Nee, aber mit Shilasdair gestrickt
Also daß ein Garn beim Stricken dermaßen abfärbt, habe ich auch noch nicht erlebt. Soll aber laut den Kommentaren bei Ravelry bei diesem Garn nicht ungewöhnlich sein und die überschüssige Farbe geht bei der ersten Wäsche raus. Mich stört’s nicht wirklich, das Garn strickt sich trotzdem traumhaft und ich bin ganz verliebt in die Farbschattierungen (das ist Farbe W = Bracken):
Das Projekt habe ich “Frollein Hildegard” getauft, das wird ein Pullover aus dem Heft “Aus Garn und Wolle” Nr. 26, erschienen schätzungsweise Mitte der 50er Jahre. Mehr dazu in Kürze, wenn ich ein Stück weiter bin.
Die gelbe 30er Jahre-Jacke habe ich auch nicht vergessen, die Anleitung kommt, sobald ich sie nochmal gestrickt habe.
28 comments
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2. March 2013 at 05:54
gabriele
Liebe Tina,
das Grün in diesen Schattierungen ist ein wahrer Traum. Eine meiner Lieblingsfarben.
Das Abfärben erinnert mich an eine Merino von Schachenmayr in dunklem Türkis, die ich für eine Jacke verwendet habe. Beim Stricken musste ich alles abdecken, weil Hände, Hose und alles Drumrum total bläulich waren.
Nach der ersten Wäsche hatte sich alles erledigt.
Selbst das Tragen der Jacke über einer weißen Bluse war problemlos.
Viel Vergnügen noch beim Nadeln.
Herzliche Grüsse
Anupa Gabriele
2. March 2013 at 07:10
sandra
das abfärbeproblem ist mir auch bestens bekannt und zwar mit der linea pura - anima von lana grossa in schwarz, unglaublich wie verfärbt meine hände danach aussahen!
nach dem waschen hatte sich das problem dann auch weitestgehend erledigt, aber wenn ich mich an die farbe des schaumes in der waschmaschine zurückerinnere…gruselig…ich konnte nur noch an chemie denken und trage den daraus gestrickten pulli auch nur sehr ungern *lach
liebe grüsse und ein schönes we, sandra
2. March 2013 at 08:10
Irmgard Fuchs
Das Abfärben kenne ich vor allem von pflanzengefärbter Wolle. Deshalb habe ich auch mal ein Kinderjäckchen mit Stoff gefüttert, damit ja nichts färbt.
2. March 2013 at 09:38
Annette
Ohhh! So sehen meine Hände auch aus. Nur mit schwarz, das in blau schattiert auf der Hand. Es ist auch nach mehrfachen waschen immer noch zu sehen. Das Ganze kommt von schwarzer Sockenwolle.
LG Annette
2. March 2013 at 10:25
Michaela
Ich habe das Problem mit Shilasdair auch.(Ich verstricke ein petrolgrün)
Es sind vor allem die Farbtöne,die mit Indigo gefärbt wurden.
Ich wollte ein Cardigan mit einer farbigen Borte stricken und jetzt habe ich Angst,dass es nach der ersten Wäsche alles grün wird.
Das Garn ist wunderschön ,aber es ärgert mich schon.Für so was finde ich es einfach zu teuer.
LG
Michaela
2. March 2013 at 10:54
anja
in meinem blog habe ich die Woche über Echtheitskriterien von Farbe berichtet. Das Abfärben entsteht wahrscheinlich durch einen Farbüberschuss. In der Bücherei zeigte mir gestern die Bibliothekarin ihre bunten Finger entstanden durch Sockenwolle eines deutschen Herstellers.
Eigentlich hilft da nur vorheriges Waschen und Fixieren, das sollte aber bei den Wollpreisen eigentlich schon beim Hersteller passiert sein.
LG Anja
2. March 2013 at 11:56
Heike
Oooch, geht doch noch. Ich kann da noch einen draufsetzen: http://images4.ravelrycache.com/uploads/VampiratKnits/141498624/Zuviel_Farbe_medium.jpg
Ich hoffe, du kannst deine Farbe bequem abwaschen, ich musste schrubben :-/
Sehr ärgerlich, da die Wolle teuer ist, es den Wasserverbrauch erhöht und nicht gerade gut für die Haut ist (schrubben…)
Gab es hier bei der Färberin auch nur bei blau bisher.
Liebe Grüße und fröhliches Weiterstricken. Mir gefällt, was ich da sehe
Heike
2. March 2013 at 12:38
MissEmmi
Genauso gehts mir auch gerade - ich verstricke die Farbe uig sea-green:
http://www.ravelry.com/projects/MissEmmi/venus
Aber traumhaft schön und kuschelweich ist die Wolle trotzdem!
LG und ein schönes Wochenende,
Petra
2. March 2013 at 14:03
Bettina
ich denke, bei naturfarben, vor allem indigo in gruentoenen kommt das schonmal vor. da ist die wolle ja schon zweimal gefaerbt und es kann ein farbueberschuss vorhanden sein. bei chemiefarben dagegen sollte das nicht mehr passieren, zumal die grosshersteller auch ganz andere waschmoeglichkeiten haben! bei pflanzenfarben kann man ja auch keine starken waschmittel einsetzen, ohne die farben zu veraendern. andererseits - indigofarbabrieb ist nicht gesundheitsschaedlich - es gibt sogar laender, in denen noch indigopulver in schon dunkel gefaerbte stoffe eingerieben wird, weil ihm heilkraefte zugeschrieben werden:)
2. March 2013 at 14:43
Mona NicLeoid
Bei Pflanzenfärbung kommt das des öfteren vor. Meiner Erfahrung nach geht es von den Händen problemlos ab, und nach der ersten Wäsche färbt auch die Wolle nicht mehr aus.
Wer sich über so was beschwert, sollte am besten gar keine industriell gefertigte Kleidung mehr tragen, denn was da alles unsichtbar an Chemie rauskommt, ist viel schlimmer.
Besonders peinlich finde ich es, wenn sich dann auch noch über den Preis von in Europa hergestellter handgefärbter Wolle beschwert wird. Ja meine Güte, dann kauft halt gesundheitsschädliche Billigscheiße bei Kik!
2. March 2013 at 14:46
groschenroman
Genau daher kenn ich das mit dem Abfärben auch. Wolle die mit Pflanzenfarbe gefärbt wurde. Macht aber nix aus, geht alles wieder raus.
2. March 2013 at 14:51
Tichiro
Mit Seife lässt sich die Farbe auch ganz problemlos ohne zu schrubben wieder abwaschen. Nur in die Hornhaut an meinem rechten Zeigefinger hat sich die Farbe ein bisschen “reingefressen”, aber das wächst in ein paar Tagen wieder raus.
Und auf meine Klamotten färbt beim stricken nichts ab, das ist nur an den Händen.
2. March 2013 at 15:31
dajana
Das finde ich ja ein wenig doof , gerade bei so teurer Wolle !
Aber wenn nach dem Waschen nix mehr färbt , ok .
Viel Spaß beim weiter stricken , ich bin echt gespannt - bis jetzt sieht es toll aus !
liebe grüße dajana
Tina , das Knäul ist heute angekommen , bis jetzt kratzt noch nicht´s …
Vielen lieben Dank !!!!
2. March 2013 at 15:41
Zwitscherhexe
Die Wolle ist ein Traum, nicht? Stricke auch gerade mit Shilasdair. Hellblau und die färbt nicht ab. Aber habe schon Klagen von eingefärbten Fingern gehört. Hihi Geht die Farbe auch wieder ab???
LG Bettina
2. March 2013 at 17:20
Nell
Das abfärben würde mich nerven, aber der Farbton ist wunderschön. Ich glaube, ich muss mal nach der Wolle Ausschau halten…
2. March 2013 at 18:05
Martine
Das Problem mit dem Abfärben hatte ich mit dem Debbie Bliss’ Luxury Tweed Aran … In der Kategorie “früher war alles besser”
Das hatte ich noch nie erlebt und ich behaupte mal ganz frech: In den 80ern hätte es das nicht gegeben. Pflanzlich hin oder her, es gibt sicher geeignet Fixiermittel, oder nicht ? Ich finde nach wie vor, dass solche Dinge einfach indiskutabel sind.
Liebe Grüße
Martine
Ach, übrigens, schönes Muster
2. March 2013 at 19:43
Bettina
@ Martine - es gibt beizmittel bei pflanzenfarben, aber ausser einer essigspuelung, die aber z.b. einen indigoueberschuss nicht halten wuerde, gibt es keine “fixier”mittel dabei. es waere auch unsinnig, sich erst die ganze muehe zu machen (das pflanzenfaerben ist wesentlich aufwendiger, was auch den hoeheren preis rechtfertigt!), moeglichst natuerlich/mit wenig chemie zu faerben, wenn ich dann hinterher ohne ende chemie zur fixierung draufpappe! und auch in den 80ern haetten pflanzenfarben teilweise abgerieben, nur war zu der zeit diese technik ziemlich vergessen und hat sich erst spaeter wieder “erholt”. wenn du das indiskutabel findest, musst du eben weiter chemie tragen, wo das eher selten vorkommt. ich hab lieber ein bisschen farbe an den fingern, die nicht in andere klamotten geht und von den fingern auch leicht wieder ab!
2. March 2013 at 21:00
Monika
Du solltest mal die Rottöne verstricken, das sieht noch viel ärger aus!
Ich hatte noch nie Wolle die derart abgefärbt hat beim Stricken, sogar meine Bambusstricknadeln waren rot, meine Hände sahen waren total rot gefärbt.
Da ich auch die Haare in der Wolle nicht vertrage werde ich diese Wolle wohl nicht mehr kaufen.
2. March 2013 at 21:03
Tichiro
Kommt - rot hab’ ich auch noch.
Wie gut, daß Metallnadeln keine Farbe annehmen
2. March 2013 at 22:38
Sabine
Moin zusammen!
Habt Ihr das schon mal zum Fixieren ausprobiert: Essigessenz mit Kochsalz und Wasser?
Bisher habe ich damit keine Probleme bekommen. Ich habe vorletztes Jahr im Sommer ein Gemisch aus Wolle und Bambusviscose mit dem Saft von Brombeeren und schwarzen Johannesbeeren gefärbt und mit Essigessenz und Kochsalzlösung fixiert. Bisher hatte ich keine Probleme bzgl. Abfärben oder Ausbluten. Wie sich das aber bei Indigo verhält, weiß ich nicht. Damit habe ich noch nicht gefärbt.
Übrigens, der Musterausschnit von Frollein Hildegard gefällt mir, obwohl das Grün nicht ganz meine Farbe ist. Bin schon gespannt, wie es fertig aussieht.
LG Sabine
3. March 2013 at 10:12
Manja
@Mona NicLeoid
geht es vielleicht auch ein bisschen freundlicher.
Ich kann schon verstehen, dass eine Strickerin irritiert ist, wenn sie ein hochpreisiges Garn kauft und beim Stricken dann bunte Finger hat. Mir würde es auch so gehen, zumal ich dann die Befürchtung hätte, dass ein Verfärben anderer Wäschestück oder ein “Ausbleichen” des Strickstückes eintritt.
Was das ganze mit Beschweren über irgendwelche Preise oder dem Gang zum Kleidungsdiscounter zu tun hat, erschließt sich mir dabei nicht wirklich.
@Tina
ich finde den Ausschnitt deines Froilleins auch sehr interessant. Ich selber kann zwar kein Grün tragen aber ma sehen, was du da so produzierts.
Viele Grüße
Manja
3. March 2013 at 11:10
Mona NicLeoid
@ Manja: Bettina hat es weiter oben gut zusammengefasst in ihrer Antwort an Martine.
Pflanzenfärbung bedeutet viel Aufwand und Handarbeit für ein möglichst umweltfreundliches Ergebnis. Das leichte Abfärben lässt sich bei bestimmten Farbtönen bzw. Färbematerialien nicht vermeiden. Mehrere Personen hier, die Erfahrung mit dieser Wolle haben, haben darauf hingewiesen, dass es kein bleibender Zustand ist, sich nicht auf andere Kleidungsstücke auswirkt und leicht von den Händen zu entfernen ist.
Ich finde es surreal, dass so etwas als Qualitätsminderung wahrgenommen wird. Ich finde es traurig, dass Maßstäbe aus der Textilindustrie auf so ein Produkt angewendet werden. Ich finde es erschreckend, dass manche Menschen so gehirngewaschen sind, dass sie den Unterschied nicht verstehen.
3. March 2013 at 13:41
Martine
@Mona NicLeoid
Ich gebe Dir dann recht, wenn man WEISS, dass es sich um ein pflanzlich gefärbtes Garn handelt. Kauft man allerdings ein Garn (um mal auf mein Debbie Bliss-Erlebnis zurückzukommen, oder auf das Schachenmayer-Beispiel, das oben genannt wurde, das “eigentlich” als industriell gefertigt angesehen werden kann, erwartet man eben schon die Standards der Textilindustrie. Wenn ich mich bewusst für ein pflanzlich gefärbtes Garn entscheide, weiß ich, was mich erwartet. Bei Produkten, bei denen es nicht ausdrücklich in der Beschreibung angegeben ist - oder die von Massenwarenfirmen hergestellt werden - habe ich andere Erwartungen. Oder?
3. March 2013 at 14:44
Manja
@Mona NicLeoid
und ich finde deinen Ton immer noch unfreundlich.
Ich hätte bis zum heutigen Tag auch nicht gewußt (mangels Erfahrung mit solchen Garnen), das das Abfärben auch problemlos sein kann. Das hat nichts mit Gehirnwäsche oder ähnlich “netten” ‘Unterstellungen zu tun. Ich habe genug Gehirnzellen, um den Unterschied zwischen den beiden Färbearten zu verstehen, da er hier in diesem Thread auch sehr gut verständlich erläutert wurde.
Ich wäre bisher schlichtweg irritiert gewesen und hätte begonnen, mich umzuhören, woran es liegen könnte und ja, ich hätte auch mein persönliches Befremden darüber geäußert, wenn ich farbige Finger bekomme. Damit mache ich kein Produkt schlecht oder lege utopische Maßstäbe an oder drücke anderweitig meine mangelnde Wertschätzung aus.
3. March 2013 at 15:25
Chaluda
Wieder was dazu gelernt, ich hätte mich beim Hersteller beschwert. Es hätte ja sein können, dass die Farbe auch auf andere Kleidung abfärbt und ich die Farbe nie wieder raus bekomme………….
Danke für den Hinweis, das Muster gefällt mir auch, die Farbe sowieso.
Vielleicht werde ich bei Shilasdair ja doch nochmal schwach………
wollige Grüße aus Köln
3. March 2013 at 20:57
Mirjam
Das ist bei Pflanzenfärbungen oft so und bei Färbungen mit Indigo nicht zu vermeiden. Ich nehme an, deine ist mit Indigo überfärbt, oder? Ich hab eine blaue Shilasdair verstrickt und da war das noch viel krasser…die naturfarbene Jogginghose die ich abend auf dem Sofa beim Stricken trug war an den Oberschenkeln ganz blau verfärbt. Das geht aber problemlos wieder raus in der Wäsche. Indigo braucht eine Oxidation um sich dauerhaft mit der Faser zu verbinden, was ja beim verstricken nicht gegeben ist. Von daher denke ich, müsste mehrfarbiges stricken auch kein probklem sein…habe es aber noch nie ausprobiert. Ich hatte beim Kauf einen Infozettel bekommen, auf dem auf das Abfärben hingewiesen wurde. Hattest du den auch bekommen?
LG Mirjam
4. March 2013 at 10:19
bjmonitas
Der Fotoausschnitt vom Gestrick sieht sehr vielversprechend aus. Mich würde das bisschen Farbe an den Händen nicht von einem Garn, das mir gefällt abhalten. Was mir allerdings missfallen würde, wäre das Verfärben anderer Strickteile während des Waschgangs. Deshalb sollte auf jeden Fall ein Hinweis auf evtl. Ausbluten beim Waschen auf der Bandarole vermerkt sein. LG bjmonitas
4. March 2013 at 18:09
Heike
Hui, das ist ja richtiger Diskussionsstoff.
Also - ich habe kein Problem damit, wenn Wolle ein bissel abfärbt oder ausblutet. Mir ist bewusst, dass das bei handgefärbten vorkommen kann. Ist auch in Ordnung. Kommt offensichtlich auch bei Industriewolle vor, wobei mir nicht ganz klar ist, wo hier eine Grenze zu ziehen ist. Schoppel, Opal, DebbieBliss ist für mich ganz klar schon irgendwie Industriewolle, also was anderes als handgefärbt. Oder ziehen die jeden Strang einzeln durch die Farbe? Und ist es immer Pflanzenfarbe?
Bei Plastikgarnen, auf die hier wohl angespielt wurde, fände ich es doof. Das Erdöl kann man schließlich gleich in der richtigen Farbe zum Knäuel wickeln.
Mich hat bei meinem Garn gestört, dass der Farbüberschuss mehr als ungewöhnlich war, netterweise ein Schild hätte dranhängen können - Achtung, bitte erstnochmal spülen (war nicht das erste blau von da, was derart abfärbte) und ich es nicht mag, wenn das Zeug hartnäckig nicht nur an meinen Händen, sondern auch am Handtuch, T-Shirt, Hose etc. kleben blieb. Und darauf dann die pampige Antwort zu bekommen: Ist eben handgefärbt, finde ich schwach, denn es gibt auch handgefärbte Naturwolle, bei der das nicht so krass ist.