Stricken macht schön - Martina Behm

Ihren Hitchhiker kennt vermutlich fast jeder - und auch wenn ich den Hype um ein einfaches langgezoges Dreieck mit Zackenrand in kraus rechts nicht nachvollziehen kann (angefangen hat alles mit dem Baktus - der ist noch simpler), so gibt der Erfolg ihr doch recht. Inzwischen hat die Hamburgerin Martina Behm zwei Modellbücher auf den Markt gebracht - wer von dieser Art Tücher begeistert ist, findet darin Nachschub.

Kürzlich entdeckte ich bei Amazon dann dies hier:

Stricken macht schön ist kein Strickbuch mit Modellen oder Techniken, sondern ein Buch über das Stricken selbst, die Liebe zu unserem Hobby und die Höhen und Tiefen, die so ein Strickerleben ausmachen. Die Leseprobe bei Amazon hat mir gefallen, also hab’ ich es gekauft - thematisch erinnert es mich an das Buch von Wendy Johnson (bloß ohne Anleitungen).

Die 144 Seiten im Taschenbuchformat sind schnell gelesen - da die einzelnen Kapitel nur 4 - 6 Seiten lang sind, eignet es sich wunderbar als Badezimmer-Buch :wink: Es ist nett geschrieben und jede Strickerin wird sich selbst an vielen Stellen wiederfinden. Ein feines Lese-Buch für alle, die leidenschaftlich gerne stricken.

Hallo Tina,
jetzt weiß ich, warum ich immer die Fliegenpatsche brauche, um mir die Männer vom Leib zu halten :-)))
LG, Inge

Besonders gefallen haben mir die Bemerkungen zum Zöpfestricken! Mir ging es auch so, bis mir eine liebe Kollegin sagte:” Machen Sie es einfach genauso, wie es in der Anleitung steht.” Und oh Wunder, ich konnte auf einmal Zöpfe stricken!
LG, Jule

Marion Nadamavie

Oh, jetzt möchte ich das Buch haben!

Marion Nadamavie

Zöpfe stricken? Frau Behm kann nur rechte und linke Maschen. Vielleicht übt sie heimlich und ihr nächstes Modell ist ein Zopf.
Nein, Spaß beiseite, Martina Behm’s Modelle sind ideal zum Strickenlernen. Das Endergebnis kann man gut gebrauchen. Wenn ich noch an meine Strickanfänge und die Strickobjekte von vor 50 Jahre zurückdenke, dem oblikatorischen Waschlappen, den Socken und dem Pullover und genau in dieser Reihenfolge und nach dem persönlichen Geschmack unserer jeweiligen Handarbeitslehrerin. Da wären mir ein Hitchhiker, eine Lintilla und eine Magrathea lieber gewesen.
Aber ob man 140 Seiten über das Stricken als solches nachdenken muss, muss sich jeder selbst fragen, der sich das Buch kauft. Und ich hoffe nicht, dass ich es von irgendeinem meiner Verwanden oder Bekannten, die meine Leidenschaft kennen, zum nächsten runden Geburtstag geschenkt bekomme.

Ich mag ihre Modelle auch als erfahrenere Strickerin sehr gerne ab und an. Zum einen ist es nett, ab und an auch mal was ganz simples zu stricken, zum anderen gibt es so einige bunte Handfärberstränge, die auf dem Knäul irgendwie eine tolle Farbmischung haben, sie aber als Strumpf entweder ganz anders entwickelt oder viel zu schade sind zum nicht-komplett-aufbrauchen. Da ist so ein Modell wie der Hitchiker perfekt.

Die Idee zum Stricken lernen ist aber auch nicht schlecht. Nicht so ganz simple aber auch nicht schwer und man lernt schon einige Stiche/Maschen(?)

Liebe Grüße
Bianca

Ich finde die Modelle von ihr ideal zum unterwegs stricken und dann als Mitbringsel - über ein Tuch hat sich bisher noch jeder gefreut, gerade wenn es aus einem optisch schönen Garn gefertigt ist. Die Leseprobe des neuen Buches erinnerte mich ein bisschen an “Yarn Harlot” :)

Liebe Grüße,
Anyana

Hauptsächlich kannte ich den Baktus, von “Karies und Baktus” ;-) , nein im Ernst, so schlecht finde ich ihre Sachen nicht, durch einfaches rechts stricken kommt das Garn besser zur Wirkung, also warum nicht?
Ob ich das Buch jetzt brauche, lasse ich mal so dahin gestellt (momentan brauche ich eher ein Frühstück!!),
vielen Dank für´s vorstellen!!!
wollige Grüße aus Köln

Diese kleinen bunten Tücher sind perfekte Geschenke. Darüber freut siche jede/r, wenn man die richtigen Farben wählt.
Ich selber habe gerade für MICH 22 little Clouds in einem einfarbigen hellen Grau in ganz weicher Wolle gestrickt und liebe dieses Tuch, obwohl Rüschen sonst so gar nicht meins sind. Es sitzt perfekt, rutscht nicht weg, wärmt den Hals, sieht gut aus und war nebenher zu stricken.
So was macht Spaß.

Liebe Grüße
Ursula

Ehrlich gesagt: Meine nächste grüne Strickjacke bekommt eine riesige hellrosa Blüte als Intarsie in den Rücken gestrickt. Eigentlich nur eine Maßnahme gegen zuwenig Garn, aber je länger der Winter dauert, desto besser gefällt mir die Idee. Und die klassischen Arans kann ich nicht mehr sehen. Überhaupt nichts Klassisches oder Schlichtes mehr, wenn ich genau drüber nachdenke. Die aktuelle Rowan von vorgestern (?) gefällt mir super.
Aber die aktuelle Begeisterung für dreieckige Stricktücher kann ich auch nicht verstehen. Ich mag lieber feine, seidige, bunte Schals.

Ich muss sagen, ich liebe den Hitchhiker oder die Lintilla. Solche Tücher kann man immer schnell mal zwischendurch stricken und kommen auch als Geschenk immer gut an.
Ob man ihr neues Buch jetzt braucht, sei dahin gestellt. Ich habe die Leseprobe auszugsweise gelesen und denke, man kann es sich kaufen, muss man aber nicht. Ich habe einen Kompromis gemacht und es mir als ebook für 5,99 bei z. B. libri.de in meinen amazon Wunschzettel gebeamt.

Über dieses Buch bin ich neulich beim Amazon-Stöbern auch gestolpert, hab’s mir aber bisher nicht auf die Wunschliste gesetzt.

Gegen die Tücher von Martina Behm habe ich mich anfangs auch eher gesträubt, weil mir kraus rechts eigentlich noch nie gut gefiel und ich gerade die etwas aufwendigeren Lace-Tücher viel spannender zu stricken fand.

ABER: Inzwischen weiß ich diese schlichten Tücher auch sehr zu schätzen. Zum einen, weil die wachsende Zahl meiner Stricktreffs gelegentlich auch geistlosere Strickwerke erfordert (irgendwann hatte ich es einfach satt, dauernd rückwärts stricken zu müssen, weil ich beim Quasseln wieder irgendwo einen Fehler eingebaut hatte).

Zum anderen, weil ich im letzten Jahr selber mit dem Handfärben angefangen habe, zusätzlich zu dem einen oder anderen bunten Schatz, den ich vorher schon käuflich erworben hatte. Und solche Garne bringen kein noch so schönes Lacemuster gut zur Geltung, sehen aber zu solch einfachen Tüchern verstrickt teilweise echt spektakulär aus.

Und last not least sind diese Tücher ein ebenso gutes Mitbringsel/Freundinnengeschenk wie Socken - und Stinos kann ich echt nicht mehr sehen, ich habe noch drei UFO-Paare bei mir rumfliegen und ich mag mich einfach nicht aufraffen, sie zuende zu bringen …

Strecktechnisch find ich die Tücher wenig reizvoll, getragen aber sehr nett. Zudem lassen diese einfachen Muster viel Raum für die Eigenart der Wolle.
Bietet sich für Selbstgesponnen sehr an.
Ist wie mit den Danielsen Sachen. Da kann Wolle einfach wirken.
Sind nette Geschnek, mögen fast alle gerne.

Muss zugeben liebe ich aber auch Dreiecks oder Flügeltücher, Loops z.B. sind nicht so meines.

Mal schauen ob ich mir das Buch hole, muss ich noch nachdenken drüber :-)
Als ebook evtl

Für so ein Allerweltsgeschreibsel würde ich bestimmt kein Geld ausgeben. In meinen Augen völlig überflüssig.

Na, eigentlich finde ich die Idee mit so einem Buch schon ganz nett. So eine Art Kolumnensammlung. Ich hatte es auch schon auf Martina Behms Seite gefunden (sie hat dort ein Video, in dem sie ein Kapitel vorliest). Aber mir geht es wie Anyana. Das ist mir doch sehr an Yarn Harlot dran. Von ihr habe ich bisher alle Bücher gelesen, aber man merkt, dass es schwer ist, das Niveau zu halten. Irgendwann ist alles über eine falsche Maschenprobe gesagt.
Der Titel ist allerdings gelungen!

Nee, wenn jemand keine Halstücher trägt, dann eignet sich so was auch nicht als Geschenk.

Ich habe gerade über den Jahreswechsel unsere Garderobenschränke aufgeräumt und ein Dutzend Halstücher aus der hinterletzten Schubladenecke in die Spendentüte für die örtliche Kleiderkammer gepackt - alles Geschenke von wohlmeinenden Menschen: Seidentücher, Baumwolltücher, Strick- und Häkeltücher, vieles davon liebevoll handgefertigt, wenn auch nicht immer vom Schenkenden selber.

Aber ich trage so was nicht, weil ich den Stil nicht mag und die Form unpraktisch finde. Für mich selber stricke ich nur lange Schals oder große rechteckige Schaltücher.

Das Buch, na ja… nett, kann man wohl sagen. Badezimmerlektüre trifft’s auch. Dass sich jeder strickende Mensch darin wieder findet, würde ich nicht behaupten, dafür sind wir doch alle zu verschieden :)

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