Budenzauber Blocking?

Im US-amerikanischen Bereich wird ja ein Riesen-Budenzauber um das Thema „Blocking“ gemacht.
Wie blocke ich dieses und jenes Strickstück, kann man dieses oder jenes Garn blocken, blocke ich besser nass oder nur mit Dampf usw. usw.

Heute habe ich bei Ravelry gelesen, daß jemand ein ganzes Buch mit möglichst detaillierten Infos über Blocking sucht und bei Craftsy gibt es sogar einen Kurs zum Thema.

Nun hatte ich „blocking“ für mich bisher immer mit „spannen“ übersetzt. Neulich jedoch fragte dann eine Strickerin bei Ravelry im „Techniques“-Forum, wie sie denn einen Alpaka-Schal „blocken“ soll. Meine Antwort: „Wenn es nicht gerade ein Lace-Muster ist, brauchst Du den gar nicht zu blocken, wasche ihn einfach, zupfe ihn in Form und lasse ihn liegend trocknen“. Woraufhin ich umgehend darüber aufgeklärt wurde, daß die von mir beschriebene Vorgehensweise auch blocking sei. Aha…?!

Ich finde es völlig faszinierend, daß man um dieses Thema so einen Riesen-Budenzauber betreibt und eine regelrechte Wissenschaft daraus macht. Da wird gespannt, festgesteckt, gedämpft, eingesprüht, mit nassen Handtüchern bedeckt oder komplett gewässert, man kann besondere Blocking-Matten, Blocking-Boards und Blocking-Pins kaufen und, und, und… Ich warte auf den Tag, an dem spezielle Blocking-Mikrofasertücher, große, flache Wet-Blocking-Wannen und Steam-Blocking-Bügeleisen mit Maschenschutz angeboten werden :mrgreen:

Mit ist klar daß man Lace spannen muss, erst dadurch enfaltet sich das Muster und seine Schönheit kommt zur Geltung. Aber da macht man doch auch nur das Strickstück nass, steckt es fest und lässt es trocknen, das ist wahrlich keine hohe Kunst, über die man Bücher schreiben könnte.

Und alle anderen Sachen? Ich mache mir darum überhaupt keinen Kopf, warum auch? Ich nähe die Teile zusammen, dann wird das Ganze in der Maschine gewaschen, hingelegt (auf dem Bett, die Rückenlehne meines Sessels oder im Zweifelsfall einfach auf dem Teppich), ein bisschen zurechtgezupft und getrocknet, fertig. Das ist für mich nichts, was einen besonderen Namen verdient.

Wie haltet Ihr das? Betreibt Ihr da irgendwelchen besonderen Aufwand? Und wenn ja, was macht Ihr und warum?

66 comments for “Budenzauber Blocking?

  1. 12. Januar 2014 at 09:22

    Blocking- wieder was gelernt.

    Gespannt habe ich noch nie ein Strickteil,
    wenn es sein muss
    bügle ich einmal mit Dampf drüber.

    LG chatts

  2. Katy
    12. Januar 2014 at 09:27

    Hallo Tina,

    Blocken…?
    Stricken ist für mich eine Freizeitaktivität und keine Wissenschaft!
    Ich behandle die Strickstücke so, dass sie mir gefallen, gerne lerne ich auch dazu, aber wenn mir das „dazu“ lernen die Zeit zum stricken nimmt und durch die erzwungene Perfektion der Spaß zu kurz kommt… dann lieber mit Wellen im Rand aber mit Spaß dabei!!

  3. Monika HH
    12. Januar 2014 at 09:37

    Moin moin,

    ich bin da ganz deiner Meinung, liebe Tina.
    Aber auch ich habe von von Mama damals gelernt, jedes Strickstück vor dem Zusammennähen erst einmal zu spannen. Fairerweise sollte man aber bedenken, dass die Garne von früher nicht mit den heutigen zu vergleichen sind, selbst nicht mit den glücklichen = naturbelassenen. Warum eigentlich nicht?
    Aber auch ich habe im jugendlichen Alter nicht immer auf Mama gehört, habe so verfahren wie Tina es beschrieben hat und alles wurde immer gut. Was will man mehr?

    Liebe Grüße an alle

  4. deborah
    12. Januar 2014 at 10:08

    Also ich spanne die Tücher und alles andere wird in Form gezupft. Ich habe so eine dickere Matte für auf den Boden. Es sieht aus wie ein Puzzle für Kinder, da ich keine Teppiche habe ist das die beste Lösung. Früher hatte ich noch zusätzlich den katzenpresseffekt auf dem Strickzeug http://tichiro.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/g010.gif

  5. Jenny
    12. Januar 2014 at 10:32

    Hallo zusammen,

    da hab ich doch wieder was gelernt, dachte auch, blocking wäre spannen :-))

    Für meine Tücher hab ich mir einen Spannrahmen gebastelt, den ich je nach Bedarf zusammenbinde.
    Das ist zwar manchmal etwas nervig, aber in meiner kleinen Wohnung ist es am praktischsten wenn die Tücher aufgestellt trocknen. Um sie liegend zu spannen hätte ich schlichtweg zu wenig Platz.

    Einzelteile vor dem Nähen irgendwie zu spannen oder zu dämpfen, hab ich versucht, aber meine Ränder mögen sich nicht glatt hinlegen, die kringeln sich nach dem Trocknen wieder genauso,http://tichiro.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_scratch.gif, also spar ich mir die Zeit 🙂

    schönen verstricktenhttp://tichiro.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/bf-knittingsmiley.gif Sonntag

  6. 12. Januar 2014 at 10:38

    Mal spanne ich die Strickstrücke, mal wieder nicht, das kommt auf das Strickmuster an und ob ich schon vor dem Fertigstellen sehen möchte, wie das Muster aussehen wird.
    Bei Lace ist das „blocking“ m.E. unerlässlich und ich habe mir dafür eigens ganz dünne und nicht allzu biegsame Drähte besorgt, die erleichtern das Spannen von längeren Schals ungemein. Als ich neulich einen fertigen Lace-Schal ohne die Drähte spannen wollte (mit einer Länge von über 2 m), hätte ich Dutzende von Stecknadeln verbraucht – also habe ich die Drähte an den Seiten durchgezogen, alle ca. 15 cm mit Stecknadeln auf die gewünschte Breite gesteckt und fertig = schön.
    Dieses „Wissen“ kann man sich allerdings innerhalb von Sekunden und kostenfrei aus dem Netz aneignen.
    Darüber ein Buch zu schreiben, finde ich „strange“. Allerdings wundert mich bei den Amis nichts mehr (die ja bekanntlich auch nicht „gegengleich“ stricken können/wollen).

  7. nicolezh
    12. Januar 2014 at 10:47

    Da ich meistens irgendwas mit Lacemuster stricke, spanne ich immer. Ich finde, man kann da viel falsch machen, wenn man einfach drauf los steckt. Und mit Spanndrähten (Blocking wires) sieht alles nochmal so gut aus, aber da muss man erstmal an die richtigen, rostfreien Dinger ohne spitze Ecken bekommen. Ich spanne meistens auf dem Gästebett und ich bin mit einer runden Decke sicher ne halbe Stunde beschäftigt, bis sie richtig gespannt ist.

  8. 12. Januar 2014 at 10:47

    ??? wieder was gelernt …

    wobei, sowas hab ich noch niiiiie gemacht – Lacetücher… stricke ich nicht, alles andere wird in die WaMa geschmissen, ggf. in den Trocker gesteckt oder auf die Leine gehängt – angezogen – fertig …

    aber ganz klar, wenn die Nachfrage so groß ist, warum sollte nicht jemand ein Buch darüber schreiben …. wenn es sich dann gut verkauft, hat der-/die-jenige alles richtig gemacht 🙂

    liebe Grüße
    Manu

  9. Tigerface
    12. Januar 2014 at 10:51

    hi Tina, hi Mädels

    allgemein halte ich es so wie du, Tina.
    Große Tücher werden gesteckt., bis auf zwei. Das eine ist aus naturreiner, handgesponnener Wolle. Als ich es das erste Mal zeigte, bekam ich auch gleich ein: Das ist ja gar nicht geblockt, schade! Ja warum schade?
    Stecken passt in diesem Fall nicht zum Garn und nicht zum Tuch:
    http://www.ravelry.com/patterns/library/nirgendwo
    Das andere habe ich meiner Freundin geschenkt. Meine Freundin ist behindert und schafft es selbst nicht, ihr Tuch zu stecken. Warum soll ich ihr ein Tuch schenken, das anders aussieht als so, wie sie es später aus der Wäsche nimmt? Aufgrund großer Entfernung kann ich ihr da nicht behilflich sein.

    Meine Meinung ist, dass jede Strickerin selbst entscheiden muss, ob spannen (oder anderes blocking, wie ich jetzt bei dir gelernt habe) zu dem entsprechenden Projekt passt.

    Ich kenne es von früher her auch, dass meine Mutter die einzelnen Teile dämpfte, bevor sie zusammengenäht wurden (Pullover z.B). Das schenke ich mir auch. Wichtig ist, dass das Ergebnis passt und gefällt und wie Katy schon schrieb: mit der erzwungenen Perfektion………..

    Habt einen schönen Stricktag
    winkeeeeeeeeeeeee
    Annette

  10. maroni
    12. Januar 2014 at 10:53

    ich spanne nicht einmal Schals und Tücher mit Nadeln, ich lege sie einfach glatt hin und zupple zurecht unddas Muster kommt auch schön raus, weil………………………….wenn das Teil trocken ist krumple ich es zusammen und schlinge es mir um den Hals und alle übertriebene Liebesmüh ist dan eh vergebens

  11. Birgit
    12. Januar 2014 at 11:00

    Bei Oberteilen etc. halte ich das wie Du: in die Waschmaschine, zurechtzubbeln und liegend trocknen lassen.

    Bei Lace-Tüchern sieht das allerdings anders aus, da spanne ich und je nach Tuchform und -muster ist das recht aufwändig. Ich habe auch diverse Matten, auf die das Tuch kommt und spezielle Nadeln und vor allem Spanndrähte (Fiberglasstäbe aus dem Drachenbauzubehör). Da kann es schonmal vorkommen, dass das Spannen eine Stunde dauert; ich weiß von anderen, dass sie sogar mehrere Stunden damit beschäftigt sind, aber so eine Perfektionistin bin ich dann doch nicht 🙂

  12. flockina
    12. Januar 2014 at 11:01

    Meine Lacetücher spanne ich immer. Am Anfang auf dem Ehebett, was aber bei Hunderten von Nadeln Kreuzschmerzen verursachte. Dann habe ich mir von einem befreundeten Fliesenleger 4 Styrodur-Platten besorgen lassen. Die kann ich jetzt auf meinem Esstisch nach Bedarf auslegen und bequem drumherumgehen 🙂
    Mit Spanndrähten hab ich auch experimentiert, aber das klappt nicht richtig.
    Pullover und Jacken werden nach dem Schleudern im Liegen getrocknet und zurechtgezupft. Und meist sogar nur auf dem Wäscheständer, wenns dann nicht richtig glatt geworden ist, dämpfe ich noch mal leicht drüber.

    LG flockina

    • Debbie
      12. Januar 2014 at 11:34

      Hi Flockina,

      oh, danke für den Hinweis mit den Styrodurplatten des Fliesenlegers!!!!!

      Ich suche nämlich schon lange vielseitg wiederverwendbare wieder gut verstaubare Unterlagen zum Spannen – der andere Hinweis den ich mal bekam war ein Riesenschachspiel für draussen das aus Puzzleartigen Teilen zusammengesetzt wurde – damit man aber nicht dieses olle Schachdesign hat, müßte frau 2 Sätze kaufen….hmpf aufwendig – es sei den hier steht jemand auf schwarz????

      Leider ist die Wohnung zu klein für mal auf einen Tisch spannen und liegen lassen…sigh. Schee wär´s.

      Und da wir gerade dabei sind: yup Lace wird geblockt, manches Mini-Babyding auch wenn sich die Wolle so einrollt bei dem Miniviech – das mag ich beim Nähen nämlich gar nicht. Ansonsten waschen vorm ersten Anziehen /Zusammennähen zurechtzupfen – fertig.

      Schönen SONNEN-Sonntag,
      cheers
      Debbie

  13. Bea
    12. Januar 2014 at 11:03

    Pullis:
    Werden in der Waschmaschine gewaschen, liegend getrocknet und anschließend mit dem Dampfbügeleisen geglättet. Vor allem FI-Muster werden durch das Dämpfen viel schöner und gleichmäßiger. Zöpfe stricke ich ja so gut wie nie. Da wär ich etwas vorsichtiger mit dem Dämpfen. Weiche Unterlage, nur von hinten und an den Zöpfen mit Abstand nur Dampf drauf, nicht das Bügeleisen aufgesetzt.

    Schals werden auch gedämpft. Wobei ich noch keinen so richtigen Lace-Schal gestrickt habe.

    Früher habe ich für meine Oma Deckchen und Decken gestrickt. Damals hieß das noch Kunststricken. Die waren aus hauchdünnem Baumwoll-Häkelgarn gestrickt. Und die musste man dann auch wirklich mit Stecknadeln spannen. Vor dem Spannen bekamen sie noch eine Appretur aus Kartoffelstärke. Kartoffelstärke wird dazu in kaltes Wasser gegeben und aufgekocht. Deckchen reingeben, ausdrücken und spannen. Wie stark die Appretur ist, kann man variieren. Für Deckchen nur ein Teelöffel Kartoffelstärke. Aber man kann damit auch Schüsseln machen. Dafür wird dann eine richtig dicke Pampe gekocht, das (Kunststrick-) Lacedeckchen in der Pampe gebadet und über eine Schüssel gespannt. Nach dem Trocknen ist das dann so fest, dass man Bonbons oder ähnliches reintun kann.

    Grüßle, die Bea

  14. Sissi
    12. Januar 2014 at 11:24

    Hallo Tina!
    Mach das ganz genau so wie Du!!!! Lace is was anderes – klar – aber man kann wirklich alles übertreiben…..
    lg Sissi

  15. 12. Januar 2014 at 11:28

    Hmm.. da stimme ich dir nur teilweise zu.

    Klar, dass Amerikaner gerne ein Wort für alles haben und aus selbstverständlichen Dingen eine hohe Kunst machen, ist ja bekannt. Und dass sie damit dann gerne viel Geld verdienen, auch. Du hattest ja gerade letztens das Zitat einer Amerikanerin, die, wenn sie für eine Anleitung Geld ausgibt, sich keine Gedanken mehr darum machen müssen will. Dazu gehört für sie wahrscheinlich auch, dass sie gesagt bekommt, dass und _wie_ sie alle Fäden vernähen, das Teil waschen und „blocken“ soll. Auf uns Deutsche, denen gesagt wird, man solle das zweite Vorderteil einfach „gegengleich“ stricken, wirkt das übertrieben. Vielleicht sind viele Amerikaner im Herzen doch immer unsicher, ob das was sie tun richtig ist und möchten gerne eine Bestätigung haben, dass sie auf dem richtigen Weg sind.

    Andererseits denke ich schon, dass bestimmte Garne und bestimmte Modelle von bestimmten Methoden der Nachbehandlung profitieren können. Das mag nicht viel ausmachen und für erfahrene Handarbeiter selbstverständlich sein, aber woher soll ein Anfänger wissen (die Info auf der Banderole hilft da auch nicht viel), ob er ein Teil aus Baumwolle anders behandelt werden soll als eins aus Mohair? Klar, das kann man sich auch alles the hard way selbst beibringen, aber viele, die mit stricken anfangen, werden nicht zu solchen Enthusiasten wie uns, sondern wollen schnell Ergebnisse sehen und sind auch bereit, statt Zeit und Gehirnschmalz etwas mehr Geld auszugeben.

  16. 12. Januar 2014 at 11:42

    Göddin, die Amis mal wieder *augenroll*, die machen echt aus jedem Sch… ne Wissenschaft!

    Ich spanne Tücher am liebsten draußen aufm Rasen, mit kleineren Nägeln festgesteckt, das funktioniert super. Allerdings natürlich eher im Sommer. Fürn Winter hab ich Styroporplatten; Handtuch drunter & mit Stecknadeln feststecken.

    blocking… *kopfschüttel* … 🙂

  17. Inah
    12. Januar 2014 at 12:05

    Boah, Kopfrechnen am Sonntag http://tichiro.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wacko.gif

    Tja, mit Budenzauber lässt sich halt Geld machen :-D. Ich hab keine BLockingmatte, Puzzlematte oder ähnliches. Ich spanne allenfallls Lacegestrick, und alles andere wird gewaschen, auf dem Teppich oder dem Wäscheständer ausgebreitet in Form gezuppelt und sich selbst überlassen. Das wars. Darüber kann ich keine Abhandlung schreiben und nix in Buchform verhökern. http://tichiro.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wink.gif

  18. Juliane
    12. Januar 2014 at 12:34

    Moin Tina,
    ich hab das früher auch mit dem Spannen der einzelnen Teile gelernt. Meine Mutter hat mir noch das Bügeln unter einem feuchten Tuch beigebracht.
    Seit ich gelesen habe, wie Du das machst (und meine Waschmaschine eine Schontrommel hat), mache ich es genauso und finde die Strickereien hinterher viel schöner, weil nicht so labberig wie gedämpft, gespannt wird gar nicht. Tücher lege ich auf einem Handtuch auf den dicken Teppich und stecke sie da mit Stecknadeln fest.
    Gerade hatte ich eine Strickjacke (aus Grignasco Loden) zum Einnähen des Reißverschlusses zur Näherin gebracht. Die hat, wohl weil sich die Ränder etwas eingerollt haben, die Jacke gedämpft und ich war ganz erschrocken, als ich sie abgeholt habe. Muß ich nächstes Mal extra dazu sagen, dass ich das auf keinen Fall will. Jetzt dreht sie gerade eine Runde in der Waschmaschine, damit sie sich wieder richtig aufplustern kann.
    Wenn über das Spannen extra ein Buch erscheint, dann sind die Herausgeber clever, sie nutzen jede Möglichkeit zum Geldverdienen…
    Liebe Grüße, Juliane

    • flockina
      12. Januar 2014 at 12:48

      Vor langer, langer Zeit habe ich auch auf dem Teppich gespannt. Bis der Riesenhund (dessen Kopf schon so groß ist wie Tinas Katzen) mit Gestrick und Stecknadeln spazieren gegangen ist und dabei den Boden gewischt hat 😉
      Seitdem wird nur noch für Riesenpfoten unerreichbar gespannt 🙂

      LG flockina

      • Juliane
        13. Januar 2014 at 14:25

        Wir haben auch eine Hündin, die aber netterweise nicht an meine gespannten Sachen ran geht. Mein Mann hat ja immer Angst wegen der Stecknadeln. Aber sie macht einen großen Bogen (soweit das in inserem kleinen Zimmer möglich ist) drum. Und ich spanne natürlich nur am Wochenende, damit der Hund nicht alleine ist mit den „Wertsachen“.
        LG Juliane

  19. 12. Januar 2014 at 12:36

    Hmmm, ich glaub´wir sind da einfach pragmatischer – man macht, wie´s für einen selbst am besten funktioniert, und wenn´s nicht klappt holt man sich hier und da einen Tip. Ohne viel Brimborium. Und ich hoffe sehr, dass sich die Strickenden hierzulande nicht allzusehr von sowas anstecken lassen 😉

  20. Ina
    12. Januar 2014 at 12:49

    Liebe Tina,

    in Amerika kann man wirklich alles verkaufen. Man muss die Autoren des Buches eigentlich nur bewundern. Etwas was uns vielleicht trivial erscheint, scheint für andere wohl wirklich eine unüberwindbare Hürde zu sein, für die Menschen bereit sind, Geld auszugeben. Allerdings glaube ich nicht, dass dieses Buch in Deutschland einen Markt finden würde.

    Ich halte es wie Du: Stricken, zusammennähen, waschen und legen. Allerdings muss ich einen Katzenschutz verwenden, weil unser Kater total auf nasse Wolle steht. Damit er mit seinen Krallen nicht direkt Fäden zieht, lege ich Handtücher drauf.

    Allen einen sonnigen Sonntag …
    Gruß
    Ina

  21. Christine
    12. Januar 2014 at 12:51

    Moin Tina,

    ich mache es wie Du. Waschmaschine und liegend trocknen. Im Sommer gerne draussen auf dem Wäscheständer, sonst auf dem Gästesofa.
    Kleinteile (Tücher oder so) stricke ich selten. Wenn es aber das Muster verlangt, dann spanne ich sie. Dazu benutze ich auch das Gästesofa.
    Das man darüber ein Buch schreiben kann, war mir bisher nicht klar. Aber man lernt nicht aus.
    Schönen Sonntag
    Christine

  22. Tina Hees
    12. Januar 2014 at 13:00

    Nur zu Klarstellung: Es gibt (bisher) kein Buch, das sich nur dem Thema blocking widmet (jedenfalls wüsste ich keins). Es wurde nur gefragt, ob es ein solches gäbe.

  23. 12. Januar 2014 at 13:03

    …also, ich probiere ja gerne mal was aus und ich habe auch zu einigen Themen die passenden Bücher….aber das Thema „Spannen“ gehe ich ganz intuitiv an. Meine Lacetücher werden je nach Muster und Garn selbstverständlich gespannt (Styrodur und Stecknadeln). Das ist oft viel Arbeit aber es lohnt sich. Bei anderen Strickstücken spare ich mir den Vorgang meist, es sei denn die Einzelteile rollen sich sehr am Rand. Dann gibt es die Methode „feuchtes Tuch“.
    Ein Buch zum Thema brauch ich wirklich nicht. Wenn mir die Ideen ausgehen, finde ich immer Anregungen auf guten Seiten im Internet 😉
    So trocknet meine vor 15 Minuten fertig gewordene Mütze jetzt zwecks Formgebung auf einem Teller.

    Schönen Sonntag in die Runde
    Gabriele

  24. Nell
    12. Januar 2014 at 13:30

    Ich stricke ja auch viel Lace, aber das wird immer nur gewaschen und dann zum trocknen festgesteckt. Und dabei bin ich wahrlich nicht zimperlich, da wird gestreckt so weit es nur geht. Und das ist auch schon alles, was ich da an Aufwand betreibe – und extra „Blocking-Matten“ habe ich auch nicht, ich klaue jedesmal meinen Kindern die Puzzlematten http://tichiro.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/o080.gif

    Übrigens ist mein Adventskalender-Gewinn gestern angekommen, danke, liebe Tina! ♥

  25. Waltraud
    12. Januar 2014 at 13:33

    Also meine Mutter dämpfte noch die Teile vor dem Zusammennähen, weil sie, wie sie immer sagte, keine Platz und auch keine Geduld für das Herrichten mit dem Spannen und Auflegen nasser Handtücher hatte. Das war früher so üblich. Das Dämpfen von Zopfmuster hat sie immer vermieden, weil es die Zopfe platt macht, wie sie meinte. Ich praktiziere heute selbst das Dämpfen nicht mehr. Es wird sich ein Muster ausgesucht, das sich möglichst nicht rollt.
    Ausnahme ist das Spannen bei Lacetücher. Mein Mann hat mir Styroporplatten im Baumarkt besorgt und auch irgendwelche Stäbe (,die ich selten benutze). Ãœbrigens muss man diese Tücher nach jeder Wäsche neu spannen, deshalb trage ich sie kaum noch und strick mir Tücher, die diese Prozedur nicht nötig habenb ( also ohne so viel Löcher und Spitzen).
    Der Aufwand der bei diesem Blocking betrieben wird ist nach der Ersten Wäsche hin, also was soll das.
    Meine Energie und Leidenschaft lass ich bei sauberer Strickausführung aus, was nachhaltig mehr bringt.

  26. Daniela
    12. Januar 2014 at 14:33

    Mit dem Spannen habe ich es nicht. Lacetücher stricke ich nicht; Teile, die vor dem Zusammennähen gedämpft/gespannt etc. werden müßten, habe ich nicht, weil ich alles nahtlos stricke (aber nicht unbedingt top-down).

    Wenn es mir gelungen ist, ein schön gleichmäßiges Maschenbild zu erzielen und auch sonst alles so ist, wie ich es haben will, ziehe ich die Sachen gleich an, ohne Waschen. Ansonsten wird das Teil gewaschen, auf ein dickes Handtuch auf den Wäscheständer gepackt und solange sich selbst überlassen, bis es trocken ist.

  27. Melanie
    12. Januar 2014 at 14:41

    Das, was da als „deine Blockingmethode“ verstanden wird, ist doch der stinknormale Prozess beim bzw. nach dem Wäschewaschen, oder? http://tichiro.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_scratch.gif
    Wenn man ne Jeans in die Maschine haut, hängt man die danach in einer möglichst ungeknüllten Position zum Trocknen auf (außer man hat nen Trockner, versteht sich). Heißt das jetzt, meine gesamte Wäsche wird nach jedem Waschvorgang automatisch von mir geblockt? 😉
    Man kann es schon übertreiben mit diesem ganzen Getue, finde ich.

    Bei Lace ist es, wie du schon sagst, einfach notwendig, damit das Muster schön zur Geltung kommt.
    Ich habe schon mal gesehen, dass Lacetücher entlang der Kanten mit ewig langen dünnen Stangen (haben bestimmt auch nen Namen, sah aus wie stabiler Draht) versehen wurden, ehe das ganze Teil festgesteckt wurde. Wenn man einen Zackenrand o.ä. hat, stelle ich mir das ganz nützlich vor.
    Wofür man da aber eine spezielle Blockanleitung oder gar ein Buch brauchen sollte… http://tichiro.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_unsure.gif Irgendwie erschließt sich das doch eh aus reiner Logik, oder? Und es ist ja nicht so, als gäbe es nur den einen richtigen Weg, z.B. einen Schal zu blocken, und wenn man den nicht macht, ist das ganze Strickstück im Eimer.
    Komische Leute… 😉

    Aber was rede ich, ich bin sowieso in 99% der Fälle zu faul, irgendwas zu blocken, sogar bei Lace. Mein Lacezeug wird nach dem Waschen einfach platt gebügelt (mit Dampf, aber einfach nur aus dem Grund, weil es sich damit leichter bügeln lässt und nicht etwa, weil ich mir davon einen gestreckteren Effekt erhoffe ;)) und es passt wunderbar.

    • KatharinaS.
      12. Januar 2014 at 16:13

      übrigen gibt es hier eine kostenlose Blocking-Anleitung (auf Englisch)

      http://www.knitty.com/ISSUEwinter02/FEATdiyknitter.html

      • Mane
        12. Januar 2014 at 18:07

        Merci für den Tipp, besonders die Auflistung für verschiedene Materialien finde ich sehr gelungen – da kann man doch noch was lernen!

      • Dani
        12. Januar 2014 at 19:00

        Herzlichen Dank für den Link! Ich spanne oder blocke viele Dinge, ehe ich sie zusammennähe, weil das Maschenbild klarer wird und das Zusammennähen oft einfacher. Ich habe es früher nie gemacht, aber seit mich mehrere Strickerinnen in meinem Umfeld immer sehr irritiert ansahen, habe ich Versuche gestartet, oft auch nur mit feuchten Moltontüchern drüber, und bin überzeugt worden.
        Aber nach dem ersten Waschen behandle ich es wie Tina. Waschen, auf den Wäschetrockner mit Handtuch drunter, manchmal auch ohne, weil ich oft das Gefühl habe, es fängt zu muffeln an. Und dann trocknen lassen.
        Muss man Lace wirklich immer spannen?
        LG und einen schönen Sonntagstrickabend
        Dani

  28. KatharinaS.
    12. Januar 2014 at 15:50

    Also, ich finde das gar nicht mal so schlecht. Dieser Craftsy-Kurs scheint sehr gut aufgebaut zi sein, er wäre mir allerdings mit 30 Euro einfach zu teuer. Gerade Lacearbeiten, vorallem Tücher kann man auf unterschiedlicher Weise spannen, die Spitzen bekommen auch teilweise ein unterschiedliches Aussehen. Das sieht man oft auf Ravelry, z.b. im Knitting Delight Forum der Woll-Lust.

    Warum also nicht. Ich wundere mich eher über die vielen Anfängerbücher und Zeitschriften, die 1000% zeigen, wie man eine rechte und eine linke Masche strickt…

  29. catalina
    12. Januar 2014 at 15:58

    Hui, wieder was dazu gelernt…ich habe „blocking“ auch immer als Spannen interpretiert…und nicht gemacht. Dämpfen kenne ich noch aus meiner Jugend, habe es aber selber nie mehr gemacht, die positiven Eigenschaften der Wolle werden dadurch doch zerstört, oder? Ich mache es auch wie Tina, waschen, auflegen (ich habe auch diese Puzzleteile für Kinder), in Form streichen, trocknen lassen. Einmal musste ich jedoch ein Lacetuch spannen, zuvor war es ein krumpeliges Etwas.

    Reine Wolle muss man nur ganz selten waschen, eigentlich nur bei wirklichen Flecken und dann auch nur partiell. Eine Nacht auf dem Balkon, der Terrasse oder dem offenen Fenster genügt zur Reinigung/Geruchseliminierung. Das sind ja gerade die Vorteile von Wolle…

    Wirklich schade, dass dieses umweltfreundliche Wissen heute (generell) kaum mehr bekannt ist bzw. weiter gegeben wird!

    LG Catalina

    • 12. Januar 2014 at 16:38

      catalina:

      Reine Wolle muss man nur ganz selten waschen, eigentlich nur bei wirklichen Flecken und dann auch nur partiell. Eine Nacht auf dem Balkon, der Terrasse oder dem offenen Fenster genügt zur Reinigung/Geruchseliminierung.

      Ganz genau – so lange der Pullover nicht wirklich angeschmuddelt ist, wird bei mir auch nur gelüftet und ungefähr 1 x alle halbe Jahr gewaschen.

      Ich hatte sogar mal eine Teppich aus reiner Wolle mit einem richtig großen Rotweinfleck. Der Fleck ist von selbst immer blasser geworden und nach einem halben Jahr komplett weg gewesen.

  30. Elke J.
    12. Januar 2014 at 15:58

    Liebe Leute,
    was hab ich jetzt wieder alles gelernt! Spannen von Lace-Tüchern versteh ich noch, aber meine Lace-Schals hab ich gebügelt (und auch alles andere, mehr oder weniger vorsichtig, ja nach Wolle und Muster), aber wenn man die Sachen dann trägt, verflüchtigt sich der tolle Effekt oft. Der Lace-Schal wickelt sich um den Hals und man sieht vom Muster nicht mehr viel. Und ein glatt rechts gestrickter Schal bleibt auch bei noch so vielem Blocken nicht glatt, da muss man die gerollten Kanten einkalkulieren.
    Weiter gutes Diskutieren

  31. kahigeik
    12. Januar 2014 at 16:37

    Lace spanne ich, so wie hier schon oft geschrieben, mit Glasfaser-Stäben aus dem Drachenbau (die Enden mit Nagellack versiegelt, die pieksten ein bisschen) oder mit Stecknadeln auf Styropor-Platten. Neulich habe ich ein Seidentuch aber auch nur in Form gezubbelt und auf dem Wäscheständer liegen lassen. Kleidung trocknet auch liegend.

    Eine Filz-Tasche habe ich mal auf einem 10-Flaschen-Kasten Bier getrocknet. Gab ne tolle regelmäßige Form.

    • Cornelia S.
      12. Januar 2014 at 18:03

      Welchen Durchmesser haben die Stäbe wohl? Ich habe kürzlich einen Lace-Schal mit Stecknadeln gesteckt. Mal davon abgesehen, welche Unmengen an Nadeln dabei draufgehen war mir das schlicht viel zu zeitaufwändig. Dem Schal tut’s aber sehr gut, kein Vergleich zum ungespannten Zustand. Nun überlege ich schon länger, mir geeignete Drähte zuzulegen. Die Glasfaserkabel gibt’s ja auch ganz einfach über das große Auktionshaus zu kaufen. SInd denn aber 2mm stabil genug? Oder schon zu dick, um durch die ohne Lochmuster gestrickten Randmaschen gezogen zu werden?

      • Dani
        13. Januar 2014 at 09:31

        Hallo,

        ja, 2 MM sind ausreichend; ich finde sie genau richtig, also noch elastisch genug damit sich nichts verbiegt und flexibel genug um Kurven zu machen.

        Allerdings empfehle ich Kohlefaserstäbe. Glasfaser ist etwas spröder und wenn das bricht hat man ganz viele winzige Splitterdinger – nicht lustig.

        • kahigeik
          13. Januar 2014 at 11:18

          2 mm könnten meine auch haben. Die Glasfaser-Dinger splittern tatsächlich ein bisschen, deswegen habe ich die Enden ja auch in Nagellack getaucht – was anders war so schnell nicht verfügbar. Stabil sind die auf jeden Fall, und ich komme auch gut durch die Ränder durch. Bei „meinem“ Drachenbauer waren die Kohlefaserstäbe allerdings nur mit riffeligen Oberflächen zu bekommen, deswegen nehme ich die nicht für lace. Wenn’s die auch in glatt gibt… Ich habe allerdings den Eindruck, als wären die Glasfaser-Stäbe biegsamer.

          • Dani
            13. Januar 2014 at 11:35

            Ja, die gibts auch in glatt =)

            Kann sein das Glasfaser biegsamer ist, aber solange man keine Achten hin biegt geht denke ich beides.

            Ich bin nur so ein Sicherheitsfuzzi und neige zu gewissen „Unfällen“, daher Kohlefaser.

  32. Christine
    12. Januar 2014 at 16:42

    Ziat

    Ich finde es völlig faszinierend, daß man um dieses Thema so einen Riesen-Budenzauber betreibt und eine regelrechte Wissenschaft daraus macht.

    Das ist wie mit Bedarf, den es von Haus aus nicht gibt, aber einmal geweckt, existiert er dann wirklich. Bei so einem Theater ist es kein Wunder, dass jemand unsicher ist, ob er denn wirklich alles weiß und alles richtig macht und nach einem Buch fragt.
    Würde mich nicht wundern, wenn es demnächstr tatsächlich ein Buch gibt.

    Na ja, und wer sagt, dass Blocking (ich übersetze mal mit Sperren, Arrangieren, Einfrieren… oder Formen), großen Aufwand erfordern muss. Zurchtzupfen ist auch in Form bringen.

    Wieviel Aufwand man betreibt, hängt sicher von tausen Faktoren wie Material, Muster, Strickstück und eigener Ansicht ab.
    So gesehen, dann doch Stoff für ein ganzes Buch. http://tichiro.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_yahoo.gif

  33. 12. Januar 2014 at 18:24

    Jedes „neue Kind“ brauch einen Namen 🙂 🙂 also ehrlich – ich finde das alles deutlich übertrieben.
    Gut – aber das sind die Schattenseiten unserer Zeit.
    HG sendet Dir
    Birgit

  34. Mane
    12. Januar 2014 at 18:40

    Mensch, so viel Ami- und Perfektionisten-Bashing! Da mach ich doch gleich mal – nicht mit. Kennt eigentlich einer hier diesen Craftsy-Kurs? Wenn nicht, kann man natürlich sagen „was soll denn der Schmarrn?“. Das ist ignorant im Wortsinn, denn ignorare heißt „nicht kennen, nicht wissen“. Zugegeben, auch ich dachte mir, als ich den Kurs fand „brauch ich das?“ Aber das mag sich ein anderer beim Thema Patentmuster, Zöpfestricken, Lacestricken, 211 Cast ons und Cast Offs oder sonst was denken. Wer’s nicht will, muss es nicht kaufen. Doch vielleicht taugt dieser Kurs tatsächlich mehr, als wir alle meinen – bei dem Kurs von Joan McGowan Michael war’s umgekehrt, da habe ich mir mords was versprochen und zuletzt festgestellt, dass sie ihre Ärmel furchtbar unsauber einnäht und das noch völlig in Ordnung findet.

    Komische Themen werden übrigens nicht nur auf dem amerikanischen Markt teuer aufbereitet verkauft – ich erinnere mich da dunkel an einige Topflappen-Häkel- oder Spiralrock-Strickbücher, bei denen ich auch eher das Marketing als den Inhalt bewundernswert finde. Und das mit dem Brimborium finde ich schon lustig: Da hat man das Regal voller Strickliteratur und die Zeit fürs Stricksurfen (was sicher auf mich und viele hier zutrifft), aber Leute, die sich Zeit fürs saubere Ausarbeiten nehmen, findet man doof?

    Was das Spannen oder Dämpfen angeht: Ich habe das erst mit Mitte 20 gelernt und liebe es. Ich bin im Zweifel eher der „Wet-Blocker“ und sehe den nass aufgespannten Teilen beim Trocknen auf der billig erstandenen Puzzle-Matte zu. Dieses Aufblühen des selbst fabrizierten Stoffes, das Sich-Öffnen der Spitzenmuster, das Entkrumpeln von Fair-Isle-Pullis erfreut mein Herz immer wieder und stellt eine Stufe, eine Verschnaufpause vor dem Endspurt dar. Im Ãœbrigen: Warum sollte meine liebevolle Hinwendung zu einem schönen Material (zumal, wenn es teuer war) beim Abketten enden?

    Klar, die Amis haben bei uns oft einen miserablen Ruf – fast, als könnten sie ohne Anleitung nicht mal ein- und ausatmen. Ich glaube aber, beim Stricken haben sie uns eines voraus: Sie nehmen ihr Tun einfach wirklich ernst.

  35. Tina Hees
    12. Januar 2014 at 18:51

    Mane:
    bei dem Kurs von Joan McGowan Michael war’s umgekehrt, da habe ich mir mords was versprochen und zuletzt festgestellt, dass sie ihre Ärmel furchtbar unsauber einnäht und das noch völlig in Ordnung findet.

    Genau das habe ich bei dem Kurs auch gedacht.
    Außerdem fand ich den im Vergleich zu den anderen Kursen viel zu kurz und der Inhalt war auch nicht so überragend.
    Ich habe mein Geld zurückgefordert und auch bekommen.

    aber Leute, die sich Zeit fürs saubere Ausarbeiten nehmen, findet man doof?

    Wenn spannen und dämpfen für mich einen nennenswerten Unterschied machen würde, dann würde ich es auch tun.
    Aber zwischen einem gespannten und gedämpften Pullover und einem ungespannten, ungedämpfen sehe ich nach dem Zusammennähen und Waschen absolut keinen Unterschied, also warum sollte ich mir die Mühe machen?

    • Mane
      12. Januar 2014 at 21:44

      Tja, Geld zurückfordern, daran hatte ich gar nicht gedacht – vielen Dank für den Tipp, vielleicht mach ich das noch! Und was den Unterschied angeht: Ich habe gerade zwei Ärmel aus Drops Alpaca des Isager-Modells Llama fertig, und der Unterschied zwischen ungedehnt und gedehnt hat wirklich was ausgemacht – der Griff ist jetzt zum Niederknien (wenn man Alpaka mag, versteht sich), und zuvor hatte sich das zweifarbige Muster eben leicht gekrüppelt. Aber das isses eben: Wer einen Unterschied feststellt, sollte dämpfen/spannen, wer nicht eben nicht: Jedem Tierchen sein Plaisierchen!

  36. Hermine
    12. Januar 2014 at 18:59

    . . . . in einem Land, in dem man auf der Microwelle vermerken muss, dass das Trocknen von Katzen darin verboten ist und auf Kaffeebechern „Vorsicht heiss !“ steht, braucht man vermutlich auch ein Buch über das Trocknen von Gestricktem.

    Meine Tücher werden auf einem Handtuch nass in Form gezupft und gut. Jachen und Pullover dto. Das Bedürfnis nach einer diesbezüglilchen Anleitung hatte ich bisher nicht.

    LG

    Petra

  37. Bostonmama
    12. Januar 2014 at 20:02

    Guten Abend,

    bin total überrascht, wozu man alles eine detaillierte Anleitung braucht.
    Das Spannen von meinen Strickergebnissen habe ich noch von meiner Oma gelernt. Die hat immer gesagt, das es darauf ankommt, was du mit welchem Garn wie gestrickt hast und wieviel Akkurates du dann für das Zusammennähen selber verwenden willst. Natürlich war Oma immer sehr sehr präzise und hat mich etliche Nerven gekostet 🙂
    Aber in Ami Land ist alles anders , wie wir ja bereits wissen !!
    Schönen Abend noch
    Bostonmama

  38. 12. Januar 2014 at 20:26

    Also Spannen und Lacetücher, ok, das macht Sinn. Aber ansonsten mache ich es wie Du, Tina, Waschmaschine rein, raus, zurechtzupfen, liegend trocknen. Sollte das Teil das nicht mitmachen, dann liegt es entweder an meinem Strick-Können, der Ausführung des Strickmuster oder an der Wolle oder an sonst irgendwas. Auf alle Fälle halte ich es wie viele hier, für mich ist Stricken Hobby und Entspannung nicht noch ein Blocking-Stress, mir reicht meine normale Bügelwäsche … das ist dann auch so eine Art Blocking .. schon und selbst da kommt nur das unter das Bügeleisen, was es unbedingt verlangt. Ich gehöre zu der Altersgruppe, wo man als Teenager von Muttern erklärt bekommen hat, dass Unterhosen, Aufhänger von Handtücher etc. zu bügeln waren, sonst gab es mütterlichen Ärger. Ne, doch nicht mit mir. Ich kann meine Zeit besser verbringen, als mit blocken etc..
    Schönen Abend Euch allen noch

    Patricia

  39. liade
    12. Januar 2014 at 21:26

    Na ja, ich habe 2 Jahre in den USA gewohnt, und wenn ich eine der dort üblichen top-loading Waschmaschinen hätte, komplett mit wäschefressendem „Agitator“ in der Mitte (so ein riesiges Flügelmonster), würde ich ihr mein Handgestricktes auch nicht anvertrauen und mich stattdessen and die Ratschläge von Techknitter halten. Mache ich auch, wenn ich nur ein Kleinteil habe, komplett mit auf dem Handtuch rumhüpfen 🙂 Da ich aber eine normale deutsche Waschmaschine habe, die mit Gestricktem gut fertig wird, ist Maschinenwaschen meine normale Methode, mit anschließendem Zurechtzupfen). Gewaschen wird aber auf jeden Fall, Dämpfen ist nicht meine Sache.

    Hoffentlich funktioniert der Link, eine Vorausschau gibt es ja anscheinend nicht.

  40. Martina aus W.
    12. Januar 2014 at 22:02

    Hallo,
    ich spanne fast alles. Socken natürlich nicht. Es hat sich bewährt, es sieht gut aus. Aber ohne Brimborium: auf die Auslegeware stecken, feuchtes Handtuch drauf, 3 Tage warten, fertig.
    L Gr
    Martina

  41. 12. Januar 2014 at 22:04

    Was ich ja noch nie verstanden habe: Wenn ein Strickstück nur nach Spannen gut aussieht, dann müsste ich es doch nach jedem Waschen wieder spannen, oder??
    Wie ist das denn mit diesen Lace-Tüchern? Spannt ihr die also nach jedem Waschen neu?
    Oder werden die nie gewaschen, weil es eher um den Spaß beim Stricken ging als um das Tragen eines Spitzentuchs? Führt jetzt ein wenig vom Thema ab, sorry. Interessiert mich aber.
    Ich spanne jedenfalls nur Jackenteile, die noch zusammengenäht werden müssen, damit sich die
    Naht nicht rollt und ich leichter nähen kann. Alles andere wird auch nur vor dem Trocknen im Liegen zurechtgezupft. Viele Grüße, Petra

  42. Mona NicLeoid
    12. Januar 2014 at 22:21

    Mein Eindruck ist mittlerweile, dass der/die Durchschnittsamerikaner/in um Alltagskleinigkeiten sehr gern einen großen Wirbel macht, es wird auch für jedes Hobby gern Unmengen an Geld ausgegeben, anscheinend ist das so ein Statusding, dass man sich „seriös“ mit irgendwas beschäftigt.

    Ich hab ja neulich mit dem Spinnen angefangen und da sieht man die Unterschiede ganz genau so: wenn man sich europäische Videos und Blogs anschaut, ist der Grundtenor eigentlich: „Fang einfach irgendwie an und freu dich, wenn Garn dabei herauskommt“, während es in den USA eine hochwissenschaftliche Angelegenheit zu sein scheint, bei der man sich auch gern mal heiße Diskussionen um technische Feinheiten liefert.

    Außerdem habe ich auch den Eindruck, dass Amerikaner/innen oft ihrem eigenen gesunden Menschenverstand nicht so trauen, und damit möchte ich nun nicht sagen, dass die alle irgendwie doof sind oder so, aber das scheint eine kulturelle Sache zu sein, die schwer nachzuvollziehen ist. Es gibt dort ja auch viel mehr „Starkult“ z.B. um Strickdesigner, also man möchte tendenziell irgendwen anhimmeln und sich an die Hand nehmen lassen, anstatt dass man seinen eigenen Fähigkeiten traut.

    Also, ich finde nun nicht, dass man sich darüber lustig machen sollte, aber ein bisschen gesunde kritische Distanz bewahren kann man schon.

    • Klara
      13. Januar 2014 at 09:56

      Liebe Mona, du fasst es sehr genau zusammen. Ich sehe das so ähnlich.

      Bedenken sollte man bei diesem „Phänomen“, das diese breite, tiefe Diskussion eben auch die Chance bietet, viele Meinungen und Sichtweisen zu hören, und vielleicht den einen oder anderen Weg zu gehen und seine Komfortzone oder (aufdiktierte) ewige Beginnerschaft ruhig früher zu verlassen.

      Ich benutze im übrigen eine Gartenliegenauflage aus dem Ikea. War im Sommerschlussverkauf für 9 Euro zu haben. Handtuch drunter, Kinder dürfen mitpinnen fertig.

  43. 12. Januar 2014 at 22:56

    Stricken, zusammennähen, anziehen. http://tichiro.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_whistle3.gif

  44. LuzziBlue
    13. Januar 2014 at 00:45

    Hokuspokus. Das war ja echt Gedankenübertragung http://tichiro.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_yes.gif
    Mir ist in der letzten Zeit öfter das Wort „blocking“ über den Weg gelaufen und heute dachte ich mir, ich sollte mich mal schlau machen, was es damit so auf sich hat – man könnte ja vielleicht noch was dazu lernen.
    Na da bin ich aber froh, das es mir nun so geht wie dir liebe Tina und ich nicht so ganz verstehe, warum daraus so ein großer „Hype“ gemacht wird.
    Wie fast alle hier lege ich meine Teile nach dem Waschen in Form und damit hat es sich.
    Nur für meine Lacetücher benutze ich zum spannen günstig erstandene Schweißdrähte aus nicht rostendem V2A Stahl mit einem Durchmesser von 1,6 mm.
    Also – vielen Danke für die schnelle Beantwortung meiner heutigen Frage http://tichiro.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_yahoo.gif
    http://tichiro.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_bye.gif

  45. luchsmutti
    13. Januar 2014 at 08:02

    Nach dem Zusammennähen wasche ich die Stücke, weil sich die Größe ja immer etwas ändert. Das wars.
    Für Lace- Tücher reichte bis jetzt eine Baumwolldecke, auf die ich die Werke aufgesteckt hatte.
    Zum Trocknen finde ich so einen auffaltbaren Pullovertrockner ganz gut, den man auf die Badewanne legen kann. Da kommt nämlich von unter Luft heran.

  46. Yara
    13. Januar 2014 at 09:28

    Hallo Tina,
    Teile mit Lacemuster spanne ich. Mit schön vielen Stecknadeln auf zwei zusammenfaltbaren Gästematratzen. Allerdings habe ich letztens ein Kleid mit Lacekante „nur“ auf dem Wäscheständer liegend in Form gezuppelt – das Ergebnis war auch total ok.
    Pullis trockne ich liegend und zurechtgezupft, das reicht. Socken werfe ich einfach über die Leine. 😉

    Der oben schon erwähnte Artikel aus der Knitty hat mir für mein Lacetuch schon was gebracht. Auch sonst findet man interessante Tipps im Netz. So wie man auch tausende Muster und Techniken im Netz findet. Trotzdem hat jede von uns eine mehr oder weniger große Strick-Bibliothek, oder?
    Also wer ein solches Buch vermisst, soll danach fragen und gegebenenfalls auch kaufen.

    Liebe Grüße
    Yara

  47. Heidi P.
    13. Januar 2014 at 10:24

    Hallo liebe Tina und liebe Kommentatorinnen,

    mit viel Interesse habe ich den Beitrag und die Kommentare gelesen. Generell bin ich eher der „Waschmaschinen“-Typ. Bei Teilen aus hochwertiger Wolle, weiche ich das fertige Strickstück, z.B. Pullis/Jacken, Mützen oder Schals (was anderes stricke ich nicht) mit Wollwaschmittel ein und drücke das Strickstück nach gründlichem Spülen zwischen großen Handtüchern aus. Getrocknet wird liegend auf dem Wäscheständer mit untergelegtem Handtuch damit nichts durchhängt. Teile aus Sockenwolle wandern gleich in die Waschmaschine mit regulärem Wollprogramm. Das mache ich auch mit Lacemustern.

    Eine Frage hätte ich allerdings: Spannt Ihr die Lacetücher oder -schals nach jedem Waschen ? Oder ist das nur beim ersten Mal notwendig ?

  48. Chaluda
    13. Januar 2014 at 10:40

    Meiner Meinung nach, hat da jemand eine Geldquelle entdeckt, wir geben dem Kind einfach einen neuen Namen, behaupten, dass man unbedingt nur die dafür vorgesehen Nadeln, Matten und Tücher braucht und schon verdient der Hersteller jede Menge Kohle………………..
    Wäre ich mal auf die Idee gekommen…………….. 😉
    Ich stricke, nähe zusammen, evtl. wird gewaschen, evtl. auch nicht, nach dem tragen, wird es eh gewaschen………………….
    Aber der ganze Bohei darum ist mit schleierhaft, es gibt ja auch keine Lehrgänge wie man Wäsche aufhängt oder doch?!?! 😉

    • Waltraud
      13. Januar 2014 at 20:52

      Lehrgänge für Wäscheaufhängen sollten unbedingt angeboten werden. Ich hätte da schon einen Teilnehmer… meinen Mann 😉
      Er schafft es die Sachen so auf das Seil zu knäulen, dass die Klamotten Tage zum Trocknen brauchen.
      Vielleicht können wir vieles einfach, weil wir die Gelegenheit hatten Mutter, Oma oder auch Tante bei den häuslichen Arbeiten zuzuschauen. Ich kenne mich nicht im Alltag amerikanischer Familien aus.

  49. kahigeik
    13. Januar 2014 at 11:28

    Lace-Tücher spanne ich tatsächlich nach jeder Wäsche, und ja: ich trage sie auch fast täglich. Es stimmt schon, nach ein paar Mal um den Hals wickeln sind sie zusammengeschnurrt, aber wenn ich sie frisch aus der Schublade nehme, sehen sie noch wunderschön luftig aus. Und die Mühe ist es mir Wert.

  50. 13. Januar 2014 at 12:52

    Also das, was du machst, würde ich schon als Blocking bezeichnen. Aber ich übersetze das auch eher mit „in Form bringen“.

    So richtig mit Hinlegen und festpinnen, bearbeite ich nur Lace Tücher.
    „Normale“ Tücher in Kraus rechts werden bei mir aber auch geblockt vor dem ersten Anziehen 😉 Ich hatte da mal ein Vorher-Nachher-Bild gesehen und durchd as Blocking wird das Tuch einfach glatter und signifikant größer. Aber auch da blocke ich nur so wie du ^^, Waschen, Hinlegen, Warten. Das nasse Strickstück lässt sich da aber schon etwas besser in Form ziehen.

    Ich finde auch nicht, dass Blocking überbewertet wird, sondern mit zum Stricken gehört.

  51. Inge
    14. Januar 2014 at 18:49

    Den Aufstand um dieses „Blocking“ ich kanns nicht nachvollziehen.
    Lacetücher, Spitze eben und Kunststricksachen werden gespannt, mit Schweißdraht und normalen Stecknadeln auf Estrichdämmplatten (Styropor) Ohne Spannen sieht es nicht aus und die Spitze kommt nicht zur Geltung.

    Ein sorgfältiges erstes Spannen bei Tüchern hilft auch bei der nächsten Wäsche, da kann dann schon glattstreichen und trocknen genügen.
    Kleidung … da wird mit einer Ausnahme gar nichts gespannt. Die Ausnahme sind glatt rechts mit Strickmaschine gestrickte Teile, da rollt der Rand sich grausig ein und da hilft das Feststecken im feuchten Zustand anschließend beim Nähen.
    Ein Bügeleisen sehen meine Stricksachen nicht, weder dämpfen mit feuchtem Tuch noch Dampfbügeleisen. Da habe ich schon schlechte Erfahrungen gesammelt.
    Waschmaschine(so selten wie möglich), hinlegen, glatt streichen, gut ist.

  52. Uta
    15. Januar 2014 at 08:15

    Danke für den Artikel, und die Kommentare! Ich habe gerade meinen ersten Pullover fertig und bin mir immer noch nicht sicher, ob ich spannen/blocken/formen soll. Die Kommentare auf meinem Blog haben auch nicht viel gebracht. Mir ist allerdings nicht ganz klar, weshalb ich das neu gestrickte Teil waschen sollte, statt es nur nass zu machen?!

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