Sportjacke von 1933

Ich hab’ für Euch die Anleitung für diese Jacke mal als PDF zusammengebastelt:

Die Maße für den Schnitt habe ich leider nicht, der ist auf so einen riesigen Bogen mit tausenden von Linien…
Witzigerweise ist auch keine Maschenprobe angegeben, ging man damals vielleicht davon aus, daß alle Strickerinnen gleich fest stricken?

Falls tatsächlich jemand die Jacke nacharbeitet, möchte ich bitte unbedingt Fotos für die Lesergalerie!

unten bei der Anleitung sind die einzelnen Teile benummert ( 100……..) daneben sind so Musterlinien.

Die musst du auf dem Bogen mit den 1000 Linien suchen und mit Buntstift nachmalen,
Dann hast du die Abmessungen :wink:

Soviel ich weiß, wurde damals nach dem Schnitt gestrickt. Du musstest also zuerst das Schnittmuster aus dem Musterbogen kopieren. Dann wurde das auf den Tisch gelegt, das Strickstück draufgelegt und nach dem Schnitt zu- oder abgenommen.
Im Grunde genommen fände ich das nicht schlecht, wenn die Maschenprobe vor und nach dem Waschen gleich wäre. Allerdings stricke ich heute nicht mehr mit dem Polyzeugs, das meine Oma noch ganz supertoll fand. Wahrscheinlich klappt das mit einem 100% Polyestergarn ganz gut.
Meine Maschenproben in Wollgarn haben aber vor und nach dem Waschen eine unterschiedliche Größe.
Deshalb stricke ich zuerst eine Maschenprobe, wasche die und messe sie dann erst aus. Danach errechne ich mir dann meinen Pulli mit dem Strickrechner von fullyfashioned.

Grüßle, die Bea

Na, die könnte mir passen.

Mal sehen, ich hab die Anleitung erst mal ausgedruckt. :lol:

Christel Neumann

Hallo Tina,

ich stelle immer wieder fest bei den alten Strickanleitungen das die Frauen damals wesentlich schlanker und vor allen Dingen kleiner waren wie wir heute. Für mich bei meiner Größe ( 1,84m) käme der Schnitt schon gar nicht hin. Aber schön anzusehen die alten Modelle die sehr genau auf Figur gearbeitet sind.

Liebe Grüße Christel

Super, schon downgeladet. Danke schön.

Liebe Grüße Heike

Supertoll, diese Seite zu finden! Bin ganz vernarrt in historischen Strickmustern, bin zufälligerweise auch in der Schweiz (obwohl eigentlich Engländerin). Hier in den Brockenhäusern/Brockenstuben findet man öfters ältere Haushaltsbücher, die meist einen Kapitel über das Stricken mit Anleitungen für Strickartikel für die ganze Familie haben.
Heute erst habe ich Susanne Müller’s Hausmütterchen durchstöbert - dieses Buch muss damals sehr beliebt gewesen sein, denn ich sehe ihn immer wieder mal in mehrfacher Ausführung. Meine Ausgabe ist von 1918 und hat mich auf Ideen gebracht… jetzt muss ich mal eine spätere Ausgabe suchen und die Unterschiede feststellen (z.B. aus den ‘30ern!).
Gerade habe ich aus weiche Sockenwolle “Unterwäsche” von einer englischen Anleitung von 1946 für meine 19-jährige Tochter gestrickt - sie wird bestimmt das dunkelblaue Höschen mit Spitzenrand als Shorts über Strumpfhose tragen und das cremefarbene “Unterhemd” als Empire-Top über einen Shirt dazu… mit dunkelblaue Schleife geschmückt.
Hoffe, auch auf so tolle Muster aus den 30-50er zu stossen, liebe diese Moden. Übrigens steht bei mir auch, dass man zuerst einen Papiermuster des Kleidungsstückes machen soll und dem nachstricken. Ich denke, die Wolle war auch nicht so einheitlich, es wurde erwartet, dass jede Frau selbst herausfinden sollte, welche Nadeln sie braucht, je nachdem wie fest oder eng sie gestrickt hat und je nachdem wie die Wolle war, die sie zur Verfügung hatte, man hat ja z.T. alte Sachen aufgewickelt und neu gestrickt, um sparsam zu sein! Plus, die Nadeln waren nicht immer einheitlich und konnten sowohl aus Metall wie auch aus Bein, Holz oder dieses frühe Kunststoff (fällt mir nicht gerade ein, Milch-irgendwas!), das wird auch einen Unterschied gemacht haben.
Entschuldige das lange Kommentar, ich habe mich halt so gefreut…! ;)

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