Monats-Archive: Oktober 2011

Wenn der “Schwanz” nicht lang genug ist…

…nein, nein, keine Angst, dieser Beitrag ist absolut jugendfrei und hat rein gar nichts mit dem Thema vieler Spam-Mails zu tun :mrgreen: (wird aber vermutlich dem einen oder anderen über Google hierher Gelangenden ein herbe Enttäuschung bereiten *kicher*)

Es geht um den Kreuzanschlag, im Englischen Long Tail Cast On, also “Anschlag mit langem Schwanz”. Wer hat das noch nicht erlebt? Man schlägt 4780 Maschen an, nur um zum Schluß festzustellen, daß der “Schwanz” für die letzten 5 Maschen unmöglich reichen wird. Nun kann man die Maschen genervt wieder aufmachen und neu anschlagen oder pfuschen und die fehlenden Maschen aufstricken. Wie das geht zeigt uns Alpi hier (das ist übrigens auch eine prima Lösung, wenn man am Ende der ersten Reihe feststellt, daß man sich verzählt und nur 4777 Maschen angeschlagen hat).

Man kann aber auch von vornherein vorbeugen und den Kreuzanschlag einfach mit zwei Knäueln (beim Kreuzanschlag mit doppeltem Faden dann mit drei Knäueln) arbeiten. Hat man nur ein Knäuel, nimmt man den Faden einmal von außen und einmal von innen. Problem gelöst und gleichzeitig kein Garn verschwendet, weil man den “Schwanzfaden” womöglich viel zu lang gemacht hat. Einziger Nachteil: Man hat zwei Fäden mehr zu vernähen, aber damit kann man gut leben, finde ich.

Diese Lösung kann man sogar noch zum Designelement umfunktionieren, indem man zwei oder gar drei verschiedenfarbige Fäden verwendet. Hier habe ich z.B. einen Kreuzanschlag mit doppeltem Faden gearbeitet, für den Doppelfaden (Daumen) habe ich wollweiß, für den einfachen Faden (Zeigefinger) grau verwendet – die Maschen, die nach dem Anschlagen auf der Nadel liegen, sind dann alle grau:

Lesergalerie: Alisa

Heute möchte ich Euch in der Lesergalerie zwei Projekte von Alisa aus Italien vorstellen. Alisa schreibt: “Ich hab vor ca. zwei Jahren angefangen zu stricken, als ich nach drei Jahren zwischen Mailand und Rom auf’s Land zog und mir die zweieinhalb Stunden Zugfahrt täglich zur und von der Arbeit irgendwie vertreiben wollte. Dann habe ich Dein Blog entdeckt, und eine ganz neue Welt hat sich vor mir aufgetan! Von Rowan über Ravelry bis hin zur Twist Collective – ich wusste gar nicht, dass es so schöne Sachen zum Stricken gab!”

“Die “Dominika“-Jacke stammt aus dem Rowan-Magazin 48 vom letzten Winter und ist das erste Projekt, für das ich Originalgarn verwendet habe. Auch hier habe ich die kleinste Größe gestrickt, und bei Nadelstärke 5 insgesamt 24 Knäuel Rowan Felted Tweed Aran verbraucht. Fuer alle, die’s eventuell nachstricken wollen: Ich habe 2 Knäuel mehr als angegeben von “Ivy” gebraucht, dafür ist mir ein Knäuel “Cork” übrig geblieben…”

“Der rote Mantel ist die “Sylvi” aus einer der früheren Ausgaben der Twist Collective. Gestrickt wurde mit 6er Nadeln, Garn “Dakota” von “Buttinette”, Lauflänge 70m/50 g. Für Größe 36 hab ich ca. 20 Knäuel verbraucht, mit 1,50 € pro Knäuel hat mich der ganze Spaß ca. 30 Euro gekostet. Es wird sicherlich noch mal in einer anderen Farbe nachgestrickt, vielleicht in einem schönen Braun mit der Wolle einer unserer Alpakas :grin:

Anmerkung der Redaktion: Zwei superschöne und außerordentlich gelungene Projekte (obwohl ich ja bei dem Acryl-Garn für die Sylvi ein bisschen mit den Zähnen knirschen musste :wink: ). Du strickst erst seit zwei Jahren? Alle Achtung! *Hut zieh* Und Eure Alpakas sind wirklich allerliebst (derWauzi aber auch). Mille grazie für’s zeigen!

Stricken à la carte – Marianne Isager

Das 2003 erstmals erschienene Buch der dänischen Designerin Marianne Isager war lange Jahre vergriffen und wurde immer wieder in Foren verzweifelt gesucht. Zwischendurch erschien dann mal die englische Version Classic Knits, aber den meisten Strickerinnen ist deutsch ja doch lieber. Nun gibt es endlich eine neue, überarbeitete und erweiterte Auflage:

Die ursprüngliche Version beinhaltet 26 Modelle, die neue 27, was mich zuerst etwas verwirrt hat, heißt es doch auf der Seite von Isager Stitches, das Buch beinhalte eine ganze Reihe neuer Modelle. Aber beim genauen Vergleich habe ich festgestellt, daß einige Modelle aus der alten Ausgabe neuen Modellen gewichen sind. Aber für alle, die dem Buch schon seit Jahren hinterher jagen: Keine Angst, die Klassiker wie die Zuckerjacke, Mönch oder das Zickzack-Top sind noch drin.

Ich habe mal eine kleine Tabelle zum Vergleich gemacht:

Wie Ihr seht, lohnt es sich auch für Besitzer der ersten Auflage, die Neuauflage zu erwerben. Einige Modelle wurden auch ganz neu gearbeitet und fotografiert. Das war bei einigen gut, weil sie nun auf dem Foto besser erkennbar sind, bei anderen wurde aber soviel überarbeitet, daß eigentlich ein ganz neues Modell entstanden ist. Ganz extrem aufgefallen ist mir das bei Stumpen, wo mir die alte Version wesentlich besser gefällt. Links alt, rechts neu:

Zwei der neuen Modelle konnte ich ja schon beim Ravelry-Treffen in live begutachten – hier Zickzack quer. Im Buch ist sie in dunkelgrau mit gelben Streifen abgebildet, aber diese Farbversion finde ich ja noch viel schöner. Wer auch genau diese Farben möchte, fragt mal bei Frau Wollsinn nach:

Und hier links auf dem Bild haben wir die Zickzack-Tunika, eine Variation des Zickzack-Tops (das kurze Oberteil daneben ist übrigens das Top “Carré” von der Wollerey, Kit hier erhältlich):

Hier noch zwei der neue Modelle – die Relief-Jacke:

Und 3 + 1 in Tweed:

Die Größen der Modelle bewegen sich zwischen S und XL, die Nadelstärken liegen im angenehmen Bereich zwischen 3 und 5, wobei 3 und 3,5 mm deutlich überwiegen. Positiv, weil für skandinavische Designer durchaus nicht selbstverständlich, ist anzumerken, daß es für alle Modelle gut bemaßte Schnittzeichnungen gibt. Strickschriften gibt es nicht, sind aber auch für die relativ einfachen Muster nicht zwingend notwenig. Ansonsten sind die Anleitungen etwas gewöhnungsbedürftig, weil sie vom Stil her doch etwas anders sind als “normale” deutsche Anleitungen. Man kommt aber prima damit zurecht, wenn man nicht völlig denkfaul ist und gleichzeitig der Designerin vertraut :wink:

Ergänzt wird das Buch wie auch schon in der Urversion durch eine kleine 22-seitige Strickschule. Die ist natürlich dafür gedacht, daß auch Anfänger mit den Modellen zurecht kommen. Meiner unmaßgeblichen Meinung nach hätte man sich das sparen können, dafür gibt es Technikbücher, die sowieso jeder, der strickt, besitzen sollte. Da hätte ich mir gewünscht, daß der Platz statt dessen für die Modelle genutzt worden wäre, die in der Neuauflage weggefallen sind – z.B. das wunderschöne Top “Striche“.

Marianne Isager hat sich übrigens entschieden, ihren Lieferanten für das Hochlandgarn zu wechseln, die alte Kollektion wird daher in den nächsten Monaten auslaufen und nach und nach durch das neue Garn ersetzt, das ab ca. Mitte November lieferbar ist. Die Farbnamen der neuen Hochlandwolle sind bereits in der Neuauflage von Stricken á la carte enthalten.

Noch ein Wort zu den Garnen: Isager-Modelle leben neben nicht nur von der schlichten Raffinesse der Entwürfe, sondern ganz klar auch sehr viel von der Schönheit der verwendeten Garne. Oftmals werden zwei verschiedene Qualitäten miteinander kombiniert, was dem Ganzen eine große Lebendigkeit verleiht. Ich stricke ja selbst äußerst selten mit Originalgarnen, aber bei Isager-Modellen würde ich immer das immer tun. Die Sachen wirken längst nicht mehr so gut, wenn man sie mit einer 08/15 Schurwolle o.ä. arbeitet. Und das sage ich jetzt nicht, weil ich Provision bekomme (was ich nicht tue) oder Frau Isager so lieb habe (was ich tue), sondern aus voller Überzeugung. Da die Garne eine Wahnsinns-Lauflänge haben und man daher relativ wenig braucht, ist das Material auch gar nicht so teuer, wie es beim Betrachten der Garnpreise auf den ersten Blick scheinen mag.

Fazit: Das Buch ist ein Klassiker und definitiv ein must have. Erhältlich z.B. bei Amazon (mit Blick ins Buch) für 19,95 €.

Verlosung der Frechen-Beute

Uiui – irgendwie muss ich dem Blogsystem mal beibringen, daß es die Kommentare nummeriert, ich zähl’ mir ja den Wolf… :shock:
Random.org sagt, daß Nr. 79 -Monika Jost- den Zauberball und Nr. 152 -Eva M.- die Maxima bekommt.
Mädels, herzlichen Glückwunsch und Eure Adressen, bitte!

3. German Raveler Meeting Frechen 2011 – die Beute

So ganz ohne Wolle bin ich natürlich nicht nach Hause gegangen :wink:

Irgendwann packte mich Birgit am Kragen und schleppte mich zu ihrem Stand zupfte mich Birgit am Ärmel und schnackte mich mit zu ihrem Stand:”Ich muss Dir unbedingt was zeigen! Kennst Du schon die Lucca?”

Kannte ich noch nicht, aber die ist echt superschön. Unheimlich weich und kuschelig und mit einem sehr schönen sanften Glanz:

Naja, es kam wie es kommen musste (ich bin mir sicher, Birgit wollte mich nur anfixen, die kennt ihre wollsüchtigen Pappenheimer ganz genau :mrgreen: ), der ist jetzt mein und -nicht lachen, Birgit :lol: – ich habe tatsächlich überlegt, ob ich mir ein kleines Tüchlein daraus mache. Die 50 g haben 330 m Lauflänge, das würde sicherlich reichen. Das Garn gibt es in 12 Farben bei Birgit zu kaufen und besteht aus 60% Viskose, 25% Polyamid und 15% Angora.

Chico meint, es trägt sich sehr leicht und angenehm :wink: :

An diesem Kauf ist eigentlich Katja schuld – die kam nämlich mit zwei Strängen nach draussen und konnte sich nicht entscheiden, welchen sie nun nimmt. Letztlich wurden es beide und noch zwei dazu für mich, denn die Farben finde ich einfach nur großartig:

Der heimische Wollexperte wollte den Strang gar nicht mehr hergeben – der wurde geknuddelt, besabbert und entzückt angeschnurrt:

Ist aber auch schön, oder? Nichts für Kratzempfindliche, da eher robust und naturbelassen, aber ich mag sowas ja.

Die reine Schurwolle von Aade lõng stammt aus Estland und hat eine Lauflänge von 400 Metern auf 100 g (ich werde es mit 3er Nadeln stricken). Wer sich selbst (oder seinem Kater :wink: ) damit eine Freude mache möchte, bekommt es bei Lanafina zum sehr günstigen Preis von 5,60 € für 100 g. Ich habe für die beiden Stränge zusammen nicht mal 30 € bezahlt und die reichen locker für einen Pullover.

Tja, und dann gab es ja noch Dankeschön-Tüten für die Kursleiter, zusammengestellt aus Spenden der Sponsoren. Das hatte ich gar nicht mitgekriegt, aber Sabine hat mir meine Tüte postwendend nachgeschickt. Sabine hat sogar darauf geachtet, den persönlichen Geschmack jedes Einzelnen zu treffen und das ist ihr bei mir auf jeden Fall gelungen:

Fünf Wunderkleckse von Schoppel, 250 g London Tweed von Bremont, eine CD von Tutto/Opal mit Stricksongs, ein Strang ohne Banderole, höchstwahrscheinlich die Maxima von Artesano/Manos del Uruguay und 500 g Eco Blend von Lanamania samt einer Strickanleitung und einem Gutschein zum Download einer weiteren Anleitung.

Und weil so viele schöne Sachen doch viel zu viel für mich alleine sind, geht davon ein Teil in die Weihnachtstombola bzw. den Adventskalender (auf das Possumgarn braucht Ihr aber gar nicht erst zu hoffen, dat is mir :mrgreen: ).
Zweien von Euch möchte ich gerne jetzt schon eine Freude machen (sozusagen als Mitbringsel :grin: ) und deswegen verlose ich unter allen, die bis morgen um eine Minute vor Mitternacht (Teilnahmeschluß also 20.10.2011, 23.59 Uhr) einen Kommentar zu diesem Beitrag hinterlassen, einmal einen Wunderklecks und einmal den 100 g-Strang Maxima. Wer sich nur für eins der beiden Garne interessiert, tue dies bitte entsprechend kund.

3. German Raveler Meeting Frechen 2011 – Teil 2

So leer wie auf den Bildern gestern war der Saal natürlich nur zu Anfang, später waren die meisten Plätze besetzt.
Sehr gefreut habe ich mich, daß ich viele Freundinnen und Internet-Bekanntschaften wiedertreffen oder neu kennenlernen durfte, wenn auch leider oft nur sehr kurz. Und mir sind längst nicht alle Namen im Gedächtnis geblieben – das nächste Mal nehme ich ein Poesiealbum mit :grin:
Zu erwähnen seien hier -in beliebiger Reihenfolge- Frau Wollwelt (die auch genau so aussieht, wie sie aussieht :wink: ), Frau Allerlei Strickerei (deren Jacke mit gleich so bekannt vorkam), Ellen, Frau Wollball (die ich diesmal lieber nicht angesprungen habe, ich glaube, das hat sie in Backnang etwas aus dem Konzept gebracht :mrgreen: ), Andrea (der Karton ist heil angekommen), Birgit, Belina, Martina und ähhh…weia, da geht’s schon los :oops: wie hieß Deine Freundin nochmal? Bevor ich mich jetzt noch in weitere Gedächtnis-Peinlichkeiten bringe, lenke ich Euch lieber schnell mit wolligen Bildern ab…

Das Regenbogenschaf machte seinem Namen alle Ehre:

the rare yarn company mit wunderschönem Alpaka-Garn:

So bekommt man sich selbst auch mal auf’s Foto :wink:

Sockenbretter & mehr:

Frau und Herr Wollmobil hochkonzentriert bei der Arbeit:

Susann von Lanafina, bei der ich dann kurz vor Schluß noch schwach geworden bin (eigentlich wollte ich keine Wolle kaufen…Katja ist schuld, jawoll):

Modelle aus der Neuauflage von Stricken à la carte (das will ich Euch diese Woche auch noch vorstellen):

Isager-Bücher und passendes Garn konnte man am Stand von Wollsinn erwerben:

Stets freundlich und charmant – Bernd von Filatura Di Crosa:

Der Stand von Birgit Freyer aka Die Woll-Lust mit Tüchern, soweit das Auge reicht:

Das habe ich mir ganz dreist bei Frau Maschengold geklaut – Birgit und ich beim Kuscheln in der Raucherpause :mrgreen: :

Hier einige Impressionen aus dem Kurs (danke, SaBin und Blackyknitmistry) – einige Teilnehmer sind nicht aufgetaucht (vielleicht haben sie es auch nicht gefunden, denn es war nicht ausgeschildert und man musste hinter der Bühne nach unten in die Garderoben), was aber eigentlich ganz gut so war, denn ich wollte eigentlich ohnehin nur 10 Leute und der Raum war jetzt auch nicht gerade riesig:

An beiden Tagen gab es eine Yarnpool-Verlosung – da leider kein Mikrofon zur Verfügung stand und Sabine (Bildmitte) am Samstag nicht gut bei Stimme war, habe ich brüllenderweise ausgeholfen (ich hab’ ein recht lautes Organ :cool: ):

Der Pool (der diesmal ein Schlauchboot war), wurde dann auch bis auf zwei einsame Stränge Pompongarn restlos geleert:

Designerin und Kursleiterin Utlinde gegen abend schwer bepackt und sichtlich erschöpft:

In Sabines Laden haben wir es leider nicht mehr geschafft – am Samstagabend gab es ein Late Night Shopping, aber nach einem üppigen Essen beim Italiener sind wir alle totmüde ins Hotel gewankt. Katja und ich haben am Sonntag dann wenigstens nochmal reingeluschert, ein hübsches kleines Lädchen:

Das als Catering angekündigte Büffet entpuppte sich als Wurstbude vor der Tür :shock: Aber die Frikadellen waren auf jeden Fall lecker und Cola Light hatten sie auch – das reicht, um Frau Tichiro ausreichend zu ernähren :mrgreen: (und wenn ich mir meinen Hintern so angucke, war es gut, daß ich das Brötchen weggelassen habe…):

Es gab natürlich wieder viele schöne Strickprojekte zu sehen – stellvertretend für alle, die ich nicht fotografiert habe, hier ein wunderschönes WIP von Merlina (danke für die Richtigstellung, Elli) – wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hat sie das Garn dafür in etlichen Farben selbst gefärbt. Das Modell ist der Beach Rose Shawl von Christel Seyfarth:

Zum Schluß noch zwei Frauen, die ich unbedingt fotografieren musste (und dankeschön für die Blogveröffentlichungserlaubnis). Leider weiß ich die Namen nicht – vielleicht outen sie sich ja noch?

Ihr Outfit fand ich einfach nur genial und sehr originell – das ist Undekagon (danke Dir für’s outen und an alle, die Dich ebenfalls “entlarvt” haben :wink: ):

Und das war für mich der Top-Hingucker der ganzen Veranstaltung – ist das nicht der absolute Hammer? Der Pullover ist aus einer Verena und sie hat mir auch gesagt aus welcher, aber das habe ich natürlich wieder vergessen. Jetzt suche ich seit einer halben Stunde, aber ich finde ihn nicht. Wenn ich’s noch rausbekomme, werde ich es ergänzen. Die zu recht stolze Strickerin ist Kerstin (danke, Martina):

Das Original ist von Claireline Cheveaux aus der Verena Winter 2010 (danke, Ferula):

So, und nun zu der Kritik, die man an diversen Stellen lesen konnte. Ja, es gab Organisationsmängel und das war ärgerlich und schade. Aber ich will da jetzt nicht auch noch groß in die gleiche Kerbe reinhauen. Sabine hat das im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut gemacht, die Veranstaltung ist im Großen und Ganzen reibungslos abgelaufen und Fehler machen wir sowieso alle.
Was mir eigentlich fehlte, ist etwas, was man nur schwerlich organisieren kann: Das Flair, das Chichi, das gewisse Etwas. Das kommt nämlich größtenteils durch die Vielfalt und -zahl der Besucher. Und da fehlte mir einfach das deutschlandweite Multikulti-Gemisch der verschiedensten Regionen. Ich habe das Schwäbeln vermisst, den schweren bayrischen Dialekt, die Berliner Schnauze und das Gebabbele der Hessen. Ich liebe das freche Kölsch (eine meiner Kursteilnehmerinnen meinte, ihre Freundin hätte ihr geraten: “Geh mal zu der Tina, die is jeck” :mrgreen: ) und den ansteckenden Ruhrpott-Slang, aber ich will Euch alle. Wäre schön, wenn das im nächsten Jahr wieder zahlreicher und somit kunterbunter zuginge.

Schön war es aber trotzdem und daß wir viel Spaß hatten, bringt am besten dieses Bild rüber (die Textilkünstlerin Karin Neustadt und Martina):

Bei Heika im Blog gibt es ab heute auch noch eine Bericht-Serie mit vielen Fotos.

2012 wird das Raveler-Treffen übrigens in Bonn (Infos hier) stattfinden und für 2013 ist Köln (Infos hier) geplant.