Leserfragen: Halsausschnitt

Heute hat Martine ein recht spezielles Problem:

Ich habe noch nie einen Halsausschnitt selbst errechnet, der auch wirklich passt. Strickrechner (ich nehme fast immer den von der Wollinsel, da ich mit anderen nicht zurecht komme) helfen nicht, Dein wunderbares Heft hilft nicht… Was soll ich nur tun/was mache ich falsch? Gibt es vielleicht einen auf Halsausschnitte spezialisierten Strickrechner, bei dem man sich verschiedene Formen aussuchen kann und erst dann ausgerechnet wird?
Was nicht funktioniert ist bei mir recht unterschiedlich. Die häufigsten Fehler sind:

  • der Halsausschnitt wird viel breiter als errechnet. Selbst wenn ich 2 bis 4 Zentimeter von dem Wert, den ich erreichen will, abziehe, wird er immer noch zu breit. Bei Halsausschnittslösungen, die ganz ohne Blende auskommen oder nicht abgekettet, sondern stillgelegt werden, wirkt sich das besonders katastrophal auf die Endform aus. Meistens muss ich dann eine Blende stricken, die ich eigentlich nicht wollte, oder die Blende, die aus den stillgelegten Maschen entsteht, sehr viel länger stricken als gewollt.
  • der Halsausschnitt (etwa bei Rollkragenpullover) sitzt zu tief und der Rollkragen kann ihn nicht verdecken
  • der Halsausschnitt sitzt zu hoch und ich kann nicht mehr die ganzen Abnahmen ausführen, die für die Breite errechnet wurden (passiert mir z.B. immer, wenn ich nach Deiner Methode für einen runden Halsausschnitt vorgehe).
  • der Halsausschnitt ist zu tief und zu breit (bei V-Ausschnitten)

Hast Du Tipps und Links?

Ich muss gestehen, da bin ich überfragt. Vor allem bei der Frage, warum der Halsausschnitt anders wird als errechnet. Es kann auf jeden Fall schon mal nicht dran liegen, daß Du zu locker strickst, Du strickst ja noch fester als ich und das ist echt ‘ne Kunst :wink: Ich orientiere mich bei meinen Halsausschnitten an anderen Pullovern, wo er so ist, wie ich ihn haben will und dann kommt das normalerweise auch hin.
Hier brauchen wir den Rat der versammelten Schwarmintelligenz (schöner Begriff, habe ich bei Ravelry aufgeschnappt :wink: ) Vielleicht hat ja jemand ähnliche Probleme gehabt und eine Lösung gefunden?

Beim Pfoten voten haben wir jetzt aber wieder Boden verloren – Ihr streng Euch nicht genug an :sad:

40 comments for “Leserfragen: Halsausschnitt

  1. 6. Mai 2012 am 15:27

    Liebe Tina,

    ganz, ganz lieben Dank fürs Posten.
    Dass DU mal überfragt bist :-O Ich kann es gar nicht glauben!
    Ja, mit diesem Problem schlage ich mich schon so langer herum, wie ich stricke, und ich bin sehr gespannt, ob jemand eine Lösung/Idee hat.
    Noch einmal vielen, vielen Dank!!
    Liebe Grüße
    Martine

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  2. 6. Mai 2012 am 15:41

    Ich vermute du berechnest deine Ausschnitte in der vorderen Mitte zu tief.

    Tinas Weg einen fertigen Pullover als Anhaltspunkt zu nehmen ist auch meiner. Aber man hat ja nicht immer gleich das passende Objekt zum messen.
    Da ich Schnitttechnikerin bin geh ich da gleich vor wie in der Schneiderei und versuch das mal in Worten zu erklären:

    In der Schneiderei geht man vom Grundschnitt aus, egal was für eine Form das Teil zum Schluss bekommt. Und da ist der vordere Halsausschnitt etwa ein Viertelkreis. Um diesen nun etwas weiter zu gestalten verbreitert man an der Schulternaht z.B. 2cm, aber in der vorderen Mitte nur 1cm. Das heisst dass der Ausschnitt nur um die Hälfte vertieft werden darf um den er verbreitert wird.
    Wenn du nun einen Pullover ausmisst, aber gerne einen grösseren oder auch kleineren Ausschnitt möchtest, addierst bzw. subtrahierst du in der vorderen Mitte nur die Hälfte des Betrages um den du an der Schulternaht veränderst. ;-)

    Zum V-Ausschnitt kann ich leider nix sagen, da ich diese nicht mag und deshalb nie mache, sorry.

    Aber da bekommst du sicherlich noch gute Tipps hier. :-D

    Liebe Grüsse
    Alpi

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  3. inge aszmoneit
    6. Mai 2012 am 16:25

    Interessant! Das Problem hatte ich noch nie.

    Runde Halsausschnitte berechne ich 18 cm breit,
    im Rücken 2 cm tief und am Vorderteil 8 cm tief.

    Bei Sommerpullovern vorne gerne auch einmal 12 cm tief.

    V-Ausschnitte berechne ich ebenfalls 18 cm breit,
    im Rücken 2 cm tief und im Vorderteil 25 cm tief.

    Gemessen wird immer vom Schulterpunkt am Halsbeginn nach unten.

    Wenn ich ein klassisches Armloch mit 19 cm Höhe stricke,
    beginne ich im Rücken bei 17 cm Armlochhöhe mit dem Halsausschnitt
    und im Vorderteil entsprechend bei 11 cm Armlochhöhe.

    Aus meiner Sicht braucht es dazu keinen speziellen Rechner.

    Je nach Wollstärke rechne ich mir runde Halsausschnitt so aus:
    18 cm = z. B. 40 Maschen, kann einfach am Gestrick abgemessen werden.
    Für die Rundung nehme ich beidseitig ab 4, 3, 2, 1, 1, 1, 1 Maschen = 13 x 2 = 26 Maschen.
    40 Maschen – 26 Maschen = 14 Maschen, die nehme ich in der Mitte auf einmal ab, dann kommen die “Rundungsabnahmen”.

    Beim V-Ausschnitt kommt man in der Regel für die Schräge mit 1 Masche Abnahme in jeder 4. Reihe hin.

    Gutes Gelingen

    LG, Inge

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  4. 6. Mai 2012 am 16:45

    Ja, genau, ich strenge mich nicht genug an bei Voten für Pfoten, weil das nervt!!
    Code ist nicht korrekt – tja, war das eine L oder eine eins? Eine Null oder ein großes O??
    Passwort ist nicht korrekt – habe ein neues bestellt, O.K. Und wo ist jetzt das Fenster, wo ich den Code zu einem merkbaren Passwort ändern kann? Nicht mehr zu finden.
    Ansonsten sind wir dabei, eine Katzenbaby zu adoptieren, das zusammen mit zwei Geschwistern in einen Altglascontainer geworfen wurde. Dieses hat als einziges überlebt. Die Menschheit ist einfach das Letzte. Grüße, Petra

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  5. 6. Mai 2012 am 16:54

    Ich nehme auch einen Pulli als “Schablone” oder gucke in meinem Fundus an Anleitungen, um einen MittelwertAnhaltspunkt zu bekommen, falls ich mir mal unsicher bin. Dann versuche ich aus das Garn zu berücksichtigen und das Muster. Das verhält sich ja auch unterschiedlich.

    Beim Berechnen gehe ich wie Inge vor.

    Ansonsten kann ich Dir das leider auch nicht weiterhelfen.

    Der Begriff “Schwarmintelligenz” kommt übrigens aus dem naturwissenschaftlichen Bereich ;) (Beispiele: Ameisenstaat oder Bienenvölker)

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  6. rosenherz
    6. Mai 2012 am 17:00

    Ich habe bisher alle Halsauschnitte selbst berechnet, und ich nehme Bezug auf den vorigen Eintrag, auf Inge Aszmoneit. Ich berechne den Halsausschnitt ähnlich, allerdings bin ich mit meinem 1,52 m Größe eher bei den Kleinwüchsigen anzusiedeln und mir ist ein runder Halsausschnitt mit 8 cm Tiefe viel zu tief, als dass er sich da noch um den Halsrand legen würde. Bei mir reichen 4-5 cm Tiefe max für einen Rundhals, der auch als Rollkragen gehen würde.

    Normalerweise stricke ich den Rückenteil zuerst und dort nehme ich max 2 cm Tiefe Halsausschnitt. Für den Hals beim Vorderteil kann ich mir ja anhand der Reihen vom Rückenteil ja schon ausrechnen, wieviele Reihe ich insgesamt brauche vom Armloch bis zur Schulter. Davon ausgehend berechne ich dann die gewünschte Tiefe und Reihenanzahl und Abnahmen beim Vorderteil.

    Für die Breite des Halsauschnittes nehme ich nur 16 cm max., das reicht bei mir, sonst geht der Ausschnitt zu weit auf dei Schultern, außer ich will das so haben.
    Ich kenne eine Regel, die lautet: Rückenbreite (von Armfalte zu Armfalte) dividiert durch 3. Diese Drittel nehme ich und verteile sie: ein bisschen weniger als ein Drittel für die Schultern, und etwas mehr als ein Drittel für den Hals. Ein Beispiel von mir selbst: Rückenbreite 42 cm : 3 = 14 cm. Da stricke ich dann 13,5 cm je Schulter und 15 cm breit den Halsausschnitt (ergibt zusammen 42 cm Rückenbreite).

    Beim Rundhalsausschnitt teile ich die Abnahmen so, dass ich einen Teil der mittleren Maschen abkette oder stilllege. Den Rest der Abnahmen verteile ich so, dass auf den letzen der Höhe keine Abnahmen mehr kommen, das habe ich von einer Fachfrau in Wien gelernt. Beispiel: also wenn der Ausschnitt nun 6 cm tief werden soll, so verteile ich die Abnahmen auf die 4 cm Tiefe, die restlichen 2 cm der Halstiefe werden am Halsrand einfach hochgestrickt bis zur Schulter.

    Auch beim V-Ausschnitt stricke ich die letzten 2 cm bis zur Schulter ohne Abnahmen und so sind die Ausschnitte bsiher gut gelungen bei mir.

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  7. rosenherz
    6. Mai 2012 am 17:03

    ach ja … diese Tippfehler … es muss heißen in meinem vorigen Eintrag: ” … verteile ich so, dass auf den letzten 2 cm der Höhe keine Abnahmen mehr kommen …”

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  8. rosenherz
    6. Mai 2012 am 17:10

    Für einen tiefen V-Ausschnitt kenne ich eine Regel, die da lautet: 2 cm länger (oder anders gesagt: tiefer) als das Armloch hoch ist. Beispiel: Armloch 22 cm, V-Ausschnitt ist dann 24 cm tief, gemessen vom höchsten Schulterpunkt senkrecht nach unten (nicht schräg bis zur Mitte des Brustkorbs messen!).

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  9. Mona NicLeoid
    6. Mai 2012 am 17:18

    Ich habe ja keine Ahnung von Strickrechnern, ich mache das meistens ganz banal anhand meines selbst entworfenen Schnittes und der Maschenprobe. Ich überlege mir, wie breit und tief der Halsausschnitt werden soll und rechne das entsprechend aus.

    Wenn man von unten nach oben strickt, kann man ja zwischendurch ganz gut messen und gucken, wie es aussieht, bevor man mit dem Halsausschnitt anfängt. Aber auch wenn ich von oben nach unten stricke, lässt es sich ganz gut ausprobieren und im Zweifelsfall unterwegs korrigieren.

    Meinem Eindruck nach ist es für ein Oberteil elementar wichtig, dass es im Schulterbereich gut sitzt. Wenn man z.B. auf Ravelry Pullover sieht, deren Halsausschnitt nicht so gelungen aussieht, dann liegt es oft daran, dass die Schultern/Ärmelansätze nicht passgenau gearbeitet sind, das zieht dann gern mal den Ausschnitt nach unten oder hinten.

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  10. stregalinda
    6. Mai 2012 am 17:35

    Bin auch ‘Brettstrickerin’ und habe bislang auch meist nach dem Prinzip ‘alter Pulli = Muster für neuen Pulli’ gearbeitet. Mit einer Ausnahme, da wollte ich den V-Ausschnit tiefer und etwas gerundet haben. Habe mich dabei an Hanna Jaacks, Große Strickschule (dort die Kapitel ‘Grundwissen/Faustregeln für klassische Pullover’ und ‘Spitzen und Formen bei V-Ausschnitten’) orientiert und es hat gut geklappt…

    Das Buch gibt es im Buchhandel spiralgebunden für 12,95 €uronen. Frau Tichiro hatte, glaube ich, mal die gebundene Weltbild-Ausgabe für € 7,95 vorgestellt…

    Mal reingucken kann ja nicht schaden und vielleicht hilfts….
    Viel Erfolg
    Stregalinda

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  11. 6. Mai 2012 am 17:58

    Moin zusammen!
    Wer die Maschenzahl für den Halsausschnitt bereits weiß, der kann sich nach dieser Tabelle für einen runden Halsausschnitt richten:

    http://www.hamburgerstickladen.de/shpSR.php?p1=378&p2=411

    Ich teile die Maschenzahl vom Rückenteil auch immer durch drei. Dann habe ich schon mal einen groben Anhaltspunkt. Für die Halsbreite und -tiefe habe ich meinen Grundschnitt. Grundsätzlich kann ich für mich sagen, dass meine runden Halsausschnitte nie breiter sind als 20 cm und insgesamt ca. 10 cm tief. Soll heißen, wenn hinten 3 cm sind, werden es vorne 7 cm.
    Ich habe irgendwo in meinem Fundus noch eine Tabelle mit Maßangaben für Pullover in verschiedenen Größen und Formen. Diese stammt genau wie die Halsausschnitttabelle aus dem Anleitungsheft für die Brother Strickmaschine. Ich muss mal schauen, wo das abgeblieben ist.

    LG Sabine

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  12. dajana
    6. Mai 2012 am 18:33

    Ich mache das immer nach Schnauze …(rot werde )
    Halte mir das Teilchen ran und stricke dann danach . Aber ich bin auch nicht soooo der Experte wie ihr …
    liebe grüße dajana

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  13. 6. Mai 2012 am 18:51

    So viele Antworten in so kurzer Zeit … Nicht zu fassen! Ich danke Euch!!!

    Nun, wenn ich mir die Antworten so ansehe, mache ich das gar nicht so anders, als hier im Durchschnitt beschrieben wird. Warum es nicht klappt, weiß ich nicht so genau.
    Zugegeben, an alten Pullovern messen kann ich nicht, da habe ich nichts, was halsausschnittstechnisch wirklich passt (die von mir gestrickten passen ja wie gesagt nie, und die gekauften sind schon alt und aus der Form oder haben so “untypische” Halsausschnitte, dass sich daran nichts ausmessen lässt). Allerdings glaube ich nicht, dass das Ausmessen das Problem ist.

    Die runden Ausschnitte habe ich bisher immer so ausgerechnet wie inge aszmoneit … nur dass sie so nicht werden, sondern die Maße, die dabei nachher rauskommen, reiner Zufall sind.
    Mit den V-Ausschnitten ist es ein wenig komplizierter, weil ich so klein bin. Ich versuche, mich an Modellen aus Anleitungsheften oder Strick-Grundlagenbücher zu orientieren, was aber nicht wirklich etwas bringt.
    Die theoretischen Maße stimmen immer, nur gestrickt stimmen sie nicht mehr.

    Ein Gedanke ist, dass grundsätzlich das Gewicht des Garns (als Brettstricker braucht man ja zwangsläufig mehr Material) mir immer wieder einen Streich spielt und das Ganze zu sehr auseinander zieht. Oder dass ich vielleicht zu schmale Schultern habe und deshalb nichts sitzen kann?

    Wenn ich einen Ausschnitt nach Maschenprobe für 18 cm Breite berechne, kann ich sicher sein, dass er am Körper nicht 18 cm sein wird, sondern alles Mögliche zwischen 24 und 32 cm. Das Gleiche gilt für die Tiefe und Breite eines V-Ausschnitts.

    Tja, ich weiß auch nicht. Besonders ärgert mich das bei Sommermodellen, die man ohne Blende stricken möchte. Ich plane einen Ausschnitt von 18 cm … und alles rutscht mir von den Schultern runter und befindet sich Mitte der Oberarme … :-(

    Aber wie ich sehe, ist das Problem offenbar nicht ganz so einfach zu lösen. Zumindest das ist mir ein Trost :-)
    Ob ich’s in diesem Leben noch lerne?

    Liebe Grüße
    Martine

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  14. Mona NicLeoid
    6. Mai 2012 am 20:31

    “Oder dass ich vielleicht zu schmale Schultern habe und deshalb nichts sitzen kann?”

    Öhm, wenn du es für deine Schultern passend strickst, dann sitzt es auch.
    Das ist ja genau der Punkt, den ich oben angesprochen habe – wenn der Halsausschnitt schlecht sitzt, vor allem wenn alles verrutscht, liegt es in vielen Fällen daran, dass die Passform im Schulterbereich nicht stimmt.

    Das lässt sich alles sehr leicht lösen, indem man sich richtig ausmisst und passende Ärmel/Schultern strickt.

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  15. inge aszmoneit
    6. Mai 2012 am 20:42

    Hallo Mona,

    schade, dass Du so weit weg von München wohnst.
    Ich würde diesen ominösen Strickprozess ja zu gerne in natura sehen.

    Wenn Du mal wieder etwas zu stricken beginnst, kannst Du Dich auch gerne bei mir melden.

    LG, Inge

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  16. 6. Mai 2012 am 20:45

    >Wenn ich einen Ausschnitt nach Maschenprobe für 18 cm Breite berechne, kann ich sicher sein, dass er am Körper nicht 18 cm sein wird, sondern alles Mögliche zwischen 24 und 32 cm. Das Gleiche gilt für die Tiefe und Breite >eines V-Ausschnitts.

    ??? Hä???
    Nee, also da kann ganz grundsätzlich was nicht stimmen. Das Gewicht des Garns kann das im Leben nicht so sehr verziehen, zumal Du ja mit eher mit dünnem Garn strickst.
    Da muss doch irgendein Denkfehler vorliegen *grübel*
    Wenn Du eine MaPro von beispielsweise 30 M/10 cm hast und Dein Ausschnitt soll (ohne Blende) 20 cm breit werden, dann muss er nach allen Abnahmen 60 M breit sein, das ist Fakt. Wie kann er dann später auf einmal 25 cm breit sein?

    Wenn der Ausschnitt später breiter wird als berechnet, wie verhält es sich mit der Tiefe? Wird er dann auch tiefer als geplant? Oder dafür eher nicht tief genug?
    Wie groß bist Du denn? Und wie breit machst Du Deine Pullover in Schulterhöhe? Machst Du Armausschnitte und Armkugeln oder überschnittene Schultern?

    Ein Foto von so einem missratenen Ausschnitt hast Du vermutlich nicht?

    Rätselnde Grüße
    Tina

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  17. MarieLisa
    6. Mai 2012 am 22:11

    Ich kann nix zu Ausschnitten sagen aber fürs Voten funzt es immer noch nicht! :((
    Liebe Grüße

    Lisa
    PS: Ich bleib aber dran!

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  18. Chaluda
    6. Mai 2012 am 23:35

    Hallo Martine,
    ich glaube irgendwas mit Deinen Messungen stimmt nicht! (Siehe Tina)
    Wie vermisst Du Dich selber und wie Deine Maschenproben oder Strickwerke?
    Mein Tipp dabei, wenn Du in deiner Nähe einen guten Näh- oder Wollladen hast, läßt Du Dich am besten dort einmal vermessen und wenn Du einen guten Wollladen hast, hilft Dir der bei dem Ausschnitt. Bei mir ist das immer große Rechnerei, wenn ich nicht gerade nach Anleitung stricke (was ich inzwischen meist tue).
    Oder Deine Rechnungen stimmen hinten und vorne nicht.
    2cm zuviel?? Ich rechne immer mit meiner Maschenprobe und meist stimmt sie, vertauschst Du vielleicht Reihen- mit Maschenanzahlen?
    Es kann ja nicht sein, dass Du immer falsch misst und der Ausschnitt nie stimmt, aber anscheinend sind die eher etwas lockerer geschnitten, wenn schon die Schultern rutschen.
    Mein Tipp, laß Dich einmal von einer Fachfrau vermessen, einmal mit ihr zusammen rechnen, ansonsten gute Anleitungstipps für Ausschnitte sind hier reichlich, ich werde mir auch gleich nochmal einige verinnerlichen.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg für Deine zukünftigen Ausschnitte :-)
    wollige Grüße aus Köln

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  19. Mona NicLeoid
    7. Mai 2012 am 07:35

    @ inge: Ich bin mir nicht sicher, ob du dich lustig machen wolltest oder ich deine Formulierung einfach nicht verstehe. An meinem Strickprozess ist jedenfalls nichts ominös, und meine Sachen kannst du gern bei Ravelry angucken (Benutzername CeardCreatha).

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  20. PiaPessoa
    7. Mai 2012 am 10:58

    Moin Mona,

    überleg doch mal – könnte Inge mit Ihrem Kommentar nicht die ursprüngliche Fragestellerin gemeint haben? Und mit dem “ominösen Strickprozess” meinen: Ich würd Dir (Martine) gerne über die Schulter schauen, damit ich Dir besser helfen kann?

    LG, Pia Pessoa

    PS: Martine – du nimmst aber für einen Halsausschnitt von 18cm Breite nicht etwa 18 cm AUF JEDER SEITE AB? Dann würde es nämlich wirklich weit werden…

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  21. 7. Mai 2012 am 11:06

    @Tina
    Aaalsooo: Wenn ich den Pullover liegend abmesse, stimmt immer alles einigermaßen. Und am Körper eben nicht. Deshalb dachte ich, das Gewicht sei vielleicht ein Faktor. Die Breite ist je nach Modell und Schnitt natürlich unterschiedlich. Ich stricke meistens oversized mit leicht überschnittenen Schultern. Zur Größe: Ich bin 1,52 klein.
    @Chaluda
    So ein Geschäft gibt es hier nicht mehr, aber ich werde mal sehen …

    Ich danke Euch jedenfalls sehr für Eure Versuche, mich auf den richtigen Weg zu bringen.

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  22. Mona NicLeoid
    7. Mai 2012 am 11:23

    Da können alle möglichen Faktoren mitspielen. Hast du zufällig bei Ravelry Tragephotos von deinen Sachen? Dann könnte man dir sicher etwas detaillierter Rat geben.

    Für mich klingt es jetzt so ins Blaue hinein geraten danach, dass erstens die Passform generell nicht stimmt, und zweitens, dass du schwere und zum Ausleiern neigende Garne benutzt.

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  23. 7. Mai 2012 am 11:38

    @Mona NicLeoid
    Tragefotos habe ich nicht, ich versuche mal, einen Ausschnitt zu fotographieren und an Tina zu schicken. Meine Pullis sind schon schwer, das ist richtig. Als Brettstricker verbraucht man eben mehr Material :-/. Vor allem bei Sommerstrick aus Baumwolle wird es natürlich recht gewichtig.

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  24. 7. Mai 2012 am 13:10

    :-) Nachgemessen: Die Breite in Schulterhöhe liegt bei Pullovern mit Armkugel bei 35 cm, bei überschnittenen Schultern zwischen 40 und 45 cm (je nachdem, wie tief der Ärmel sitzen soll). Hilft das denn weiter?

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  25. Anita
    7. Mai 2012 am 13:54

    Hallo liebe Mitstrickerinnen!
    Vielleicht liegt es daran, dass Strick eben dehnbar ist. Mir ist das mal passiert, als ich die Abkettkante am Rückenteil zu locker gemacht habe. Der Ausschnitt ist mir sonstwohin geleiert. Nicht umsonst sind bei T-Shirts oft feste Bänder an der Kante angenäht. Jetzt achte ich darauf, dass die Rückenausschnittkante beim Konfektionieren stabil wird, ggf. durch Aufnähen eines hübschen Bandes. und alles ist gut.
    Liebe Grüße
    Anita

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  26. Bea
    7. Mai 2012 am 16:56

    Ich benutze den Strickrechner von http://www.fully-fashioned.net
    Der ist günstig und hat bisher alles perfekt ausgerechnet.
    Man kann den Halsausschnitt als rund oder V eingeben. Wenn man dann nen Herzchenausschnitt will, muss man selber ein wenig abändern.

    Klappt prima.

    Grüßle, die Bea

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  27. 7. Mai 2012 am 17:39

    @Bea
    Den hatte ich auch mal besorgt, kam aber damit nicht zurecht (*schäm*). Wenn ich mich recht erinnere, brauchte man dafür sehr viele Informationen (Maße), die ich entweder nie brauchte, oder nie hatte/kannte, und ich hatte Probleme mit der Konvertierung des Outputs (und sogar mit der Interpretation, wenn ich es noch richtig weiß).
    Woll-Insel.at finde ich an sich ganz angenehm, weil man z.B. Ärmelschrägen ausrechnen kann, ohne gleich alle anderen Angaben zum Gesamtpullover eingeben zu müssen.

    Fotos habe ich probiert zu machen, ging aber nicht so, wie ich wollte. Aber hier könnt Ihr z.B. einen dieser verkorskten Ausschnitte sehen, wenn auch undeutlich: http://www.strickloft.kunst-loft.de/wp-content/uploads/2011/04/Strickwelten-aus-Papier-04.jpg
    Er sollte 20 breit werden und ohne Blende bleiben, wurde über 30 und ist selbst mit der Blende viel zu weit.

    Es ist schon seltsam, ich hatte in den 80ern nie Probleme damit. Ich habe ganz ohne Maschenprobe gestrickt, nie nachgemessen, blind nach Anleitung gestrickt, und es passte alles. Jetzt, wo ich es “richtig” machen will, wird das Ergebnis erheblich schlechter. Eigenartig … Aber nun …

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  28. Konni
    7. Mai 2012 am 18:43

    jetzt muss ich mal fragen: bist du die Martine, die gerne oversized Pullis trägt?
    dann wundert mich das garnicht. Die breite Schulter neigt zum rutschen und zieht den Halsausschnitt auseinander. Es herrscht eben das Gesetz der Schwerkraft :(
    Nun gibt es eine alte Maurerregel, die besagt, der Rest kommt beim verputzen. Das heißt in dem Falle, ich greife zur Häkelnadel und umhäkle Schulternaht und Halsausschnitt von innen mit stramm gezogenenen Kettmaschen. Wenn das nicht reicht, wird Nahtband eingenäht, vom rechten Schulternahtende über die rückwärtige Halslinie zum linken Schulternahtende. Notfalls auch um den gesamten Halsausschnitt. Interessanterweise wird das auch hier in einer der Quelleanleitungen empfohlen :)
    Übrigens habe ich eine ähnliche Methode schon an sehr elastischen Shirts mit großen Ausschnitten in Geschäften gesehen. Da ist das Nahtand auf die Schulternähte geheftet, am Hals wird es nicht befestigt, sondern nur vorbei geführt

    liebe Grüße

    Konni

    PS. da ich nicht gerade schmal bin und viele g Wolle an mir “ziehen”, verfahre ich bei den meisten Pullis so, auch wenn sie auf Figur gestrickt sind

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  29. 7. Mai 2012 am 18:54

    @Konni
    Ja, die bin ich :-) ) (Musste gerade arg grinsen …)
    Hm, verstehe. Den Trick mit den Kettenmaschen muss sich auf jeden Fall ausprobieren, ich danke Dir !! Aber sieht man das denn nicht?

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  30. Steffi
    7. Mai 2012 am 18:58

    Wenn die Schultern nicht nur schmal, sondern dazu auch noch abfallend sind, hilft es ganz gut, wenn die Schualternaht nicht rechtwinklig zur Mittelnaht verläuft, sondern ebenfalls abfallend ist.
    bei mir wollte es obenrum auch nie sitzen, bis ich die Schulternähte (d.h. Die Oberkanten der Vorder- und Rückenteile rechts und links vom Halsausschnitt) nach außen hin abfallend gestrickt habe.
    seitdem ich das mache, passt alles wunderbar.

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  31. Konni
    7. Mai 2012 am 19:12

    hallo Martine,

    nein, man sieht es nicht, da von innen genau in die Schulternaht gehäkelt wird. Am Hals wird ja meistens ein Bündchen oder Kragen angestrickt und in die Grenzlinie zwischen Rumpf und Bündchen häkle ich meine Kettmaschen. Wenn der Pullover aus ziemlich dicker Wolle ist, nehme ich dafür ein dünneres Garn in der gleichen Farbe.

    liebe Grüße

    Konni

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  32. 7. Mai 2012 am 19:48

    Lauter interessante Ansätze, ich danke Euch :-)

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  33. 7. Mai 2012 am 20:29

    Neben Euren Kommentaren hat mir Tina auf dem eMail-Weg weitergeholfen und siehe da … Ich hab’s!
    Ich hatte das Problem früher auch bei Selbstgetricktem nie und habe mir nach einem kleinen eMail-Austausch mit Tina Fotos von mir mit Pullis angeguckt, die noch saßen. Und da traf es mich: Alle Pullis, die mir je standen, ob gekauft oder selbstgestrickt … (Trommelwirbel, Tusch und überhaupt …) … hatten SCHULTERPOLSTER, die ich immer wieder von dem einen in den anderen umnähte!!! Das ist es! Meine blöden Schultern sind schuld!!!!
    Jetzt muss ich nur noch überlegen, wie ich meine Schulterlänge küntig umrechne. Durch die Polster brauchte man auch mehr Schulterlänge, die jetzt ohne nicht mehr nötig ist, daran habe ich nie gedacht und immer weiter dieselbe Schulterlänge gestrickt. Mensch, bin ich blöd !!!!

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  34. Elisabeth Bastian
    7. Mai 2012 am 21:11

    Meinen Halsausschnittstricke ich folgendermaßen und es hat noch immer geklappt. Ich drittele meine Gesamtmaschenzahl. Die äußeren Drittel für die Schulter und das innere für den Halsauschnitt. Daas innere drittel wird wieder durch 3 geteilt. Der Wert der hier rauskommt kommt in die Mitte und in 3er Abnahmen die seitlichen Teile abgenommen. Ich hoffe ich konnte mich verständlich ausdrücken. Habe ich keine Zahl teilbar durch 3 so kommt der große Wert immer innen und die restlichen Maschen verteile ich nach außen. Noch Fragen?? Gerne beanworte ich sie in einem Beispiel. Das ist für den Rundausschnitt. Spitze Ausschnitte mag ich nicht so, hier kann ich ncht weiterhelfen. Schöner Abend, Elisabeth

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  35. Mona NicLeoid
    7. Mai 2012 am 21:55

    Ich sagte ja, das klang alles sehr nach einem Schulterpassformproblem :)

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  36. Chaluda
    7. Mai 2012 am 22:43

    Na irgend eine Lösung in dieser Richtung mußte es ja sein! ;-)
    Jetzt muß ich Dich aber nochmals blöd fragen, WER

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  37. Chaluda
    7. Mai 2012 am 22:48

    gnpfm gnpfm gnpfm, nomma:
    Na, irgendeine Lösung in dieser Richtung mußte es ja sein! ;-)
    Jetzt muß ich Dich aber nochmal blöd fragen, WER hat Dich denn vermessen? Wenn das nämlich Maße von einemSchulterpolsterpulli sind, geht das wieder gepflegt in die Hose, selber Deine Schulterbreite messen, kann ich mir auch nicht vorstellen das das klappt. Auf dem Photo sah der Pulli, ´n klein bißchen riesig aus, so´n bißchen breit an den Schultern, da wundert´s mich nicht, das der Ausschnitt was groß ist. Du solltest trotz überdimensionaler Breite Deine schmalen Schultern beachten!!!!! Oder wieder die Schulterpolster rauskramen ;-)
    wollige Grüße aus Köln

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  38. gundi
    8. Mai 2012 am 07:12

    Ich habe noch einen anderen Verdacht: Du schreibst etwas von Baumwolle! – Und ein Gestrick aus Baumwolle hat nicht die Rücksprungkraft wie eins aus Wolle.
    Wenn du einen Wollpulli mit anliegendem Halsausschnitt über den Kopf ziehst, dehnt der sich kurzzeitig auf den Kopfumfang aus und zieht sich dann wieder zusammen und liegt am Hals dort an, wo es ausgerechnet wurde. Zwischen Kopfumfang und Halsumfang liegen schon mal ca. 20 cm (z. B: KopfU 56 cm, HalsU 36 cm). Wenn du jetzt einen entsprechend am Hals eng anliegenden Baumwollpulli über den Kopf ziehst, rutscht der auch darüber – und anschließend hat der Halsausschnitt den Umfang deines Kopfes, also ca. 20 cm mehr; da kannst du vorher so viel rechnen wie du willst…….

    Und wenn du diesen eng anliegenden Halausschnitt mit Kettmaschen oder Band stabilisierst, bekommst du ihn nicht über den Kopf;-)
    Dieses Problem kannst du eingentlich nur durch die Wahl eines für BW geeigeneten Modelles umgehen, z. B. Jacke, Top mit weitem Ausschnitt oder Verschluss. (Und nicht alle kommerziellen Anleitungen sind wirklich alltagstauglich, da hilft manchmal einje gesunde Portion Skepsis, bevor man losstrickt;-))

    Manches Nützliche über die Gestaltung von Pullovern für verschiedene Figurtypen, gerade auch zum Thema Schulterformen und Materialien, steht übrigens in “Sweaterdesign in Plain English” von Maggie Righetti. Dort habe ich schon so manchen nützlichen Tipp zum Thema Passform gefunden…..
    gundi

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  39. Mona NicLeoid
    8. Mai 2012 am 07:44

    Dieses Buch hätte ich auch empfohlen, neben “The knitter’s handy book of sweater patterns” von Ann Budd ist das meine meistgenutzte Quelle beim Pulloverstricken

    Zum Thema Passform und Anpassung von Anleitungen auf die eigene Figur (was hier meinem Eindruck nach immer noch der Hauptknackpunkt zu sein scheint) kann ich außerdem “Little Red in the City” von Ysolda Teague sehr empfehlen, das bekommt man hier http://ysolda.com/patterns/collections/littlered/ entweder als reines e-book oder auch als gedrucktes Werk (Tina, wäre das nicht auch mal was zum Renzensieren? Es ist ganz nett gemacht.)

    Des weitere gibt es noch “Fit to Flatter” von Amy Herzog, das ist eine Serie von Blogposts, die man aber auch als PDFs kaufen kann: http://www.amyherzogdesigns.com/f2f/

    Wenn man sich solche Sachen durchliest, kommt man auch schnell darauf, dass die meisten Anleitungen in deutschen Heften unförmige Säcke sind, die einfach niemandem passen können.

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  40. 8. Mai 2012 am 11:04

    @Chaluda
    Na ja, niemand hat mich vermessen. Ich habe einfach immer die Maße meines alten (damals gekauften) “Masterpulli” genommen, und der hatte eben Polster.
    @Gundi
    Du schreibst “nicht alle kommerziellen Anleitungen sind wirklich alltagstauglich, da hilft manchmal einje gesunde Portion Skepsis, bevor man losstrickt”. Ja, das ist auch durchaus ein Teil meines Problems. Ich gehe immer davon aus, dass jemand das gestrickt hat und jemand das auf dem Bild trägt, und es also möglich ist, es genau so zu stricken und zu tragen. Ich mag es eigentlich nicht, wenn jemand “früher war alles besser” sagt, aber nun muss ich es doch auch tun: Ich habe bis Mitte der 90er gestrickt und danach nicht mehr, und erst vor 2,5 Jahren wieder angefangen. Damals musste man sich das nicht fragen, die Anleitungen waren alle stimmig. Daher neige ich dazu, zu vergessen, dass es heute nicht mehr so ist.
    @Mona
    Ach, ich stricke ja auch freiwillig unförmige Säcke – Tina kann’s bestätigen, sie hat gestern Bilder gekriegt ;-) -. Aber ich werde trotzdem da reingucken, ich danke Dir.

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