Strickaustellung in Zürich

Klingt ganz interessant: Neue Masche – gestrickt, gestickt und anders (danke an Gesche für den Link)

Was mich bloß schon wieder stört, ist dieses möchtegern-intellektuelle Gefasel der Ankündigung. “Im Unter­schied zu bekannten traditionellen Nutzungen und Codierungen werden neue Felder erkundet, welche das Textile nicht allein als Material verstehen, sondern als Merkmal für Flexibilität und Mobilität”. Ah…ja… :roll:
Dann werde ich in Zukunft erzählen, daß ich “Do-it-yourself knitting” betreibe, klingt ja auch viel cooler als ein einfaches “ich stricke meine Pullover selbst” :mrgreen: Und daß ich Mitglied eines “Craft Circles im World Wide Web” bin, klingt natürlich gleich viel wichtiger als “ich bin in einem Strickforum” :cool:

Schade, daß die Schweiz ein bisschen weit weg ist :sad: Aber vielleicht geht eine von meinen Schweizer Leserinnen hin und mag mal berichten?

16 comments for “Strickaustellung in Zürich

  1. Karin
    2. Mai 2011 am 19:19

    Finde ich interessant, wobei ich wohl auch nicht die Gelegenheit haben werde hinzugehen.
    Würd mich schon sehr interessieren.
    Allein schon die Bilder sind vielversprechend.
    Für mich besteht jedenfals schon ein Unterschied zwischen der Nutzung als Alltagsbekleidung und Textilkunst, aber das mag jeder anders sehen ;-)

    Karin

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  2. 2. Mai 2011 am 19:24

    “Unterschied zwischen der Nutzung als Alltagsbekleidung und Textilkunst”

    Und warum kann man das nicht so klar ausdrücken wie Du, anstatt wortgewaltig rumzufaseln, um letztlich das Gleiche auszudrücken?

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  3. kelli
    2. Mai 2011 am 19:41

    Liebe Tina,

    alleine der Text würde mich vom Besuch der Ausstellung abhalten.
    Sooo intellektuell bin ganz sicher nicht, ich hab es lieber in einfachen Worten.
    :grin:

    LG
    kelli

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  4. Navina
    2. Mai 2011 am 19:44

    Hallo Tina,

    recht haste!
    da ich nahe der Schweiz lebe, will ich mir in diesem Sommer mal Zürich anschauen. Aber ehrlich gesagt, ob ich diese Ausstellung besuche, bezweifle ich gerade sehr, befürchte ich doch, dass die dargebotene Textilkunst dem “intellektuellen” Gesülze entspricht.
    Bin also eher abgeschreckt. Nun, mir fehlt eben … die geistige Flexibilität.

    lg

    Navina

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  5. katrinle
    2. Mai 2011 am 19:51

    Witzig! Danke für den Hinweis. Mir hat es besonders der Cardigan für eine Giraffe und Agata Oleks, Olimpius 1 angetan. Letzteres bietet gleich einen erfolgreichen Ansatz für die Bestrickung von Herren – zuerst die Augen zu, dann geht der Rest auch…. :mrgreen: wobei, es wird natürlich wieder mal gehäkelt…. :lol:

    lg katrinle

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  6. 2. Mai 2011 am 20:21

    Darf ich auch als deutsche Strickerin mal hin? :razz:
    Eine Stunde Autofahrt und schon bin ich dort. Meinetwegen auch in 90 Minuten mit der Bahn.
    Von einigen der angekündigten Künstlerinnen und Künstlern konnte ich schon Ausstellungen sehen und war sehr angetan, auch wenn ich mir nicht gerade Anregungen für meine eigenen Arbeiten holen konnte. Aber macht ja nichts: bestimmt tut es mir gut, über meinen Gartenzaun zu gucken. Der Blick zum Horizont hier in der Gegend ist ja schnell mal durch einen Berg verstellt.
    Ich finde es klasse, was da in Zürich an Künstlern und Kunstwerken zusammen getragen wurde. Sehr gespannt bin ich auf Rosemarie Trockel, Sebastian Schönheit und Laura Neuvonen (The Last Knit).
    Und mich interessiert die Veranstaltung mit dem Thema “Knit&Code” enorm, über den Zusammenhang zwischen stricken und programmieren darf ich im Sommer einen Vortrag halten.

    Was den Text angeht: es handelt sich um eine Kunstausstellung und nicht um einen Kunsthandwerkermarkt. Da darf der elaborierte Code schon mal erlaubt sein. Man muss ja auch intellektuellen Spinnern wie mir mal was bieten, gell?

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  7. 2. Mai 2011 am 20:26

    Danke für den Hinweis.
    Da es für mich nur einen Katzensprung ist, werde ich wohl mal hingegehn. Werde davon berichten.
    Liebe Grüsse aus der schweiz
    Rita

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  8. 2. Mai 2011 am 20:47

    Vielen Dank für deinen tollen Tip. Die Ausstellung werde ich bestimmt besuchen, es ist für mich nicht weit. Schon die ersten gesehenen Bilder machen mich neugierig und auch wenn ich verschiedene Ausdrücke nicht mag, können die Künstler ja wenig dafür. Vielleicht ist es eine Chance, dass auch Stricken oder sonstige textlie Tätigkeiten etwas aufgewertet werden.

    Herzlich grüsst
    Brigitte

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  9. 2. Mai 2011 am 20:51

    Tja, die studierten Künstler sind eine Gattung für sich, nicht nur sprachlich. :roll:

    Nichts destotrotz reizt es mich hin zu fahren wenn mich die Laune dazu überfällt. Ich werde meine Augen einfach stur auf die Maschenwerke fixieren und jegliche hochgeschraubten Erklärungen dazu ignorieren. :mrgreen: Als Inspiration ganz bestimmt interessant.

    Danke fürs drauf aufmerksam machen. :grin:

    Liebe Grüsse
    Alpenrose

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  10. 3. Mai 2011 am 09:10

    *würg* Die Beschreibung ist ja echt schlimm. Und ich dachte, sowas gibts nur bei uns, wo Ausstellungen über “DIE Kelten” immer gleich mit Druiden locken wollten :roll:
    Sag mal, bist du jetzt eine von den Produktgestaltern, den Modedesignern oder den Textilarchitekten, du olle Crossovertante? :lol:

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  11. rita
    3. Mai 2011 am 09:20

    Zürich, währe für mich schon zu erreichen. Sie dauert ja noch einige Zeit. Mal sehen, ob mein Mann Lust hat mitzufahren. Strickausstellungen sind nicht oft zu sehen. Aber ich halte es mit Dir und mache einfach “Handarbeit”. Obwohl man Deine Werke schon auch als Kunst bezeichnen kann.
    Grüße von
    Rita aus dem Allgäu

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  12. MelD
    3. Mai 2011 am 14:57

    Lustigerweise hat mich meinen Mann auf diese Ausstellung aufmerksam gemacht!

    Gehe sicher mal hin (ca. halbe Std von hier) – obwohl die in St. Gallen habe ich schliesslich sausen lassen, es ist immer so ein pseudo-intellektuelles Getue hier in der Schweiz wenn es um Kunst(handwerk) geht, das nervt etwas (für mich als Engländerin!). Aber einem Blog zuliebe… ;) )

    Ich melde mich dann mal…!

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  13. Renate Kessler
    3. Mai 2011 am 15:26

    Oh danke! dass das mal jemand sagt, allerdings sollte die Ausstellung vielleicht bei dem Geschwafel NEW STITCHES Show heissen, oder? Weil, dieses hehre teutsch ist ja wohl ein schon ein Stilbruch…

    Schönste Grüsse,
    Renate (Chile)

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  14. Martina
    5. Mai 2011 am 11:55

    Hust, hust… mein Cousin ist einer der teilnehmenden Künstler und der Möbiusschal dort ist von mir gestrickt. Wenn es wirklich jemanden interessieren sollte könnte ich kurz schreiben was die gundlegende Idee meines Projektes ist. Abstrakt ist es allemal. Ich finde es gut wenn stricken so viel Aufmerksamkeit erregt und Diskussionstoff bietet.

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  15. MelD
    7. Mai 2011 am 20:01

    Also… ich (bzw. wir – mein Mann ist sogar mitgekommen :shock: ) war heute in der Ausstellung. Für Auswärtige möchte ich sagen, die Lage ist sehr schön, wirklich am See an einer recht ruhigen Stelle – Picnic mitnehmen!! Der China-Garten ist nebenan und es gibt noch einiges mehr zu sehen in der Nähe, wenn man will oder eben den Weg auf sich genommen hat. Sich informieren!

    Die Ausstellung selbst ist klein aber fein. Die Texte finde ich unmöglich, das übliche Kunstblabla, das man auch sonst aus Kunstausstellungen kennt. Die Objekte sind grösstenteils recht interessant und m.M. nach nicht sehr abstrakt – gestrickt, gehäkelt und ein paar Stickereien (ein bisschen stiefmütterlich behandelt, fand ich). Halt Kunstprojekte. Manche kannte ich aus dem Internet, die “Gebäudehüllen” von Anette Streyl z.B. die sind fantastisch, wenn man sie in echt sieht. Ansonsten sehr viel Grobstrick (normalerweise nicht so mein Ding) – eine Lampenhülle, die ich ebenfalls schon im Netz gesehen hab, eine Matratze (cool!) und Möbel aus PVC-Kabel… Modemässig haben uns die von City Guild of Leicester in Auftrag gegebenen Pullis für Menschen mit Behinderung beeindruckt, die Idee ist einfach toll, die Stücke fabelhaft.
    Da die Ausstellung klein ist, kommt man rasch durch – allerdings sind ein paar sehr gute Videos zu sehen, die ein bisschen Zeit brauchen. Zwei davon kannte ich schon – The Last Knit (gefällt mir jedes Mal mehr!) und eine faszinierende TED Rede von Margaret Wertheim über gehäkelte Korallen, sehr wissenschaftlich/mathematisch und jederzeit wieder aufrufbar…

    Alles in allem hat mir die Ausstellung gut gefallen, sie ist gut präsentiert. Der englische Titel nervt, aber eben. Wir Übersetzer können nicht immer Wunder vollbringen, das verstehe ich absolut!!!

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  16. 9. Mai 2011 am 10:28

    ich habe nexte Woche einen Termin in ZH, mal schauen ob es klappt. Es findet im Museum für gestaltung, dass es dann keine Ausstellung à la Handarbeitsmesse ist finde ich selbstverständlich und gerade interessant.

    Die Toleranz, die wir uns gerne für unsere Handarbeit wünschen sollten wir wohl auch gegenüber der Kunst, die mit dem gleichen “Material” arbeitet aufbringen können. Ich freu’ mich jedenfalls drauf mir dahingehend den Horizont erweitern zu lassen.
    antje

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