Gut, werdet Ihr jetzt sagen, das ist nichts Neues
Aber wisst Ihr, warum ich angeblich nicht normal bin? Weil ich keinen Esstisch habe! (wohlgemerkt, ich habe eine 2-Zimmer-Wohnung, wo soll der denn bitteschön hin?)
Zumindest nach Meinung meines Vaters. Denn so kann ich ja niemals mehrere Leute zum essen zu mir einladen. Will ich auch gar nicht. Ich bin nicht der Typ, der gerne stundenlang in der Küche rumwurschtelt, um ein mehrgängiges Menü zuzubereiten. Schon gar nicht für die popelige Verwandtschaft. Was auch wiederum nicht normal ist, wenn es nach meinem Vater geht, denn ich habe keinen Familiensinn. Ich hasse Familienfeiern und Verwandtenbesuche, fand ich schon als Teenager schrecklich und das hat sich bis heute nicht geändert. Warum soll ich meine Zeit mit Menschen verbringen, mit denen ich nichts gemein habe, nur weil sie mit mir verwandt sind? Dummerweise kann mein Vater das weder verstehen noch tolerieren.
Wenigstens wird es mittlerweile akzeptiert, wenn ich mein Strickzeug raushole, früher kam dann der Spruch: “Pack’ das doch mal weg, oder langweilst Du Dich so mit uns?” Ja, tue ich (und selbst wenn nicht, würde ich trotzdem stricken wollen). Bloß, das darf ich ja nicht sagen
Da wird dann über irgendwelche Leute geredet, die ich nicht kenne und die mich nicht die Bohne interessieren. Ob sich Lieselotte hat scheiden lassen oder der Sohn von Karl-Heinz jetzt seinen Führerschein gemacht hat, ist mir völlig schnuppe.
Und dann solche Sachen wie “Ruf’ doch mal Onkel Walter an, der freut sich”. Schön, aber erstens war das noch nie mein Lieblingsonkel und zweitens weiß ich gar nicht, was ich mit dem reden soll, ich sehe ihn ja höchstens einmal im Jahr. Im schlimmsten Fall kommt der dann noch auf die Idee, daß ich ihn besuchen soll und darauf habe ich ja nun gar keinen Nerv.
Gute Güte, jetzt bin ich fast 44 und mein Vater will mich immer noch erziehen
Und werde bestraft mit beleidigt sein, wenn ich renitent bin.
Sind Eure Eltern auch so? Und habt Ihr einen Esstisch? ![]()
77 comments
Comments feed for this article
20. December 2009 at 18:25
Mareike
HA! Vor 3 min rief meine Schwiegermutter an (wohnt 3 Straßen weiter!) Ob es denn hier auch schneien würde (!!!) und das wir jetzt raus könnten, um den Schnee zu schippen…..
1. schneit es noch immer und
2. sind wir ja wohl wirklich alt genug, um selbst zu entscheiden, WANN und OB wir Schnee schippen.
Das mit den Anrufen kenne ich auch: “Oma ist schon beleidigt, weil Du Dich so lange nicht gemeldet hast!” He, hat die denn kein Telefon?? MICH kann man auch anrufen, wenn es denn sein muss.
Also glaub mir, Du bist nicht allein :-))
Liebe Grüße
Mareike (die zwar nen Esstisch hat, aber den höchstens 3 x im Jahr benutzt….)
20. December 2009 at 18:27
Karen
Ja, genau so!
Sie sind zwar lieb und nett, kommen aber gleichzeitig auch immer mit der “Familien-Sache” an. Ich soll auch permanent Tanten anrufen, denen ich nichts zu sagen habe und meine Cousinen einladen (weil man das so macht…), aber die einzige nette Cousine, die ich habe, wohnt weit weg und wird allgemein auch als “unnormal” angesehen
Sie halten mich ebenfalls für “unnormal”, weil ich keine festeren Bande mit den entfernten Anverwandten knüpfe. Dabei sind sie, glaub ich, ein bisschen neidisch darauf, das ich das konsequent durchhalte, während sie selbst zu Feiern gehen, auf die sie auch keine Lust haben.
Aber beleidigt sind sie trotzdem.
Insgesamt ein ziemliches Kuriosum, interessant, dass das so verbreitet ist
20. December 2009 at 18:40
Elke
Nach dem Tod meiner Omi, hab ich das ganze Verwandschaftsgedöns abgeschafft. Leute mit denen man das ganze Jahr nichts zu reden hat, soll einmal im Jahr mit irgendeinem Geschwafel unterhalten werden? Es interessiert die doch nicht wirklich und das was mich interessieren würde, da zucken die mit den Schultern. War ein schwerer Kampf, aber ich hab’s geschafft
Immer wenn meine Mutter anfing, Duuuuuuu, ich hab die Dingens getroffen, die fragt nach Dir, hab ich ihr gesagt, dass wenn die Dingens was von mir will, sie mich ja gerne anrufen kann - da nie was kam, kann der Drang nicht ganz so stark gewesen sein…
Einen (kleinen) Esstisch (max. 6 Personen und da würd’s richtig eng werden) habe ich schon, ist aber ein Überbleibsel aus vergangenen Tagen, aber den brauch ich max. 5-6 mal im Jahr.
Also mach Dir keinen Kopf, geh Deinen Weg einfach weiter. Wer zu Dir kommen mag, nimmt den Platz den er bekommt, zumal die Frau von Welt hat heutzutage ja eh Fingerfood vorbereitet
.
Und wer was von Dir will. der meldet sich auch von selbst.
Liebe Grüße und einen schönen restl. 4. Advent wünscht
Elke
20. December 2009 at 18:42
Liz
*unterschreib*
*unterschreib*
*unterschreib*
also das mit dem Familien- und Verwandschaftstheater!
… und ich habe auch keinen Esstisch
Hier passt wie bei dir keiner rein, ich vermisse ihn auch nicht. Und schon gar nicht brauch ich einen um für andere zu kochen. Aber erklär das mal jemanden ….
20. December 2009 at 18:43
Hoshi
Esstisch? wohin denn? Eine Studentenzimmer mit Bad bietet nicht wirklich platz dafür. Also mach ichs japanisch, wenn jemand zu mir kommt es wird vom Boden gegessen ^^.
Und ja Eltern melden sie nie von sich aus, man muss immer selber anrufen. Das kenn ich auch aus Erfahrung.
20. December 2009 at 18:44
Susel
Tausche Vater gegen Mutter und du bist in meinem alltäglichen Alptraum.

20. December 2009 at 18:48
colette
uuuuiiii…ich bin komplett bei dir…das mit der verwandtschaft geht mir genauso…ich hab mich schon vor langer zeit abgesetzt…familienfeiern halten mich immer nur von dem ab, was ich lieber täte…mein esstisch reicht für maximal 6 personen…ich mag esstische…aber ich mag nicht viel leute auf einem haufen…solidarische grüße sendet colette
20. December 2009 at 18:51
Annette
Willkommen im Club!
Ich habe zwar einen großen Esstisch, aber das hat auch schon zu Irritationen bei der Verwandtschaft gesorgt… (http://nosupermom.wordpress.com/2008/12/26/unser-esstisch-ist-zu-gros/)
Und mit Verwandtschaft und irgendwelchen Bekannten hab ich es als bekennende Sozialallergikerin auch nicht so. Am liebsten würde ich Weihnachten mit Mann und Kindern einfach zu Hause bleiben. Statt dessen reisen wir wieder durch die Republik, um meine Mutter und meine Schwiegereltern zu beglücken. Na ja… Und die andere popelige Verwandtschaft kann mir echt gestohlen bleiben. Meine Lieblingstante wohnt in Berlin und mit der maile ich ab und an oder schreibe oder telefoniere, aber das war’s denn auch.
Sowohl meine Mutter als auch meine SchwieMu halten mich für einen Alien, aber ich bin stolz drauf!
20. December 2009 at 18:52
Katarina
Yep, das kenne ich auch! Ich habe zwar einen Esstisch, aber vorwiegend, um Freund/innen und nicht Verwandtschaft einzuladen
. Abgesehen davon ist der Tisch immer dermassen voll mit Strickanleitungen, Schnittmustern, Zeitungen, Büchern, Kerzen usw., dass ich nur selten in Versuchung komme, den Tisch seinem eigentlichen Zweck nach zu benützen
Und seit Beginn meiner Krebserkrankung lade ich stur nur noch Menschen ein, denen mein kreatives Chaos nichts ausmacht, jawoll!
Also, mach nur weiter so: Ich finde dich eigentlich ganz normal
Einen schönen Abend noch und
liebe Grüsse,
Katarina
20. December 2009 at 18:56
Annette
Ach ja, und ich habe auch auf der Kommunion meines Neffen gestrickt. In der Kirche waren wir sowieso nicht und dann bei der tollen Feier im Keller habe ich wie wild an meinen Socken genadelt, damit die Zeit nicht völlig verschwendet war…
Und an Weihnachten kommt auch wieder Strickzeug mit.
20. December 2009 at 18:57
Suse
Gut, ich oute mich…
Wir haben einen Esstisch. Aber:
1. Sind wir zu viert und haben doch ab und zu mal Besuch (mein Mann hat vier Geschwister… *hüstel* (und drei davon sind incl. Anhang wirklich reizend).
2. Haben wir knappe 180 qm zur Verfügung, also auch dementsprechend Platz.
3. Spielen wir gerne mal, da kann der Tisch denn schon etwas größer sein (hier: 90×220cm - im Rohzustand, soll heißen: ausziehen geht nicht, der ist eben so groß…)
Ansonsten kann man nicht alles haben: Der größte Teil “meiner” Familie (also abgesehen von meiner Mutter) ist eher - naja, ich bin eben unnormal
…
Meine Tante habe ich seit der Beerdigung meines Vaters nicht gesehen (und lege keinen gesteigerten Wert darauf), meine Cousinen - hmpf, komisches Völkchen (stockkonservativ und humorlos), mein Bruder… gut, den muss ich ab und an ertragen. Momentan ist “er” schwanger - meine Güte, ich muss doch glatt mal meinen Mann oder meine nähere Umgebung fragen, ob ich ähnlich durchgeknallt war… *kreisch*.
Ansonsten habe ich gerade eben den weihnachtlichen Pflichtbesuch bei meiner SchwiMu hinter mir. Boah, war ich brav (und normal). Habe betüddelt und mich “gut” benommen (bloß als sie die Bemerkung fallen ließ, dass ihre Nachbarin ein bestimmtes Buch nicht zu lesen bekommt, denn - “die kommt ja aus Norddeutschland!”, habe ich mich mehr als zusammenreißen müssen. Immerhin bin ich auch ein solches Pflänzchen…).
Wie dem auch sei - ich weiß, dass ich wegen meiner manchmal recht zynischen Art sehr anecke. Sei´s drum.
Ich reihe mich mal in die Liste der “Unnormalen” ein. Wir sind eben das Salz in der Suppe, gell?! Ohne uns wäre doch das Leben - fad und langweilig und konform…
Also weiter so!
Farbe ins Leben durch uns!
Euch noch einen schönen restlichen 4. Advent
Liebe Grüße
Suse
20. December 2009 at 18:57
illy
Hi,
hm.. ich glaube, meine Eltern sind ähnlich komisch. Stelle ich gerade fest, wenn ich so drüber nachdenke. “Ruf doch mal da an.. fahr doch mal da hin. Kümmer dich mal hier.. ” Puh..
Und ich träume derzeit von einem grossen Küchentisch. So ganz gross mit mindestens 2 Verlängerungsplatten
LG
illy
20. December 2009 at 19:00
Isis
Ich glaub dass sich die meisten Leute so fühlen (inkl. Eltern), aber man darf das halt nicht offen sagen. Und wenn man so sein könnte wie man ist, also über Dinge reden die einen interessieren, und stricken wenn andere dabei sind (dabei kann man sich sowieso besser auf Gespräche konzentrieren) wäre das Familienleben viel angenehmer, und alle wären glücklicher!
20. December 2009 at 19:05
Tina Tichiro
Sozialallergikerin! Klasse
Das muss ich mir unbedingt merken! Wenn die nächste Einladung kommt: “Tut mir leid, mein Psychotherapeut hat festgestellt, daß ich eine Sozialallergie habe, es würde mit leider gar nicht gut tun, in Gesellschaft zu sein…”
Danke für diese wunderbare Bereicherung meines Wortschatzes
20. December 2009 at 19:06
Garnprinzessin
Aus WG-Zeiten habe ich einen quasi-schwedischen Esstisch für 4-6 Personen mit in die Zweisamkeit gerettet, hatte ihn zwischenzeitlich aber auch in meiner schönen Egoisten-Alleine-Wohnung (ohne in dieser viele Leute zu Besuch gehabt zu haben).
Und neuerdings habe ich in meinem Handarbeits-Computer-Tralala-Zimmer eine schöne, feine Holz-Tafel für 8-10 Personen. Auf ihr liegt das Strick-Equipment, an ihr wird kardiert und (alle Jubeljahre) auch genäht. Gegessen haben wir dort tatsächlich auch schon zwei Mal: einmal Frühstück zu Ehren des neuen Tisches (wobei tatsächlich zwei ausgebreitete Bücher der FAS nebeneinander hinpassen!), einmal ein Abendessen mit drei Freundinnen.
Dafür haben wir KEINEN Fernseher. Ist auch schön.
Liebe Grüße von der
Garnprinzessin
20. December 2009 at 19:09
Tina Tichiro
Auch ‘ne Idee, Fernseher raus, Esstisch rein und dann die Verwandtschaft ständig einladen. Ist dann vermutlich ähnlich “spannend” wie ein Großteil des Fernsehprogramms
20. December 2009 at 19:11
Petra
Bei mir sind’s die Gardinen, die ich nicht habe. Vorallem meine Oma meint jedes Mal, da könnten die Nachbarn ja sehen, was ich zu Abend esse. Können sie gerne, ich brauch mich, für das, was ich auf den Tisch bringe, nicht zu schämen
Zugegebenermaßen würde mir ohne Esstisch etwas fehlen. Wir haben einen sehr grossen Tisch, da ich erstens wirklich sehr gerne koche und auch zweitens sehr gerne Leute um mich schare (das müssen aber nicht unbedingt die Verwandten sein), um die zu bekochen und drittens als dreiköpfige Familie finde ich einen gemeinsamen Platz, wo man gemeinsame Mahlzeiten einnimmt, schon ziemlich wichtig.
Liebe Grüße
Petra
20. December 2009 at 19:11
Garnprinzessin
Von Verwandtschaft habe ich nix gesagt.
Der Tisch (wie bei Suse ebenfalls 90 x 220 cm im Rohzustand) ist eher für das persönliche Wohlgefühl. Wir stehen nicht so auf Besuch. Aber die Diven, ja, dieeeee liegen da gerne drauf…
20. December 2009 at 19:19
Monika
Ich musste jetzt lachen, denn in vielem was du da beschrieben hast denke ich gleich, fuehle ich gleich und muss mir fast dasselbe anhoeren. Das mit dem Onkel z.B. der von sich aus sich nie meldet, und ich soll anrufen und er freut sich?
Ich dachte nur mir geht’s so.
Ich habe uebrigens einen Esszimmertisch, aber mein Esszimmer, dass offen zum Wohnzimmer ist, ist mein Hobbyraum geworden. Auf dem EZ Tisch habe ich meine Naehmaschine, Fiber zum spinnen, den Wollwickler usw. Gegessen wird dort nicht.
Manchmal bin ich echt froh, dass ich so weit weg bin von der ganzen Verwandtschaft. Da fallen die Ausreden leichter. :o)
Graem dich aber nicht, denn mir scheint dein Vater denkt nicht daran was dir gut tut, oder dir wichtig ist.
Bei mir ist’s uebrigens die Mutter die so ist.
20. December 2009 at 19:19
Andrea D.
Das kommt mir alles sehr bekannt vor. Ich habe ebenfalls keinen Esstisch und kein Geschirr für mehr als 4 Leute. Kuchen backen mag ich nicht, Kaffee trinke ich nicht, also gibt’s hier auch nie einen Kaffeeklatsch für die Family. Mit Tanten und Onkeln habe ich absolut gar nichts am Hut. Wenn’s unbedingt sein muss, bringe ich mal einen Auflauf oder Eintopf mit zu meinen Eltern, wenn’s was zu feiern gibt. Ich bin deshalb auch das schwarze Schaf der Familie.
20. December 2009 at 19:21
Andrea D.
Huch, ich war noch gar nicht fertig.
Schönen Abend wollte ich noch wünschen, so richtig gemütlich mit Strickzeug und Katern und ohne lästige Verwandschaft.
LG Andrea D.
20. December 2009 at 19:23
Annette
Hach, was sind wir viele! Das schreit schon förmlich nach ‘ner eigenen Gruppe bei Ravelry!
20. December 2009 at 19:23
Ina
Ich hätte gerne einen Eßtisch.
Ich hätte gerne einen Raum in dem er auch Platz hätte.
UND.. ich hätte gerne eine Familie die daran Platz nehmen würde.
Meine Eltern haben mich seit 10 Jahren!!! nicht besucht. Die wissen gar nicht, daß ich keinen Eßtisch habe. An dem Tag, an dem ich wegezogen bin, wurde ich von der Liste interessanter Personen gestrichen.
Angeblich sind sie zu alt um weite Reisen zu unternehmen. Wohl gemerkt sind sind beide noch voll berufstätig, da gerade Anfang 60.
Nur durch die Besuche meinerseits besteht noch Kontakt.
Was würde ich darum geben, wenn mir meine Eltern hin und wieder auf die Nerven gehen würden und wenn es nur per Telefon wäre.
20. December 2009 at 19:37
danielle
Anscheinend haben wir alle ähnliche Problemchen mit den lieben Verwandten. Aber die kann man sich ja nun bekanntermaßen nicht aussuchen. Mein Mann kriegt schon Tage vor geplanten Besuchen von oder bei meinen Eltern “Populationsstress”, wie er das nennt. Mir geht es da ähnlich. Die einzige Vernünftige ist komischereweise meine Schwiegermutti. Sie ist ein immer gern gesehener Gast, sie hat ihr Strickzeug auch immer dabei und kann auch einfach mal die Klappe halten.
Achja, einen Esstisch haben wir schon und der wird auch jeden Tag benutzt. Das liegt aber daran, dass wir in der Küche keine Essecke und auch keinen Tisch mehr haben.
Einen schönen Abend noch und viele Grüße,
Danielle
20. December 2009 at 19:39
Daria
Ha, jetzt bist Du mir NOCH sympathischer!
Hier ist es nicht anders, ausser vielleicht noch schlimmer, denn Kontakt haben wir z.T. ganz abgebrochen - ist gesünder so.
Ja, wir haben einen Esstisch, in einer 100qm, 3 Zi-Wohnung, aber der steht in der Küche und wird sozusagen gar nicht bis nie ausgezogen - und Küche ist ja sowieso nicht stilvoll genug dafür…
Aber dass wir einen haben, liegt auch eher daran, dass ich dazu tendiere, alles, was ich gerade mit der rechten Hand beim Essen angeguckt habe, links neben mich zu legen. Und dann reichen bei einem 80*80 Tisch vom Schweden irgendwann die 40cm nicht mehr aus. Also musste ein Tisch her, der nun etwa 150cm lang ist
LG und einen schönen 4. Advent,
Daria
20. December 2009 at 19:48
Sockenanja
Ach ja - das Thema liebe Verwandtschaft *g* - also zunächst aber mal: ich habe zwar trotz kleinerer Wohnung einen Küchentisch, an dem man auch sitzen und essen kann (du hast übrigens auch einen … zwar auch klein wie meiner, aber dascha egal … von daher bin ich mal so frei und behaupte, dass dein Vater Unrecht hat - wenn es REIN um die Tatsache Esstisch geht
… dass da maximal 3 Leute - wenn überhaupt - dran essen können, ist ja zweitrangig.
Man kann bei dir übrigens auch hervorragend im Wohnzimmer essen - finde ich :).
Was so diese “typischen” Sachen mit Verwandten angeht: ich höre auch immer wieder “ruf mal den oder die an”, aber ich mache es meist nicht, weil ich sie oft noch weniger als du sehe und nicht weiß, was ich mit ihnen reden soll.
Zum Tisch fällt mir aber auch noch was ein: ich habe eine Weile lang immer wieder mal gehört “Du kannst doch nicht in der kleinen Wohnung weiter wohnen.” Doch - kann ich *g*. Solange ich mich wohl fühle, bleibe ich in meiner kleinen Bude (und du weißt ja wie klein sie ist). Und was meinen Freund angeht, habe ich schon so oft gehört “Ihr seid doch schon so lange zusammen, da muss man doch zusammen wohnen.” Nö - müssen muss man gar nix. Wir lieben uns nämlich in 2 Wohnungen - hat auch was.
Dass ich mein Strickzeug in der Regel immer dabei habe und auch bei gewissen Gelegenheiten stricke, bei denen “man das vielleicht sonst nicht tut”, haben sich die meisten auch schon dran gewöhnt - einige kratzt es gar nicht und einige haben mittlerweile strickige Geschenke bekommen und sind häufig ganz neugierig, was ich gerade wieder stricke. Da ist die Toleranz mittlerweile groß :).
Von vielen Verwandtengeschichten mache ich mich aber ehrlich gesagt dann und wann auch frei - das hier auszuführen würde zu weit gehen; u.a. unternehme ich schon seit vielen Jahren keinen weihnachtlichen Besuchs-Geschenke-Marathon mehr - der 1. und 2. Feiertag gehören nach Möglichkeit meinem Freund und mir - ggf. seinen Kindern, weil wir uns schon Heiligabend kaum sehen können.
Liebe Grüße;
Anja
20. December 2009 at 19:51
Sockenanja
Nachtrag:
1. koche ich trotz Esstisch und obwohl ich schon 42 bin, keine ausgefeilten 3-Gänge-Menus … habe ich noch nie und werde ich auch nicht und 2. mag ich dich genau deswegen, weil du so bist wie du bist - ein bisschen anders als andere eben … wie ich mich manchmal auch sehe ;-).
Und ich bin gern nicht normal … und ich bleibe auch so :).
20. December 2009 at 20:05
Ingrid
Eßtisch habe ich, leider ist er zu klein.
Und ich liebe meine Familie, bin inmitten und fast immer anwesenden Großfamilie augewachsen und vermisse sie schrecklich, wenn ich länger keinen Kontakt hatte. Ich kann mir “ohne” nicht vorstellen.
Weihnachten wird immer schon mit meinem Bruder und Familie gefeiert und sein Sohn hat da auch noch Geburtstag.
Wir fahren an den Feiertagen nur zur Schwiegerma, die 5 Minuten weit weg ist und das ohne Muß, sondern gerne, denn leider ist sie die einzige Oma (keine Opas mehr) die meine Kinder noch haben.
Aber trotz allem finde ich, jeder sollte so Weihnachten feiern wie er will und es sich schön machen, so wie er will.
Einen schönen 4. Advent
Ingrid
20. December 2009 at 20:09
Renate
Au ja, sowohl meine Mutter ( O-Ton ich tät das so machen) als auch meine Schwiegermutter wollen mich permanent erziehen. Auch ich bin Bj. 65, habe 4 Kinder, ich denke ich stehe fest im Leben und hab das nicht nötig. Habe mal zu Schwiemu gesagt, weißt du, das ist jetzt meine Zeit, du hattest deine Zeit, da hat sie geschmollt, pff.
Ach ja, einen Eßtisch hab ich auch, einen ausziehbaren, schon wegen der vielen Kiddies ist der praktisch.
Liebe Grüße und nicht nachgeben
Renate
20. December 2009 at 20:15
Betti
Nee, normal ist das nicht! Aber schauen wir uns mal die Normalen an -
da ist es doch erstrebenswert anders zu sein…..
Frohes Fest und alles Gute für 2010
Betti
20. December 2009 at 20:19
Luzie
Bin durch Zufall auf deine Seite gekommen und ich kann dir nur raten, bleib wie du bist. Ich spreche aus “Erfahrung”… Bin schon Großmutter, würde weder Kinder noch Enkel zu mir “zwingen”, schon aus dem Grund, weil ich immer zu diversen Besuchen gezwungen wurde!!!
Ich bin so depressiv durch das mobbing dieser “Familie”, dass ich Medikamente und Therapie brauche.
Das Schlimmste waren die “Pflchtbesuche und Feiern” bei der “lieben” Familie. Ich war die ungeliebte Schwiegertochter und meine Kinder ( 38,36J.,beide heute sehr erfolgreich im Beruf) die schlimmsten überhaupt…..Dann erdreisteten wir uns ein Kind aus einem Heim in unsere Familie aufzunehmen… , dass war dieser perfekten Familie zuviel.. wir total untendurch!!! Dabei ist dieses “Kind” heute 28Jahre alt und total nett , brav und tüchtig. Seit damals - seit 25 Jahren habe ich die Wohnung meiner Schwägerin nicht mehr betreten.
Früher habe ich auch für meine Nichten hie und da gestrickt, das wurde aber nur belächelt und nicht als Geschenk anerkannt. Werde nun ausgespottet, dass ich Socken stricke. Komischerweise freuen sich Freunde darüber
Darum erspare dir jeden Zwang!!! Heute geht das, früher hatte man “Gehorsam” gelernt , wurde dazu gezwungen… wir haben uns nun in der Pension 200km weit weg ein Haus gebaut. Leidtragend sind nun meine Enkelkinder, die mich öfter brauchen würden…
Liebe Grüße aus dem nördlichsten Teil von Österreich
20. December 2009 at 20:21
sophie
..jau, liebe Tina, kenne ich, oder eher kannte ich…
..ich habe das vor ca. 30 Jahren abgeschafft, als ich in die Welt hinauszog…und als ich jetzt zurück in die Heimat kam, hat auch keiner versucht, dort wieder anzuknüpfen…
..und ist ja nicht so, dass ich mich um niemanden kümmere…immerhin stehen mir meine nächsten Anverwandten doch noch so nahe, dass ich sie nicht einfach ignoriere, sind aber “nur” meine Eltern, mein Sohn und seine Familie und meine beiden Geschwister nebst Anhang…das ist schon reichlich genug, aber die kümmern sich schließlich auch um die verlorene, alleinstehende Tochter/Schwester/Mutter..
..japp, einen Eßtisch habe ich noch, allerdings ist der nach dem Umzug in auch eine kleine 2-Zimmer-Wohnung einen guten Tick zu groß, stammt noch aus Familienzeiten… aber zum Entsorgen ist er zu schade, daher dient er z.Zt. als willkommene Ablagefläche…
…bleib wie Du bist und geniesse das Weihnachtsfest so, wie es Dir gefällt
LG S.
20. December 2009 at 20:25
Pamela
Ja wir haben einen Esstisch, einen sehr großen für unser sehr kleines Wohnzimmer, er war mir bei der Einrichtung unglaublich wichtig, weil ich unbedingt eine Küchenbank wollte und dazu brauchst Du einfach einen sehr großen Tisch. Dann sollte über dem Tisch ein großer stattlicher Ast hängen, zum Dekorieren, also ging das nur mit großem Tisch und dann ganz wichtig, ich wollte Platz beim Essen, so richtig, ich wollte alles möglichen auf den Tisch stellen können und nein ich wollte nicht mit meinem Tischnachbarn zusammenstoßen.
Wir basteln unheimlich gern, dazu brauch es auch einen großen Tisch.
Der Kommentar meiner Mutter, ist der nicht ein bischen groß????
Mein Vater lächelte in sich hinein. Ich schaute den Tisch an, dann meine Mutter, machte eine Kunstpause und sagte nö!
Ich liebe meinen Tisch und meine beiden auch, wir sind ja nur ein Dreipersonenhaushalt….
liebe Tina, wenn Du Dich wohlfühlst mit ohne einen Esstisch, dann ist es gut so, egal was Dein Vater dazu sagt. Ausserdem was ist schon “normal”?
Wer will schon normal sein???
Ich wünsche Dir schöne Weihnachten mit ohne Tisch,
liebe Grüße von der mit dem viiiiiel zu großen Tisch!!!
20. December 2009 at 20:25
Marina
hallo liebe tina,
wir haben einen runden esstisch (1,10 m durchm. - auch nur eine zwei-
zimmerwohnung , aber 60 qm) und dieser tisch wird für alles genutzt was schön ist - z.b. weihnachts-, oster- allesmögliche -deko, telefonstation und router (relativ stylisch - von home entertain) obst oder kekse - zwei miezekatzen, maya und lu, usw., nur nicht zum essen.
nachdem mein sohn auch nicht mehr bei mir wohnt (gottseidank führt er endlich sein eigenes leben, ist ja 26) meine eltern beide leider verstorben sind, muss ich nun auch niemanden mehr erziehen, unterhalten, säubern, bemuttern füttern - sprich alles was kleine kindern und alten menschen
gemeinsam haben.
da ich auch unbemannt bin und bleibe, führe ich ein supertolles leben und fühle mich rundrum wohl. es schüttelt auch niemand den kopf wenn ich nachts um 02.30 oder morgends um 07.00 uhr stricke.
ich kümmere mich nur um mich (hab ich mir auch verdient) und meine katzen (und schlankow von sohn).
ich finde alles familen toll, wo es wirklich noch funktioniert, von oma bis urenkel, ist auch nicht einfach. an familie gibt es nur noch meinen sohn und mich - ist auch irgendwie komisch, aber ist halt so.
(es gibt noch ein paar schlaue sätze über eltern und was los ist, wenn man sie nicht mehr hat, aber ich glaube das du das selber weißt)
es grüssen dich sehr herzlich und einen schönen 4. advent wünschend
marina maya und lu
20. December 2009 at 20:29
Christine
Kurz und knapp: ja, manchmal sind meine Eltern auch so. Aber wenn ich stricke, findets mein Vater gemütlich. Es erinnert ihn so an früher… (ein Kommentar)
Und ja, wir haben einen Esstisch. Der ist auch unser Zentrum - die Familie trifft sich hier zum Essen, aber auch zum quatschen, spielen, basteln, Wäsche zusammen legen. Ein Lebensmittelpunkt in unserem Haus, lebhaft und immer belegt.
(Und ich stricke auch am Esstisch)
20. December 2009 at 20:38
Mona
Hallo Tina,


das war ja wieder ein netter Blog-Eintrag
Also, wir haben auch keinen Esstisch (trotz 2,5 Zimmer) und essen am Couchtisch
Wobei sich der als Esstisch zu nutzende zweite Tisch als Stricktisch umfunktioniert wurde, auf dem sich sämtlich Strick-Utensilien Beagle-sicher befinden. Bis der abgräumt und umfunktioniert ist, ist das Essen kalt
Verwandschaft laden wir grundsätzlich nicht zum Essen ein (soviele haben wir auch nicht mehr) und wenn wir Freunde “zu Tisch bitten” wird ein kaltes Buffet in der Küche aufgebaut, an dem sich jeder bedienen kann.
20. December 2009 at 20:41
Anke
Ist doch ganz klar: wenn du nicht “normal” bist, ist das doch 100 %ig seine Erziehung schuld. Da er aber seine eigenen Fehler nicht akzeptieren kann, versucht er dich passend zu machen. Schöne Grüße an deinen Vater: Kinder können gar nicht “normal” werden, wenn man ihnen keine Entfaltungsmöglichkeiten läßt und ihnen ständig sagt, was sie zu tun hätten.
So einen Vater habe ich übrigens auch. U.a. aus diesem Grunde, haben wir keinen Kontakt mehr.
20. December 2009 at 20:47
Elvira K.
ich mag verwandschaftstreffen auch nicht besonders.
wir haben auch einen zu großen esstisch. so passen 8 leute hin und wenn er beidseitig angebaut ist passen sogar 10 bis 12 leute hin.
lg elvira k.
20. December 2009 at 20:47
admin
Also zur Ehrenrettung meines Vaters muss ich jetzt mal sagen, daß er mir ansonsten immer sehr viele Freiheiten gelassen hat.
Bloß beim Thema “Familie” geraten wir uns immer wieder in die Wolle.
Naja, wenigstens hat er klaglos akzeptiert, daß ich ihn nie zum Opa machen werde …
20. December 2009 at 20:48
Martina
Hallo!
und wer nicht kommen will kann wegbleiben. (Du bist eingeladen Tina.)
Also ich gehöre zu denen, die großen Wert auf einen Eßtisch legen, weil ich es liebe wenn dort alle zusammen kommen. Mal wegen einem konkreten Anlass, mal einfach so zum Spielen, Basteln oder Hausaufgaben machen. Die Freiheit zu stricken nehme ich mir auch
Liebe Grüße,
Martina
20. December 2009 at 21:08
Bianca
Also solche Anfälle kenne ich auch, speziell von meiner Mutter. Und ich bin eigentlich froh, daß sich unsere große Familie doch sehr auseinandergelebt hat.
Da wir auch nur eine zwei Zimmer-Wohnung haben, gibt es keinen Eßtisch. Jedenfalls nicht so, wie sich Dein Vater ihn vielleicht vorstellen würde.
Wir haben einen festen Küchentisch, an dem wir beide ganz bequem Platz haben und notfalls vielleicht auch noch eine dritte Person Platz fände, bzw. haben wir da auch schon zu viert Kaffee getrunken.
Allerdings wird da nur gefrühstückt (und ich wickle da im Winter Wolle), ansonsten essen wir hier im Wohnzimmer, ich am Schreibtisch mit der Nase am PC und mein Freund am Wohnzimmertisch. Die Kommunikation stimmt aber trotzdem
Also, ich finde, Du bist ganz normal.
Liebe Grüße
Bianca
20. December 2009 at 21:31
Bettina
hm, ein riesenvorteil, wenn man auswandert - die familie ist meist zu weit weg fuer haeufige besuche
und ich haette liebend gern einen riesigen esstisch! nicht zum essen oder fuer besuch - sondern fuer meine naehmaschine, strickmaschine, stickrahmen, puzzles etc… naja, ok, er muesste nicht unbedingt esstisch heissen!
20. December 2009 at 21:36
Bettina
Also, meine Liebe,
zwar habe ich einen klitzekleinen Esstisch, der zu 99% nur von mir selbst genutzt wird, aber ansonsten musst du wohl meine Zwillingsschwester sein.
Köstlich!
Wir werden das alles irgendwie überleben. STÖHN!
Gruß Bettina
20. December 2009 at 22:10
Jana
Also hier fühl ich mich auch wohl, kann ebenfalls vieles bestätigen. Bei mir ist es aber eher so, das meine Mutter mit fast allen Verwandten, insbesondere meiner Lieblingstante( ihre Schwester) verkracht ist. Deswegen ist es mir untersagt worden Kontakt zu haben!!!!!!! Hallo ich denk ich bin alt genug selbst zu entscheiden mit wem ich reden will und mit wem net.
oder “bist du etwa schwanger”!!!!!!!
Mütter!!!!!!!
Ach ja und sie kann es ja gar nicht glauben, dass ich jetzt stricke, das würde so gar nicht zu mir passen
Lieben Gruß
P.S: Wir haben einen Esstisch in unsere 2-Zimmer-Wohnung, der wird als Schreibtischersatz genutzt
Ist ein Erbstück und ganz hübsch, ab und zu essen wir auch daran, aber vorm Fernseher auf der Couch ist das vieeeeeel gemütlicher 
20. December 2009 at 22:33
Anke
Also…………………….
Einen Esstisch haben wir (sogar einen gerade neu erstandenen
).
Wäre zu Fünft ja auch doof ohne!!!!!
Zum Thema Verwandtschaft fällt mir nur ein : Verwandtschaft bekommt man auf´s Auge gedrückt,Freunde kann man sich aussuchen!!!!!
Ich bin auch immer froh,wenn ich mich vor jedem Event,das irgendwie nach familiärer Rudelversammlung aussieht drücken kann!!!!
Mir reicht hier mein eigenes Rudel!
Meine Mutter mußte auch immer rumsticheln und hat sich ausserdem immer aufgeregt,wenn ich hier mal eine kleine Auszeit genommen habe.
Wohlgemerkt immer im Einverständnis mit dem GöGa und den Kiddies.
Tja,und was soll ich sagen?????
Nachdem sie das selbst mal getan hat,und für gut befand,mault sie nicht mehr rum.
Prinzipieller Standpunkt : Mit 44 darf und sollte man selbst entscheiden,mit wem man seine Zeit verbringt!!!!
Erziehen??????
Ok,bis zu einem bestimmten Punkt.
Man bleibt zwar aus biologischer Sicht immer *Kind*,aber auch Kinder werden irgendwann erwachsen und können selbst entscheiden,was sie tun möchten!
Liebe grüße,Anke
20. December 2009 at 22:34
Veronika
Ja, auch mir ist alles s. o. hinreichend!!! bekannt. Auch ich habe diese Sozialallergie (zumindest wenn ich “muss”). Wäre ich ein Tier, ich bin sicher, ich wäre die meiste Zeit ein Dachs - und der hat ja auch keinen großen Tisch für Verwandschaftseinladungen, oder?
21. December 2009 at 00:06
Nanika
Nunja, normal heißt doch eigentlich nur, die Normgruppe zu finden, der man angehört. Weiter oben gibts ein paar Hinweise darauf
Ich bin auch eher sozialallergisch, was meine Familie nicht daran hindert, das zu akzeptieren. Meine drei Geschwister sind mindestens 20 Jahre mit demselben Menschen liiert, mein Bruder ist ein Jahr jünger (46) und seine Frau hat es legendäre 30 Jahre schon mit ihm ausgehalten und umgekehrt. Ich liebe die alle irgendwie, auch wenn sie mir manchmal ördentlich auf die Pretzel gehen.
Allerdings hat mich auch noch niemand dazu gezwungen, mich irgendwie zu verhalten, ob bei Verwandten zu melden oder anzurufen oder sonst etwas. Wir sind irgendwie so, dass wir unsere jeweiligen Eigenheiten akzeptieren. Und meine Eltern leben auch eher zurückgezogen. da falle ich nicht so sehr auf. Nur wenn ich Weihnachten alleine verbringen möchte, kriegen die wirklich die Pickel. Sie finden dann, das darf ich nicht, weil ich dann ins Grübeln komme und ich muss doch auch gut drauf sein … etc. usw. usf. pp. Aber letztlich ist das alles kein Thema, auch Stricken an Heiligabend ist nicht dramatisch, die wissen, ich bin viel ruhiger, wenn ich was in den Händen habe.
Mein Esstisch - 180×100 in unausgezogenem Zustand, 280×100 ausgezogen - beherbergt immer mal Leute, oft junge Leute, manchmal Arbeitskollegen oder Freundinnen (zum Scrabble mit nebenbei vertilgtem Salat oder Nüssen), manchmal Geschwister oder ein paar meiner Batzillionen Nichten und Patenkinder. Ich hab auch schonmal ein 4-Gänge-Menü gekocht für ein paar Freunde, aber irgendwie ist das nicht mein Ding, ich koche lieber zu mehreren, ist lustiger.
Sonst ist das Ding wunderbar zum Zuschneiden von Stoff, Beherbergen von Geschenken (im Moment ein Riesenberg), Sortieren von Wolle oder für das, weswegen ich solch ein Monsterding mal gekauft habe: wirklich große Puzzle Legen.
21. December 2009 at 00:27
Regina
Hi!
Kommt mir auch alles sehr bekannt vor….. Das macht man eben so! Wer bitte ist man??? Ich jedenfalls nicht, bin auch das schwarze Schaf und glücklich damit. Ich wollte nie so wie die anderen sein.
Einen Esstisch habe trotz 2-Zimmerwohnung und Single-Leben, da ich eine sehr große Küche habe. Gegessen wird dort sehr selten, er ist mehr eine Verlängerung des Schreibtisches, der direkt daneben steht….
Zu meiner nervigen Restverwandtschaft habe ich seit Jahren den Kontakt abgebrochen.
Vielleicht sollten wir einen Anti-Verwandtschaft-Club gründen *grins*
Lg
Regina
21. December 2009 at 05:13
Gudrun
Ja wir haben einen Esstisch weil wir waren mal vier in der Familie, nun sind die Kids ausgeflogen . Ich hätte liebend gern in der Küche gegessen aber leider gibt das die Küche platzmäßig nicht her. Nun ist Herr Esstisch , den wir nach der Wende aus ner Haushaltsauflösung kauften zusammen mit anderen Teilen die wiederum wunderbar mit Ikea harmonieren…nun ist er Esstisch, Hobbytisch und alles zusammen. Das Schönste und Wichtigste waren für mich die Abendessen zusammen weil ich selber hatte das nicht in der Kindheit, da wurde ein Sch…auf Familie gelegt. Und dafür war der Esstisch gut.
Ansonsten bin ich Deiner Meinung, jeder soll leben wie er will…und stricken als nebenher gehörte wiederum Gottseidank seit Omma dazu auch wenn Familie zusammensaß (Worte meiner Oma, liebe Oma liest Du es :”Wir hatten keinen Fernseher und sonst nichts, wir haben immer gestichelt (im Sinne von Nadeln bewegen)”
LG
Gudrun
21. December 2009 at 07:47
Christel Neumann
Hallo Tina,
die Komentare nehmen ja gar kein Ende heute. Da melde ich mich auch kurz zu Wort. Mein Mann und ich werden dieses Jahr den Heiligen Abend allein verbringen. Die Kinder sind flügge und wollen mit ihren eigenen Partnern feiern. Ich freue mich auf dieses Weihnachtsfest weil wir es uns richtig kuschlig machen wollen. Da wir beide gerne kochen. D.h. mein Mann kocht und ich bin für das Süße zuständig gibt es auch was feines zu Essen allerdings eben nur für 2.
Schöne Weihnachtstage
Tschau Christel
21. December 2009 at 08:56
ChriStine
Meine Teilnahme an verwandtschaftlichen Zusammenkünften beschränkt sich fast ausschließlich auf Beerdigungen, zum Glück ist meine Familie überschaubar klein, sodass das höchstens einmal im Jahrzehnt stattfindet.
Heizungsableser muss auch keiner rein, also muss ich eigentlich nie aufräumen 

Ansonsten legt glücklicherweise niemand gesteigerten Wert auf meine Gesellschaft, sodass Spinnrad, Wolle und die Katze ein ungestörtes Dasein auf den Sofas genießen dürfen
Freundinnen mit Strickzeug oder Spinnrad sind aber jederzeit willkommen!
Schöne Weihnachtstage wünscht
ChriStine
21. December 2009 at 08:59
Karin
Aaaalso,
ich habe einen für unser Wohnung doch sehr großen Esstisch, den man auch noch ausziehen kann.
Ich mag große Tische, da kann ich dann auch noch etwas draufdekorieren.
Meine Kids mögen Familienfeiern sehr gerne.
Bei mir , na ja, die Begeisterung dafür hält sich in Grenzen.
Ich mag sehr gerne Leute um mich haben, bin aber nicht so der Kochtyp.
Lieber ganz ungezwungen und nicht steif.
Das liegt mir einfach nicht so.
Zu meinen Eltern ( wohnen im Erdgeschoss) und auch den Schwiegereltern haben wir regen Kontakt.
Aber eben nie aufgezwungen, das wäre mir zuviel. Auf was ich aber total allergisch reagiere, ist das schlechte Gewissen einreden.
Kommt aber sehr selten vor, bei uns.
Liebe Grüße
Karin
21. December 2009 at 10:17
Fab
Das Verwandtschaftsproblem erübrigt sich bei mir, da meine Familienmitglieder echt weit auseinander wohnen
. Aber da mich ab und an ein paar Freunde besuchen, besitze ich einen Mini-Esstisch, an dem mit viel Gewalt vier Leute essen können. Aber frühstücken tu ich doch meistens am Schreibtisch vorm PC…
21. December 2009 at 11:14
Simmi
Hier steht ein Esstisch 100×220, der jeden Tag benutzt wird und außerdem ausbaufähig ist um 160 cm. 1-2mal im Jahr ist er mit Freunden besetzt, für die ich gerne, aufwändig und mit Lust ein mehrgängiges Menü koche. Die Kinder kommen oft mit ihren Partnern, dann koche ich auch was Leckeres. Andere Verwandte wie Geschwister sehe ich eher selten. Im Moment allerdings wohnt eine Tochter (des Lebensgefährten) mit ihrem Freund bei uns seit Anfang November bis irgendwann im Januar und ich muss sagen, dass meine Lust auf Kochen und Verwöhnen auf Null geht. Diese Anspruchshaltung geht mir so auf den Keks. Dauernd ist der Kühlschrank leer und ich schleppe schon Mengen ran. Sie sind ein bisschen wie Heuschrecken. Ich arbeite im Moment oft 10 Stunden am Tag und die Herrschaften sitzen hier und warten auf ihr Fresschen. Ich glaub, ich gehe morgen auch noch ein paar Stunden ins Geschäft, obwohl ich schon Urlaub habe. So, nun hab ich mich auch ausgeko…- tut gut.
Dennoch - schöne Weihnachtstage, wie immer Du sie verbringen möchtest.
Simmi
21. December 2009 at 11:37
Inah
Huhu,
.
Ich oute mich dann auch mal: Ich bin 49 und habe keinen Esstisch
Jedenfalls keinen Esszimmertisch. Was einfach daran liegt, dass wir kein Esszimmer haben.
In der Küche haben wir einen Kiefertisch mit 4 passenden Stühlen. Dort findet zB auch das Festessen am 1. Weihnachtstag statt. (Unsere Tochter kommt mit Freund und es gibt mit Äppeln und Rosinen gefüllte Riesenente (4 Kilo), dazu selbstgemachten Rotkohl))
Meine Mutter ist schon seit 3 jahren tot
.(zur beerdigung kam dann auch ein Bruder, der sich bestimmt 6 jahre nicht bei meiner ma hatte blicken lassen…. ich hab ihn seitdem auch nicht mehr gesehen… es gab nie Streit… ihm ist Famile einfach gleichgültig))
Aber meine Ma war eh immer unkonventionell. Hat nie gedrängelt, ich müsse mich da oder dort melden. Im Gegenteil. Sie selbst hat auch nie zwanghaft Kontakte gepflegt sondern das getan, was ihr Herz ihr gesagt hat.
Ich selbst denke manchmal, es ist so schade, dass die familie so auseinandergefallen ist.
ich habe 7 geschwister, und eigentlich nur engeren Kontakt zu meiner 11 jahre älteren Schwester (sie ist mir eine Freundin) sowie zu noch einer kleinen Schwester , und zu meinem älteren Bruder der hier gegenüber wohnt.
Aber das leben ist eben nicht immer Ramafamilie.
Obschon ich oft wünschte, es wäre so.
Aber wie heisst es: Unter jedem Dach gibts ein Ach.
Äh, ich drück Euch mal rasch, besonders Dich, Tina!
Liebe Grüße, Inah
bei der Geburtstagsgäste immer im Wohnzimmer um einen abgesägten uralten Esstisch sitzen, der aber als Wohnzimmertisch umfunktioniert ist weil abgesägt und daher nicht als Esstisch zählt.
21. December 2009 at 13:50
Kirsten
Hallo Tina,
wir haben einen Esstisch (wohnen zu zweit und mein Mann kocht und bewirtet gerne Freunde), aber kein Wohnzimmer. Wir haben beim Einzug das 40 qm große Wohzimmer durch eine Trockenbauwand (tapeziert) in 2 Zimmer geteilt und haben einfach beide unser eigenes Zimmer. Das finden eigentlich alle sehr, sehr merkwürdig (”…ja, liebt ihr Euch denn gar nicht?”), aber wir finden es großartig (und lieben uns sehr). Für Besuch von Freunden ist eben der große Esstisch in der Küche da
Du mußt gar keine Energie da rein stecken, Deinem Vater das mit dem Tisch zu erklären,. da ihn anscheinend Deine Gründe nicht interessieren, sondern er sich an der Tatsache selbst stört. Technisch hast Du genau 2 Optionen:
- den Tisch hinstellen
- den Tisch weglassen.
Zusätzlich kannst Du Dir Kopfschmerzen holen, indem Du ihm Dinge erklärst, die er nicht wissen will. Mein Vorschlag: Lass den Tisch weg und spar Dir die Erklärungen
Grüßle
Kirsten
21. December 2009 at 15:25
Arlene
Ja, ich glaub, das soll ein Esstisch sein. Du meinst den Tisch, auf dem sich ständig irgendwelcher Papierkram türmt, quasi die interglobale Ablagefläche für Chaos jeglicher Art? Esstische können wahnsinnig praktisch sein. Du weißt immer, wo du deine unbezahlten Rechnungen, Gutscheine für irgendwelche Kaufhäuser, Kassenzettel, etc. findest. Echt. Superpraktisch. Essen geht dort leider nicht. Ich kann es nicht leiden, wenn mein Papierkram vollgekleckert wird
LG Arlene
21. December 2009 at 15:28
deborah
WauW! du sprichst mir so aus dem herzen. Gut glück bin ich gesegnet mit einem mann der die gleiche denkweise hat. Was dein vater macht macht meine mutter aber ich glaube sie hat es jetzt begriffen und lässt mich in ruhe. Für mich ist familie die leutchen mit denen ich gerne zusammen bin und bei denen weiss ich wenns brennt, die sind da. Was bei meinen verwandten nicht der fall wäre ausser es gibt was zu holen.
ich wünsch dir schöne feiertage und lass dich nicht stressen. grüssli deborah
21. December 2009 at 15:37
Andrea
Ich bin auch nicht normal - und ich bin froh darüber
… denn ich erwarte dadurch auch keine Normalität von meinen Kindern 
Vielleicht ist gerade deswegen das Verhältnis zu meinen erwachsenen Töchtern so gut, wir sehen und hören uns mehr als häufig und können über alles reden … wie Freundinnen
Einen Esstisch habe ich allerdings, meist ist er nicht zu sehen, weil ich darauf Wolle und Anleitungen und dergleichen verteile. Wenn meine Töchter mit Anhang hier sind, brauch ich ihn schon, weil die Küche und der darin befindliche Tisch viiieeel zu klein sind.
Und - ich hab es mir abgewöhnt, darüber nachzudenken, warum mein Vater und meine Schwiegermutter meinen, mich immer noch erziehen zu müssen und mich damit ständig zum Grübeln bringen. Meine Schwiegermutter hat mich jahrelang (jahrzehntelang eigentlich) tyrannisiert und dem hab ich jetzt endlich ein Ende bereitet - und bin stolz darauf!
Liebe Grüße
Andrea
21. December 2009 at 15:48
manuela
Liebe Tina und alle die hier ein Wort oder mehrere geschrieben haben, tröstet Euch dies ist ein fast globales Problem.
Ich kann zumindest für 4 Länder sprechen.
ciao manu
21. December 2009 at 16:20
Dorothee
Ja, liebe Tina,
meine Schwiegereltern sind auch so. Nur kriege ich das seit 2 Jahren nicht mehr mit, weil wir endlich ausgezogen sind und sie nicht mehr zu sehen brauchen. Ich habe den Zwang zu Familienweihnachten immer gehasst und bin sehr dankbar, dass unsere Tochter (freiwillig!) immer noch an Heilig Abend bei uns ist, ich würde sie niemals in irgendeiner Weise zwingen (das geht schließlich auch mit Tränchen im auge).
Einen Esstisch hatten wir auch in der früheren kleinen Wohnung, den brauchte ich für meine Nähmaschine und zuj Zuschneiden. Jetzt hat er viel Platz im Haus und wird zum Spielen, Korrigieren und Plätzchen abkühlen Lassen benutzt, zum Essen eher selten.
Lass dich nicht ärgern und habe schöne Feiertage, viel Spaß am Stricken!
Dorothee
21. December 2009 at 16:49
Anke
Liebe Tina,
bin ich froh, dass es scheinbar doch einige Menschen gibt, die sich lieber mit echten Freunden umgeben, also Menschen, zu denen sie eine Herzensbeziehung haben, als mit der Verwandtschaft, die man oftmals nur schwer erträgt. Als Kind konnte man sich ja noch nicht wehren, aber jetzt lasse ich nur die Leute an mich heran, die ich auch wirklich mag. Kostet mich zwar jedesmal Überwindung, die liebe Verwandtschaft vor den Kopf zu stoßen. Aber immer noch besser, als nachzugeben und sich dann schwarz zu ärgern. Interessant dann oftmals ihre Reaktion: völliges Unverständnis und Vorwürfe, man würde sich nicht einfügen! Einfügen - was für eine ekliges Wort! Dass es evtl. an ihnen liegen könnte, auf die Idee kommen sie nicht. Und mein Esstisch gehört mir alleine - es ist eigentlich ein Schreibtisch, an dem ich auch esse, weil ich auch nur zwei Zimmer habe.
Liebe Weihnachtsgrüße
Anke
21. December 2009 at 17:08
kuestensocke
Na da hast Du ja wieder voll den Nerv getroffen…
Wir haben keinen Esstisch, außer den Küchentisch, der bei Bedarf, d.h. unvermeidlichem Familienbesuch in die Wohnstube geräumt wird. Und leider müssen wir uns damit abfinden, dass wir für die Eltern immer die Kinder bleiben, egal wie groß und alt wir werden, Erziehungsmaßnahmen eingeschlossen.
Meine Mutter schmollte drei Tage, als meine Schwester und ich ihr eröffneten, dass sie am ersten Weihnachtstag gern gesehen ist, wir aber das Mittag in einer Gaststätte einnehmen…. Mit besinnlichen Erwartungen überladene Weihnachtsessen, bei denen die Köchin vor Erschöpfung still vor sich hin heult, haben wir genug erlebt… in der Erinnerung meiner Mutter ist das natürlich gaaaanz anders, alles war toll und friedlich und sooo schön.
Also Kopf hoch, für die harten Feiertage. LG Kuestensocke
21. December 2009 at 17:14
maxi
Hallo Tina und alle anderen Verwandtschafts-Genervte,
meine Mutter ist vor sechs Wochen im Alter von nur 66 Jahren gestorben…
Auch wenn sie mich mit ihren Beschwerden, wenn ich mal zwei Tage lang nicht angerufen oder vorbei geschaut habe, fürchterlich genervt hat und wir auch mal ganz heftig wegen Einmischerei aneinander geraten sind, würde ich gerne mit Euch tauschen.
Liebe Grüße
Maxi
21. December 2009 at 17:22
admin
Liebe Maxi,
das tut mir sehr leid für Dich
Aber mit mir möchtest Du ganz bestimmt nicht tauschen, denn meine Mutter ist an Krebs gestorben, als ich 6 Jahre alt war. Ich kann mich nicht mal daran erinnern wie es ist, eine Mutter zu haben…
Liebe Grüße
Tina
21. December 2009 at 18:06
Claudia
Liebe Tina,
tröste dich, ich laß mir Verwandtschaft auch nicht aufzwingen, und mit der Hälfte red ich sowieso nicht.
Einen Esstisch haben wir, aber der wird selten zum Essen verwendet , Sohnemann macht dort Aufgabe, und ich verwende ihn als Ablage für diverses. Wir essen am Couchtisch.
Wünsch dir schöne Weihnachten
lg Claudia
21. December 2009 at 19:08
Stefanie
Ich bin bekennende Esstischbesitzerin, und das obwohl ich alleine lebe. Selbst in meiner alten kleinen Wohnung hatte ich einen zum Ausklappen.
Warmes Essen wird dort eingenommen und nicht so nebenbei und Freunde oder Familie essen und sitzen dort auch immer sehr gerne mit mir.
Ich möchte diesen Tisch nicht missen.
Und wenn ich eine Familie hätte wäre es noch wichtiger, weil ich meine Kinder nicht am Couchtisch durchfüttern würde wollen.
Ansonsten sollte man sich mit den Menschen umgeben, die einem gut tun!
21. December 2009 at 19:40
Manu
Meine Güte - wir sind nicht allein !!!!!
irgendwie hat jeder sein Päckchen zu tragen mit der lieben Verwandschaft - ich hab beide Varianten: echt ganz liebe Verwandte und welche, die ich 1x oder 2x im Jahr “ertrage”
die, die ich mag, sitzen auch öfters an unserem Riesen-Esstisch in einer sehr geräumigen 25m²-Küche und der Rest kann mir gestohlen bleiben
im übrigen wollten wir Weihnachten allein zu zweit mit Hund und Katz verbringen - nun mache ich eine 5-kg-Gans für 11 Personen (die ich alle mag!!)
aber der Plan für nächstes Jahr steht: wir beide allein mit Hund und Katz (wenn nix dazwischenkommt…)
liebe GRüße
Manu
21. December 2009 at 19:42
Johanna
Ich muss sagen, dass ich nicht neidisch bin, das die Familie hier selten zusammen kommt. Alle Jubeljahre sieht man sich auf irgendeiner Beerdigung und dann reicht das wieder für die nächsten Jahre
Augen zu und durch ist da glaube ich alles was hilft 
21. December 2009 at 19:48
Heike
Es würde ja reichen, wenn von meinen Eltern akzeptiert würde (der Rest der Verwandtschaft ist mir herzlich egal), dass ich sie vielleicht sogar gern besuchen würde, wenn ich nicht ständig durch Sippengehorsam dazu verdonnert worden wäre. Sie haben den Absprung nicht geschafft und jetzt tun sie so, als hätten sie es nie versucht.
So kommen dann auch leider solche Telefonate bzw. das beleidigte Auflegen meiner Mutter wie vorhin zustande, dass ich nach zwei durchwachten Nächten (Kind krank) und einem stressigen Arbeitstag einfach keine Lust habe, nochmal zu diskutieren, welchen Kuchen sie mitbringen und/oder was sonst noch… An sich freue ich mich darauf, dass sie mal wieder kommen. Aber ich stehe hier schon längst nicht mehr auf Abruf zur Verfügung und ich brauche auch kein perfekt organisiertes Fest auf dem bloß nix fehlt… So ein Stress, Sippe und Weihnachtsfrieden passt irgendwie nicht zusammen. Da reicht mir meine Familie (Mann, Kind, Katze, Maus - allerdings wird das als Familie nicht akzeptiert, da sind sie ja ausgeschlossen) - wir sind auch Sozialphobiker.
Liebe Grüße von Heike, die zwar einen Esstisch hat, weil auch Platz, aber nach vielen Jahren im eigenen Haus immer noch kein Gästezimmer
21. December 2009 at 19:51
Anja
Ach was bin ich froh zu hören, dass es anderen mit ihrer buckligen Verwandschaft, Eltern/Geschwistern gleich geht. Ich treffe die Sippe auch nur auf Beerdigungen und dann reicht es für die nächsten Jahre wieder. Mir ist meine Familie wichtig sprich Mann, Kinder und Schwiegermutter und der Rest kann bleiben wo sie will….
Einen Esstisch haben wir - können ja schlecht auf dem Boden sitzen - machen die alten Knochen nicht mit
Lieben Gruß
Anja
21. December 2009 at 20:30
Heike
Sorry, jetzt habe ich vor lauter genervt gewesen sein, völlig vergessen, dass es ja um Dich geht: Also, ich finde es völlig in Ordnung, wenn du dich als Individuum verstehst und auch als solches akzeptiert werden willst und eben nicht als Erfüllungsgehilfe der Erwartungen anderer.
Heike
21. December 2009 at 21:15
Petra
Was mir gestern nach meinem Kommentar schon aufgefallen ist. du schreibst, du bist fast 44. Wir sind ja derselbe Jahrgang, also musst du ja heute oder in den nächsten 10 Tagen Geburtstag haben. Ich habe leider nicht alle Geburtstage der Mitblogger, die ich regelmäßig lese, nicht im Kopf, also WANN? ;-))
Ganz liebe Grüße
Petra
21. December 2009 at 21:53
Iris
1. ja
2. nein
Liebe Grüße von Iris
22. December 2009 at 00:17
strickzicke
Ja, diese Art von Erziehung beherrscht meine Mutter auch ganz gut. Je nach Stimmungslage empfinde ich das aber eher als einen Ausdruck mütterlicher Fürsorge, über den ich zwar die Augen verdrehe, der mir aber letztlich doch fehlen würde. Ich denke, es ist nicht wichtig, wen man als Familie ansieht und ob man mit denen blutsverwandt ist, aber Familie an sich ist (mir) schon sehr wichtig.
Mein Vater ist kürzlich gestorben und anhand seiner versprengten Sippe, die er teilweise Jahre nicht gesehen hat, habe ich mir dann doch gesagt, nein, so möchte ich nicht “enden”. Und wenn das vielleicht auch manchmal bedeutet, den einen oder anderen Anruf zu tätigen, der mir keinen Spaß macht. Dazu nötigen lasse ich mich freilich nicht.
Einen Esstisch habe ich allerdings auch nicht, bloß einen Küchentisch, an dem grad mal noch eine dritte Person sitzen kann, ansonsten für maximal 2 Personen. Und so wenig ich gegen Familienfeiern habe - gerade die alten Tanten und Onkels haben oft die dollsten Geschichten auf Lager, vor allem, wenn sie ein Likörchen zuviel gehoben haben - gegen invasionsartigen Verwandtenbesuch hab ich sehr wohl was. Drum wird bei unseren Familienfeiern meistens auswärts ein Tisch gemietet und fertig.
Gruß und frohe, erholsame Festtage,
Sabine
22. December 2009 at 17:46
maxi
Liebe Tina,
du hast recht, die Mutter nicht mal richtig kennen lernen zu können, ist noch schlimmer.
Und es gibt wahrscheinlich immer noch was Schlimmeres. Ich habe vorletzte Woche bei einer Schlussbesprechung - wir schweiften gerade etwas vom Thema ab und redeten über die “Herdprämie” - eine Frau gefragt, ob sie denn Kinder hätte… Die Antwort war: “Ich hatte …” sie erzählte mir, dass sie letztes Jahr ihren neunjährigen Sohn durch einen Unfall verloren habe.
Aus zweiter Quelle habe ich dann ein paar Tage später erfahren, dass bei dem Autounfall auch noch ihr Lebensgefährte und Vater des Kindes tödlich verunglückt ist….
Liebe Grüße
Maxi
22. December 2009 at 19:32
alpenfee
Wir haben einen Esstisch, aber in einer echten Wohnküche. Sie ist knapp 30 qm groß. Es gibt nichts Schöneres für mich als mit Männe und/oder Freunden zusammen zu kochen und dann am Esstisch zu essen.
Ich habe das schon damals immer bei meinen Eltern so lustig gefunden. Wenn sie eine Einladung gaben, waren doch immer viele Leute dann ratschend in der Küche, auch wenn sie eigentlich das Esszimmer mit Wohnzimmer kombiniert hatten. So eine richtige Essküche kenne ich noch von meinen Urgroßeltern und Großeltern.
Ich kann zur Familie nicht so viel sagen, denn wir sind seit mehreren Generationen zumindest immer in einer Linie Einzelkinder, also gab es für mich nie Nichten und Neffen, Tanten, Onkels und was auch immer. Ich hatte in einer Linie Großtanten mit ihren Männern, eine starb unverheiratet früh, die andere blieb kinderlos.
Da die kleine Familie sehr eng zusammen hält, wir einen guten Kontakt haben, der nicht auf (gesellschaftlichen) Zwang beruht, genieße ich das sehr. Liebe, Respekt aber auch Offenheit sind unsere Leitlinien.
Ich weiß, dass dies heute nicht mehr so oft vorkommt und genieße das deshalb umso mehr.