Armkugeln

Etliche Jahre habe ich mich erfolgreich vor ihnen gedrückt – die Armkugeln. Ich hatte immer Angst, daß die sowieso nicht passen werden, weil ich ja so gut wie nie die angegebene Maschenprobe erreiche. Also habe ich immer Pullover mit überschnittenen Schultern gestrickt, das saß zwar nicht so gut, aber das konnte ich wenigstens, auch nähtechnisch. Ausserdem waren die damals ja auch modern.

Mein erster Versuch einer Armkugel, das war ca. 1999, ging dann auch gründlich daneben (siehe vorheriger Eintrag, der letzte Pulli). Das bestätigte meine Meinung, daß ich zu doof dazu bin und so vergingen sieben Jahre, bis ich es wieder wagte. Da wollte ich unbedingt Martha aus Rowan 37 haben – bloß, die hatte Armkugeln 😮

Meine damalige Freundin machte mir dann Mut und so wagte ich es. Und siehe da, die Armkugeln gelangen perfekt:

Zufälligerweise stimmte meine Maschenprobe mit der Anleitung fast 100%ig überein (ich mache ja nie eine und weiß erst nach 10 cm stricken, wie meine Maschen- und Reihenzahl genau ist), meine Nähte waren dank des inzwischen erlernten Matratzenstiche auch um einiges besser – ich war glücklich und meine Angst vor Armkugeln wie weggewischt.

Damit war aber noch nicht mein grundlegendes Problem gelöst – wie muss ich die Armkugel stricken, wenn meine MaPro ganz anders als in der Anleitung ist?  Nun könnte ich natürlich einen Strickrechner bemühen oder verschollene Mathematikkenntnisse ausgraben und Angelas geniale Pythagoras-Armkugel stricken.

Aber das Tichiro als solches ist vom Grundsatz her ja eher faul und so ersann es eine andere Lösung  😀

Ich hatte inzwischen festgestellt, daß mir Armkugeln nach Anleitungen von Kim Hargreaves immer gelangen, sofern die MaPro einigermaßen übereinstimmte.

Was die Armkugeln von Kim Hargreaves so besonders macht, ist ihre Art die Rundungen zu formen. In den meisten Anleitungen, die ich kenne, werden mehrfach mehrere Maschen auf einmal abgekettet bzw. nur in den Hinreihen abgenommen. Sieht nicht so gut aus, gibt keine besonders schöne Kante, läßt sich nicht so gut nähen. Kim Hargreaves nimmt beidseitig jeweils nur eine Masche ab (SSK/K2tog bzw. P2tog/SSP), aber dafür teilweise eben auch in den Rückreihen. Gibt eine schöne saubere Kante, die sich gut nähen lässt.

Also warum nicht einfach fremdgehen? :mrgreen: Ich stricke nach der Anleitung meines erwählten Modells bis zur Höhe des Armausschnitts. Dann suche ich einfach eine Hargreaves-Anleitung die zu meiner MaPro (die ich inzwischen ja im Großformat habe) passt und übernehme die Maschenangaben des Armausschnitts in meiner Größe für mein Modell. Voilá – passt immer!

14 comments for “Armkugeln

  1. Birgit
    25. März 2008 at 17:11

    Hallo Tina,
    ich hab mich auch erst seit einem Jahr an die Armkugel gewagt(obwohl ich seit 30 Jahren stricke), aber sie funktioniert!! Ich weiß genau, wie groß der Armausschnitt werden muss und wie breit der Ärmel ganz oben vor Beginn der Armkugel, auch die Höhe der Armkugel ist bei mir eine feste Größe, und dann brauch ich nur noch die Maschen abnehmen, passt immer! Manchmal nehm ich auch die Maschen direkt aus dem Armausschnitt auf und stricke den Ärmel von oben nach unten; das ist auch dann vorteilhaft, wenn man nicht weiß wie weit die Wolle noch reicht(und man weiß, dass man sie nicht mehr nachbekommt, da sie schon länger im Wollberg liegt:-))), ich hör dann auf wenn vom Rest die Hälfte weg ist. Und dieser angestrickte Ärmel sieht auch bei vielen Mustern gut aus, finde ich! Und man hat sich auch noch eine Naht gespart:-)))
    Viele Grüße von der (noch) bloglosen Birgit

  2. 25. März 2008 at 22:33

    Hi Tina!

    Mit den Armkugeln von Filatimodellen habe ich keine Probleme, paßt schon! Aber ansonsten stricke ich gerne an!

    Lieben Gruß aus dem Schneematschigen Windecker Ländchen,
    Annette

  3. 25. März 2008 at 23:03

    Hallo Tina,

    und was macht man/frau wenn Sie keine Kim Hargreaves Anleitung hat? Tina fragen? *zwinker*

    LG
    Linda

  4. 25. März 2008 at 23:14

    Hallo Tina,
    abgesehen von ein paar verkorksten Versuchen hab ich bisher nur Armkugeln gestrickt, wenn ich Orginalgarn besaß oder zumindest die Maschenprobe übereinstimmte. Angestrickte Ärmel find ich – je nach Modell – nicht soo furchtbar schlimm. Aber dein Tipp ist schon prima: zumal: die abgeketteten Maschen lassen sich wirklich blöd vernähen. Nur hab ich das selbe Problem wie Linda: was, wenn man Kim Hargreaves – Anleitungen nicht in ausreichender Menge zur Verfügung hat? 😕

    lg
    xara

  5. 25. März 2008 at 23:21

    Hm – naja, Ihr könntet ja fragen, wie ICH eine Armkugel für eine bestimmte MaPro in einer bestimten Größe stricken würde 😉

  6. maroni
    26. März 2008 at 09:20

    o.k. beim nächsten teil wird gefragt 🙄
    ich stricke ímmer bis zum Armausschnitt hoch, dann die Arbeit wird geteilt.
    Unter den Armen werden beidseitig etwa 3 cm,( so dass zum Schluss die Schulternaht auch wirklich am Ende der Schulter sitzt ) abgekettet.
    Wenn das Körperteil fertig ist die Schulternnähte schließen und den Ärmel von oben anstricken, die abgeketteten Maschen bleiben frei.
    Wenn Ärmel fertig muß nur noch die Ärmelnaht geschlossen werden,
    Die letzten 3 cm des Ärmels werden mit den abgeketteten Machen verbunden.
    Sitzt und passt immer

  7. kaita
    26. März 2008 at 10:18

    Du poeser Cheater Du 😉

    LG
    Andrea

  8. 26. März 2008 at 11:42

    @ Birgit und Maroni: Dann strickt Ihr aber keine Armkugeln, also oberer Teil des Ärmels gerundet (Birgit: Wenn Du den Ärmel gleich dran strickst) sondern eingesetzte Ärmel, oder verstehe ich das jetzt falsch?

  9. maroni
    26. März 2008 at 12:22

    nein, der Ärmel ist nicht abgerundet,, die Naht sitzt aber genau am Schulterende und schlappt nicht in Richtung Ellenbogen , das kann ich so garnicht leiden
    Ich finde bei dieser Methode ist der Unterschied zum ‚runden Ärmel‘ fast nicht zu erkennen

  10. Birgit
    26. März 2008 at 16:08

    der Armausschnitt am Vorder- und Rückenteil wird ganz normal gerundet, wie als wenn ein Ärmel mit Armkugel reinkäme, aber die Maschen für den Ärmel nehm ich dann aus dem Armausschnitt auf und strick den Ärmel in hin und her Reihen da dran, also ohne Rundung, das stimmt, einfach strack nach unten. Das wird auch hin und wieder in den Filatiheften gemacht, deshalb hab ichs mal ausprobiert und es für gut empfunden, auch bei dickerer Wolle. Geht aber nicht bei jedem Muster, weil es ja beim Ärmel in die andere Richtung geht. Das fällt aber den Nichtstrickern eh nicht auf:-)))) Und mich störts nicht:-)))

  11. Bea
    20. April 2008 at 16:22

    und ich machs mir noch einfacher.
    Ich hab mir das hier geleistet: http://www.fully-fashioned.net/Strickrechner/Strickrechner/tabid/232/Default.aspx
    Für die 15,40 Euro bekommst du nicht mal ein Strickbuch und das Programm funktioniert einwandfrei. Ich gebe meine Maschenprobe und die Pullimaße ein und der PC rechnet alles für mich aus. Armkugel, Taillenabnahmen, anzuschlagende Maschen usw.

    Nein, ich bin nicht mit der Verkäuferin befreundet/verwandt/verschwägert oder sonstwas. Ich bin nur begeistert, für so einen günstigen Preis ein so gutes Produkt bekommen zu haben.

    Auch hier ist es übrigens so, dass nur in der ersten Reihe des Armlochs/der Armkugel mehrere Maschen abgekettet werden und dann immer nur 1 oder 2 Maschen, aber auch in Rückreihen. Ob Frau Hargraves dasselbe Programm hat?

    Grüßle, die Bea
    P.S. habe Deinen Blog eben erst entdeckt und bin begeistert.

  12. Karina
    9. Dezember 2015 at 00:11

    Hallo, ich lese schon eine ganze Weile auf dieser Webseite, vieles könnte ich dazu lernen. Dafür liebe Tina vielen Dank , das du dir hier so viel Mühe gibst. Das Strickprogramm habe ich auch, ich muss aber sagen ich hab damit noch nicht viel getan. Ich weiß schon mal nicht gilt die MP auch bei Zöpfen kann sie eigentlich nicht. So richtig ist das programm noch nicht mein Ding. Ich stricke oft recht komplizierte Muster. Nun zum thema Armkugeln das mache ich etwa so wie Tina, die Ärmel stricke mit an .anfangs forme ch die Schulter. Ich stricke ein paar verkürzte Reihen sei Ärmel sitzt so immer gut.diese Methode finde ich ganz oft in den englischen strickbüchern

  13. Karina
    9. Dezember 2015 at 00:17

    Hallo, ich lese schon eine ganze Weile auf dieser Webseite, vieles könnte ich dazu lernen. Dafür liebe Tina vielen Dank , das du dir hier so viel Mühe gibst. Das Strickprogramm habe ich auch, ich muss aber sagen ich hab damit noch nicht viel getan. Ich weiß schon mal nicht gilt die MP auch bei Zöpfen kann sie eigentlich nicht. So richtig ist das programm noch nicht mein Ding. Ich stricke oft recht komplizierte Muster. Nun zum thema Armkugeln das mache ich etwa so wie Tina, die Ärmel stricke mit an .anfangs forme ch die Schulter. Ich stricke ein paar verkürzte Reihen über die Armkugelnärmkugeln die Ärmel sitzen so immer gut.diese Methode finde ich ganz oft in den englischen strickbüchern

  14. Karina
    10. Dezember 2015 at 10:47

    hallo, meinen Beitrag gibt es gleich 2 mal, könnte bitte jemand einen löschen, da ich auf dem IPhone geschrieben habe, sind auch ein paar Fehler drin, das Bist ändert häufig ein Wort um, wenn man nicht aufpasst geht das so raus.
    Liebe Bea, würdest Du mir mit dem Strickprogramm helfen? So richtig komme ich nicht damit zurecht.
    Ich bin nicht in der Lage mit diesem Programm einen RVO von oben aus zurechnen. Dafür hatte ich mir dieses Programm mal gekauft. Dafür nutze ich das Buch Top- Down Sweaters von Ann Budd.

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