Komische Strickschriften

Sofern in Strickschriften Rückreihen gezeichnet sind, werden die Maschen ja normalerweise so gezeichnet, wie sie von der Vorderseite her erscheinen. D. h. eine M, die als rechte M abgebildet ist, wird in der Rückreihe links gestrickt, weil sie dann auf der Vorderseite als rechte M erscheint.
Diese Art der Strickschriftzeichnung hat den Vorteil, daß man anhand der Strickschrift schon das Muster erkennen kann.

Einige wenige Verlage (Filati, Verena) zeichnen die Maschen der Rückreihe allerdings so, wie sie in der Rückreihe gestrickt werden.
Hier mal zum Vergleich, wie eine simple Raute normalerweise als Strickschrift aussieht und wie sie in der Verena oder Filati aussehen würde:


(leere Kästchen = rechte M, Punkte = linke M, beide Strickschriften werden in Hinreihen von rechts nach links, in Rückreihen von links nach rechts gelesen)

Bekloppt, oder? Im „Normalstil“ kann man das Muster schon anhand der Strickschrift erkennen, die andere Strickschrift ist für mich nur Wirrwarr, die müsste ich mir erstmal in den „Normalstil“ umschreiben, sonst würde ich beim Nachstricken irre werden.
So einen Quatsch habe ich bisher auch nur in deutschen Publikationen gesehen. Warum die das machen? Weil es offenbar Menschen gibt, die beim Mustern in Rückreihen Probleme haben. Sie haben Schwierigkeiten in den Rückreihen umzudenken, nämlich daß sie eine rechte Masche sehen, aber eine linke stricken müssen.
Bei mir funktioniert dieses Umdenken schon ganz automatisch, ich sehe und denke „rechts“, stricke aber automatisch in der Rückreihe links. Das geht sogar so weit, daß ich bei in Worten beschriebenen Mustern in der Rückreihe höllisch aufpassen muß, denn wenn da „rechts“ steht, will ich auch instinktiv links stricken 😯

Kennt Ihr noch andere Strickzeitschriften, die das so seltsam machen? Oder findet Ihr vielleicht sogar diese Art leichter nachzustricken?

29 comments for “Komische Strickschriften

  1. ravelclaw
    13. November 2010 at 11:21

    Ich meine mich zu erinnern, dass ich schon Zeitschriften gesehen habe, die auf der Rueckseite nochmals andere Symbole gebrauchen (also „Rechte Masche Vorderseite“ hat ein anderes Symbol als „Rechte Masche Rueckseite“)

    Allerdings weiss ich gerade weder wo das war, oder ob ich mir das vielleicht nur einbilde?

    Mein zweites Chart-Aergernis: wenn glatt rechts (als normalerweise haeufigstes Muster) durch ein unuebersichtliches Symbol dargestellt wird.

    Eine Strickschrift hat so ein durchgestrichenes Kaestchen dafuer, was das ganze Muster extrem unruhig aussehen laesst, bis man merkt „Holla, das ist eigentlich glatt rechts mit ein paar wenigen Ab-/Zunahmen“.

  2. 13. November 2010 at 11:45

    das hab ich auch schon gesehen: rechte M mit zwei völlig verschiedenen Zeichen auf der linken und rechten Seite. Für linke M dann genau dasselbe, ein einfaches Rippenmuster wird dann zur unüberwindbaren Suche nach der richtigen Masche. Kommen dann noch Zeichen dazu, die in anderen Strickschriften eine andere bedeutung hatten, wirds fatal.

  3. 13. November 2010 at 11:59

    So etwas habe ich noch nicht gesehen, ich finde das auch außerordentlich „bekloppt“, mir reicht wirklich nur die Vorderseite und dann schaffe ich das Muster zu stricken, die Rückreihen beachte ich überhaupt nicht.

    Einen schönen Samstag,

    ciao Elli

  4. Siebenstein
    13. November 2010 at 12:20

    Im Buch „Omas Strickgeheimnisse“ sind die Strickschriften für das Stricken in Hin- und Rückreihen auch so dargestellt, wie oben beschrieben. Es gibt aber zusätzlich die Strickschrift für das Stricken in Runden, die zeigt dann das Maschenbild von der Vorderseite, so dass das Muster erkennbar ist.
    In diesem Buch werden darüber hinaus noch ungewohnte Symbole verwendet…

    Schönes Wochenende!
    Ulrike

  5. Mediwiz
    13. November 2010 at 12:28

    Meine Lieblingsstrickschrift ist „in der Rückreihe Maschen stricken, wie sie erscheinen“…. ich habe anfangs eigentlich nur nach Filati gestrickt, irgendwann kam die Verena dazu und mittlerweile auch anderes. Ich bin so daran gewöhnt, das in der Strickschrift die Maschen so stehen, wie sie gestrickt werden, dass ich bei anderen gehörig aufpassen muss. Den Vorteil, das Muster in der Strickschrift zu erkennen sehe ich noch nicht so….ist vermutlich alles eine Frage der Gewohnheit.

  6. 13. November 2010 at 13:23

    Meines Wissens würde die Strickschrift für Dein Rauten-Beispiel in der Verena nur die Hinreihen zeigen, in der Rückreihe werden die Maschen gestrickt, wie sie erscheinen. Nur wenn die Rückreihe sich nicht von selbst ergibt – also in Hin- und Rückreihen gemustert wird – werden die Maschen angegeben, und dann können sie von mir aus gerne so bezeichnet werden, wie man sie wirklich stricken soll. Das Problem sind dabei weniger linke und rechte Maschen als Abnahmen. Wenn die Abnahme auf der Vorderseite ssk ist, kann sie es auf der Rückseite schlecht ebenso sein (da möchte ich genaue Angaben, was ich nun machen soll und nicht überlegen müssen, was bitte ssk rückwärts ist).
    Letztlich ist es eine Frage der Gewohnheit.

    LG Tammina

  7. 13. November 2010 at 13:29

    Ja, aber genau das ist in meiner Strickschrift so, da wird in den Rückreihen
    auch gemustert.
    Würde man in den Rückreihen die M stricken, wie sie erscheinen, würde die
    Raute doppelt so hoch werden.

    Bei Abnahmen würde ich übrigens schreiben: In Hinreihen SSK, in Rückreihen
    SSP. Oder: In Hinreihen 2 M re.zu.str., in Rückreihen 2 M li zus.str.

  8. 13. November 2010 at 13:34

    Denke mal ich schaffe es bei jeder Methode einen Fehler reinzustricken :mrgreen:
    Rückreihen,wo die Maschen nicht abgestrickt werden wie sie erscheinen…sind für mich (noch) immer anstrengend,…
    (Ich stricke fast nie über Stunden an einem Stück sondern immer nur kurz mal zwischendurch, da brauch ich dann wieder „Anlaufzeit“ :sad:)

    Allerdings erscheint es mir doch sehr praktisch, bei der Strickschrift zu sehen was dann auf der Vorderseite erscheinen soll…. 😛

    Schönes Wochenende
    Monika

  9. 13. November 2010 at 14:00

    Wenn ich schon an der Strickschrift sehen kann, wie das Muster ausschauen wird, prägt sich mir das wesentlich schneller ein.

    Mit dem Umdenken bei der Rückreihe habe ich auch überhaupt kein Problem, mit Strickschriften, wo ich auf der Rückseite dann Rückseiten-Spezialsymbole habe entschieden schon. Wobei mir auch am liebsten die Strickschriften sind, wo die Rückseite gar nicht abgebildet ist sondern gestrickt wird, wie es erscheint.

    Ich habe mir auch schon einige Strickschriften umgeschrieben, weil ich mit den Originalen nicht zurechtgekommen bin.

    Schönes Wochenende
    Liebe Grüße
    Bianca

  10. 13. November 2010 at 14:30

    😯 Oweia!
    Die 2. Variante finde ich total verwirrend, da würde ich das Muster ja fast noch lieber in Textform haben.

    Also für mich soll eine Strickschrift, die ja eine Grafik ist, sofort visuell vermitteln wie das Muster aussieht. Auf einen Blick ist alles klar!
    Das man in Rückreihen, die Maschen „links“ strickt, versteht sich von selbst, finde ich.

    LG Andrea

  11. 13. November 2010 at 15:01

    Bei den alten Burda Musterheften gabs zum Teil die Maschen auch in Hin- und Rückreihe gezeichnet, wie sie gestrickt werden sollten. Das waren dann andere Symbole als die, wo die Maschen gezeigt wurden, wie sie auf der Vorderseite gestrickt werden sollten.

    Mit deren Symbolik war ich ganz gut drin, die Muster hinter den Zeichen zu enträtseln, weil ichs halt so gewohnt war. Deine Symbolik sieht aus wie zwei unterschiedliche Muster. Ich komm aber mit beidem ganz gut hin, manchmal ist mir die „Strick einfach die Maschen so, wie sie hier stehen“-Logik lieber als die, welche die Maschen auf der Vorderseite zeigen, beispielsweise bei in Perlmuster eingestrickte Glatt-Rechts-Muster. Da finde ich diese Variante einfacher.

    Schönes Wochenende!

  12. 13. November 2010 at 15:52

    Ich glaube, dass ist eine Ãœbungssache. Als ich angefangen habe zu stricken, habe ich nicht erkannt ob die Maschen jetzt wie eine rechte oder eine linke erscheint. Auch andere Anfängerinen fragen mich immer wieder wie sie „Die Maschen stricken wie sie erscheinen!“ stricken sollen. Weil man eben nicht sofort erkennt, dass Maschen tatsächlich anders auf den Nadeln liegen.

    Für Anfänger wäre es sicherlich eine Erleichterung solche Schriftstücke zu haben.

    Für Fortgeschrittene, die den Unterschied kennen und das Umdenken ganz automatisch machen, kommt es wiederum zu Verwirrungen, wenn ihnen das Umdenken abgenommen wird.

    Was ich besser finde, kann ich somit nicht sagen. Ich finde, mal sollte eine einheutliche Stricksprache verwenden um eben Verwirrungen zu vermeiden. Anfänger lernen schon, wie sie die Maschen zu sehen haben … anders gesehen… Wenn sie es niemals lernen müssten, hätten sie später auch keine Probleme mit Anleitungen ohne Umdenknotwendigkeit 😉

    Liebe Grüße,
    Lena

  13. 13. November 2010 at 16:12

    Meine Güte, damit könnte ich überhaupt nicht klarkommen! Da würde ich ganz wahrscheinlich versuchen nach den Foto von dem Projekt zu stricken.
    Vielleicht sprichst Du mal mit Deinen Verenakollegen…. Und auch über das Thema zu dünne Models…
    Lg und ein schönes Wochenende! Annette

  14. Mara
    13. November 2010 at 16:38

    Ich bin auch so jemand der mit den Rückreihen Probleme hat. Ich drehe deswegen fortwährend meine Gestrick herum, um zu sehen was ich machen muss. Ich finde das extrem schwierig zu stricken.

    Nur ist mir, da ich die Erklärungen wohl nie gelesen habe, noch nie aufgefallen das Verena und Filati das anders machen. Oder mir ist dort noch nie eine in den RR gemusterte Anleitung untergekommen…

  15. 13. November 2010 at 16:54

    hi Mädels

    ansich komme ich am besten damit klar, wenn die Rückreihen so gestrickt werden, wie die Maschen erscheinen.

    Allerdings weiß ich z.B. beim Candle Flame, dass die Rückreihen ganz anders gestrickt werden, das Tuch damit auf beiden Seiten ein Muster hat. Macht in diesem Fall Sinn.

    Probleme habe ich, wenn die Rückreihe eingezeichnet ist und ich die von links nach rechts lesen und stricken soll.

    Aus Omas Strickgeheimnisse habe ich noch nichts nachgestrickt, weil ich mir die extra in *meine* Strickschrift umfrickeln müsste – diese Zeichen sind mir sowas von fremd und ich mag mich daran nicht gewöhnen.

    Meine Strickschriften schreibe ich so simpel wie möglich und verwende zeichen, die allgemein gebräuchlich sind.
    Dazu gibt es eine Legende, wo alle Zeichen erklärt sind.

    ich wünsch euch ein gemütliches, strickiges Wochenende
    winkeeeeeeeeeeeeeee
    Annette

  16. Mona
    13. November 2010 at 16:57

    Mir geht es wie Dir, Tina. Mich würden die beschriebenen Rückreihen auch „verrückt“ machen. Ich „sehe“ auch wie ich die linke Reihe stricken „muss“, damit das Gesamtbild stimmt.
    Nun stricke ich selten nach Anleitung, und in meine Musterheften steht fast immer, Rückreihen stricken, wie sie erscheinen 😉

  17. 13. November 2010 at 16:59

    Huhu, 🙂

    ich persönlich komme bei schwierigeren Lace-Mustern mit der oben erklärten Variante wesentlich besser zurecht.
    Klar lässt sich das Muster dann nicht so einfach aus der Strickschrift direkt erkennen, aber das sieht man ja oft als Foto.

    Wenn das Muster so gezeichnet ist, dass quasi immer die Vorderseite zu sehen ist, überlege ich mir ständig, ob ich jetzt in einer Hin- oder Rückreihe bin und ob dieses Zeichen jetzt eben das oder jenes bedeuten soll.
    Wie gesagt, bei komplizierten Lace-Mustern… 😉

  18. Regina
    13. November 2010 at 18:56

    Hallo,

    bei meinen Strickanfängen wäre ich froh gewesen, die Rückrunden wären bei den Mustern mit dargestellt worden, denn so hätte ich mir jede Menge Aufzieharbeit erspart.
    Irgendwann bin ich dann auch mal draufgekommen, dass die Rückrunden unsichtbar sind und ich mir das Negativ zur Vorderseite denken muss.

    Nun stricke ich gerade nach Mustern, die zuerst gerade hoch (in Reihen) gehen und dann später in Runden. Dabei muss ich die zwei Stücke, die gerade hoch gehen, mit gedachter Rückrunde stricken, das Rundgestrickte nach den vorhandenen Mustern ohne Rückrunde.

    Müsste ich jetzt ein super kompliziertes Muster in Reihen stricken, wäre ich sehr froh darüber, die Rückrunde wäre auch mitbeschrieben. Ich hake die Reihen gerne ab und weiß dann immer wo ich bin.

  19. 13. November 2010 at 22:03

    hi Regine

    ich hake die Reihen auch immer ab und machen einen / für die Hinreihe und einen _ darunter für die rückreihen, wenn also beide gestrickt sind, sieht es so aus: /_

    vielleicht eine Idee für dich?

    winkeeeeeee
    Annette

  20. 13. November 2010 at 23:03

    Wer hat heute eine Stunde am PC gesesen und eine Strickschrift neu gezeichnet … ich… in dieser Zeit hätte ich lieber gestrickt.
    Aber in der Anleitung sieht alles so wirr aus, dass ich nicht klar komme.
    Keine deutsche Anleitung, sondern die Anleitung für das Tuch Elektra von Romi http://www.ravelry.com/patterns/library/elektra-2
    Das Tuch ist so schön, aber das stricken nach der Anleitung für mich unmöglich. Strickzeitschriften meide ich genau aus diesem Grund. Finde es überhaupt furchtbar überladen, wenn auch rechte Maschen ein Symbol haben. dann sieht man vor lauter Symbolen das Muster nicht und erkennt auch keine Fehler…
    LG Kuestensocke

  21. 14. November 2010 at 07:36

    Ich bevorzuge Muster, in denen die Maschen so gezeichnet sind, wie sie in der jeweiligen Reihe gestrickt werden. Ich *hasse* diese „rechts auf der Vorderseite, links auf der Rückseite“ – Symbole. Ein Zeichen für eine zu strickende linke Masche ist immer ein Zeichen für eine zu strickende linke Masche. Egal, ob Hin- oder Rückreihe.
    Ich stricke auch viel und gerne Lace und da ist diese Art viel besser und schneller zu lesen.

    Ist eben alles Geschmackssache.

  22. 14. November 2010 at 08:07

    Klar, wenn es nur um links-rechts geht und das Muster übersichtlich ist, ist Variante 1 am klarsten.

    Wenn es aber nicht nur rechte und linke Maschen gibt, sondern viele verschiedene Techniken verwendet werden, finde ich Variante 2 besser. Also immer dann, wenn mit Variante 1 sich das Muster nicht auf einen Blick erschließt.

    Toller Gedankenanstoß! 🙂

    Lieben Gruß, Jana

  23. 14. November 2010 at 12:02

    boahh Küstensocke und dann noch 20 Öcken hingeblättert dafür, das ist doppelt ärgerlich.

    aber noch schlimmer finde ich Anleitungen, welche aus k3, ssk, p5 usw.. bestehen, das macht mich ganz konfuselig und ich mag die nicht stricken, weil mein Kopf sich weigert, umzudenken.

    euch einen schönen Sonntag
    winkeeee
    Annette

  24. 14. November 2010 at 13:36

    Ich finde es auch angenehmer, wenn die Maschen so gezeichnet werden, wie sie auf der Vorderseite erscheinen. Das ist insbesondere dann praktisch, wenn man ein Muster in Runden stricken möchte. Optimaler Weise mit einer Strickschrifterklärung der Art „in einer Hinreihe: rechts stricken; in einer Rückreihe: links stricken“
    Darüber, wie of ich beim Stricken in Runden schon die geraden Runden vergessen habe, denke ich besser nicht nach…

  25. 15. November 2010 at 00:52

    Mir sind Strickschriften, bei denen ich das Muster auf Anhieb visuell erfassen kann auch die liebsten. Manchmal gibt es ja Strickschriften, die zwar eigentlich die Raute darstellen, dass man sie erkennen könnten, aber den Rapport in der Mitte beginnen lassen. Bei komplizierteren Mustern als der Raute finde ich das bisweilen unübersichtlich. Kann man das Muster visuell erfassen, ist es viel leichter ohne ständig hinzugucken zu stricken – was dann natürlich schneller geht.

  26. 15. November 2010 at 20:39

    @tigerface. Für die 20 Öcken bekommt der geneigt Käufer ingesamt 7 Anleitungen für Tücher. Das ist kein schlechter Preis. Die Entwürfe sind wirklich schön und haben interessante Formen, nicht nur Dreiecktücher…. und es gibt Charts, auch wenn die mich etwas raschelig machen.
    Anleitungen nur als Steno sind mir ein totaler Horror und werden entweder gar nicht gestrickt oder vorher aufgemalt… in Excel geht das ganz gut… LG Kuestensocke

  27. 17. November 2010 at 16:05

    Hm. Also ich bin auch so jemand, der wirklich exakt das Symbol darstellt, das es zu stricken gilt. Bei Deinem Beispiel lasse ich mich sofort überzeugen, dass es geschickter wäre, wenn man „umdenkt“, dh. auch die Rückreihe mit dem gleichen Symbol kennzeichnet, das man für die Hinreihe verwendet und folglich eine optisch sprechende Darstellung des Musters hat (wie im Fall der Raute). Hat man nur „einfache“ Maschen in der Rückreihe, ist das Umdenken sicherlich kein Problem.

    Wenn Du aber komplizierte Lacemuster strickst, dann treibt mich persönlich ein solches Umdenken in den Wahnsinn. Ich habe z.B. einen doppelten Ãœberzug (womöglich noch in der Variante, dass ich zwei M re abh, 1 re str und dann die beiden re M überheben muss) und dieser muss nun entsprechend spiegelverkehrt auf der Rückseite gestrickt werden. Wenn Du bei solchen Sachen immer erst umdenken musst, wirst Du irre. Ich jedenfalls. Wenn ich XYZ stricken soll, möchte ich auch genau das Symbol für XYZ sehen und nicht ABC stehen und mir vorstellen müssen, dass ich jetzt XYZ zu stricken habe. Ich fühle mich da immer so, als ob irgendwo ein roter Punkt klebt und ich soll mir vorstellen, dass er grün ist. Warum nicht gleich nen grünen Punkt nehmen? 😉 Nenne mich denkfaul oder beschränkt 😉 aber gerade bei Lacemustern, die auf Vorder- und Rückseite eine Musterung haben (die Rückreihe also nicht nur pauschal links gestrickt wird) und eh schon anspruchsvoll zu stricken sind, möchte ich mir nicht auch noch ständig überlegen müssen, welche Bedeutung das Symbol hat und was ich mir jetzt – je nach Art der Reihe – gerade vorstellen muss. Ächz. Ich gehöre daher der what-you-see-is-what-you-have-to-knit Fraktion (mangelnde Fantasie inklusive :mrgreen: ) an 😉
    LG Arlene

  28. 17. November 2010 at 18:30

    Ich fürchte, heute bin ich im Erbsenzählermodus, kann aber sein, dass ich schlicht doof bin 😳

    Ich dachte immer, dass man Hinreihen immer von rechts nach links liest und die erste Hinreihe in ungerader Zahl somit rechts unten beginnt. Deine Strickschriften machen aber genau das Gegenteil…

  29. 17. November 2010 at 18:53

    Hast recht, die Zahlen gehören eigentlich auf die andere Seite 😯

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