Tragt Ihr Eure selbstgestrickten Sachen?

Eine aktuelle Diskussion bei Ravelry hat mich auf diese Frage gebracht.

Die Threaderöffnerin beklagt, daß sie mit den Oberteilen, die sie bisher gestrickt hat, immer sehr unzufrieden war (sie sagt sogar, daß sie sie hasst) und sie deshalb nie trägt. Ihr Problem ist gar nicht mal so sehr die Passform, vor allem gefällt sie sich selbst nicht in ihren Sachen.

Die Antworten zeigen, daß sie mit diesem Problem nicht alleine dasteht. Es gibt offenbar doch eine ganze Menge Strickerinnen, die die schönsten Sachen produzieren, aber diese dann nie anziehen, weil sie sich aus dem einen oder anderen Grund darin nicht wohlfühlen.

Sicherlich hat jeder von uns schon mal ein Strickstück produziert, das sich im Nachhinein als Flop herausgestellt hat. Bei mir war das z.B. dieser Pullover hier, den habe ich auch vor kurzem endlich entsorgt. Das Garn war zu dick für den Sommer, ich mochte die unruhige Optik überhaupt nicht und das untere Rand rollte. Der V-Ausschnitt war zu klein und die Ärmel zu kurz, ich habe mir darin nicht gefallen und das Teil maximal dreimal angehabt:

Aber ansonsten mag ich 99% aller meiner Oberteile und trage sie regelmäßig – wobei ich natürlich immer Lieblinge habe, die öfter drankommen als die anderen.

Wenn man dagegen kein einziges seiner Strickstücke mag, stelle ich mir das reichlich frustrierend vor. Ich glaube, das würde mir das Stricken total vermiesen.

Nun bin ich natürlich neugierig und würde von Euch gerne wissen: Geht es dem einen oder anderen unter Euch vielleicht genauso? Oder hattet Ihr das Problem früher einmal, konntet es aber lösen? Und falls ja, wie habt Ihr es gelöst?

91 comments for “Tragt Ihr Eure selbstgestrickten Sachen?

  1. Sybille
    13. August 2014 at 18:42

    Sicher kommt es schon mal vor, dass mir etwas nicht hundertprozentig gefällt, aber das ist die Ausnahme. Anders wäre es auch schlecht, schließlich kaufe ich mir äußerst selten Kleidung. Lieber stricke und nähe ich mir alles selbst, denn dann kann ich es so machen wie es mir gefällt und muss nicht stundenlang in irgendwelchen Geschäften suchen.

    Wenn man nie mit dem zufrieden ist, was man selbst produziert, verstehe ich ehrlich gesagt nicht, warum Jemand sich diesen Frust abtut. Es gibt auch noch andere Hobbies.

    Die Sicherheit stechen Frage ist ja interessant. Ergebnis siebzig zwei.:-)

    • Sybille
      13. August 2014 at 18:45

      Das blöde Gerät verändert doch zwischendurch einfach meine Worteingaben. Gemeint war Sicherheitsrechenfrage. Hier wird nicht gestochen.

  2. nicolezh
    13. August 2014 at 18:49

    Meine gestrickten Sachen mag ich eigentlich alle. Bloss: Ich stricke vor allem deswegen keine Oberteile, weil ich mich selber zu möppelig für Gestricktes finde. Meine Kleinteile, vor allem die Socken, trage ich sehr sehr gerne!

  3. Wolldiele
    13. August 2014 at 18:56

    ich trage meine Teile,vor allem Jacken,Socken,Tücher. Aber bei Oberteilen überlege ich mir vorher ganz genau,ob das Modell,die Farbe usw. zu mir passt.Seitdem gibt es eigentlich keine Flops mehr.
    Tücher und Socken fertige ich übrigens immer auf Vorrat, dann habe ich immer ein Geschenk.
    Liebe grüße aus der Pfalz.

  4. Hummelbrummel
    13. August 2014 at 19:04

    Ja!
    Socken rund ums Jahr und immerzu und Pullover und Jacken bis sie auseinanderfallen. Allerdings habe ich nicht sooo viele handgestrickte Oberteile, jedenfalls nicht so viele wie du, Tina.
    Und wenn sich dann ein Wollpulli ich nach 4 oder 5 Jahren an den Bündchen auflöst, bin ich eigentlich ganz froh: dann habe ich einen guten Grund, mir einen neuen zu stricken. Aber dann restauriere ich ihn trotzdem und trage ihn weiter, weil ich mich da drin so wohlfühle….
    Lediglich bei einem meiner beiden handgesponnen Pullis habe ich ganz am Schluss festgestellt, dass ich ihn nicht mag, weil ich erst beim Tragen gemerkt habe, dass mich die Wolle kratzt (obwohl ich überhaupt nicht kratzempfindlich bin und es Merino war.)
    Und als ich zu Beginn meiner Spinnerkarriere aus den ersten Kleinmengen Lacetücher und Schals gestrickt habe – da hatte ich dann plötzlich mehr, als ich brauchen kann (ich brauche nämlich genau einen Schal!) Seitdem denke ich auch beim Spinnen in Oberteil-Mengen-Katergorien oder Sockeneinheiten….oder gebe anfallende Garn-Kleinmengen weiter, bevor sie bei mir vermodern.
    Durch das Spinnen braucht die Produktion eines Oberteils noch länger, womit ich den bereits vorhandenen Oberteilen die Chance gebe, noch mehr getragen zu werden und die darin steckende Mühe zu lohnen.
    Das war mit ein Grund, warum ich zum Spinnen angefangen habe.
    Viele Grüße
    Hummelbrummel

  5. Ricarda
    13. August 2014 at 19:04

    Hallo Tina,
    hier muss ich doch mal wieder einen ausführlicheren Kommentar hinterlassen.
    Ich muss gestehen, dass es schon ganz ganz lange her ist, dass ich einen Pullover für mich gestrickt habe. Diesen habe ich dann auch nur einmal angezogen, weil ich festgestellt habe, dass mir die Farbe überhaupt nicht steht (knallrot). Lange Zeit habe ich gar keinen Pullover gestrickt, sondern lediglich welche begonnen, die dann irgendwann in der Ecke vor sich hindümpelten. Jahrelang habe ich dann nur noch Socken gestrickt – davon aber sehr viele. Die habe ich auch fertig bekommen. Vor zwei Jahren habe ich mir einen Bolero für eine Feier gestrickt – und diesen auch nur einmal getragen. Jetzt will ich ihn aussortieren, weil mir die Farbe dieses Mal zwar gefällt, mir aber an dem Strickstück leider nichts mehr liegt (er war für ein ganz bestimmtes Kleid gestrickt). Das ist der springende Punkt, den ich an mir nicht verstehe: Obwohl ich Handgemachtes immer sehr sehr schätze, habe ich an mir entdeckt, dass ich leider total die Prozessstrickerin bin. Das ärgert mich maßlos, denn ich würde mir echt sehr gerne mal eine Jacke stricken, die ich dann auch regelmäßig anziehe. Noch dazu habe ich seit der Geburt meiner Kinder fast überhaupt keine Zeit mehr. D. h., die wirklich wenigen Stunden, die ich habe, verbringe ich dann lieber einmal wöchentlich beim Sport, zweiwöchentlich in der örtlichen Spinngruppe und hier und da mit Freunden Brettspiele spielend. An den 2-3 Abenden in der Woche schaffe ich dann nicht viel zu stricken (ich gehe auch relativ früh zu Bett). Der Zeitmangel frustet mich jetzt wirklich enorm. Denn ich bin nicht so wahnsinnig stricktechnikgeübt, dass mir alles ganz leicht von der Hand geht. Rumprobieren nervt mich dann auch wie die Hölle.
    Inzwischen weiß ich auch, worauf ich achten muss: Passform, Material und Lauflänge und vor allem passende Farbe!! Aber: da bleibt ja immer noch das Problem der Prozessstrickerin…..
    Ich finde es übrigens super entspannend, Strickanleitungen zu lesen!!!
    Ich überlege mir demnächst dann mal einen „funky grandpa“-Cardigan zu stricken. Den könnte ich doch lieb gewinnen… Vielleicht halte ich sogar mal durch….
    Ich liebe Gestricktes und habe auch gestrickte Sachen im Kleiderschrank, die ich anziehe. Diese sind aber von der Schwiegermutter nach Wunsch gestrickt. Das ist natürlich peinlich….

    Viele Grüße in die Runde!

    Ricarda

    • Sissi
      13. August 2014 at 19:45

      Hallo Ricarda!
      Es ist absolut nicht peinlich, wenn die Schwiegermama nach Wunsch strickt und die Sachen passen und gefallen – lass Dir noch ganz viele Sachen machen (ich habe meine Schwiegermama leider nicht mehr kennen lernen können – es gibt nur noch Fotos von ihr…..).
      glg Sissi

    • 14. August 2014 at 08:32

      Hallo Ricarda,
      meine Mädchen sind jetzt 4 und bei mir ist abends um 22 Uhr auch die Luft raus. Ich nehme meine Stricksachen überall mit hin. Glatt rechts in die Runde wie z.B. meine Cria geht fast immer. Auf dem Spielplatz, im Wartezimmer, wenn ich unbedingt dabei sein muss, wenn die Kids bei Freunden sind…
      Letztendlich hat ein Pullover gar nicht so viel mehr Maschen, als 2-3 Paar Socken.
      tini

  6. Angelika
    13. August 2014 at 19:10

    Einige Pullis habe ich schon gestrickt, die dann selten oder nie getragen wurden. Meist waren das Sachen, die mir auf den Photos bei der Anleitung sehr gut gefallen hatten – Stil, Material etc.
    Voll Begeisterung habe ich mich dann ans Werk gemacht und musste nach Fertigstellung feststellen, dass das Ganze an mir dann doch mehr als bescheiden aussah obwohl die Größe passend warhttp://tichiro.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wacko.gif
    Na ja,nicht alles, was einem auf den Fotos gefällt, passt dann auch zur Nicht-Standard-Figur. Gebe zu, dass ich da wohl auch zu kritisch mit mir selbst bin.
    Allerdings habe ich den Eindruck, dass die Modelle in der Regel sowieso Strickstücke tragen, die nicht ihrer Konfektionsgröße entsprechen – sprich mindestens eine Nummer zu groß sind.

    LG
    Angelika

  7. Carolin
    13. August 2014 at 19:11

    Meine Mützen, Handschuhe, unendlichen vielen Schals und Tücher trage ich sehr sehr gern. An Oberteilen habe ich bisher nur ein paar wenige Sachen für mich gestrickt und die ganz am Anfang meiner Strickkarriere, so dass ich sie lieber drunter als drüber trage.

    Was ich wirklich schwierig finde, ist, dass Stricksachen figurmäßig so auftragen. Nur wenige verstricken sooo dünne Wolle, dass das Oberteil letztlich so locker luftig liegt wie ein gekaufter Pulli. Wollsachen sind eben etwas derber und betonen eventuelle Röllchen o.ä. noch mehr. Ich kann das also schon verstehen, finde es aber auch unendlich schade. Man muss sich vorher einfach genau in dem Oberteil vorstellen und dann weiß man ja, ob das der Figur eher schmeichelt, oder eben nicht. Und selbst wenn nicht, ist es ja auch wieder Geschmackssache..

    • konni
      13. August 2014 at 21:33

      die Speckröllchen sieht man auch, wenn man einen gekauften Pulli trägt. Das Problem ist, dass man bei selbst hergestellten Sachen viel länger vor dem Spiegel steht und sich viel kritischer anschaut 😉
      Klar, dünne Wolle ist besser als Baumstammgarne, aber es muss nicht unbedingt Filetgarn sein.
      Die Passform ist natürlich das A und O. Ein Buch, wie z. B. Achtung Kurven! ist da schon hilfreich.

      Meine Oberteile trage ich, bis sie sich buchstäblich auflösen 🙂 Einen totalen Reinfall habe nur selten erlebt, z.B. als ich mich an einer Wolle versuchte, die ständig riss. Später habe ich sie auf der Strickmaschine in einem Webmuster verarbeitet, das hat aber auch nicht lange gehalten, ein klarer Fall für die Tonne

      viele Grüße

      Konni

  8. lisawe.
    13. August 2014 at 19:18

    Hallo Zusammen,
    In den 80zigern hab ich ja sehr viel gestrickt. Da auch immer nur für mich. Damals hab ich aber immer streng nach Anleitung gestrickt, aber nie die angegebene Wolle verwendet. So ist manches Teil dann im Schrank verstaubt. Heute Strick ich meist für mich oder meine Tochter, ausser den Socken – die bekommen alle. Viele Teile die dann an mir doof aussehen stehen meiner Tochter super. So bleibt nichts mehr im Schrank liegen.
    Gruß Lisa

  9. Sissi
    13. August 2014 at 19:34

    Hallo Tina!
    Mir geht´s wie Dir – ich habe Lieblingssachen, die immer wieder drankommen, und andere halt weniger; ein paar Sachen hängen noch im Schrank und warten auf Änderungen (Kragen, Länge etc.); was mich unbändig ärgert: ich habe vor ein paar Jahren Pullis entsorgt (stammten noch aus meiner Jugendzeit: hab´ ich selbst entworfen und ich habe sie sehr gemocht; einerseits waren sie schon zu klein und ein paar schon aus der Mode…) ich könnte mir den Kopf abreissen, dass ich die weggeworfen habe; ein paar Sachen habe ich noch, die ich auch noch nicht ausgeführt habe – nicht weil ich sie nicht mag – nein: ich muss noch das passende Darunter finden, damit sie auch zur Geltung kommen…….
    lg Sissi

  10. 13. August 2014 at 19:46

    Ja klar – deswegen stricke ich sie doch 😉

    Allerdings hatte ich bisher noch kein Pech – die Pullover, die ich bisher gestrickt habe, passen alle, und gefallen auch gut. Ich verbringe aber auch genug Zeit mit Anleitungen studieren und Farbe aussuchen 😉

  11. Meise
    13. August 2014 at 19:50

    Ich lese hir ja schon lange heimlich mit und muss mich nun auch endlich mal einmschen.

    Ich habe ebenfalls in den 80er sehr viel für mich gestrickt und auch getragen. Dann habe ich einiges zugenommen und in den selbstgestrickten Sachen gefiel ich mir nicht mehr. Seitdem ich bei Ravelry bin, EZ kenne und diesen Blog lese, stricke ich auch wieder für mich und das mit Freude. Fast alles wird häufig und mit Stolz getragen. Woran liegt es? Ich habe gelernt, die Passform auf meine Figur anzupassen. Ich nehme dünne Wolle und dünne Nadeln. Ich gebe mir mehr Mühe, ribbel wenn nötig und verwende neue Techniken. Außerdem stricke ich nahtlos von oben, so dass ich keine Nähte habe, die kann ich nämlich nicht gut. Dadurch sehen die Jacken und Pullover viel professioneller aus. Ich mache mir auch mehr Gedanken über Modell, Garn und Farben und achte auf die Qualität der Wolle Ich habe hier viel gelernt. Danke Tina.

  12. Andrea
    13. August 2014 at 19:55

    Hallo Tina,

    ich habe auch solche Strickleichen im Schrank liegen, die sind allerdings auch schon älter, ca. 10 Jahre und aus Synthetikgarn gestrickt. Als Teeny habe ich meine Pullis alle getragen, die ich gestrickt habe. Heute trage ich eigentlich auch alles, was ich stricke, manche Pullis oft, manche nicht so oft, Strickstrümpfe trage ich fast durchgängig im Jahr.
    Am liebsten trage ich die Pullis und Jacken, die ich RVO gestrickt habe. Wenn ich merke, dass beim Stricken mir die Farbe nicht gefällt, wird gleich geribbelt.

    Liebe Grüße
    Andrea

  13. 13. August 2014 at 19:59

    Ja klar ziehe ich meine gestrickten Sachen an! Meistens Socken, auch Tücher und einige Pullis und Jacken habe ich. Leider habe ich auch nur wenig Zeit zum Stricken, da ich auch noch spinne. Damit schnell mal was fertig wird, gibts zwischendurch immer wieder Socken und Pulswärmer. Einen Pulli habe ich, (selbstgesponnen), der mir nicht gefällt weil er mir etwas zu kurz ist – der wird aber natürlich nicht entsorgt, sondern ich überlege mir, wie ich ihn am besten mit am wenigsten Aufwand verlängern kann (oder aber ich nehme 15 kg ab, dann passt er sicher besser).
    Wenn ich meine gestrickten Sachen an mir nicht mögen würde, würde ich eben einfach Decken stricken oder Sachen, die ich verschenken oder verkaufen kann.
    Stricken, um die Teile dann wegzuwerfen würde ich jedenfalls nicht.

    LG Marita

  14. 13. August 2014 at 20:10

    Gute Frage!….Mir fällt es aussgesprochen leicht für andere etwas zu stricken – genaue Vorstellungen, alles klar – ich finde Material und stricke was sich der geliebte Mensch wünscht. Ergebnis gefällt – alle sind froh. am einfachsten macht es mir da meine große Tochter, die immer sehr genaue Vorstellungen hat und wie glücklich sie ist wenns dann fertig ist!
    Für mich selbst?….wirds da etwas schwieriger….im letzten Herbst/Winter/Frühjahr hatte ich drei Reinfälle, der Erste war selbstentworfen und meine Tochter liebt ihn heiß und innig – Gottseidank! Leider habe ich davon immer noch keine Bilder, um mal wieder was zu zeigen auf meiner Seite…den Zweiten habe ich exakt nach meinem absoluten Lieblingspullover (einem grauen Buttercup in Lenpur von Rowan) in Drops Alpaca (auch grau) gestrickt….und…..er war zu klein! Dabei habe ich die Maße übernommen….mir ists immer noch ein absolutes Rutsel (Steigerungsform; Rätsel) den werde ich aber die Tage nach dem Waschen mal ordentlich spannen! Ich bin sicher – da geht was…..das hab ich nämlich noch nicht gemacht, weil ich so entsetzt vo dem Ergebnis war, das ich ihn direkt nach erster Anprobe völlig paralysiert in die unterste Ecke meiner Aktuellstrickwolltruhe verbannt habe….und das dritte Teil, ist ein Shellseeker in Rowan Bamboo….ZU KLEIN!….dem war das selbe Schicksal des eben beschriebenen beschieden – der ist grade in der Waschmaschine und läuft sich schon mal warm fürs spannen…allerdings….die Farben, die mir letztes Jahr soooo gut gefielen…nun ja….wir werden sehen!….
    Trage ich auch Sachen die ich stricke? – jede Menge! sowohl Sachen, die ich vor Jahrzehnten! gestrickt habe, als auch Neuigkeiten…z.B. justamente aus dem Buch Maschenpoesie die Titelweste…..die trage ich zur Zeit immer und stricke sie jetzt nochmal in einer anderen Farbe…..sie ist DER Begleiter für diesen Sommer! und für viele weitere….

  15. gina
    13. August 2014 at 20:11

    Hallo,

    ich stricke doch gerade deswegen, weil dieses Strickstück einzigartig ist und ich so manchen neidischen Blick sehe, wenn mit einem neuen Teil ankomme.
    Falls doch etwas nicht nach meiner Vorstellung gelingt, dann merke nur ich es und meist vor der Fertigstellung.
    Ich habe einige Twinsets, die ich schon mehrere Jahre trage. Ich finde sie praktisch und gut zu kombinieren.

    Liebe Grüße, Gina.

  16. 13. August 2014 at 20:17

    Also ich trage auch die allermeisten meiner Stricksachen (sonst würde ich mir echt ein anderes Hobby suchen), Socken und Tücher sowieso, Oberteile hatte ich jetzt noch nicht so viele, manchmal war die Passform nicht so optimal, aber mein aktuelles Stück steht kurz vor der Vollendung und beweist, dass ich es auch besser kann http://tichiro.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/bf-knittingsmiley.gif

    LG mimy

  17. Annelies
    13. August 2014 at 20:17

    Hallo und guten Abend,

    erst hatte ich gedacht, ganz einfach mit „ja klar“ zu antworten. Aber dann habe ich die Antworten meiner Vorrednerinnen gelesen und muss gestehen – ja, es gibt Dinge, die ich gstrickt habe und nicht anziehe. Mein Socken – meine Füße sind zu empfindlich und mögen die weicheste Wolle nicht (außer nachts im Winter). Zum Glück liebt mein Mann selbstgestrickte Socken und Strümpfe, da kann ich mich an ihm austoben. Und leider habe ich auch so manches Tuch gestrickt, dass nach Beendigung nicht wieder das Tageslicht sah. So wird die eine Stola, die ich unbedingt haben musste, demnächst geribbelt.
    Ich versuche auch, möglichst vorher mir zu überlegen, ob ich die Sachen, die ich stricke, auch anziehen werde. Zum Glück lese ich schön länger den Block von Tina und konnte einiges lernen (Passform? Mittlerweile sogar bei mir beachtet..)

    So bleibt also die klare Antwort: Meistens, fast (!) immer. Und wenn nicht, dann eben wieder ribbeln und was besseres stricken.

    LG
    Annelies

  18. Andrea
    13. August 2014 at 20:42

    Hallo Tina,

    eine interessante Frage stellst du da… und einige Antworten haben mich ebenfalls erstaunt.
    Natürlich trage ich alle meine Oberteile, Socken und Tücher, die ich stricke. Alles Andere wäre eine Geld- und Zeitverschwendung. Seitdem ich stricke, kaufe ich auch bedeutend weniger Pullover. Und ich besitze keinen einzigen gekauften Schal mehr.
    Auf Ravelry bekommt man mehr tragbare Mode zum Stricken, als ich Zeit habe. Es ist für jeden etwas dabei und man lernt ständig dazu. Sicher, geling nicht jeder Pullover auf Anhieb, aber auch bei gekauften Kleidungsstücken ist oft einiges an Ausschuss dabei.

  19. sansi
    13. August 2014 at 21:07

    Hallo ihr!

    Das ist eine sehrinteressante Frage… Also ichhab auch unendlich viele pollover für mich gestrickt und nie getragen.

    Jetzt hab ich gerade birch Park von amy Herzog in Arbeit – sogar mit meinen Massen nach custom fit – und hoffe dass der dann wirklich passt!

    Hat sonst jemand von euch schon mal nach Amy gestrickt?

    Lg aus Österreich!

    Sandra

  20. 13. August 2014 at 21:18

    Hallo
    Das Problem hatte ich am Anfang meiner Strickkarriere, in der Schulzeit. Jetzt schon seit vielen Jahren nicht mehr, ich kann mich aktuell an keinen Pullover erinnern, den ich nicht trage, getragen habe, abgesehen von dingern aus glitzergarn vor 25 jahren oder so.
    ich komme aber auch äußerst selten dazu, was für mich zu stricken, der shop geht vor
    grüßle
    Solveig Frostpfoetchen

  21. Waltraud
    13. August 2014 at 21:35

    Was eine interessante Unterhaltung!
    Bei mir gibt es nur einen Pullover, der nie getragen wurde und das war mein erster. Die Wolle war so kratzig und ich bin nicht empfindlich und war es auch nie. Meine Mutter meinte damals, dass sicherlich Nesselfäden eingesponnen worden waren. Allerdings liegt das mehr als 50 Jahre zurück.
    Damals habe ich gelernt die Wolle genau anzuschauen und zu befühlen. Wenn ich mir etwas stricken will, gehe ich anders vor, als ich es hier im Internet oft höre. Ich lasse mich selten von einem Model, das ich bei Ravelry oder in einer Zeitschrift sehe zum Nachstricken verleiten. Meine Figur verlangt nach genauen Überlegungen, was Musterung und Schnitt betrifft. Bevor ich Wollfarbe bestimme, überleg ich wie das Teil ausschauen soll. Da mir nicht jede Farbe steht, bewege ich mich in meiner Farbskala. Bei mehrfarbigem Projekt, muss die mir stehende Farbe dominieren. Wenn ihr jetzt denkt, dass da das Stricken langweilig wird, muss ich euch sagen, dass da noch zubestrickende Kinder und Enkel auf Mamas bzw. OmasStrickgeschenke warten und da kann ich mich austoben. Es gibt große und supergroße Damen und Herren ( 1,74m-1,89m) und alle sehr schlank. Da kann ich schon ein und anderes Modell aus Zeitschriften stricken. Aber ich lasse niemals jemanden etwas aussuchen, weil das Stricken mir Spaß machen muss. Ich überlege mir, welche Farbe steht welchem Kind, passt das Muster, könnte das Modell passen und bisher wurden alle Sachen getragen.
    Oh, da fällt mir ein, mein Loop und die dazu passende Mütze, die ich mir im letzten Herbst aus zwei 6fach Zauberbällen gestrickt habe, sind nicht ein einziges Mal getragen worden, was am milden Winter lag.

  22. 13. August 2014 at 21:36

    Liebe Tina,

    selbstverständlich trage ich meine selbstgestrickten Socken, Jacken und Pullover alle und gerne – das ein oder andere Stück lieber als das andere – und selbstmurmelnd hab ich auch schon den einen oder anderen Flop bei Pullovern oder Jacken produziert und dann auch schnell wieder weitergegeben bzw. dem Graf Ribbel zum Fraß gegeben! Da bin ich ziemich „selbstlos“ *gg* Mögen andere sich darüber freuen!
    Was ich nie getragen habe, sind die selbstgestrickten Tücher – die habe ich alle spendiert – und mir vorgenommen, keine Tücher und seien sie noch so schön, zu stricken! Das ist nix für mich

    Liebe Grüsse an dich
    Dörte

  23. 13. August 2014 at 21:39

    Genau aus dem Grund habe ich mich bisher noch nicht an all zu große Sachen ran getraut! 😉
    Bisher hab ich nur Socken, Schals und Deko gestrickt, aber meine To-Do Liste ist voll mit Kleidung. Hab mir erstmal dacht wenn ich die „kleinen“ Sachen gut hin bekomme, dann wage ich mich an die größeren Sachen. Also ich bin gespannt ob ich es dann auch tragen werden….aber ich hoffe doch, sonst wäre die ganze schöne Arbeit ja umsonst gewesen.
    Ich glaube wenn es mir, aus welchen Gründen auch immer nicht gefallen würde an mir, würde ich es entweder jemandem schenken dem es steht oder tatsächlich ribbeln. Zum wegschmeißen oder nur im Schrank liegen wäre mir die Wolle zu schade.

    LG Schnittchen

  24. 13. August 2014 at 22:04

    Hmmm, ich gehöre zu der Sorte, die ihre Strickstücke sehr oft trägt. Sehr gerne und auch mit Stolz.
    Natürlich gibt es Lieblingsstücke und ich versuche auch das zu stricken, was ich im Alltag auch gut und gerne tragen kann.
    Früher hatte ich immer wieder Probleme mit der Passform. Das wurde dann nicht soooo gerne getragen 😉 Aber Teile die gut passen und vor Jahren gestrickt wurden, trage ich immer noch. Seit ich auf dieses Problem mehr Focus gelegt habe und mich eindeutig verbessert habe, passt auch alles wunderbar. Ich weiß auch was mir steht, war auch nicht immer so, und so wähle ich dann die Modelle aus und passe sie dann an meine Figur an. Wäre ja schade so viel Geld für teures Garn auszugeben und viel Zeit zu investieren und dann versauert das alles im Schrank.
    Nicht passendes wird bei mir auch nach einiger Zeit geribbelt. Oft ist das Garn zu schön um es ungenützt zu lassen.

    Schade, dass es anscheinend viele Strickerinnen gibt, die ihre eigenen Werke nicht mögen. Mir würde das auch das stricken vermiesen.
    LG Bettina

  25. 13. August 2014 at 22:25

    Selbstverständlich trage ich meine selbstgestrickten Sachen – gerne, mit Stolz und auch in der Öffentlichkeit. Das ist ja der Sinn der Sache.
    Natürlich achte ich darauf, auch „tragbare“ Sachen zu stricken, die zu mir und meinem Kleidungsstil passen – notfalls wird dann auch etwas verändert, schlichter gemacht, Wolle entsprechend ausgesucht etc.
    Je besser sie sitzen, desto lieber – mein lila „Jodeldiplom“ nach deiner Anleitung ist schon so zerschlissen (und inzwischen auch etwas zu klein, ähem) dass ich ernsthaft überlege, ihn noch einmal zu stricken. Selbst die letztjährige dicke Jacke, die eigentlich von der Paßform meinen Ansprüchen überhaupt nicht genügt, trage ich – aber eben eher im Garten oder als Büro-Überwerfer, wo es nicht so auffällt (und es fällt ja ohnehin nur mir auf.)
    Schals, Mützen, Handschuhe etc sowieso – wobei es eben auch Lieblingsstücke gibt. Das ist ja klar.
    Nur wenn etwas gar nicht passt (wie meine Audrey, aus der ich während des strickens „herauswuchs“), die ziehe ich nihct an. Aber eben weil sie mir zu klein ist, nicht weil ich sie nicht vorzeigbar finde.
    🙂

  26. 13. August 2014 at 22:25

    In meiner eigenen Schulzeit habe ich Handarbeit und insbesondere Stricken so gehasst, dass ich den Pullover während der 5. Klasse wöchentlich nach dem Unterricht zu meiner lieben, strickenden Großmutter getragen habe und eine Woche später, kurz vor dem Unterricht, wieder abgeholt habe. Das fertige Teil wanderte, trotz der Wollkosten, in den Müll! Es war unglaublich häßlich und man sah den Unterscheid im Strick ganz gewaltig. Man hätte mich einfach zu sowas nicht zwingen dürfen. 😉

    Heute nehme ich mir die Freiheit, einfach nur das zu stricken, was ich auch selber brauchen kann und trage. Dass ich davon ein paar Teilchen mehr anfertige (weil ich Zeit dazu habe und selber so viel nicht tragen kann) und diese Teile dann in meinem Shop anbiete, das fällt in den Bereich therapeutisches Stricken (und Häkeln). 😉

    Heute trage ich meine selbstgestrickten Teile mit Freude und ein klein wenig Stolz. Aber Pullover stricke ich keine (mehr)! 🙂

  27. 13. August 2014 at 22:42

    Hallo Tina,

    ich hab einen Pullover (meinen ersten) der mir viel zu groß ist (nach dem waschen geworden) und den ich aus diesem Grund nicht anziehe.
    Aber ansonsten muss ich zugeben, dass ich meine gestrickten Sachen selten trage. Und zwar nicht weil sie mir nicht mehr gefallen oder passen, sondern weil mir die Pflege so aufwendig ist. Diese trocknen im liegen und die Dauer des Trockenprozesses nerven mich und oft hab ich keinen Platz oder keinen Wäscheständer dafür frei.

    LG Krissy

    • Tina Hees
      13. August 2014 at 23:00

      Wäscht Du die Sachen mit der Hand?
      Denn ich schmeisse alles in die Waschmaschine, da ist es dann geschleudert nach spätestens zwei Tagen trocken. Ich lege die Sachen zum Trocknen oft einfach über die Rückenlehne der Couch, wenn sie geschleudert sind, müssen sie nicht zwingend völlig horizontal liegen.
      Und tierische Fasern muss man ohnehin nur selten waschen, die sind bis zu einem gewissen Grad selbstreinigend und man trägt ja auch meistens ein T-Shirt o.ä. drunter.
      Normalerweise reicht es, sie eine Nacht auslüften zu lassen. Ich wasche die meisten Pullover erst nach fünf- oder sechsmal tragen.

      • 13. August 2014 at 23:07

        Ich wasche auch mit der Waschmaschine, aber einfach so über die Couch hängen fällt bei mir flach, weil ich noch kleine Kinder hab und da hängt das nicht lang (deswegen auch der Mangel an verfügbaren Wäscheständern). Das mit dem Auslüften hab ich noch nicht ausprobiert, ich bin es gewohnt meine Kleidung (außer Jacken) nach dem einmaligen Tragen zu waschen. Das werde ich auf alle Fälle probieren.

        • Tina Hees
          13. August 2014 at 23:12

          Die Selbstreinigungskraft von Wolle ist wirklich enorm.

          Ich hatte hier mal einen Teppich aus reiner Wolle mit einem großen Rotweinfleck.
          Nach einem halben Jahr war der Fleck komplett weg, der ist von selbst verschwunden.

          • Fussel
            18. August 2014 at 18:10

            Daß der Rotweinfleck weg ist, liegt aber nicht an der Wolle, sondern am Licht. Wein ist wie alle Beerenfarben, nicht lichtecht und das bleicht sich dann mit der Zeit raus.

            Viel erstaunlicher finde ich bei reiner Wolle, daß sie selbst durchgeschwitzt nicht sofort müffelt wie ein Baumwoll-T-Shirt und daß man nur etwas lüften muß, um sie wieder tragbar zu machen (jedenfalls ein paarmal).

      • Monika
        13. August 2014 at 23:39

        Ich hänge sie über Nacht ins Freie, an ein geschütztes Plãtzchen. Feuchte Witterung ist perfekt. Erst nach 3-5 mal Tragen und Lüften wird in der Waschmaschine gewaschen. Meine Islandwolle- Pullis habe ich öfter an, aber da sind sowieso 2-3 andere Lagen drunter angezogen.
        Ich habe eher das Problem, dass ich zum Trocknen die Teile sehr hoch legen muss.
        Meine Katzen meinen sonst sie hätten einen neuen Schlafplatz bekommen.

        • 14. August 2014 at 11:23

          @Monika, das hab ich hier auch. Da hilft ab ins Schlafzimmer damit und Türe zu.

          Ich versuche auch, schon beim Wollkauf drauf zu achten, dass die Wolle maschinentauglich ist. Das erleichtert den Umgang/die Pflege ungemein. Es gibt selbst OrganicWool, die machinengängig ist. 🙂

  28. Monika
    13. August 2014 at 23:26

    Ich stricke hauptsächlich nur mehr Teile die ich auch anziehe.
    Mit dem Alter kommen Erfahrungswerte dazu, ich unterscheide zwischen:
    gefällt mir, will ich stricken weil mich ein Detail, bzw. die Technik interessiert, und es für mich tragbar ist. Das werden dann eher schlichte Teile.
    dann
    gefällt mir, aber nur an anderen :-).
    und dann
    gibt es Teile, die springen mich an obwohl sie gegen alle Regeln verstoßen :-).

    Da ich zur Zeit leider wenig Strickzeit habe, müssen mir die Projekte auch „Spass machen“.

    Liebe Grüße
    Monika

  29. 14. August 2014 at 00:15

    Hallo Tina
    Gut zu wissen, dass es den anderen auch so ergeht, ich kann mich spontan an fünf Pullover/Blusen erinnern, die ich gleich nach der Fertigstellung verschenkt habe, weil sie mir plötzlich nicht mehr gefielen. Entweder war es die Farbe oder die Passform, die ich an mir nicht mehr mochte. Aber auch wenn mir manchmal ein Strickstück nicht gefällt und ich es verschenke, finde ich es nicht weiter tragisch, denn damit bereite ich ja auch anderen eine Freude und mein verschmähtes Strickstück wird von anderen gewürdigt. Ist ja auch schön ;))
    Die meisten Sachen aber habe ich alle sehr gerne selber getragen bis sie auseinanderfielen oder trage sie immer noch.

    Liebe Grüsse
    Sema

  30. yakbaby
    14. August 2014 at 00:17

    Stricken ohne das Teil hinterher zu tragen käme für mich nicht in Frage. Erstens schade ums Geld, so viel habe ich nicht, dass ich es mit einem Umweg über die Nadeln in die Tonne kloppen könnte, und zweitens natürlich auch schade um die Zeit. Klar kommt es vor, dass ein Teil anders rauskommt als ich es mir vorgestellt habe – dann wird geändert oder notfalls geribbelt.

    Wenn ich mit einem neuen Stück liebäugele gucke ich mir immer die Projekte auf Ravelry an. Suche mir die Tragefotos von Frauen, die eine ähnliche Figur wie ich haben und kann dann viel besser beurteilen, ob mir das Teil steht. An Magermodels sieht ja fast alles gut aus. Diese Vorgehensweise hat mich schon vor einigen Flops bewahrt.

    LG vom yakbaby

  31. Yoeni
    14. August 2014 at 08:02

    Hallo Tina, hallo Gemeinde.
    In den ersten Jahren habe ich nur für andere gestrickt und mich wie Bolle gefreut, wenn die Teile gut ankamen. Ich selbstnmochte mich nicht in Wolle – weder gekauft noch selbst gestrickt. Ich trug meinen Walle-Walle-Stil – mehrlagig – und fror mich durch meine Lieblingsjahreszeit.
    Wenn mir dann doch einmal ein Pullover für mich von der Nadel fiel, habe ich ihn sicher nicht getragen und letztlich verschenkt.
    Ich denke, man braucht viel Vorstellungskraft für die Entscheidung, welches Teil man stricken möchte/sollte. Man kann den Pullover ja vorher nicht anprobieren.
    Heute stricke ich für mich – seit ich den Laden habe komme ich nur leider kaum dazu – fühle mich sauwohl in Wolle und freue mich über positive Kommentare.
    Aber ich schaue mir die Modelle auch ganz kritisch an. Nicht einfach stricken, was gefällt! Ist das mein Stil? Paßt das Modell wirklich zu mir? Zu meiner Figur? Was muss ich beachten? Was sollte ich abändern?
    Das ist ein Prozess – war es zumindest in meinem Fall. Es braucht eine Weile – auch Fehlschläge – bis man sicher ist in der Auswahl. Das Netz, die große Auswahl an Fachbüchern und Magazinen, Seiten wie Ravelry und diese hier sind dabei enorm hilfreich. Und die Varianten sind heute vielfältiger als früher, es gibt Vorschläge für jeden Typ.
    Beneidenswert die Frauen, die immer wußten und wissen, was wie zu stricken ist und die nur auf erfolgreiche Ergebnisse schauen können.
    Lieben Gruß,
    Yoeni

    • Puck
      14. August 2014 at 08:58

      Ich habe bisher immer ohne Armkugel gestrickt und trage alles. Meine Farben sind meine Standardfarben und was mir steht, weiß ich genau.
      Vor 3 Tagen habe ich meine erste Strickjacke (Clayton) mit Armkugel fertig gestellt. Das Ergebnis für
      a) 1. Strickjacke meines Lebens
      b) 1. Armkugel
      ist gut geworden. Dabei habe ich festgestellt, dass ich am besten in A-Form stricken sollte, weil sie unter den Armen etwas zu weit ist. Die Armkugel muss noch etwas schmaler werden. Das sind die kleinen Verbesserungen, die ich an meiner zweiten Strickjacke als Erfahrung mit einarbeiten kann.

      Den I-Cord am Kragen habe ich 5 x angefangen. Solange bis er mir „dick“ genug war. Darauf bin ich ganz wahnsinnig stolz. Der ist super geworden.

      Getragen wird meine erste Strickjacke aber und ich werde das mit ganz viel Stolz tun!

      Nummer 2 ist Arbeit. Es wird eine schlichte geheatherte graue Jacke mit bunten Knöpfen. Gesehen auf den Bildern von Tina von der Strickmesse in Köln. Leider habe ich nicht das Tempo von tichiro….

      Viele Grüße
      Puck

  32. 14. August 2014 at 08:58

    Mein Dilemma ist, dass ich gerne Muster und/oder bunte Farben stricke, weil das abwechslungsreich ist und Spaß macht. Anziehen mag ich aber am liebsten ganz schlichte unifarbene Klamotten. Ich muss mich also z.B. zu einem grauen, glatt rechts gestrickten Pulli ‚zwingen‘ (was dann ewig dauert), damit ich ihn später – falls er denn gut sitzt – auch wirklich trage. Oder ich entscheide mich für Spaßstricken und verschenke später das verspielt gemusterte oder bunte Strickstück.

    Bei Accessoires bin ich weniger kritisch, da kann auch schonmal etwas Farbe an meinen Hals oder die Füße. Deshalb stricke/häkele ich meistens Kleinteile.

    LG Andrea

    • Rosenherz
      14. August 2014 at 10:20

      Hallo Andrea, wir beide würden gut zusammenpassen! Bei mir ist es eher umgekehrt, ich stricke meistens schlichte unifarbene Stücke, aber trage am liebsten kräftige Farben und außergewöhnliche Muster.

      • 14. August 2014 at 12:56

        Hallo Rosenherz,
        das ist ja lustig! Magst du meinen langweiligen Pulli weiterstricken? 😉

        LG Andrea

  33. ute
    14. August 2014 at 09:31

    Hallo
    ich stricke für meine Mama, sie zieht alles an was ich stricke.
    Meine Socken zieh ich auch schonmal selber an.
    Ich sehe mich immer selber in dem Model was ich stricken möchte,
    hinterher ist es mir nicht eigen genung.
    Schade aber wenn ich die Sachen an anderen sehe bin ich auch zufrieden.

  34. 14. August 2014 at 10:04

    Ich habe ja bisher erst 2 Oberteile gestrickt und beide passen auch und die Farbe steht mir.. doch gibt es so Kleinigkeiten, die mir nicht gefallen. Bei dem einen ist die Abkettkante zu locher. Der andere könnte ein bisschen länger sein. Eben Erfahrungwerte, die ich noch sammeln muss.

    Manchmal glaube ich aber auch, dass es nur psychologisch ist und ich die Sachen deshalb nicht tragen mag, weil sie selbstgemacht sind.

  35. Anette
    14. August 2014 at 10:04

    Hallo alle zusammen,

    Ich stricke zu ca. 80% für andere, also Familie, Freunde, Kirchenbasar etc.
    Die Teilchen, die für mich mal entstehen, trage ich fast alle. Es passiert mir eher selten, dass mir etwas nicht passt oder gefällt. Bevor ich etwas für mich stricke, suche ich auch sehr lange nach einem Modell oder entwerfe selbst.
    Seit ungefähr 12 Jahren stricke ich eh am liebsten Socken, die trage ich alle.

    LG
    Anette

  36. Katharina
    14. August 2014 at 10:18

    Farbberatung – Stilberatung – Bücher von S. Melville u. A. Herzog – Wollkunde – Strickmaschine – Schnitterstellung – Anprobe – Mut zum Aufziehen – Ausdauer – Erfahrung: Fazit: Ich trage alle meine Oberteile.

  37. Monika M.
    14. August 2014 at 10:23

    Gute Frage,
    ja und nein.
    Die meisten meiner Pullover trage ich auch, ich habe gerade erst vor ein paar Monaten ein paar aussortiert, da sie nicht mehr schön waren, bezw. mir nicht mehr gefielen.
    Dazu hat es aber Jahre gebraucht, die sind teilweise 15 Jahre alt.

    Dann habe ich vor einer Woche einen Pullover an meine Cousine weitergegeben, da er angezogen , mir nicht mehr gefiel, er hätte nur Platz weggenommen, dieser hier:
    http://www.ravelry.com/projects/pull-under/zweigleicheins

    Das passiert mir ab und zu noch immer, da gefällt mir etwas und dann angezogen wirkt es bei mir nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte.
    Ich mache mir inzwischen vorher Gedanken darüber ob mir Schnitt und die Wolle stehen, aber manchmal passiert das doch noch, habe aber bisher immer dankbare Abnehmer dafür gefunden.

  38. Christine
    14. August 2014 at 11:11

    Natürlich stricke ich, um die Produkte hinterher zu tragen. Natürlich ist es wie mit gekauften Klamotten: Manches Teil liebt man heiß und innig, bei manch anderem hätte man, wenn man ganz ehrlich ist, besser das Geld sparen sollen. Das weiß man aber oft nicht vorher. Wohl, weil Liebe ein Phänomen ist, dass man nie so ganz ergründen wird – auch bei Kleidungsstücken.

    Aber es gibt ein paar Voraussetzungen, die die Chance erhöhen. Ich denke, wenn man „seine“ Farben und „seine“ Schnittformen kennt, dann ist das echt hilfreich.
    Bei dem Pullover da oben, Tina, liegt es meiner Meinung nicht nur daran, dass er ein wenig wirkt wie aus einem schlankeren Vorleben, sondern, dass die Farbe einfach nicht deine Farbe ist. Du hast vor paar Tagen geschrieben, rosa, pink etc. magst du nicht. Kann ich nun verstehen.

    Ich glaube, man braucht nicht gleich eine Farbberatung, um die wichtigsten eigenen Farben zu finden. Jeder hat sicher Teile, die er mag, in denen man sich selbst gefällt. Sich selbst gefallen ist meiner Meinung nach nämlich der springende Punkt. Ich bin ziemlich sicher, dass Teile, in denen man sich selbst gut leiden mag, die „richtigen“ Farben haben. Eine Google-Bilder-Suche nach „Farbpass“ hilft zu erkennen, welche Farben außerdem für den eigenen Typ passen könnten. Das Verfahren ersetzt sicher keine professionelle Farbberatung, wenn man es denn ganz genau wissen will, aber es hilft ganz sicher schon mal in die richtige Richtung.

    Mit den Schnitten ist es dasselbe. Für die habe ich nur kein Rezept parat. Da habe ich nur eine Meinung zu mir selbst. Zum Glück ist die Mode heute nicht mehr so dogmatisch wie etwa vor 50 Jahren. Ich glaube, man kann seine Schnittformen finden ohne unmodern zu sein.

  39. Regin
    14. August 2014 at 11:22

    Hallo an alle,
    da ich meistens eigene Ideen verwirkliche und nicht nach Anleitung stricke, kommt es schon vor, dass mir ein Teil nicht wirklich so gelingt, wie ich es möchte. Ich bin eine Zwölfe und irgendwie will ich das nicht wahrhaben, meine Pullis werden öfter mal zu eng… Und wenn ich nach Anleitung stricke, dann ist im Zweifel die Größe richtig, aber trotzdem kann es sein, dass mir etwas nicht gefällt, das passiert mir im Laden ja auch, dass ich ein Teil auf dem Bügel ganz toll finde und an mir dann nicht. Fazit: ja ich kenne das Problem und bin ein wenig erleichtert, dass ich damit nicht alleine stehe. Aber hassen tue ich meine Strickwerke nicht. Sie werden eine Weile bewundert und dann verschenkt oder geribbelt. Ich stricke aber auch öfter Kleinteile und die trage ich leidenschaftlich gern.
    Regina
    P.S. Und gewaschern werden die Pullover, wenn sie schmutzig sind oder müffeln. In der Regel also nicht nach einmal tragen.

  40. Constanze
    14. August 2014 at 11:38

    Hallo Tina,

    ich trage alle für mich gestrickten Teile. Allerdings lasse ich mich nicht mehr durch gute Foto´s zu Modellen verleiten – ich schaue bei Ravelry wie das Model an „normalen“ Frauen aussieht und überlege wie ich es evtl. anpassen kann. Den Schnitt mache ich mir wenn möglich selbst.
    Ausserdem versuche ich Teile zu finden, die zu meiner Garderobe passen und auch benötigt werden – gelingt nicht immer – meist habe ich reichlich im Schrank und stricke trotzdem noch ein weiteres Teil. Meiner Tochter gefallen meine Sachen meistens sehr und so wandert manches Teil in ihren Schrank.
    Um meine Sachen häufig tragen zu können, stricke ich auch Pullover mit dünner Wolle (ND 2-2,5mm) so sind sie meistens auch bürotauglich. Allerdings dauert es mit dem Stricken dann
    auch etwas länger.
    Negative Erfahrungen in Bezug auf Material und Farbe habe ich mit dem Internet gemacht, so
    sehe ich mir neue Garne mittlerweile lieber im Geschäft an und bestelle im Internet nur Wolle die ich bereits kenne.

    LG Constanze

  41. Mona NicLeoid
    14. August 2014 at 12:44

    Ich unterrichte ja ab und zu Workshops zum Thema Pullover/Oberteile stricken, und höre so etwas auch oft. Wenn man dann Einzelbeispiel analysiert, findet man letztlich immer wieder die selben Gründe:

    a) die Passform stimmt nicht, d.h. es wurde ungenau (oder gar nicht) Maß genommen oder eine falsche Größe gewählt, was oft daran liegt, dass die Leute sich damit gar nicht auskennen

    b) der Schnitt passt nicht zur Körperform, das Kleidungsstück sieht unvorteilhaft aus – das liegt wiederum daran, dass sich die wenigsten Strickerinnen damit schon einmal bewusst beschäftigt haben. Anders als ein Kleidungsstück im Laden kann man ein Strickprojekt ja nicht vorher anprobieren, und viele lassen sich von hübschen Photos in die Irre führen oder wählen den Schnitt danach aus, ob er interessant/einfach/lustig zu stricken ist.

    c) falsche Materialwahl, z.B. wie in deinem Beispiel, das liegt leider auch daran, dass eine ganze Menge sehr unbrauchbare Garne leicht erhältlich sind, während man nach besser geeigneten mehr suchen muss.

    d) falsche Farbe, auch da lassen sich viele Strickerinnen von Werbung oder Reizüberflutung im Laden verleiten anstatt gezielt nachzudenken, was ihnen steht und in ihren Kleiderschrank passt.

    e) die Faulheit siegte und man hat irgendwelche störenden Stellen oder auffälligen Fehler nicht korrigiert, Knopfleisten unordentlich angestrickt oder sonst irgendetwas, was das ganze Teil schlunzig und „selbstgebastelt“ aussehen lässt, so dass man sich damit nicht auf die Straße traut.

    All diese Punkte lassen sich mit ein bisschen Nachdenken, Planen, Sorgfalt und Fachwissen vermeiden.
    Ich selber hatte auch eine recht steile Lernkurve beim Stricken von Kleidungsstücken, aber so richtig gehasst habe ich eigentlich nie etwas. Das liegt aber sicher zum Teil daran, dass ich mich immer schon für Kleidung/Mode interesssiert habe und mich damit beschäftigt habe, welche Passformen, Schnitte, Stoffe usw. mir gefallen und was gut an mir aussieht, d.h. ich hatte da schon
    ein recht sicheres Gefühl, als ich mit dem Stricken wieder angefangen habe.

    • Waltraud
      14. August 2014 at 16:40

      Genau die wesentlichen Punkte erfasst:
      Farbe muss zum Typ passen, Schnitt muss zum Körper passen, Garn zum Modell und zum Muster.
      Sorgfältiges arbeiten ist selbstverständlich, wenn man mit dem Kleidungstück auf die Straße will.
      Hinternisse sind, dass es Leute gibt, die trotz Fartbberatung immer daneben wählen oder ihre Leibesfülle nicht so richtig einschätzen. Beim Sockenstricken gibt es die wenigsten Probleme. Ich glaube in keinem Land werden so viele davon gestrickt wie bei uns 😉

      • 14. August 2014 at 17:27

        Oh allerdings!

        Ich lebe in Frankreich, und die Strickanleitungen und Garne, die man bekommt, sind fuer Oberteile – Sockengarne muss man richtig suchen!

        Warum man in Deutschland soviele (oder in Frankreich sowenige) Socken strickt, weiss ich allerdings auch nicht.

  42. Jana
    14. August 2014 at 13:13

    Interessantes Thema.
    Ich trage eigentlich alle meine für mich gestrickten Teile gerne. Allerdings überlege ich vorher ganz genau, welche Farbe und Material plus Design wirklich zu mir passt. Da ich noch sehr langsam stricke, wäre es ziemlich frustrierend, wenn es dann nicht passt. Mein Lieblingspulli ist übrigens Delphine, eine Anleitung natürlich von dir 🙂 Den trage ich gerne und mit Stolz.

    Ich denke Planung und Übung ist wichtigund entscheidend.
    Und deshalb bin ich auch so dankbar, dass es Ravelry gibt, da kann man sich schon sehr gut schlau machen.

  43. Erika T.
    14. August 2014 at 13:14

    Also, ich trage alle meine selbst gestrickten Sachen gerne.

    Vor 30 Jahren habe ich viele Pullis uns Jacken gestrickt und nach einer Strickpause nur noch Socken und dann auch ein paar Tücher. An Oberteile habe ich mich erst im letzten Jahr wieder ran getraut, denn mittlerweile brauche ich viel mehr Wolle für so ein Teil. http://tichiro.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_cry.gif

    Früher habe ich ein Teil gesehen, mir die Wolle gekauft, einfach losgestrickt und mit Stolz getragen. Heute plane genau welches Oberteil es werden soll, denn ich habe nicht mehr so viel Strickzeit. Zuerst schaue ich mir bei Ravelry die Projektfotos an und stelle oft fest, das es figurtechnisch doch nicht so toll aussieht und verwerfe meinen Plan. Aktuell gefiel mir der „not-so-crazy-stripes“ , aber nach Sicht der Projetbilder lass ich mal die Finger davon http://tichiro.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wink.gif und stricke mal lieber den „Folded“.

  44. macbirgit
    14. August 2014 at 13:56

    Klar trage ich die Sachen auch. In den 80ern sowieso und mittlerweile stricke ich Oberteile ausnahmslos nur in Lieblingsfarben Meeresfarben, schwarz, grau ohne viel Schnickschnack
    oder nur wenig Schnickschnack, ist zwar stricktechnisch nicht soooo anspruchsvoll. Würde niemals einen Aran stricken auch wenn die Muster toll sind, ich würd`s nicht anziehen wollen. Mustermäßig tobe ich mich dann bei den Tüchern aus. Da kann es auch bunt werden.

  45. 14. August 2014 at 14:55

    Also meine Kleinteile (Tücher, Socken, Schals und was auch immer) trage ich gerne und viel. Auch meine Baumwollpullis trage ich noch relativ häufig. Aber schon in Teenagertagen habe ich immer gedacht, ich müsste mal etwas aus Wolle stricken – langsam müsste ich wissen, dass ich die nicht auf der Haut mag. Und oftmals ist mir echt mehr nach T-Shirts oder Fleece-Shirts als nach Stricksachen. Außerdem denke ich oft, ich würde meine Stricksachen versauen (ich kann mich zwar sehr gut bekleckern, aber im Schrank passiert das mit Sicherheit nicht). Ich sollte mal meinen Mann bestricken, denn der mag sehr gerne Strickpullis.

    LG
    Ingrid

  46. 14. August 2014 at 15:01

    …mir geht es wie Dir…..es gibt Lieblingsteile und welche, die etwas seltener dran kommen. Dann sind da noch ein paar Pullis, die nicht ganz so zeitlos geschnitten sind – die kommen eher nicht mehr dran, aber entsorgen konnte ich sie auch noch nicht. Da ich viele „Kleinteile“ wie Loops, Schals etc. stricke, sind das meine ständigen Begleiter, die ich in allen Farben und Formen für jede Jahreszeit besitze……sogar mit dem Thema Mützen habe ich mich inzwischen angefreundet, die habe ich immer wieder gestrickt und bei der Anprobe war ich nie zufrieden – es gibt tatsächlich Formen, die mir an mir gefallen …..und bald beginnt auch wieder die Sockenzeit……

    Was von Beginn an nicht sitzt wird auch direkt geribbelt.

    LG aus Köln
    Gabriele

  47. Chaluda
    14. August 2014 at 15:14

    was sollte ich denn sonst damit machen?!?!?!?!?!?!
    natürlich sitzen die ersten Strickwerke nicht so gut, es hat halt etwas gedauert, bis ich herausbekam welcher Schnitt mir wirklich steht, aus welchem Material, welche Farben mir stehen, das weiß ich schon länger…………………….
    aber ich stricke und danach wird getragen, selbst mein Mann trägt inzwischen die selbstgestrickten Socken und Pullis, meine Mädels sowieso, aber weitere Pullis, Schals, Mützen, Jacken, etc. werden folgen

    • Chaluda
      14. August 2014 at 15:15

      oh, vergessen
      wollige Grüße aus Köln

  48. blancanieves
    14. August 2014 at 15:57

    Interessante Frage !
    Schon in den 80er Jahren war ich immer sehr stolz auf meine selbstgestrickten Pullover und habe sie besonders gerne getragen. Und heute ergeht es mir nicht anders.
    Bevor ich ein Projekt starte, überlege ich genau, ob es zu meiner Figur, meinem Stil, meinem Farbtyp und meiner etwas empfindlichen Haut passt. So bin ich mit meinen gestrickten Pullovern, Strickjacken, Tüchern, Schals, Mützen und Handschuhen zufrieden und trage sie alle gerne. Der Anteil an gekauften Pullovern wird immer kleiner in meinem Kleiderschrank 😉
    Lediglich ein Jäckchen aus Lace ist mir leider etwas zu klein geraten, das werde ich wohl mal demnächst ribbeln…

  49. Gaby
    14. August 2014 at 16:37

    Hallo an alle,

    ich stricke:

    1. um des Strickens willen und weil ich Wolle über alles liebe
    2. weil ich sehr gern Pullover und Jacken trage
    3. weil ich gern neues und ungewöhnliches ausprobiere

    und deshalb trage ich von mir produziertes auch. Trotzdem gibt es natürlich hin und wieder Teile, die sich als nicht so optimal erweisen, sei es wegen der doch nicht so guten Trageeigenschaften oder weil es mir nicht so gut steht wie erwartet. Dann wird entweder geribbelt (nach entsprechender Trauerzeit hihihi) ode verschenkt.
    Allerdings musste ich auch durch Anfängerfehler lernen, genau zu überlegen, das Material gut auszusuchen und bei meinen Farben und meinm Stil zu bleiben.

    Liebe verstrickte Grüße
    Gaby

  50. 14. August 2014 at 18:12

    Meine Antwort lautet „jein“. Früher habe ich alles, was ich strickte, bedenklos getragen. Mit den Jahren aber wird man kritischer und weniger selbstbewusst. Ich trage mein Selbstgestricktes, wenn ich privaten Besuch bekomme oder bei engen Freunden zu Besuch bin, wenn ich auf einen Kaffee zu Nachbarn gehe, oder ich einkaufen gehe. Auch beim Zahnarzt oder beim Friseur. Also … wenn es mir ziemlich egal ist, ob ich tipp-topp angezogen bin oder nicht. Damit ist aber auch schon Schluss. Ich würde niemals meine selbstgestrickten Pullover für einen Termin mit einem Kunden, meinem Versicherungsvertreter oder meinem Steuerberater anziehen. Dafür stricke ich nicht gut genug. Ich habe immer den Verdacht, dass man dem Stück ansieht, dass es selbstgestrickt ist … und das wäre mir peinlich. Mein Mann wiederum trägt, was ich für ihn stricke, immer und überall. (Männer sind eben nicht so eitel 😉 )
    Viele Grüße
    Martine

    • Tina Hees
      14. August 2014 at 18:29

      Komisch, daß Du mit zunehmendem Alter weniger selbstbewusst wirst.
      Bei mir ist es genau umgekehrt, je älter ich werde, desto selbstbewusster werde ich und desto gleichgültiger ist es mir, was andere über mich denken.

      Und nun weiß ich auch, warum meine Mandanten nie etwas Selbstgestricktes anhaben 😉

      • 14. August 2014 at 19:43

        Ich höre auch sehr oft um mich herum, dass Freundinnen und Bekannte sagen, sie würden mit zunehmendem Alter selbstbewusster und selbstsicherer. Bei mir ist es umgekehrt.
        Ja, Steuerberater war doch ein prima Stichwort, nicht 😉 ???

    • Waltraud
      14. August 2014 at 20:45

      Es gibt Anlässe da würde ich auch meine Pullover nicht anziehen, aber auch keine gekauften. Ich glaube, dass hat weniger mit Selbssicherheit zu tun.
      Strick bedeutet auch immer Freizeitklamotte oder Reisekleidung wie der Sweater von Helmut Kohl.
      Zum Steuerberater lasse ich meinen Mann in Pullover gehen, zur Bank nicht 😉

      • Mona NicLeoid
        14. August 2014 at 22:14

        Waltraud: Strick bedeutet auch immer Freizeitklamotte oder Reisekleidung wie der Sweater von Helmut Kohl.

        Da muss ich aber mal energisch widersprechen. Strick ist enorm vielseitig. Ich staune immer wieder, dass so viele Leute – selbst die, die selber stricken – damit hauptsächlich dicke lässige Freizeitpullover verbinden.

        Ich habe z.B. ein ärmelloses Top aus dünnem Kaschmir/Seidengarn, in einem eleganten dunklen Violett, gestrickt mit 2,5er Nadeln, das könnte man problemlos unter einem Blazer anziehen.
        Derzeit stricke ich an einem anderen Top aus reiner Seide in Bordeauxrot, mit 2,25er Nadeln, das kriegt Spaghettiträger und eine kleine Spitzenborte, kann man gut als Unterhemd tragen, oder für nette Momente zu zweit 😉 (okay, auch eine Art von „Freizeitklamotte“, aber braucht sich vor gekaufter Wäsche nicht zu verstecken)

        • Connie
          14. August 2014 at 23:32

          Ich stricke auch für’s Büro – und für Anlässe, an denen ich repräsentativ sein muss. Eine silbergraue Strickjacke zu schwarzem Rock und Bluse. oder ein selbgestrickter Rock.

          Bisher hat mich damit keiner rausgeworfen.

          An meinen „Uni-Tagen“ kommt dann der Pulli aus lopi einband zum Einsatz – zur Jeans 😉

        • Waltraud
          14. August 2014 at 23:53

          Ich dachte an Strickjacken und Pullover.
          Eine gestrickte Stola kann man zu festlichen Anlässen tragen.
          Ich besitze auch einiges Selbsthergestelltes, dass ich zu besonderen Gelegenheiten trage. Diese Sachen würde ich aber auch nicht beim Besuch eines Steuerberaters anziehen.
          Vielleicht bin ich bei der Kleiderordnung etwas altmodischer. Ich kann mich noch an meine Jugendzeit erinnern, da durfte man nur im Rock zum Abendessen erscheinen, Hosen waren verboten.

          • Tina Hees
            15. August 2014 at 00:01

            *lach*
            Und dann kommst Du mit feinen Klamotten zu einer Steuerberaterin und die kommt Dir in Jeans, Turnschuhen und Strickpulli entgegen 🙂
            Meine Mandanten kommen in ganz normalen Freizeitklamotten oder auch mal im Blaumann, im Anzug nur sehr selten.
            Was aber vermutlich damit zusammenhängt, daß wir eben kein „schickes“ Büro sind.

          • Mona NicLeoid
            15. August 2014 at 08:59

            Ich glaube nicht, dass es etwas mit „altmodisch“ zu tun hat. Viele meiner älteren Verwandten trugen auch zu feinen Röcken oder Kleidern gestrickte Sachen, z.B. Oberteile, die eher blusenartig geschnitten waren. Das galt als ganz respektable Bürokleidung.

      • Zwitscherhexe
        14. August 2014 at 23:03

        Muß ich auch wiedersprechen. Ich trage bzw. ich stricke mir durchaus Jacken für den Job. Das sind dann dünne, feine Cardis oder Jacken in Chanel-Stil. Zum Bleistiftrock und Bluse wirkt das dann immer sehr angezogen. Und ich arbeite in einer eher konservativen Branche (Investment). Ich habe mich damit noch nie unwohl gefühlt oder hätte Angst *das man das selbstgemachte sieht* auch nicht bei Kundenkontakt.
        Außerdem sind die Kleiderordnungen heute nicht mehr so streng. Selbst in konservativen Kreisen wie Banken oder Anwälten.
        Ich kann mich noch gut an einen jungen Anwalt im karierten Holzfällerhemd erinnern, ich hatte beruflich mit ihm zu tun und mußte fast lachen! Aber ich fand es klasse! Geht natürlich nicht in jeder Firma.
        LG Bettina

    • 14. August 2014 at 23:06

      Aber es ist doch nicht peinlich, wenn man einem Kleidungsstück ansieht, daß es selbstgestrickt ist? (Außer natürlich, es hat eine Menge Fehler drin). Es ist doch TOLL, wenn man etwas selbstgestricktes hat, weil guckt euch doch mal um — wer trägt denn schon etwas selbstgestricktes http://tichiro.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/c015.gifauf der Straße? Kaum jemand. Also ist es doch etwas GANZ BESONDERES!

      • Mona NicLeoid
        14. August 2014 at 23:20

        De facto sind viele selbstgestrickte Kleidungsstücke gar nicht als solche erkennbar. Für die Ottonormalkonsumenten ja schon mal sowieso nicht, weil die industrielle Massenware für die Norm halten und meinen, dass selbstgemacht zwingend so aussehen muss wie pseudo-selbstgemacht von H&M oder IKEA.

        Aber sogar unter den handarbeitenden Menschen gibt es viele, die das Potential völlig unterschätzen bzw. der Meinung sind, es *muss* aussehen wie von einem vierjährigen Kind zusammengebastelt, weil ja eben sonst keiner sieht, dass man es selber gemacht hat.
        Es ist mir schon öfters passiert, dass strickende Menschen nicht glauben wollten, dass ein Kleidungsstück, das ich trug, selbstgestrickt war.

        • 15. August 2014 at 17:21

          Du hast Recht und auch wieder nicht, Mona. Zum einen ist vielleicht die Frage, ob Selbstgestricktes als solches erkennbar IST, oder ob man DENKT, dass es erkennbar ist.
          Grundsätzlich gibt es aber meiner Meinung nach immer eine Kleinigkeit, die es verrät, wenn man darauf achtet – selbst wenn man so perfekt strickt, wie unsere Tina hier (das will ‚was heißen). Handgestrickt erkennt man eben. Das hat mit Passform, Nähten usw. aus meiner Sicht am wenigsten zu tun.

          • Christine
            15. August 2014 at 18:18

            Ob Selbstgestricktes erkennbar ist oder nicht, sollte doch vollkommen egal sein, wenn es um die Entscheidung tragen oder nicht tragen geht.
            Wenn ein Kleidungsstück passt, und zwar sowohl Trägerin oder Träger und zu Anlass und Umgebung, dann sollte es geeignet sein und getragen werden, egal, wie es entstanden ist.

            Dass es augenscheinlich doch nicht so ist, passt wieder zu den hier in letzter Zeit immer mal wieder erwähnten Vorurteilen Selbstgestricktem gegenüber. Die sind wohl doch noch da, und nicht nur wie neulich besprochen auf dem Lande.

            Wisst Ihr, woran ich beim Lesen hier denken musste? An die alten Modelle, so aus den 50gern etwa. Die waren sowieso sauber gestrickt. Das war damals selbstverständlich. Aber sie waren auch exakt geschnitten, weil man nach Schnitt strickte.
            Guckt mal z.B. in eine alte „Constanze“ (andere gehen natürlich auch, aber die Constanze mag ich halt besonders). Da gibt es Westen, die sind geschnitten wie Herrenwesten, und Jacken, die kann man mit Fug und recht Blazer nennen. Dazu schmaler Rock oder auch gut sitzende Hose. Und dann sagt mir, dass man damit keinen geschäftlichen Termin wahrnehmen kann.

            Stricken heißt nicht gleichzeitig Schlabberlook. Der hat natürlich auch seine Berechtigung, aber den gibt aus auch gekauft und nur für die Freizeit gedacht.

  51. 14. August 2014 at 22:33

    Tja, was soll ich sagen … alle Hinweise, guten Ratschläge und gemachten Fehler kommen leider 6 Wochen zu spät!!!

    Ich habe mir eine längere Jacke gestrickt, mit überzogenen Schultern (!) … dabei stehen mir lange Sachen gar nicht! … ich kaufe solche langen Sachen auch schon lange nicht mehr. Warum ich trotzdem diese Jacke gestrickt habe? Ich weiß es nicht.

    Jetzt stricke ich sie nochmal … nach meinem eigenem Schnitt … kürzer und mit Taille und mit Armkugeln, richtige, echte Armkugeln!

    Aber dafür habe ich neue Wolle genommen. Die originale Jacke werde ich verschenken. Dankbare Abnehmer habe ich immer.

    Die wichtigste Lektion(en) waren alle genannten Punkte. Mit Ruhe und Bedacht ein neues Projekt suchen. Genau hinsehen und lieber neu berechnen. Sich weder vom Garn, noch von der Farbe, noch vom (Nicht)Schnitt blenden lassen.

    Lieber eine ordentlich gestrickte Jacke (Pullover) schaffen, als zwei grottige Teile.

    Jetzt weiß ich, Tina, warum ich Deine Handarbeitskunst so bewundere. Bei Dir paßt immer alles zusammen :-). Und nach 30 Jahren Strickerfahrung ist Dir das so in Fleisch und Blut übergegangen, dass Du diese Prozesse wahrscheinlich gar nicht mehr bewußt wahrnimmst.

    Übrigens … das alles selber zu berechnen ist wirklich nicht schwer. Und es macht Spaß! … dabei ist es bisher ja nur Theorie. Erst wenn ich die Jacke fertig habe, kann ich etwas über die Praxis sagen 😉

  52. Astrid
    14. August 2014 at 23:17

    Ich hatte auch eine lange Phase, in der ich zwar viel gestrickt habe, aber nach Fertigstellung meine (meist) Pullover oder Jacken in den Altkleidersack wanderten: Entweder wegen des Schnittes, der Farbe, zu groß oder was weiß ich, weshalb es dann nicht gefiel. Nach einiger Zeit war ich sehr frustriert, weil ich einerseits das Stricken und die Wolle liebte, andererseits mir nichts gelingen wollte oder meine Töchter es mir irgendwie vermiesten, weil sie alles ‚omalike‘ fanden. Ich war sehr verwirrt, was ich tun sollte und habe ersteinmal eine Pause gemacht und alle Pullis weggeschmissen, die mir nicht gefielen (es waren ca. 10 Oberteile). Natürlich tat es weh, wegen der Arbeit, die drinsteckte und des Geldes, aber es hatte auch etwas Befreiendes. Meine Töchter halfen mir, auszusortieren. Dann habe ich die Oberteile, die ich behielt, genau analysiert, warum sie mir gefallen. Gleichzeitig strickte ich einen RVO-Pulli von Isabell Krämer, der jetzt mein Lieblingspulli ist. Es folgte ein RVO nach dem anderen, die alle super wurden und die ich auch heute noch gerne anziehe. Ich weiß jetzt, wonach ich suchen muss, was mir steht oder was ich lieber lasse. Es gibt schon noch Flops, aber die sind selten geworden. Das wird dann sofort geribbelt oder entsorgt, so dass ich mich garnicht mehr darüber ärgern muss.

  53. Susie Linea
    15. August 2014 at 08:18

    Bisher habe ich erst 2 Oberteile gestrickt, die mir sehr gut gefallen. Da sie erst diesen Sommer fertig wurden, habe ich sie mangels entsprechender Temperaturen noch nicht getragen – was aber definitiv noch kommen wird. Davor habe ich vor allem Socken gestrickt, die ich ständig und mit großer Freude trage.
    Um noch mal auf den Thread zurückzukommen, den du angesprochen hast: Es kann ja immer mal vorkommen, dass ein Strickstück nicht so ausfällt, wie man sich das vorstellt – schließlich ist ja keiner perfekt. Was ich aber nicht so recht verstehen kann, ist, dass einem das immer wieder passiert. Eigentlich müsste man doch aus Misserfolgen lernen und mit der Zeit ein besseres Gespür dafür entwickeln, was einem gut steht und was zur eigenen Figur passt http://tichiro.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_unsure.gif
    In diesem Sinne ein erfolgreiches Strickwochenende

  54. Ursula T.
    15. August 2014 at 13:40

    Ich finde die Kommentare sehr interessant, die sich auf Selbstgestricktes im Beruf beziehen. Als ich noch gearbeitet habe, trug ich fast nur meine Schals, Tücher, Socken, Mützen und Handschuhe, wenn ich aus dem Haus ging. Damals hatte ich wenig Strickzeit und meine Oberteile waren meistens Kuschelteile für zu Hause.
    Jetzt bin ich im Ruhestand, habe mehr Strickzeit und trage eigentlich immer und überall Selbstgestricktes. Die Teile sind herrlich bequem, angenehm wärmend und in meinen Lieblingsfarben. Sie passen mir besser als manches gekaufte Teil.
    Dahinter steht aber jahrelange Strickerfahrung und mein Selbstbewusstsein wächst von Tag zu Tag, seit ich nicht mehr arbeite.
    Vielen Dank für das interessante Thema!

  55. Chaluda
    15. August 2014 at 16:16

    Um nochmal das Thema selbstgestricktes im Büro aufzugreifen, wie hier schon öfter erwähnt, kommt es doch immer wieder auf den Schnitt und das Material an, dann ist auch Selbstgestricktes Bürotauglich. (Dünnes Garn, guter Sitz)
    Bei mir ist das Tragen von Strickjacken aus hygienischen Gründen verboten (Arbeitskleidung muß aus 60°C waschbar sein), deshalb überlege ich ernsthaft, mir eine Jacke für die Arbeit aus Topflappengarn zu stricken.

    • Chaluda
      15. August 2014 at 16:17

      schon wieder vergessen 🙁
      wollige Grüße aus Köln

    • 15. August 2014 at 17:31

      Ich denke hier wie Du. Ich würde allerdings: Maschenbild, Ordentlichkeit der Abnahmen (ist irgendwo nicht doch ein Löchlein zu sehen …), der Nähte, Verhältnis der Bündchenelastizität … in den Vordergrund stellen. Der Schnitt kann bei Gekauftem auch unerfreulich sein, aber die Strcikqualität ist aus meiner Sicht entscheidend 🙂
      Liebe Grüße
      Martine

      • Fussel
        18. August 2014 at 18:28

        Bei den meisten Kriterien stimme ich Dir zu (Selbstgestricktes soll halt gut gemacht aussehen), aber bei „Verhältnis der Bündchenelastizität“ beschleicht mich das Gefühl, daß Du um keinen Preis willst, daß irgendwer erkennt, daß ein Teil handgemacht ist, egal wie gut es aussieht. Wenn Dich jemand anspräche wegen Deines schönen Pullis (ausdrücklich lobend!) und fragen würde, ob der selbstgestrickt ist, wäre Dir das peinlich?

        Ich finde, wenn ein Teil gut gemacht ist und das Gegenüber trotzdem erkennt, daß der handgestrickt ist, spricht das nicht gegen das handgestrickte Teil, sondern eher für die scharfen Augen des Gegenübers 🙂

  56. yara
    15. August 2014 at 16:27

    In meiner Anfangszeit habe ich auch mal Flops gehabt. Blöde Wolle, der Schnitt passte nicht zur Figur oder gefiel mir doch nicht mehr. Einen Mantel (!) hab ich geribbelt und einen super Pulli aus der Wolle gemacht, den ich anhatte, bis er auseinanderfiel. Ein Pulli (selbstmusterndes Garn) fand ich ganz und gar nicht schön, wollte aber aus der Wolle auch nix anderes machen, also ist er auf dem Basar gelandet.
    Ansonsten trage ich meine Sachen mit Stolz und oft. Die Arbeit, die z.B. in meinen bisher 3 Kleidern steckt, wäre mir auch sonst viel zu schade. Meine Pullis trage ich auch, Socken im Winter, Schals, Mützen und Tücher auch.
    Nur einen Flop hatte ich in jüngster Zeit, da habe ich mir einen Lacebolero gestrickt, Farbe super, Passform super, aber Boleros stehen mir so gar nicht. Den habe ich dann an eine Kollegin verkauft, die ihn seitdem schon oft getragen hat.
    Naja, so ganz stimmt das ganze nicht, im Moment passt mir gerade nix mehr, das liegt aber am Babybauch. Drückt mal die Daumen, dass ich die Kilos nach der Geburt schnell wieder los bin, dann wird wieder selbstgestricktes getragen… 😃
    Liebe Grüße
    yara

  57. Jubi
    16. August 2014 at 00:45

    Ich habe jetzt nicht alle Kommentare gelesen.
    Im Prinzip trage ich alle Sachen, die ich gestrickt habe – die einen mehr, die anderen weniger. Bisher hab ich einen Pullover gestrickt, der mir definitiv viel zu groß geraten ist und für den ich bisher noch keinen neuen Besitzer gefunden (weil noch nicht gesucht) habe.
    ABER es kommt bei mir auch schon mal vor, dass ich ein Oberteil für mich anschlage und im Strickprozess finde ich dann, dass genau dieses Oberteil, in genau dieser Farbe jemand anderem (meist meiner Schwester) viel besser stehen würde, als mir. Uns da wir fast die gleiche Statur haben, darf sie sich ab und zu ganz unerwartet über ein neues Kleidungsstück freuen. 🙂

  58. museumsmagd
    18. August 2014 at 22:51

    Das ist eine spannende Umfrage – und ich antworte mit einem Grinsen: Jaaaaaaa
    ich trage meine gestrickten Sachen – im Augenblick sitze ich in der selbstgestrickten Campanula-Tunika (Muster von Nicolor) vor dem Netbook.
    Allerdings gebe ich zu: bei Oberteilen, die mir gefallen, schaue ich gerne bei Ravelry in den Projekten nach Frauen mit ähnlicher Figur. Finde ich, dass diesen das Oberteil gut steht, traue ich mich auch, es für mich zu stricken.

  59. 28. August 2014 at 09:37

    Hach ja, die Geschichte mit den selbstgestrickten Pullis. Interessant, wie es anderen dabei so ergeht. Eigentlich bin ich über einen ganz bestimmten Pulli Ende der 90er wieder ans Stricken gekommen. In einer Burda war ein lila Kurzarmpulli aus GGH Mohairgarn mit passender Stola abgebildet. Hatte mich sofort verliebt und versuchte, das Originalgarn aufzutreiben. Das war noch ganz zu Beginn des Internets. Irgendein netter Wollladen in Süddeutschland hat meine Mail beantwortet und mir das Garn geschickt. Das Stricken ging flott und der Pulli war toll geworden. Dachte ich. Beim Tragen stellte sich raus, er hätte ruhig ein Stück länger sein können (kein Wunder, ich bin 1,80 m groß) und Mohair juckt ungemein auf meiner Haut. Aaaaahhhh! Wurde ein paar mal getragen und ist dann mal beim Waschen verfilzt und wurde weggeschmissen. Die Stola allerdings, die habe ich heute noch! Super kuschelig und mollig warm.

    Das ganze ist ein wenig bezeichnend für weitere Oberteile in den nächsten Jahren, die alle irgendwie ein Problem hatten und nie getragen wurden 🙁 Daraufhin habe ich sehr viele Socken, Tücher und Kleinzeug gestrickt, keine Pullis mehr.

    Erst die Raglan-von-oben-Methode hat mir zu einem passenden Pulli verholfen – Picovoli. Dem allerdings größere Nadeln gut zu Gesicht gestanden hätten. Aber immerhin, er würde getragen. Danach wurde es stetig besser. Ich hatte über diese ganzen Versuche offenbar doch gelernt, wie Garntyp, Nadelstärke, MaPro, Schnitt und Stil eines Strickstückes zusammenwirken. Hat aber gedauert. Mittlerweile kann ich schon beim Anschauen eines Schnittes sagen, was ich für mich ändern müsste, ob mir das Teil überhaupt steht usw. Manchmal sind noch Ausfälle dabei, aber mittlerweile trage ich meine Strickoberteile gerne. 🙂 Wenn nicht, dann liegt das z.B. daran, dass ein Stück einfach zu warm ist fürs Büro, sich schlecht unter eine Jacke anziehen lässt o.ä.

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