Keine Angst vor’m Dreisatz

Aus der Reihe “Strickmathematik für Fortgeschrittene” (danke an Mona für die Anregung :grin: )

Wer immer mit dem Originalgarn und der exakten Maschenprobe nach Anleitung strickt, kann diesen Beitrag getrost ignorieren :wink:

Alle anderen standen sicherlich schon mal vor einer Frage dieser Art:

  • “Ich habe eine MaPro von 19 M auf 10 cm und mein Strickstück soll 54 cm breit werden. Wieviele Maschen muss ich anschlagen?”
  • “Für einen Schal sind 20 M auf 10 cm angegeben, man soll 45 M anschlagen und der ist dann 22,5 cm breit. Ich habe aber dickeres Garn und komme nur 15 M. Wenn ich jetzt auch 45 M anschlage, wie breit wird der Schal?”
  • “In der Anleitung sind 24 M pro 10 cm angegeben, ich habe aber 26 M. Umrechnen will ich nicht. Kann ich einfach die Angaben für eine größere Größe nehmen, damit einen kleinere Größe rauskommt? Und wenn ja, nach welcher Größe soll ich stricken?”
  • “In der Anleitung werden 12 Knäuel á 125 m Lauflänge gebraucht, ich will ein Garn mit 140 m verwenden, wieviel Knäuel muss ich kaufen?”

Für alle Lösungen brauchen wir einen klassischer Dreisatz. Und der ist gar nicht schlimm. Ein Dreisatz erfordert immer nur zwei Rechenschritte. Man teilt irgendwas durch irgendwas und multipliziert es dann mit irgendwas anderem.

Man muss also nur wissen, welche Zahl man wodurch teilen und mit welcher Zahl malnehmen muss. Das Rechnen dürft Ihr dann dem Taschenrechner überlassen. Genau genommen muss man sogar nur wissen, wodurch man teilen muss, denn ob ich 2 x 3 : 4 rechne oder 3 x 2 : 4 oder 3 : 4 x 2 oder 2 : 4 x 3 ist völlig wurscht, es kommt das Gleiche dabei heraus, solange das geteilt-Zeichen immer vor der gleichen Zahl steht (wer’s nicht glaubt, rechnet mal schnell nach)

Mathematiker kriegen jetzt graue Haare, weil ich das nicht mit einem Bruchstrich darstelle. Aber wir machen hier ja gar keine richtige Mathematik, wir rechnen nur ein bisschen vor uns hin, damit die Mathephobiker keine Angst kriegen :wink: (wer keine Mathephobie hat, guckt mal hier, das ist es schulmäßig erklärt). Auf einem Bruchstrich sieht ein Dreisatz so aus :grin: :

Ich fand diesen Bruchstrich-Weg schon immer blöd und viel zu kompliziert. Ich gehe da einfach mit logischem Denken ran. Und diese Denkweise will ich mal versuchen Euch nahezubringen.

Der Trick bei dem Ganzen ist, daß Ihr erstmal bestimmen müsst, auf welche Einheit Ihr hinaus wollt. Soll das Ergebnis eine Menge (z.B. Maschen, Knäuel) oder eine Längenangabe (z.B. cm, m) sein? Diese Einheit kommt immer nur einmal in der Aufgabe vor und es ist die, durch die nie geteilt wird. Somit habt Ihr schon mal eine von drei Möglichkeiten ausgeschlossen. Verbleiben zwei Möglichkeiten, durch die wir teilen könnten und wir müssen nur noch logisch ergründen, welche wir nehmen.

Wie immer im Leben muss man sich fragen: Was hab’ ich? Was will ich? Wie kriege ich das? :wink:

Nehmen wir mal die erste Frage:

“Ich habe eine MaPro von 19 M auf 10 cm und mein Strickstück soll 51 cm breit werden. Wieviele Maschen muss ich anschlagen?”

Aha. Was habe ich? 19 (Maschen), 10 (cm) und 51 (cm). Was will ich haben? Maschen. Wie bekomme ich die?

Die Einheit, die ich haben will, nehme ich nach vorne (weil das ja die ist, durch die ich nicht teilen darf), in diesem Fall also Maschen. Für Maschen habe ich nur einen Wert, nämlich 19. Also 19 geteilt durch…tja, 10 oder 51? Wir nehmen 10. Warum? Weil ich erstmal wissen muss, wieviel M ich auf 1 cm habe (durch 51 würde auch keinen Sinn machen, ich habe ja keine 19 M auf 51 cm). 19 : 10 sind 1,9. Also 1,9 M auf 1 cm. Will ich 51 cm haben, muss ich also 1,9 x 51 nehmen. Macht 96,9, also schlage ich 97 M an.
Der Rechenweg in kurz: 19 : 10 x 51 = 96,9

“Für einen Schal sind 20 M auf 10 cm angegeben, man soll 45 M anschlagen und der soll dann 22,5 cm breit sein. Ich habe aber dickeres Garn und komme nur auf 15 M/10 cm. Wenn ich jetzt auch 45 M anschlage, wie breit wird der Schal?”

Aha. Was habe ich? 15 (Maschen), 10 (cm) und 45 (Maschen). Die 22,5 und die 20 kann ich getrost ignorieren, das ist nichts, was ich habe. Was will ich haben? cm. Wie bekomme ich die?

Die Einheit, die ich haben will, nehme ich wieder nach vorne, diesmal sind es cm. Für cm habe ich wieder nur einen Wert (praktisch, gell? :wink: ), nämlich 10. Also 10 geteilt durch…was nun, 15 oder 45? Wir nehmen 15. Warum? Weil ich erstmal wissen muss, wieviel cm eine M breit ist (durch 45 würde keinen Sinn machen, denn 45 Maschen sind ja nicht 10 cm breit). 10 : 15 sind 0,6666usw (unendliche viele 6en). Also ist eine Masche 0,666666usw cm breit. Schlage ich 45 M an, nehme ich die 0,66666 x 45 Maschen. Sind, wenn ich es in einem Rutsch durchrechne, genau 30 cm.
Der Rechenweg in kurz: 10 : 15 x 45 = 30 (einfacher zu rechnen ist 45 : 15 x 10, denn die erste und die letzte Zahl darf ich vertauschen, wenn das einfacher ist – wir erinnern uns: Wichtig ist nur, daß ich durch die richtige Zahl teile)

“In der Anleitung sind 24 M pro 10 cm angegeben, ich habe aber 26 M. Umrechnen will ich nicht. Kann ich einfach die Angaben für eine andere Größe nehmen, damit meine Größe rauskommt? Und wenn ja, nach welcher Größe soll ich stricken?

Theoretisch kann man tatsächlich in vielen Fällen einfach eine andere Größe stricken, wenn man eine abweichende Maschenprobe hat. Das funktioniert sogar bei Armkugeln, vorausgesetzt das Verhältnis zwischen Maschen und Reihen ist das gleiche wie in der Anleitung. Dazu teilt Ihr die Maschenzahl durch die Reihenzahl, z.B. 20 M : 30 R = 0,67 ist das gleiche Verhältnis wie 24 M : 36 R = 0,67. Funktioniert aber nicht mit jedem Schnitt, von daher gebe ich Euch keine Garantie.

Gehen wir mal davon aus, Ihr habt Gr. 42 und für diese Größe sind im Schnitt 54 cm Breite angegeben. Die Anleitung ist für insgesamt 5 Größen und die anzuschlagenden Maschenzahlen sind 112/120/128/136/144.

Aha. Was habe ich? 26 (Maschen), 10 (cm) und 54 (cm). Die 24 M-Angabe kann ich wieder ignorieren, die habe ich ja nicht. Was will ich haben? Maschen. Wie bekomme ich die?

Die Einheit, die ich haben will, nehme ich schon wieder nach vorne, jetzt sind es wieder M. Für Maschen habe ich nur einen Wert, nämlich 26. Also 26 geteilt durch…tja, 10 oder 54? Wer bei der ersten Aufgabe aufgepasst hat, weiß, daß es 10 sein müssen. Warum? Weil ich wieder wissen muss, wieviel M ich auf 1 cm habe (und ich logischerweise keine 26 M auf 54 cm habe). 26 : 10 sind 2,6. Also 2,6 M auf 1 cm. Will ich 54 cm haben, muss ich also 2,6 x 54 nehmen. Macht 140,4.
Der Rechenweg in kurz: 26 : 10 x 54 = 140,4
Das liegt nun dooferweise genau zwischen der 4. und der 5. Größe, da würde ich mich für die 5. entscheiden, denn etwas lockerer ist meistens besser als einen Tick zu eng.

“In der Anleitung werden 12 Knäuel á 50 g mit 125 m Lauflänge gebraucht, ich will ein Garn nehmen, das 140 m auf 50 g hat. Wieviel Knäuel muss ich kaufen?”

Voraussetzung hierbei ist allerdings, daß Ihr mit dem anderen Garn auf die gleiche Maschenprobe kommt, sonst kann die Rechnung nicht funktionieren. Wenn Ihr mit einem Ersatzgarn nämlich mehr Maschen auf 10 cm habt, verbraucht Ihr auch mehr Meter, habt Ihr weniger Maschen, braucht Ihr weniger Meter als vom Originalgarn. Wir rechnen jetzt aber nur aus, wieviel Knäuel Ihr beim gleichen Verbrauch in Metern kaufen müsst.

Aha. Was habe ich? 12 (Knäuel), 125 (m) und 140 (m). Was will ich haben? Knäuel. Wie bekomme ich die?

Die Einheit, die ich haben will, nehme ich wieder nach vorne, hier haben wir jetzt mal Knäuel. Für Knäuel habe ich wieder nur einen Wert, nämlich 12. Also 12 geteilt durch…tja, 125 oder 140? Was wäre denn logisch? Logisch wäre, wenn ich erstmal die Gesamtmeter des Originalgarns ausrechne. Das wären 12 x 125 m. Und das Ergebnis durch die Lauflänge meines Wunschgarns teile, nämlich 140.
Der Rechenweg in kurz: 12 x 125 : 140 = 10,71 oder 12 : 140 x 125 = 10,71

Und ich bin mir fast sicher, daß Xfleur, wenn sie denn überhaupt bis hierhin durchgehalten hat, gerade einen mittelschweren Tobsuchtanfall bekommt :mrgreen: Nix für ungut, Du darfst solche Aufgaben natürlich auch gerne nach Gefühl lösen :wink:

Aber wenn jetzt nur ein einziger Leser durch mein Geschreibsel etwas kapiert hat, was er vorher nie verstanden hat, bin ich schon glücklich :grin:

33 comments for “Keine Angst vor’m Dreisatz

  1. Mona
    30. Oktober 2011 am 17:42

    Hallo Tina,
    ich hätte nie gedacht, dass Du die Anregung mit dem Dreisatz umsetzt :oops: , wobei es mich immer etwas gewundert hat, dass viele gar nicht wissen, wie der Dreisatz umgesetzt wird.
    Danke für die Mühe und liebe Grüße von Mona, die bisher immer mit Bruch gerechnet hat :lol: :lol: :lol:

  2. 30. Oktober 2011 am 17:45

    Dein Geschreibsel macht mich GLÜCKLICH,
    auch wenn ich den Dreisatz vorher schon beherrscht habe.
    LG Tine

  3. Eira
    30. Oktober 2011 am 18:27

    Ähm *meld* :mrgreen:

    Ich mache das verkürzt so: Maschenprobe ergibt von mir aus 25 Maschen = 10 cm. Fertige Breite sollen 48 cm sein. Dann rechne ich 25 x 4,8 = 120 Maschen für 48 cm.

    LG Eira :cool:

  4. Eira
    30. Oktober 2011 am 18:28

    … plus 2 Maschen für den Rand, selbstverständlich :cool:

  5. 30. Oktober 2011 am 18:33

    Jepp, ist genau der gleiche Weg, bloß abgekürzt.

  6. 30. Oktober 2011 am 18:38

    Tina – du bist einfach unbeschreiblich :!: – der mit dem Schal, war für mich, oder? *g*
    Ich werde mir das auf sicher ausdrucken – Danke!

    Liebe Grüße;
    Anja

  7. 30. Oktober 2011 am 19:20

    nicht verzagen – Tina fragen; wie immer genial einfach – oder einfach genial :mrgreen: – danke Tina

  8. kerstin
    30. Oktober 2011 am 19:30

    auch wenn ich den dreisatz beherrsche. find ich gut, dass du das mal so erklärt hast. viele tun sich schwer damit. ich werde meiner freundin einen link hierher schicken- für den fall, dass ich mal nicht in der nähe bin ;-)
    lg
    kerstin

  9. Carola
    30. Oktober 2011 am 19:48

    G E N I AL :grin:

  10. Bettina
    30. Oktober 2011 am 20:22

    Mir gefällt vor allem die Grafik richtig gut! Dreisatz hab ich erst beim Stricken richitg kapiert…

  11. Charity
    30. Oktober 2011 am 20:29

    :lol:

    Dreisatz fand ich nie schwierig – aber deine Erklärung und dieses geniale Bild…

    echt klasse. :mrgreen:

  12. 30. Oktober 2011 am 20:46

    Hätte ich dich mal in der 5. oder 6. Klasse als Mathelehrerin gehabt …! :wink:

    Ich habe damals nie kapiert welche Werte über und welche unter den Bruchstrich kommen und deshalb immer so lange rumprobiert, bis ein vernünftiges Ergebnis rauskam. Leider funktionierte diese ‘Methode’ nur bei Textaufgaben, die es selten gab, und dementsprechend sah meine Mathenote aus. :oops:

    LG Andrea

  13. 30. Oktober 2011 am 20:55

    ja der dreisatz – danke nochmal für die erklärung – ich überleg da eins aufs andere mal und “nerv” dann oft meinen mann mit der frage – “du wie ging diese schlußrechnung (so nennen wir das) gleich nochmal”??? daraufhin hat er mir letztens einen excel sheet erzeugt der mir das sehr einfach ausrechnet…
    lg gudrun

  14. 30. Oktober 2011 am 22:19

    Sehr schön erklärt =)
    Ich mach das auch immer so (für mich ist das irgendwie “nach Gefühl” :D)
    Neulich habe ich ein neuen Pullover angeschlagen (an dieser Stelle muss ich ja einen tadelnden Blick zu Tina werfen, seit sie vor Urzeiten mal Cromarty von Alice Starmore angeschlagen und gezeigt hat, bin ich diesem Pullover einfach verfallen :lol: ).
    Nun gehöre ja ja zu den Elfen und daher war der Pullover mit 114cm Umfang etwas weit angesetzt. Also bin ich, da ich ja eh gerne kleine Nadeln mag, auf die dolle Idee gekommen, einfach wesentlich dünneres Garn (Sprich eine kuschelige Sockenwolle) zu nehmen. Nun war ich mir aber immernoch nicht sicher, ob das nun so mit der Breite klappt, oder ob ich den Mustersatz noch zusätzlich ändern sollte, daher entstand folgende chaotische Rechnung:

    a) Wie ist die Maschenprobe des Originalgarns? Wie weit wäre der Pullover, wenn ich ihn glatt rechts stricken würde und ich eben die angegebene Maschenzahl anschlage? Ergebnis: 147,2cm
    b) Aber da sind ja Zöpfe und so! Das zieht sich zusammen auf etwa 114cm (soll ja so rauskommen). Also mal gucken, wie sich das so prozentual zusammenzieht: 114:147,2=0,77…. Also schrumpft das Ganze auf etwa 77% der ursprünglichen Breite zusammen.
    c) Was ist meine Maschenprobe? Mhm, keine Ahnung, so ca 30 wenn ich angenehm mit stricke und mit dem Wechsel von linken und rechten Maschen und Zöpfen und dem restlichen Zeug. Also, wie weit wird der Pullover, wenn ich mal anschlage und glatt rechts stricke? 122,3 cm!
    d) Und das schrumpft dann ja auf so ca 77% der ursprünglichen Breite! 122,3*0,77=94,45

    Fazit: Passt also.
    Nun habe ich ja schon ein kleines bisschen gestrickt und kann sehen, wie es sich so zusammen zieht. Das Maßband sagt (ich hab nur das Vorderteil gemessen, ist aber identisch zum Rückenteil): 46,5-47 breit => Pulloverweite von 93-94 cm. Der Rest kommt bestimmt beim Spannen. Jedenfalls liege ich schonmal nicht völlig daneben!

    So, nun meine Frage, liebe Tina… Gibts das auch in einfach? Ich habe die Befürchtung, etwas sehr kompliziert gerechnet zu haben :roll:

  15. 30. Oktober 2011 am 23:17

    Suuuuuper! :) Ich merk mir den Dreisatz immer mit “ums Eck denken”:

    19 M = 10 cm
    x = 51 cm

    Und dann wird ums Eck malgenommen, wie es praktisch da steht: 19 x 51, und das ganze dann durch 10, feddich. Wichtig is nur, dass die Einheiten untereinander stehen, dann kann nix schiefgehen.

    Dein Bild von der Dreisatzformel ist übrigens genial!

  16. 30. Oktober 2011 am 23:46

    Der Gag bei mir ist, daß ich so schon seit je her beim Handarbeiten rechne. Aber frag mich bitte nicht, wie viel Liter Sprit mein Auto auf 100 km verbrät…da hol ich jedesmal mein Heft mit den Formelsammlungen :???:
    Irgendwie krieg ich den Dreisatz da nicht ins Hirn. Aber vielleicht klappt das jetzt mit Deiner Erklärmethode, die ich sehr sehr gut finde.

    Liebe Grüße, Ruthy

  17. gerlinde
    31. Oktober 2011 am 01:52

    Jaaaa, Tina als Mathe-Lehrer – haett’ ich mir auch gewuenscht (+ ihr ‘Werkzeug’ :mrgreen: )

    Dafuer war wenigstens meine Physik- und Chemie-Lehrerin derart logisch und gut verstaendlich, dass sie mich noch heute im Geiste durchs Leben begleitet.
    Beides ist auch – soooo wie sie immer sagte – staendig um einen herum.
    Gut, Mathe zwar auch aber es scheint wirklich auch ein Teil am Lehrer zu liegen. Kapier’ wirklich nicht, warum ausgerechnet Mathe nie in meinen Schaedel zu kriegen war und darum sich spaeter auch nur noch auf (m)eine ‘Hausfrauen-Mathe’ (was ich nicht ausgebe gehoert mir!) reduzierte – tztztz.
    Gut, etwas mehr (zur ‘Supermarkt-Bekaempfung’) – aber nicht die Welt. :oops:

    Plaediere wirklich: Tina als Lehrerin in Mathe und ich sing’ den ganzen Tag “ich bin entzueckt, ich bin entzueckt” (fast) :razz:

    Liebe Gruesse,
    Gerlinde

    PS: wenigstens waerst Du mir mit Deinem ‘Robin-Hood-Tagesjob’ (Steuerberatung?!) darum wohl auch schon einiges lieber, da verstaendlicher – denke ich mal so.

  18. Patty
    31. Oktober 2011 am 08:17

    Huhu Tina

    Wenn ich den Dreisatz nicht gut kann (und dafür sprechen einige 1 in Mathe) würde ich den bei deiner Erklärungen nochmal gerne lernen. So mit Stricken ist doch auch mal was anderes als eben mit den trockenden anderen Zahlbeispiele.

    Gruß Patty

  19. katrinle
    31. Oktober 2011 am 09:34

    Hi Tina,
    das ist mal wieder ein Beispiel dafür, dass Erklären und Verstehen eine ganz persönliche Angelegenheit ist. Ich hätt wohl nix davon verstanden, wenn ich den Dreisatz nicht schon gekonnt hätte….. :mrgreen:

    “Ich habe eine MaPro von 19 M auf 10 cm und mein Strickstück soll 54 cm breit werden. Wieviele Maschen muss ich anschlagen??

    Da rechne ich immer in zwei Schritten, dann brauch ich nicht über oben oder unten nachzudenken. Man muss einfach auf die Grundeinheit 1 zurück:

    10 cm entspricht 19 M
    1 cm entspricht 1,9 M (beides durch 10 geteilt)
    54 cm entspricht 1,9 x 54 = 96,9 also ca. 97 M. (beides mal 54 genommen)

    Aber wie schön, dass Dein Weg für so viele genau richtig war! Danke fürs Erklären! Und für das tolle Bild! :)

    liebe grüsse katrinle

  20. kelli
    31. Oktober 2011 am 10:57

    Liebe Tina,

    danke ganz herzlich.
    Sooo schön kann Mathe sein!
    :cool:

    LG
    kelli

  21. 31. Oktober 2011 am 11:46

    Heute gehört es ja angeblich schon fast zum guten Ton, dass man kein Mathe kann. Mir wars immer peinlich, zumindest solange noch Zahlen im Spiel sind. (*)
    Bei mir wars aber nie Unfähigkeit — nein, ich halte mich nicht für doof, und Mathe-legastheniker gibts zwar, aber sehr selten — sondern schlichtweg mangelndes Interesse. Das Hirn spart gerne Energie, und wenn es keinen Grund sieht, sich damit zu beschäftigen, und noch dazu die Lehrer in der Schule einem keine Gründe liefern, dann schaltet es auf Durchzug.
    Zum Glück habe ich jetzt einen Grund, es zu lernen (Hurra Stricken) und gleich auch mehrere methoden – Tinas und die diverser Kommentatorinnen – um mir einen Weg zu suchen, der für mich funktioniert.
    So vom Lesen her leuchtet jedenfalls alles ein. Und die Kombination aus common sense und Faustregel (immer wann man teilt ist egal etc) wirds hoffentlich richten.
    Mein nächstes Projekt wirds zeigen: ich nehme nämlich ein anderes Garn als das “vorgeschriebene”…

    (*Kein Wunder, dass unsere Welt gerade untergeht… besser lesen: http://www.brandeins.de/archiv/magazin/rechnen.html)

  22. Maggiesocks
    31. Oktober 2011 am 12:31

    Ich bin wohl wirklich eine Mathe-Legasthenikerin gewesen ……….. den Dreisatz kann ich bis heute nicht.

    Tina – ich liebe dich. Danke!
    Jetzt muss ich das nur noch ausdrucken und so aufbewahren, dass ich es auch wiederfinde.

  23. 31. Oktober 2011 am 14:36

    Sensationell!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Uschi

  24. Eva
    31. Oktober 2011 am 15:11

    Wie klasse! :-)
    Mit der Maschenzahl habe ich irgendwie selten ein Problem, bei mir haut immer die Reihenzahl nicht mehr hin, was bei Musterpullis dann mitunter Probleme gibt.
    Vielleicht sollte ich das auch mal mit dem Dreisatz angehen…

  25. claudi
    31. Oktober 2011 am 16:48

    Hallo Tina,
    in der Schule habe ich Mathe gehasst (genau wie meine Töchter jetzt – muss wohl an den Genen liegen). Aber den Dreisatz, den hatte ich ganz schnell kapiert und auch nie wieder vergessen. Wie die Strickerei dann losging, war ich richtig froh, dass ich wenigstens das noch konnt und wende ihn seitdem immer wieder bei Umrechnungen an. Das dollste aber ist, dass ich ihn sogar meiner Tochter für die Schule nahe bringen konnte. Für alles andere in Mathe muss dann mein Mann hinhalten.

    Trotzdem danke für die Erklärungen und die Arbeit, die du dir immer wieder machst!

    Ganz lieben Gruß
    Claudia

  26. claudi
    31. Oktober 2011 am 16:49

    Hallo Tina,
    in der Schule habe ich Mathe gehasst (genau wie meine Töchter jetzt – muss wohl an den Genen liegen). Aber den Dreisatz, den hatte ich ganz schnell kapiert und auch nie wieder vergessen. Wie die Strickerei dann losging, war ich richtig froh, dass ich wenigstens das noch konnte und wende ihn seitdem immer wieder bei Umrechnungen an. Das dollste aber ist, dass ich ihn sogar meiner Tochter für die Schule nahe bringen konnte. Für alles andere in Mathe muss dann mein Mann herhalten.

    Trotzdem danke für die Erklärungen und die Arbeit, die du dir immer wieder machst!

    Ganz lieben Gruß
    Claudia

  27. JanaH
    31. Oktober 2011 am 18:03

    Liebe Tina,
    ich kann den Dreisatz auch ziemlich gut und liebe ihn, weil er so vielseitig anwendbar ist. Aber ich finde es schön, dass du doch noch einige Anwendungsgebiete gezeigt hast, die mir neu waren.

    Insbesondere an “Ich stricke einfach eine andere Größe und am Ende passt es dann” habe ich mich noch nicht getraut. Lieber habe ich ein anderes Garn gesucht, mit dem die Maschenprobe gestimmt hat.

    Aber jetzt kann ich das auch!

    Ein Hurra und viele Grüße
    JanaH

  28. 31. Oktober 2011 am 19:26

    Liebe Tina,

    als totale Zahlenblinde, die ohne den Strickrechner von woll-insel.at kein Stück weiterkäme, bin ich begeistert.

    Ach, ääääh, öööh, wo Du schon so schön dabei bist … :lol:

    Wie berechnet man Ärmelschrägen richtig, wenn das Muster sich innerhalb des Ärmels von unten nach oben ändert und sich sehr unterschiedliche Maschenproben ergeben? DAS Problem hatte ich bei progressiven Musteränderungen schon oft. Ich nehme meistens einfach ein Stück Papier, pause einen Ärmel von einem Pulli ab und lege meine Arbeit immer wieder darauf, um zu sehen, wo ich zunehmen soll :oops: . Das geht mathematisch sicher eleganter und präziser, oder? Tipp für mich?
    Viele Grüße
    Martine

  29. Inah
    31. Oktober 2011 am 19:28

    Jaaa, ich liebe den Dreisatz. Auch wenn ich in der Schule damal wirklich kein Matheass war :oops: . Aber den Dreisatz brauch ich beim Einkaufen genauso wie beim Stricken, denn auch ich stricke eigentlich nie mit dem Originalgarn.

    Übrigens rechne ich den Dreisatz nie mit dem Bruchstrichgedöns, sondern eben auch ganz altdeutsch. (wobei es ja letztendlich aus selbe hinauskommt)

    Aber toll, dass Du den Rechenweg nochmal aufgedröselt hast. Denn ganz oft begegnet mir auf meinen Tipp den Maschenbedarf mit dem Dreisatz auszurechnen bloß verständnisloses “höööö??? Dreisatz????”

    Diesen Dreisatzlehrgang werde ich sicher ab und zu verlinken.

    Liebe Grüße, Inah

  30. Irene
    31. Oktober 2011 am 19:28

    Das “Dreisatz-Bild” ist der Brüller!

    Wenn mein Sohn ihn in der Schule lernt, werde ich Dein Beispiel aufnehmen, dann aber mit Eishockeyschlägern und Pucks. Ich werde dann ewig in bester Erinnerung bleiben, manchmal ist das nämlich nicht so, ich sage nur Pubertät!

    LG Irene

  31. 1. November 2011 am 08:30

    Die Erklärung ist einfach klasse! Vielen Dank.

  32. xfleur
    3. November 2011 am 01:25

    Mach dir mal keine Sorgen um mich, ich halte schon länger durch als du….;-) aber deine ganzen Aktivitäten, die du gerade startest und gestartet hast, zeigen mir doch, wie kritikunfähig du eigentlich bist….:D

  33. 3. November 2011 am 11:21

    Naja, wenn Du meinst… :lol:

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