richtig – sie grafted! Und zwar die Schulternähte vom Glen Albyn:

Da ich das ziemlich selten mache, brauche ich immer ein paar Minuten, bis ich wieder verinnerlicht habe, wie’s geht. Erstaunlich finde ich übrigens, daß sich die Kater jedes Mal genau diese Minuten, in denen ich mich echt konzentrieren muss, aussuchen, um total rumzunerven :shock: Aber dann läuft’s und ich bin stets wieder begeistert, wie unsichtbar das wird:

Wer wissen möchte, wie’s geht, guckt hier oder auch hier.

Bei Ingrids Strickpraxis gibt es auch noch ein ausführliches Video.

Mir persönlich hilft diese Zeichnung aus Janet Szabos “The ‘I Hate to Finish Sweaters’ Guide to Finishing Sweaters” (übrigens ein sehr empfehlenswertes Buch – viel Text, wenig Zeichnungen, aber jede Menge Wissen) immer am meisten, da habe ich auf einen Blick, wann ich wie durch welche Masche stechen muss:

Wirklich Spaß machen tut’s aber trotzdem nicht…