Hitch Pullover – Fortschritte

Da ich erstmal wissen muss, wie breit die Zopfpasse wird, bevor ich die Körperteile fertigstelle, habe ich schon mal mit dem Ärmel angefangen.

Auch hier zeigt sich leider wieder, daß die Designerin das Ganze nicht so richtig durchdacht hat – oder ihr die Feinheiten einfach egal sind.
Das Bündchen hat 2 re/2 li Rippen, das Zopfmuster hingegen hat zu Beginn zwischen den beiden Zopfsträngen 4 Maschen – d.h. die Bündchenrippen gehen, wenn man den Pullover anleitungsgemäß strickt, nicht in die Zopfrippen über, sondern der eine Zopfstrang „wächst“ aus einer Rechtsrippe, der andere aber aus einer Linksrippe.
Auch die seitlichen Muster stimmen nicht mit den Rippen überein.
Das sieht man auch auf diesem Projektfoto, wenn auch etwas verschwommen (wäre ich ein Verschwörungstheoretiker, würde ich der Undeutlichkeit Absicht unterstellen…):

Sowas ist natürlich Murks – dabei ist das doch so leicht zu lösen. Man braucht nur in der ersten Reihe des Zopfmusters über der mittleren Linksrippe 2 M zuzunehmen (oder 2 M abzunehmen, falls man -wie ich- eine Rechtsrippe in der Mitte hat) und schon passt alles. Den Maschenzahlenausgleich macht man einfach am Reihenanfang und -ende.

IMG_2080

Aber der Pullover ist ohnehin nicht ganz symmetrisch, was zwar nicht wirklich auffällt, aber mich trotzdem stört. Wenn ich 2re/2li in Runden stricke, muss ich mit 1 M re anfangen und mit 1 M re enden, sonst habe ich auf jeder Körperteilhälfte 2 M re am Anfang und 2 M li am Ende – zumindest wenn ich den Rundenanfang wie üblich auf die Mitte der linken Seite lege. Beim Ärmel genauso.

Das Zopfmuster lasse ich übrigens so wie es ist. nach dem Waschen dürfte es ungefähr 9,5cm breit werden und somit nur 1 cm schmaler als beim Original. Ich denke, der Unterschied ist nicht so gravierend, daß ich mir um eine Verbreiterung Gedanken machen müsste (sonst hätte ich alle Zopfstränge um je 1 M breiter gemacht).

24 comments for “Hitch Pullover – Fortschritte

  1. Waltraud
    15. August 2014 at 00:23

    Ich bin schon sehr gespannt auf den fertigen Pullover mit dem dünneren Garn.
    Eine feine Lösung Maschen im mittleren Teil zuzunehmen, um einen guten Ãœbergang vom Bund zum Zopfmuster zu erhalten. So hingeschlurte Anleitungen sind mir ein Graus. Da strickribbele ich mir lieber mein eigenes Design.

  2. 15. August 2014 at 07:23

    Ich haette wohl auf beiden Seiten der mittleren Rechtsrippe eine Masche abgenommen.

  3. Nicole
    15. August 2014 at 07:36

    ich habe das rippenmuster am body fertig und bin jetzt bei den 15 1/5 hochstricken…
    ich bin gespannt. deine entscheidung ihn mit dünneren garn zu stricken war sehr gut. ich stricke mit 5er baumstämmen. sehr anstrengend, aber ich bin nicht so gut im umrechnen. bin schon froh das ich die anleitung bis JETZT verstehe. ;o))))))

  4. Lilli
    15. August 2014 at 08:00

    Ist eigentlich noch keinem aufgefallen, dass der Hitch das gleiche Zopfmuster trägt wie der Moyen Age?
    Das ist natürlich kein Problem, die Muster sind ja frei verfügbar, nur dachte ich mir eben, hoppla, das Zopfmuster hast du auch schon gestrickt.

    http://www.ravelry.com/patterns/library/moyen-age

  5. steffi aus Börlin
    15. August 2014 at 08:16

    Moin Tina,

    Mann, das wird schön! Die Wolle ist ein Traum und das Muster einfach bezaubernd. Die re-li-Lösung ist sowohl simpel, als auch genial.

    Bin ich ja mal gespannt!

    LG

    Steffi, die sich schon aufs HH-Wollfest freut

  6. Maya
    15. August 2014 at 08:46

    Hallo Tina,
    das Muster sieht sehr schön aus, du Du aber sehr grossen Wert auf Perfektion legt, würde ich anders das Muster stricken.
    Damit das Bündchenmuster fliessend in das Zopfmuster übergeht, würde die Maschen anders anordnen.
    Die letzte rechte Masche hast Du aus der linken Bündchen M gestrickt. Ich würde diese M rechts- wie das Bündchen verläuft stricken, und die Masche zw. den 2 rechten M aus dem Querfaden raustricken.. dann wäre der Maschensprung nicht sichtbar nur eine saubere linie nach oben und die zusätzliche Masche ist bei Deiem festem stricken kaum sichtbar.
    Dann kommt die 1.Kreuzung der Maschen. Du hast aus den 2 rechten Maschen 1 rechte gestrickt, hier würde ich die 2 rechten Bündchen Maschen, rechts lassen und diese 4 Maschen kreuzen. In der Reihe höher würde erst jetzt die 2 Maschen in linke Maschen stricken.
    Habe so ein Muster gemaht und es sieht als noch „fliessenderer“ Musterübergang aus.
    Bin gespannt ob Du ausprobieren wirst?
    Viele Freude an dem Pullover stricken weiterhin……
    Maya

    • Waltraud
      15. August 2014 at 10:28

      Warum so kompliziert. Ich hätte rechts und links des Mustersatzes je eine linke zusätzlich gestrickt. Damit wäre auch der Mustersatz etwas breiter für die Schulter und der Anleitung ähnlicher.
      Mir gefällt eigentlich die obige Lösung. Das ist das schöne am Stricken, kleine Veränderungen, lassen etwas Neues entstehen und man erhält immer ein Unikat.

    • Tina Hees
      15. August 2014 at 11:25

      Hallo Maya,

      grundsätzlich eine gute Idee – Perfektionismus auf die Spitze getrieben 🙂
      Aber ich mag jetzt nicht mehr zwei ganze Mustersätze aufribbeln.
      Es ist exakt symmetrisch – das reicht, um meinen Perfektionismus zu befriedigen 😉

      Aber für’s nächste Mal behalte ich das im Hinterkopf.

      Liebe Grüße
      Tina

      • Maya
        18. August 2014 at 08:32

        Kann mir vorstellen, dass Du schon viel weiter bist, oder schon das Teil sogar fertig hast.
        Wenn aber nicht, dann könntest Du zb. die letzte und erste Masche der rechten Maschen fallen lassen und mit einer Häkelnadel ganz schnell hochhäckeln.
        Es geht Ruckzuck, oder das Teil als Rückenteil nehmen und bei dem Vorderteil auf die anordnung der Maschen denken?
        Mir geht es immer so, wenn ich einmal weiss, wo ein Fehler ist, stricke weiter und denke, ach das wird schon keiner sehen.
        Aber ich, vergesse das nicht und ärgere mich dann, warum ich es doch nicht verbessert habe.
        LG
        Maya

        • Tina Hees
          18. August 2014 at 09:36

          Es ist doch kein Fehler, es ist doch trotzdem alles symmetrisch.
          Und bei Fallenlassen unsd hochhäkeln der Maschen verziehen diese sich ein bisschen und werden größer, das sieht schlimmer aus als der nicht exakt übereinstimmende Ãœbergang.
          Das gibt sich auch beim Waschen nicht mehr ganz.

          Das ist auch ein Ärmel und nicht das Rückenteil.

  7. Mona NicLeoid
    15. August 2014 at 09:12

    Ich finde es immer ein bisschen problematisch, die Designer für solche Sachen zu kritisieren. Ich gebe zu, ich mache das auch manchmal… 😉 Aaaaaaber, man muss ja auch bedenken, die Designer/innen, die die Modelle für diese Zeitschriften produzieren, haben einen lausigen Job mit viel Stress für ein mageres Honorar.
    (Ich glaube bis heute nicht, dass irgendjemand vernünftig davon leben kann, das ist ein Taschengeld für Leute mit gutverdienendem Partner.)

    Es gibt ja durchaus Anleitungen, bei denen das alles etwas ausgefeilter ist, und zwar üblicherweise von Designer/inne/n, die ihre Sachen selbst publizieren und mit mehr Ruhe und ohne externe Deadlines arbeiten. Aber dann hört man immer wieder, dass Leute bemängeln, dass eine solche Einzelanleitung so viel kostet wie ein ganzes Heft. Man kriegt halt, was man bezahlt.

  8. 15. August 2014 at 09:55

    Dass das Bündchenmuster nicht genau zum Zopfmuster passt, ist mir auch schon passiert. Ich sehe mir die Anleitung darum vor Strickbeginn immer sehr genau an. Der Pullover wird schön. Kompliment für Deine Randmaschen.

    Liebe Grüße,
    Anneli

  9. Melanie
    15. August 2014 at 11:12

    Du bist schon eine ganz besondere Perfektionistin 🙂
    Schicker sieht’s in deiner Version aber natürlich schon aus.

  10. Tina Hees
    15. August 2014 at 11:21

    Mona NicLeoid: Aaaaaaber, man muss ja auch bedenken, die Designer/innen, die die Modelle für diese Zeitschriften produzieren, haben einen lausigen Job mit viel Stress für ein mageres Honorar.

    Hm. Jein, Die Dame arbeitet für eine Garnfirma. Mag sein, daß sie da schlecht bezahlt wird. Mag auch sein, daß ihr Job stressig ist. Aber so einfache Sachen sollten trotzdem ordentlich gemacht werden.

    Andere Jobs sind auch stressig und schlecht bezahlt. Das ist aber kein Grund, seine Arbeit murksig zu machen.

    • maya
      15. August 2014 at 12:13

      ich glaube, das zu viele Leute zu wenig Anspruch an sich selber stellen.
      Wenn man einem grossem Publikum, Teile zum nachstricken präsentiert, sollte auch im Vordegrund stehen, was zu zeigen, wo man eher gelobt als ausgelacht wird.
      Vielen fallen so einige Fehler garnicht auf, andere verstehen nicht, dass so einige Designer nur an Design und nicht an Technik denken.
      Das Designer die Teile selten selber nicht stricken, weiss ich auch.
      Die Tiele sollten aber von Leuten nach einem Entwurf des Designers, würde ich sagen, schon perfekt nachgestrickt werden und Fehler sollten dann auch auffalen.
      Warum sehen das viele von uns?
      Beste Grüße
      Maya

    • Waltraud
      15. August 2014 at 12:21

      Vielleicht liegt es am deutschen Perfektionismus, vielleicht auch an unserer schnelllebigen Zeit.
      Ich habe ein altes Trachtenheft von Burda, darin sind die Modelle bestechend ordentlich gestrickt. Die Anleitungen, na ja, wie damals üblich dürftig.

    • Mona NicLeoid
      15. August 2014 at 14:39

      Ich denke, das ist ganz platt eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Wie vielen Kunden fällt das auf, wie viele potentielle Kunden kaufen das Heft nicht, weil ihnen so was auffällt, wie viele Kunden kaufen das Heft trotzdem, wie viel Zeitersparnis bringt es der Designerin solche Details zu ignorieren, usw.
      Leute wie du und ich gehören nicht zur Kernzielgruppe solcher Hefte 😉

      Das ist genau wie mit schlunzigen Nähten und schief geschnittenem Stoff bei industriell hergestellten Klamotten. Selbst bei Marken, wo angesichts der Gewinnspanne durchaus ein bisschen mehr Qualitätskontrolle drin wäre. Aber den meisten Kunden fällt es nicht auf bzw. sie kennen es nicht anders, also spart man sich das.

  11. Christine
    15. August 2014 at 12:56

    Tina Hees
    Auch hier zeigt sich leider wieder, daß die Designerin das Ganze nicht so richtig durchdacht hat – oder ihr die Feinheiten einfach egal sind.

    Egal, warum das so ist, ob nun die Designerin unter Zeitdruck stand, zu wenig Geld bekommt oder sonst etwas.
    So etwas darf einfach nicht sein!
    Wenn es der Designerin passiert, dann gibt es da ja wohl eine Redaktion, die das Ding absegnet. An der Stelle liegt der Fehler in meinen Augen. Das darf einfach nicht durchgehen.
    Das hat auch absolut nichts mit Perfektionismus zu tun, sondern ganz einfach mit ordentlichem Arbeiten.

    Ach so, ja. Fehler kommen im Leben vor. Man sagt: Trotz gründlichster Kontrollie – kein Buch kommt ohne Druckfehler auf den Ladentisch.
    Die Frage ist: Wie gravierend ist der Fehler? Und der hier ist für mich zu heftig. Den muss irgendwer sehen.

    • Debbie
      16. August 2014 at 13:36

      Ja, sehe ich auch so, dass die Designerin für ein Heft arbeitet, dass eine Redaktion, einen Editor und häufig auch tech editors hat.
      Diese tragen eine große Mitverantwortung das zumindest die Basics eines Designs stimmen.

      Ich bleibe da bei meiner Meinung, das die IK da in den letzten (gefühlten) 2 – 2,5 Jahren unterm Strich nachgelassen hat, und zwar in jedem Department (Artikel, Qualität der Designs, Qualität der Anleitungen und der Präsentation der Designs und des Heftes als solches.

      Und hier geht es mir nicht darum ob ich einzelne Designs, Artikel oder gar ein Layout mag oder nicht.

      Wie Tina schon anmerkte, geht es hier auch um den Anspruch den man an sich hat (man selbst, die Desigern, die Redaktion). Und der war früher bei der IK höher – und ich gebe gerne zu dass man mit den Ann Budd Jahren und den ersten Jang-Jahren die Latte hoch gelegt hat.

      Und wenig verdienen ist für mich auch kein Grund Dingen sloppy zu machen.
      Und wieviel die Designer bei IK verdienen wissen wahrscheinlich die wenigsten von uns – ich zumindet mal nicht.

      Kann man was übersehen – ja klar doch, aber dafür gibts doch das Team das so etwas entdeckt.

      Fehler passieren, davon geht die Welt nicht unter. Das wäre hier auch nicht die passende Argumentation – aber wenn ich schon Leistung (=monetär) für etwas erbringe dann erwarte ich auch eine solide und angemessene Gegenleistung.

      @ Tina: vielleicht schreibst Du der Desigerin mal nett und fragst mal nach dem wieso, weshalb???

  12. 15. August 2014 at 14:17

    Ich mag das auch gaaaaaaaaaaaaaar nicht, wenn das Muster nicht fließend ins Bündchen übergeht. Bei meinen Designs achte ich da pingeligst drauf, dass sich das alles ausgeht.

    Wenn ich nach fremden Anleitungen stricke, nehme ich mir die Zeit, um das alles ordentlich zu machen.

    Was mir aber auch auffällt, dass ich da großen Wert drauf lege, aber vielen das total egal ist^^

  13. 15. August 2014 at 14:32

    Moin zusammen!
    Ich hab jetzt mal gerade in meiner Bibliothek gestöbert. Im Buch „220 Keltische Strickmuster“ aus dem Bechtermünz Verlag habe ich das Muster von Tinas Projekt entdeckt. Wer das Buch zufällig hat, kann ja mal auf Seite 42 sich das Muster 18.6 anschauen.
    Dort geht es über 22 Maschen ohne Rand. Nach meiner Rechnung müsste es eigentlich klappen, das Muster so zu positionieren, dass es mit einem 2/2 Bündchen genau konform geht.
    Die Anleitung vom „Hitch“ habe ich jetzt nicht vorliegen. Insofern kann ich nicht beurteilen, was da nun drinsteht und was nicht. Es könnte ja vielleicht sein, dass die Designerin dieses Buch in ihrem Fundus hat oder sogar den anderen Pullover auf ravelry kennt, und das Muster minimal geändert hat. Was dabei rausgekommen ist und ob gut oder, steht jetzt auf einem anderen Blatt.
    Glücklicherweise sind wir Strickerinnen ja meistens in der Lage, darauf angemessen zu reagieren. Soll heißen: Was mir nicht passt, wird passend gemacht! http://tichiro.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/o015.gifhttp://tichiro.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/g010.gif

    In diesem Sinne
    LG Sabine

    • Tina Hees
      15. August 2014 at 14:38

      Ja, das Muster ist absolut identisch.

  14. Sabine
    16. August 2014 at 08:20

    Guten Morgen,

    ich habe mir das Heft bestellt, weil ich den Pulli sehr schön finde, aber auf Grund der hier erörterten Problematiken mache ich mir nun Sorge…..
    Wie wird erst der Kragen sein, da gibt es dann bestimmt auch Probleme!
    Wette ich. Hoffentlich schaffe ich das.
    Schönen Tag, Biene

  15. 17. August 2014 at 11:10

    Hallo
    Ich finde gut, dass in Blogs wie Tinas (den ja viele lesen) auf solche Unstimmigkeiten hingewiesen wird. Und jede für sich dann entscheiden kann: nehme ich das in Kauf, kann ich das anpassen, oder äregere ich mich später drüber und trag das gute Stück erst gar nicht.

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