Nähen statt abketten II

Die Methode von Elizabeth Zimmermann zum Abnähen von Maschen (EZs sewn bind-off) habe ich Euch hier ja schon mal gezeigt. Für eng am Hals anliegende Kragen finde ich sie ideal, sie sieht sehr ordentlich aus und ist auch für den größten Dickschädel elastisch genug 😉

Nun habe ich eine Variante entdeckt, die mir noch ein bisschen dehnbarer zu sein scheint: Der „invisible sewn bind-off„. Allerdings finde ich sie optisch nicht ganz so schön, denn in ungedehntem Zustand stehen die Maschenbögen hinter der „Naht“ ein bisschen hoch.
Diese Methode eignet sich daher meiner Meinung nach am besten für Kanten, die beim Tragen gedehnt sind, z.B. bei Socken (ab Spitze gestrickt), denn in gedehntem Zustand ziehen sich die Maschenbögen auseinander, stehen dadurch nicht mehr hoch und dann sieht die Kante auch schön ordentlich aus:

Eine andere Methode für eine elastische Kante ist Jeny’s surprisingly stretchy bind-off, aber die mag ich gar nicht leiden, das sieht mir zu ungleichmäßig und gnubbelig aus. Bei Wendy kann man zwei weitere Beispiele an Socken sehen.
Und wer sich jetzt fragt, was dieser „russian bind-off“ ist, den Wendy in ihrem Blogeintrag erwähnt, guckt hier (oder googelt nach Videos) – den mache ich schon seit 28 Jahren so, aber daß der „russisch“ ist, wusste ich bis heute auch noch nicht 😀 (naja, ich nehme ja auch immer „russisch“ zu…)

8 comments for “Nähen statt abketten II

  1. 20. Mai 2013 at 13:44

    Das ist ziemlich interessant. Wusste nicht, dass man Maschen auch abnähen kann. Offenbar gehöre ich nach vielen Jahren des Strickens noch immer zu den Anfängern!

  2. Virelai
    20. Mai 2013 at 14:54

    Inwiefern ist Jeny’s Suprisinlgy stretchy Bind-off denn eine Methode zum abNÄHEN? Ich finde das ist normales abketten mit Umschlägen dazwischen, oder nicht?
    Ich finde die Methode für Toe-Up Socken großartig. Ja, der Abschluss wird ein bisschen gnubbelig aber enorm dehnbar. An einem Pullover wärs mir aber auch zu gnubbelig, da hast du recht 🙂

  3. 20. Mai 2013 at 15:02

    Ja, da hast Du natürlich vollkommen recht. Hab‘ ich total gepennt…
    Danke für’s aufpassen, ich ändere das gleich mal.

  4. 20. Mai 2013 at 15:04

    Danke! Der invisible sewn bind-off gefällt mir gut. Den muss ich mir unbedingt merken.

    LG Andrea

  5. 20. Mai 2013 at 16:30

    Hier gibt es den „Stretchy Bind-off“ von Jeny bei youtube zu sehen.
    Für 1/1 oder 2/2 Rippen funktioniert er für mich wunderbar.

  6. Debbie
    20. Mai 2013 at 18:27

    Danke für den Tip!!!

    Habe ich gleich mal PDFt :mrgreen: und auf den Merkposten gelegt, jetzt muss ich mich Bedarfsfall nur noch dran erinnern!!

    Danke auch a Roswitha für den Youtube-Link!

  7. Daniela
    20. Mai 2013 at 18:56

    Ich mache immer den … Surprisingly Bind-Off. Wenn man ein bißchen achtgibt, wird der ganz und gar nicht knubbelig. Mn muß nur schauen, daß man die Maschen gleichmäßig anzieht, aber das ist ja eigentlich bei jeder Abkettmethode so.

    Abnähen kommt bei mir nicht infrage. Ich hasse Nähen. 👿

  8. Pia Pessoa
    22. Mai 2013 at 20:27

    Bei dieser Methode dürfte von der Fadenführung her dasselbe wie bei einem Kreuzanschlag rauskommen. Ich habe das für zwei längsgestrickte Schals gemacht (ätzend, 500 M 😕 ), aber dafür sehen beide Kanten ziemlich gleich aus. Das „schlaufige“ legt sich nach dem Waschen und beim Tragen – das Garn muss sich zurechtruckeln (wenn man das nicht gnadenlos zu locker gelassen hat, natürlich). Wenn ich da dies Video gehabt hätte, dann hätte ich mein Hirn nicht so verknoten müssen mit der Frage „wie muss ich jetzt die Nadel…“
    LG, Pia Pessoa

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