6.30 Uhr - der getigerte Schnurrwecker liegt auf meiner Brust und piekt mir zärtlich eine Kralle ins Kinn. Zeit für die Raubtierfütterung.
7.00 Uhr - stricken. Zum Frühstück gibt es Nougat.
9.00 Uhr - Die Herren Kater und ich stellen fest, daß wir noch ein bisschen müde sind und legen uns nochmal hin.
10.45 Uhr - stricken. Zwischendurch bloggen und sich über liebe Geburtstagsgrüße freuen.
14.00 Uhr - Ich koche mir eins meiner Lieblingsessen: Hackfleisch-Schafskäse-Auflauf. Gut, die Sauce kommt nur aus der Knorr-Tüte, aber ich finde es lecker. Zum Nachtisch gibt es Nougat.
15.00 Uhr - ein voller Bauch strickt nicht gerne. Zeit für den Mittagsschlaf.
18.00 Uhr - stricken und nebenher ein bisschen im Internet rumgucken und Blogs lesen.
19.00 Uhr - mein Vater ruft an und gratuliert, ist aber gleichzeitig beleidigt, daß er nicht eingeladen wurde. Das Gespräch ist sehr kurz. Hmpf. Nach 43 Jahren hat er immer noch nicht begriffen, daß ich kein Familienmensch bin.
20.15 Uhr - Es gibt einen meiner Lieblingsfilme: Die Luftbrücke. Erwähnte ich schon mal, daß ich Heino Ferch ziemlich klasse finde? Nebenher wird natürlich gestrickt.
23.00 Uhr - Ich gucke Akte 2008 und wundere mich, daß sich Menschen an Körperteilen operieren lassen, die man selbst nur höchst selten sieht. Aua!
23.45 Uhr - jetzt tut mir vom vielen Stricken langsam der Rücken weh. Zeit für einen Stellungswechsel und mein zweites Hobby: Ich gehe ins Bett und lese noch zwei Stunden (als Betthupferl gibt es natürlich Nougat). “Seelen” von Stephenie Meyer. Eine ungewöhnliche Geschichte. Zunächst etwas schwergängig, aber je mehr ich lese, desto besser wird das Buch.
2.00 Uhr - der Geburtstag ist vorbei, ich merke keinen Unterschied zur 42 und stelle fest, daß mir mein Alter langsam schnurzegal wird. Innerlich bin ich eh erst 28. Mit diesem tröstlichen Gedanken schlafe ich ein.
Ach so, Geschenke gab’s übrigens nicht, die habe ich mir gierigerweise alle schon zu Weihnachten geschenkt. Ich bin das gewohnt, als ich Kind war, gab’s auch immer was “zu Weihnachten und zum Geburtstag zusammen”. Das war dann meist was Größeres, aber trotzdem ist man als Geburtstagkind dieser Jahreszeit immer ein bisschen angeschissen benachteilig, weil das dann doch weniger ist, als wenn man zweimal in Jahr Geschenke bekommt.
Von meinem Vater bekomme ich auch nichts - schließlich habe ich ihn ja nicht eingeladen
Finde ich aber eigentlich nicht schlimm, mein Geburtstag ist mir ohnehin nicht wirklich wichtig.
Und das Geschenk von meinen Kollegen bekomme ich erst nächste Woche - darauf bin ich allerdings sehr gespannt, denn ich habe mehrere Dinge auf meinen Wunschzettel geschrieben und keine Ahnung, was sie ausgesucht haben.
Euch allen ganz herzlichen Dank für die vielen Kommentare, Mails und Karten - da kann das neue Lebensjahr ja nur fantastisch werden