Ganz nett anzuschauen ist der 2-minütige Beitrag von SAT1, wieder mal gedreht in der Maschenkunst (Daniela, Du bist echt das Vorzeige-Wollgeschäft der Nation
schade bloß, daß sie Dich als “Cafe” bezeichnen
)
Ich habe sogar einen Zauberballschal im Entstehen entdeckt. Dämlich natürlich das eine Mädel, das Stricken als “so etwas Absurdes” bezeichnet - ich empfehle für’s nächste Mal erst Hirn einschalten, dann Mund aufmachen…
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17 comments
Comments feed for this article
20. November 2009 at 21:02
Monika21
Hallo Tina,
danke für´s Zeigen!
In SWR 2 (das ist immerhin der Kultursender vom SWR) kam am vergangenen Mittwoch in der Sendung “Impuls” ein Beitrag mit dem Titel
“Zwei rechts, zwei links, zwei fallenlassen, stricken ist wieder in”.
Aber ob in oder out, das ist mir egal, ich stricke schon seit etwa 45 Jahren!
Liebe Grüße, schönes Wochenende!
Monika
20. November 2009 at 21:06
Tina Tichiro
Sehe ich genauso - mir ist das auch völlig Banane, ob Stricken nun in ist. Ich hinke Dir allerdings um 20 Jahre hinterher
Liebe Grüße und Dir auch ein kuscheliges WE mit viel Strickzeit
Tina
20. November 2009 at 21:40
Sockenanja
*brech* - wieder diese Schlagworte wie Oma und Öko … ich kann es nicht mehr hören … genauso wie “Stricken ist das neue Yoga” oder eben erwähntes “2 re 2li Stricken ist wieder in” *schauder*.
Schön immer wieder, den Einblick in Daniela´s Laden zu haben - der wird immer populärer … finde ich klasse :).
Absurd finde ich z.B. türkise Balken auf Augenlidern zu blonden Haaren; so hat halt jeder seine Meinung über mögliche oder unmögliche Absurditäten des Lebens ;).
Liebe Grüße auch an die Jungs;
Anja
21. November 2009 at 09:49
Monika21
Guten Morgen, Tina,
danke, das wünsche ich Dir auch!
Siehste, wir 2 sind doch ein gutes Beispiel, dass man im fortgeschrittenen
Alter noch was von der Jugend lernen kann - und nicht nur so neumodisches
Zeugs wie Computer.
Ich hab nachgerechnet, 56 - 9 = 47. Siebenundvierzig strickende Jahre.
Wer bietet mehr?
Liebe Grüße
Monika
21. November 2009 at 10:13
Franziska
Hallo Monika,
ich glaube ich kann dich noch ein klein wenig übertreffen: Bin fast 54 und gestrickt habe ich schon, bevor ich in die Schule kam.
LG Franziska, die es zwar gut findet, dass stricken im Aufwind ist, aber sich ansonsten nix draus macht, was andere darüber denken
21. November 2009 at 10:46
Petra
Es hätte jetzt nur noch gefehlt, dass die Modetante sagt: “Die wirtschaftlichen Zeiten sind schlecht, da stricken die Leute halt wieder selber, um Geld zu sparen”
Und bei der (wahrscheinlich) Studentin kann man sehen, dass die Pisa-Studie doch recht hatte
LG
Petra
seit 39 Jahren strickend
21. November 2009 at 11:11
Eva
Ich wundere mich schon die ganze Zeit, dass bei ravelry und hier die Aussage der blonden Dame so negativ aufgefasst wird. Ich frage mich mittlerweile, ob das etwas mit regionalen Eigenheiten der Sprache zu tun hat.
Denn meine Freundinnen und ich - gebürtige Kölnerinnen - finden diese Aussage total witzig. Es ist mehr eine ironische Aussage und überhaupt nicht ernst gemeint. Ganz ehrlich: der Satz ist nicht so gemeint, wie er von den Strickerinnen aufgefasst wird. “Der Rheinländer an sich” ist halt sehr speziell. (Um allen Missverständnissen schon vorab aus dem Weg zu gehen: der Satz in Anführungszeichen ist auch eine typischer Witz von Kölnern ;-).
21. November 2009 at 11:20
Tina Tichiro
lt. Wiktionary: Absurd - widersinnig, dem gesunden Menschenverstand widersprechend, abwegig, sinnlos
So habe ich die Aussage der jungen Frau auch verstanden. Und mich noch gefragt, warum sie eigentlich stricken lernt, wenn sie das so absurd findet.
Daß das Wort bei Euch offenbar ironisch gebraucht wird, wusste ich nicht.
Wieder was gelernt. Ist ja gediegen
(das wird bei uns im Norden nämlich für seltsam, eigenartig gebraucht, obwohl es eigentlich etwas ganz anderes bedeutet)
Liebe Grüße und danke für die Aufklärung
Tina
21. November 2009 at 12:44
Isabelle
Ich muss sie nun auch mal in Schutz nehmen. Sie hat es wirklich ironisch gemeint. Erst im Frühjahr hat sie mit dem Stricken angefangen und zusammen mit ihrer besten Freundin ist sie eine richtige Kneipenstrickerin geworden.
Das türkisfarbene Ungetüm, das sie trägt, ist noch ein Pulli, den ihre Mutter 1981 aus Echt-Plastik gestrickt hat. Eben unverwüstlich … (leider) kein Mottenfraß
21. November 2009 at 12:50
strickzicke
Ich bin nicht aus Köln, aber ich habe mich an der Aussage auch nicht gestoßen. Im Gegenteil, ich fand das ganz witzig und treffend. Ausgerechnet so ein Sender wie SAT1 schafft es nun, einen brauchbaren Beitrag zum Stricken zu drehen…Das finde ich nun auch absurd.
21. November 2009 at 21:01
Karin
ja so ist das mit der Sprache

Ich überleg schon immer, wie es denn wäre, mal in echt auf Dich zu treffen, liebe Tina, einfach so sprachlich
Und was türkis anbelangt, gut ich mach den Balken deutlich dezenter, aber türkis ist nun mal DIE Farbe für Blonde, ganz meins
Liebe Grüße gen Norden aus dem Süden
Karin
21. November 2009 at 21:08
Tina Tichiro
*lach* ich kann ja mal einen Podcast machen
Ich klinge ziemlich hamburgisch, das fällt mir immer auf, wenn ich mich mal selbst auf einer Aufnahme höre
Liebe Grüße in die andere Richtung
Tina
22. November 2009 at 10:01
Daniela
Halli hallo,
ich habe diese Diskussion erst jetzt entdeckt. Ich finde es immer interessant, wie viele Meinungen es immer gibt wenn man sich einen Beitrag anschaut oder einen Artikel liest:-)
Das ist aber super, “strick Dir Deine Meinung” halt:-)))
Ich mußte bei den Dreharbeiten lachen, als Nicole den Satz mit “absurd” ausgesprochen hat. Ich fand es nämlich auch lustig. Und ich erkläre es mir noch ein wenig anders…
Heutzutage leben wir doch so ein “schnelles” leben. Alles gibt es fertig zu kaufen, nicht mal kochen muß man heutzutage - alles kriegt man fertig unter die Nase geschoben. Kinder denken, daß es lila-Kühe gibt… Da würde ich gerne wissen, wieviele Nicht-Stricker überhaupt wissen, wie so ein Pulli entsteht und wieviel Arbeit dahinter steckt. Und ist es nicht absurd, daß wir doch noch kochen und stricken, obwohl es alles fertig zu kaufen gibt?
(BTW ich liebe es zu kochen und stricken und sich mit den Absurditäten des Lebens zu beschäftigen):-)))
Liebe Grüße
Daniela
P.S. Bitte bitte, nicht über meine Aussage nachdenken (nur einmal lesen bitte:-))) - Deutsch ist nicht meine Muttersprache und ich will hier keine weitere Diskussionen anfangen, weil ich mich vielleicht nicht richtig ausgedruckt habe:-))))
P.S.S. Tina: danke:-) Ich bin auch immer hin und weg wenn mich Redakteure auf das Thema Stricken ansprechen - besonders da es so viele andere Läden gibt. Ich freue mich aber immer sehr:-) Das mit dem Café fand ich auch doof, aber in dem Beitrag kam es nicht mehr:-) Jetzt bin ich gespannt auf diese Woche - bei ZDF wird auch noch ein Beitrag laufen - der wurde jetzt am Freitag gedreht…
22. November 2009 at 14:22
Elisa
offensichtlich hab ich den Plugin nicht, den Bericht kann ich mir auf der Webseite nämlich nicht angucken.
Liege hier mit leichter Gehirnerschütterung darnieder und erfreue mich an den lustigen, spannenden, lehrreichen, und vor allem so treffenden Kommentaren hier. Wir schwimmen irgendwie alle auf einer Wellenlänge, ein schönes Gefühl.
Oh, zum Thema “selberstricken ist billiger”: ich war letzten Dienstag mit meiner fast- Schwiegermutter am Kudamm in Berlin, im Idee am KaDeWe und nachdem ich mich vom ersten Schock der unendlichen Auswahl erholt hab, sind wir Wolle für einen Schal für sie kaufen gegangen. Sie möchte zu Weihnachten einen von mir gestrickt bekommen. Ist ja immer schwer Laien zu erklären, was es mit Lauflänge zu tun hat und wieso ein Knäul 100m/50g Wolle nicht reicht für einen Schal und ich hab mich innerlich totgelacht, als sie so schockiert geguckt hat, daß ein Knäul 4,45EUR kostet und wir 3 von der einen LL und 2 dünnere gebraucht haben (in der Anleitung von Joele Hoverson braucht man dann noch ne dünnere Wolle dazu). Sie hat ganz schön geschluckt, daß 5 Knäule zusammen 23 Euro gekostet haben, hatte sie doch vor dem Treffen im KaDeWe in einen 99 EUR Strickschal verguckt, wo sie so irritiert war daß der so teuer ist. Und das geilste war noch, sie sagte vorher, sie würde keine Schafwolle vertragen, die würde so pieken, aber die Plastikgarne fand sie hässlich, und die die schön waren, da war entweder Angora, Mohair, oder sowas drin was sie unangenehm fand. Alpaka war ihr zu pieksig. Dann fand sie die Lana grossa merino superfine und die Lana grossa Royal Tweed gut und angenehm und zuletzt standen wir vor den Rowan- Garnen und sie hielt sich ein Knäulchen reines Kaschmir an den Hals, fing an zu strahlen, gab ein genießerisches “aaah” von sich, und wurde bleich und erstarrte vor Schreck, als sie zuerst in mein wissend- lächelndes Gesicht blickte, und danach auf das Preisschild, welches 19,90 EUR auf 25g sagte. hehe, der Blick war zu köstlich, das hätte ich zu gerne fotografiert. Und obwohl sie vorher steif behauptete, keine Wolle zu vertragen, sie kaufte das Merino superfine (zu Recht) und sogar das Royal Tweed, welches aus 100% Schurwolle besteht.
Das musste ich einfach loswerden.
22. November 2009 at 14:54
Annette
Ich kann Daniela nur zustimmen - für viele Kinder oder Jugendliche ist es wirklich “absurd”, dass man aus einem Faden einen ganzen Pullover machen kann.
Das erinnert mich an ein Gespräch mit einem kleinen Jungen: Während meine Tochter einen Hip-Hop-Kurs besucht, versüsse ich mir die Wartezeit im anliegenden Bistro mit Stricken. Irgendwann stand ein ca. achtjähriger Junge bei mir und beobachtete mich ganz neugierig. Irgendwann fragte er, was ich da mache und ich antwortete ihm, dass ich einen Pullover stricke. Er war total erstaunt und fragte ganz ungläubig: “Du machst aus einem Faden einen ganzen Pullover? ” Er wollte dann wissen, für wen der Pullover sei und wie lange das denn dauere. Und ich sagte, dass der Pullover für meinen Sohn sei und es schon mehrere Wochen dauere, bis ich den Pullover fertig habe. Und er schaute mich an, als wäre ich von einem anderen Stern und meinte “Voll krass! Warum machst Du denn SOWAS??” Und es war ihm anzumerken, dass er das ganze total absurd fand. Ich habe ihm dann erzählt, dass ich es schön finde, mit meinem Sohn in einen Wolladen zu gehen und er darf sich dann Wolle aussuchen, die er schön findet und ich stricke ihm einen Pullover draus, in den ich ganz viel liebe Gedanken und Wünsche reinstricke. Er meinte dann nur: Dein Sohn hat es aber gut. In den nächsten Wochen hat er dann immer nach dem Fortgang des Pullovers geschaut und manchmal andere Kinder mitgebracht und denen die Frau gezeigt, die aus einem Faden einen ganzen Pullover für ihren Sohn macht.
Ich wünsche allen einen schönen Sonntag!
22. November 2009 at 17:57
Elisa
Och Anett, das war aber eine süße Geschichte! Das hat mich fast zu Tränen gerührt, auch wenn ich selber mit Socken in der S-Bahn/Straßenbahn und Kindern vor/neben mir schon ähnliche Erfahrungen gemacht hab.
Habs eben meinem Schatz vorgelesen, und selbst er als rationeller Zweifeler fand es toll, er ist auch der Meinung, daß meine Zeit kosteneffektiv besser angelegt wäre als mit Handarbeiten - aber mit jeder dieser Geschichten weicht sein Herz mehr auf. Er kennt auch mein geheimes Wolllager mittlerweile.
22. November 2009 at 19:44
Ruth
Während ich im Krankenhaus war, kamen auch immer wieder Mitpatientinnen und Krankenschwestern an und waren ganz überrascht, daß man wieder strickt. Die waren alle schon etwas älter und kannten noch gut die Strickwelle in den 80ern, hatten aber nicht mitbekommen, daß jetzt wieder mehr gestrickt wird und es auch wieder Wollgeschäfte gibt.
Von daher ist es ganz gut, daß solche Beiträge auch mal im Fernsehen kommen.
Und eine Praktikantin hatte gerade angefangen, stricken zu lernen. Sie wußte gar nichts von Strickblogs und daß es überhaupt soviel übers Stricken im Internet gibt. Dummerweise habe ich versäumt, ihr die Ravelry-Adresse zu geben *grummel*
Viele Grüße
Ruth/Berophar