Monats-Archive: Januar 2011

Neues im Shop

Ein paar Debbie Bliss-Hefte zum Sonderpreis:

Und ein paar Hefte von Mission Falls:

Und ein ganz geniales japanisches Buch mit Schals, die auf beiden Seiten schön sind:

Falls Ihr etwas davon nicht mehr findet, waren andere schneller, von allen Büchern/Heften habe ich nur wenige Exemplare.

Nadelspitzen aus Bambus?

Demnächst soll es von HiyaHiya ein Austauschsystem wie die KnitPro-Nadeln geben, aber mit Bambus-Nadelspitzen.
Wäre das interessant für Euch? Die Stärken würden von 2,75 bis 10 mm gehen.
Wer von Euch strickt denn gerne mit Bambus-Rundstricknadeln?
Ideal wäre natürlich, wenn die Bambus-Spitzen an die KnitPro-Seile passen, aber das wage ich zu bezweifeln. Würdet Ihr -sofern Ihr schon KnitPro-Seile habt- für die Bambus-Spitzen extra Seile kaufen? Preise habe ich noch nicht, aber ich vermute mal, die würden ähnlich viel wie die KnitPros kosten.

Leserfragen: Rollende Ränder

Monika G. aus Österreich schreibt:

Mich stört es, wenn sich bei der Vorderteilblende, den Abschlüssen oder dem Bund die Kanten unschön nach außen rollen. Worauf muss ich da schon beim Stricken achten? Gibt es bevorzugte Muster, die wenig oder nicht rollen? bei welcher Musterung kann man schon von vornherein rechnen, das sich das Teil rollen wird?

Warum Gestricktes sich rollt, hat Kerstin hier absolut perfekt und einleuchtend beschrieben.

Aber was macht man nun dagegen? Manche propagieren eine bestimmte Art Maschen anzuschlagen, wer aber Kerstins Ausführungen gelesen hat, wird verstehen, daß egal, wie ich die Maschen anschlage, das rein gar nichts gegen rollende Ränder ausrichten kann. Auch eine nachträglich angehäkelte Kante bringt wenig bis überhaupt nichts.

Um dem Rollen entgegen zu wirken, muss man also eine nicht rollende Kante anbringen, die breit genug ist, um dem Rollen genug entgegenwirken zu können. Das können alle möglichen rechts-links-Muster sein, Zopfmuster, Lochmuster oder eine Kombination daraus. Bewährt haben sich bei mir z.B. Rippen, ein paar Reihen kraus oder Perlmuster. Die Kante sollte auch mit einer halben Nadelstärke kleiner gearbeitet werden.

Wer unbedingt bis zum Rand glatt rechts haben möchte, arbeitet eine doppelte Blende: Zunächst 2 – 4 cm glatt rechts stricken, dann für den Umbruch eine Reihe linke Maschen (hübsch sind auch Mäusezähnchen: 2 M zus.str. und ein Umschlag im Wechsel) auf der Vorderseite, dann geht es in glatt rechts weiter. Die Blende wird später an der Umbruchkante nach innen geklappt und angenäht (oder man schlägt die M provisorisch an und strickt dann gleich zusammen). Der innere Teil der Blende sollte entweder mit einer halben Nadelstärke kleiner oder mit 10% weniger M als der Rest gearbeitet werden.

Was die Breite der Kante betrifft, so gibt es hierfür keine Faustregel.  Aber je fester das glatt rechts-Gestrick, je mehr Fläche es hat und je elastischer das Garn ist, umso breiter sollte die Kante sein. Das Minimum ist nach meinen Erfahrungen 2 cm, es können aber durchaus auch 3 – 4 cm sein, das muss man ausprobieren.

Ein anderes, damit in Zusammenhang stehendes Problem sind Blenden, die sich nach aussen umklappen. Das passiert meistens, wenn die Blende ziemlich schmal ist. Hier soll es helfen (ich hab’s selbst noch nicht probiert) die erste Reihe nach der Blende mit einer größeren Nadel zu stricken, damit diese Maschenreihe lockerer ist. Vielleicht kann das ja eine von Euch aus Erfahrung bestätigen?

Historische Ausstellungsstücke

Von Christine M. aus der Schweiz bekam ich vor einiger Zeit einen großen Karton mit historischem Inhalt aus einem Nachlass. Neben alten Schweizer Strickheften befanden sich noch weitere Schätze darin. Ich vermute, die Sachen haben einer Handarbeitslehrerin gehört, denn es war auch ein Schulheft dabei:

Ich glaube, die Sachen wollten auch zu mir – schließlich hatte die Dame fast den gleichen Nachnamen wie ich.

Interessant, was die Mädchen damals alles lernen mussten und an sich sehr schade, daß Handarbeiten heutzutage in der Schule so vernachlässigt werden.

Das finde ich besonders toll – ich kann ja so schlecht zeichnen und anhand dieses Heftes kann ich nun prima üben, wie man Maschen zeichnet:

Interessant: In der Schweiz nennt man abnehmen offenbar “abstechen”:

Ein Übungsstück im Miniformat: Spannweite von Ärmel zu Ärmel 22 cm und mit winzigen Nadeln gestrickt – Maschenprobe 40 M auf 10 cm!

Am tollsten ist aber dieser Musterstreifen – sowas habe ich bisher nur in Büchern gesehen. Da sind die Maschen noch winziger. Damit Ihr eine Vorstellung davon habt, habe ich mal ein Streichholz draufgelegt. Maschenprobe 43 M auf 10 cm!

Und von Barbara S. habe ich auch noch einen kleinen Schatz bekommen: Uralte Kunstseide aus dem Fundus ihrer Mutter. Ich habe keine Ahnung, wie alt das Garn ist, aber an dem einen ist noch die Banderole dran und den Begriff “Jumper” kenne ich an sich nur aus Büchern der 20er Jahre. Ich weiß nicht, ob der später noch verwendet wurde, aber wenn meine Vermutung richtig ist, dann ist das Garn über 80 Jahre alt.

Das Garn glänzt immer noch wie neu und ist umheimlich schwer. Das kleine Knäuel in der Mitte ist kaum größer als ein Tischtennisball, wiegt aber 40 g.

Hat jemand zufällig eine Ahnung, von welcher Firma das sein könnte?

Ich glaube ich muss mal mit Naima sprechen, ob wir bei ihr im Laden nicht noch irgendwo eine Vitrine unterbringen können, damit meine kleine historische Sammlung auch noch andere Menschen erfreuen kann.

Verena Frühjahr 2011 – Vorschau

Oh, die Vorschau ist schon online!

Auf den ersten Blick habe ich schon mal zwei, drei Sachen entdeckt, die mir gut gefallen.

Die Jacke “Rapunzel” hier ist mein Design – dazu morgen mehr, heute kümmere ich mich erstmal wieder um meine Strickschülerinnen :grin:

Das Heft erscheint übrigens am 2.2., also Mittwoch in einer Woche.