Nähen statt abketten

Früher hatte ich oft das Problem, daß ich Kragen, insbesondere Rollkragen kaum über den Kopf bekommen habe. Es heißt ja immer „locker abketten“, aber gerade bei eng sitzenden Kragen wird es doch zu unelastisch und ein zu lockerer Abkettrand sieht auch noch unschön aus. Eines Tages bin ich dann über die „sewn bind off“-Methode von Elizabeth Zimmermann gestolpert. Seitdem benutze ich diese Methode bei Rund- und Rollkragen immer.

Wichtig: Der Faden muss lang genug sein, mindestens 1,5 fache Armlänge.

Erster Schritt: Die Nähnadel von rechts nach links durch die ersten beiden Maschen auf der linken Nadel ziehen, dabei die Maschen auf der Nadel lassen.

Zweiter Schritt: Die Nähnadel von links nach rechts wieder zurück durch die erste Masche ziehen, diese erste Masche ist jetzt fertig und kann runter von der Stricknadel.

Die Schritte 1 und 2 immer wiederholen, bis alle Maschen abgenäht sind.

Das Ergebnis sieht dann so aus – unten die Vorderseite, oben die Rückseite:

Dieser Abkettrand passt garantiert über jeden Dickschädel 😉

25 comments for “Nähen statt abketten

  1. 13. Januar 2008 at 15:42

    Schön so etwas auch mal in Bildern zu sehen. Danke.

  2. 13. Januar 2008 at 15:56

    Das probiere ich beim nächsten Kragen mit Sicherheit aus. Muss mir im Blog mal schnell einen Merker schreiben….Danke fürs Zeigen!
    LG Iris

  3. 13. Januar 2008 at 16:13

    Ganz toll dein Hinweis und alles gut bebildert – super. Ich hatte diese Problem neulich als ich Socken von der Spitze angefangen haben. Da hieß es auch „locker abketten“ – aber manchmal ist lock einfach nicht locker genug. 😐
    Ich nehme für die letzte Reihe eine größere Nadelstärke und kette dann locke ab. Ich finde, dass dann der Rand etwas gekäußelt wirkt.
    Das hier sieht super aus.
    LH Heike

  4. 13. Januar 2008 at 19:41

    Das ist ja ne super Methode. DANKE fürs zeigen schon eingemerkt.

    LG Martina

  5. 13. Januar 2008 at 19:44

    Hi Tina …
    prima erklärt und Spitzenfotos – DANKE!! Bei meinen nächsten Socken ab Spitze werde ich das ausprobieren!

    LG; Anja

  6. 13. Januar 2008 at 20:24

    Danke für den Tipp! Ich hab grad wieder einen viel zu festen Kragen fabriziert. Schaut ja gar nicht so schwer aus!

    LG, Eva

  7. 13. Januar 2008 at 22:32

    Vielen lieben Dank für den Tip. Ich habe sofort meinen Drucker angeworfen. Bisher habe ich auch immer die Maschen sehr lang gezogen zum Abketten. Aber das schaut ja viel sauberer aus!

    Liebe Grüße
    Bianca

  8. HORST
    14. Januar 2008 at 08:41

    Italienisches Abketten/Abnähen ist noch besser.

    DER Horst

  9. 14. Januar 2008 at 12:22

    Sehr interessant, dieser Tipp. Frau lernt ja immer wieder dazu. Daher sind ja Blogs so toll: Insiderwissen, das in keiner Anleitung steht, danke!
    LG, Shalini

  10. 14. Januar 2008 at 13:21

    vielen dank für die bebilderte anleitung. werd ich mir merken .

    liebe grüsse
    rina

  11. 14. Januar 2008 at 14:52

    Witzig! Ich hab nämlich gerade vor einigen Tagen auf unserer Homepage unter „Aktuelles“ eine Anleitung mit 3 Bildern als pdf zum Runterladen hinterlegt. Für quergestrickte Schals ist das nämlich auch ne super Methode, um einen schönen elastischen Rand hinzukriegen. Und es ist wirklich ganz einfach!!! Ich weiß schon gar nicht mehr, warum ich mich so lange davor gescheut habe. 🙄
    Liebe Grüße
    Dagmar

  12. 14. Januar 2008 at 23:25

    Hallo Tina,
    vielen dank für diese gezeigt Abnähmethode 🙂
    Gestern war nämlich mein quergestrickter Schal bereit zum Abketten 🙂
    Durch das Abnähen ist er superelastisch geworden dun die zeit hat sich echt gelohnt 🙂
    Und für die nächsten Toe up Socken werd ich das auch probieren 🙂

    Sonnengrüße, Ester

  13. Winni
    15. Januar 2008 at 00:51

    Prima erklärt, danke schön!

    Schaut aus als ob Du auch “ verkehrt“ strickst, d.h. bei rechten Maschen ist die zu strickende Schlaufe hinten und bei den linken vorne?

    LG Winni

  14. 15. Januar 2008 at 17:35

    Vielen Dank! Da in den nächsten Tagen der Kragen an meinem Pullover dran ist und dieser für einen Dickschädel ist, kommt der Tip genau richtig!

    LG Iris

  15. 15. Januar 2008 at 22:19

    @ Winni: Nö, nicht daß ich wüsste. Rechte Maschen Nadel von vorne links nach hinten rechts durch die Masche, linke Maschen Nadel vorne von rechts nach links durch die Masche. Wie im Lehrbuch 🙂 Wie kommst Du denn darauf? Vielleicht weil’s auf dem Bild so aussieht? Das liegt nur daran, daß die rechte Nadel hinten rumhängt, weil sie sonst im Weg ist, gestrickt wird ja nicht mehr.

    Liebe Grüße

    Tina
    *die auch verschränkte Maschen stricken kann, aber wenn, dann absichtlich 😉 *

  16. Winni
    16. Januar 2008 at 00:28

    Hi Tina,
    danke für Deine prompte Antwort

    Nee, nee, nicht dass ich glaube, dass die Maschen verschränkt sind; habe bloß (mal wieder ;o)) nicht zu Ende gedacht und die Möglichkeit außer acht gelassen, dass das Strickstück von der rückwärtigen Seite aus fotografiert sein könnte ( 🙄 ähm, versteht das noch irgendeiner außer mir?!?)

    Und da war wohl der Wunsch Vater meiner Gedanken, dass ich mit meiner verkehrten Strickweise nicht ganz so auf verlorenem Posten stehe.
    So wie auf Deinem Foto schaut es nämlich bei mir aus, wenn ich jetzt weiter linke Maschen stricken würde…
    Zu meiner „Entschuldigung“ ist zu sagen, dass ich von einer Linkshänderin stricken gelernt habe und dadurch ständig bei Strickschriften umdenken muss, wenn es dann z.B.heisst: 2M re zus.str, das würde dann bei mir eine Schräge nach links machen…verkehrte Welt halt, ich „wurschtel“ mich dann mal wieder…
    und freue mich auf neue tolle Inspirationen,

    herzlichst und „hamba kahle“
    Winni

  17. 16. Januar 2008 at 20:32

    @ Winni: Was heißt denn „hamba kahle“? Klingt irgendwie wie „schönen Tag noch“ auf Suaheli 😀

  18. Winni
    18. Januar 2008 at 23:43

    …fast richtig :o) .
    Es ist Africaans und bedeutet soviel wie : Mach’s gut !

    In diesem Sinne,
    slaap lekker 😉 ,
    Winni

  19. 19. Januar 2008 at 16:15

    Hihi, dann lag ich ja gar nicht sooo daneben 😉
    Und „slaap lekker“ hab‘ ich verstanden, das hat mir mein Flugzeugnachbar letztes Jahr beigebracht.
    Kommst Du aus Südafrika oder woher kannst Du Africaans?

    Liebe Grüße

    Tina

  20. Winni
    21. Januar 2008 at 03:08

    Nee, nee,
    ich bin eine waschechte Berlinerin, aber mit einer Oke (Freundin) aus Südafrika, die vor über dreißig Jahren hier „gestrandet“ ist.

    Mein GöGa hat mir im Juni letzten Jahres ( schon wieder Eeeeewigkeiten her) einen Urlaub in Cape Town und Umgebung spendiert, damit sie mir ihre Heimat noch vor unserem Rentenalter (solange wir unsere müden Knochen noch bewegen können:wink:) zeigen kann.

    Die paar Brocken Afrikaans, mit denen ich hier so “ um mich werfe“, habe ich aufgeschnappt, als sie sich mit ihrer Familie und Freunden unterhalten hatte.
    Damit habe dann das eine und/oder andere breite Lächeln und Augenzwinkern eingefangen und auch auf dem (einheimischen) Wochenmarkt eine extra große Portion Samoosas oder Snoek( beides superlecker) dafür bekommen!
    Ach, was vermisse ich diese Fröhlichkeit hier in unseren grauen, regnerischen Breitengraden, und dachte mir, auch Dir vielleicht damit die Erinnerung an einen schönen Urlaub wieder hervor zu locken…

    Totsiens,
    Winni

  21. 28. Januar 2008 at 08:27

    Hi liebe Tina,

    danke, danke, danke – diese Abkettmethode hat gestern abend meine ersten Toe-up-Socken vor dem Scheitern bewahrt. 😆

  22. knitty
    20. März 2009 at 19:53

    :mrgreen: Grenzgenial! hab gleich bei einem fertigen Pullover den Rollkragen wieder aufgemacht und so vernäht – endlich reiß ich mir nicht mehr die Ohrwatschln ab!

  23. 7. März 2011 at 22:43

    Danke dir für diesen tollen Post. Ich habe gerade erst angefangen zu stricken und solche wunderbaren Anleitungen mit Bildern (auf denen man auch was erkennen kann), sind da eine wunderbare hHilfestellung.

    Liebe Grüße
    Julia

    • Angelika
      24. Dezember 2013 at 12:26

      haha

  24. Doris
    3. August 2014 at 07:46

    Moinsen…

    also diese Methode hat was….das hätte ich gerade am Freitag einer Mitstrickerin zeigen können, wenn ich davon gewußt hätte. Denn sie hat immer und immer wieder die Abkettreihe aufgrippelt, weil der Umfang vom Halsausschnitt des Pullis immer noch zu eng war….
    Mühsam ist natürlich das Abnähen, wenn man wie hier mehrfach geschrieben, einen Schal quer gestrickt hat.
    Leidet denn das Garn nicht, wenn man so eine lange Strecke abnäht?
    Beim nächsten Pulli werde ich dieses hier mal ausprobieren.
    Danke wieder einmal für deine wunderbare Idee und dein Wissen,das du mit uns teilst.

    Gruß Doris

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