Der mit den Alpakas tanzt :-)

Zum Jahreswechsel war Sven von fairAlpaka mit seiner Familie in Peru zu Besuch bei seinen tierischen Lieferanten und dabei herausgekommen ist dieses schöne Video:

Neben vielen süßen Alpakas gibt es auch grandiose Landschaftsaufnahmen und einen Einblick in die Herstellung von Alpaka-Garn zu sehen.

Hach, ich würde auch so gerne mal mit einem Alpaka-Fohlen kuscheln, das Kleine in dem Video ist ja wirklich hinreissend

82 comments for “Der mit den Alpakas tanzt :-)

  1. 31. Januar 2015 at 12:23

    Danke für’s Zeigen. Das ist sehr interessant und wer möchte das Kleine wohl nicht knuddeln?

    LG

    Sylvia

  2. 31. Januar 2015 at 14:16

    Was für ein tolles Video! Es nervt mich ja ungemein, dass ich Alpaka nicht vertrage :(. Vielleicht sollte ich mich doch irgendwann wagen und eine Jacke daraus stricken. Mit halsfernem Ausschnitt und immer einem Langarmshirt drunter sollte das vielleicht funktionieren. Ich gehe mal in mich.

    Liebe Grüße;
    Anja

    • Kirsten
      3. Februar 2015 at 13:16

      Liebe Anja,
      mir geht es ganz genauso, auch mit Schurwolle, egal wie weich die sein mag! Aber mit Baumwolle darunter funktioniert es sehr gut. Es muss auch nicht immer eine ganze Jacke sein, auch ein Logtop, eine Weste oder ein Kurzpullunder aus Alpaca ist ganz toll – und warm! Nimm besser die dünne Qualität, auch wenn Du dafür etwas länger strickst!
      In normal geheizten Räumen kommst Du sonst um.
      Liebe Grüße, Kirsten

      • 3. Februar 2015 at 20:50

        Hallo Kirsten,
        Westen sind nicht so meins, aber ein Pullunder ist eine sehr gute Idee. Und der Hinweis auf die dünnere Qualität sehr hilfreich, weil ich ganz so warme Sachen nicht so gern mag. Das kann aber alles noch dauern, weil ich gerade eine Jacke angefangen habe, aber ich behalte das auf jeden Fall im Hinterkopf.

        Liebe Grüße;
        Anja

  3. Sabine
    31. Januar 2015 at 15:01

    Tolles Video, vielen Dank.

  4. Tigerface
    31. Januar 2015 at 15:11

    Dankeschön fürs Zeigen!

    winkeeeeeeeeeeeee
    Annette

  5. Osch
    31. Januar 2015 at 15:13

    Zufälligerweise habe ich genau dieses Film vor 2 Tagen auf einem Stricktreff gesehen – und war auch gleich fasziniert von den Aufnahmen, der Wollherstellung und nicht zuletzt von den traumhaften Farben der fertigen Wolle. Beim nächsten Treff gibt es diese in Natura zu befühlen und zu bestaunen. Bin sehr gespannt.

    Diese Alpaca-Jungen sind wirklich zum knuddeln.

    Danke für den Film, auch ein zweites Mal anschauen hat sich für mich gelohnt.

  6. 31. Januar 2015 at 16:25

    Danke.Der Film ist wunderschön gemacht.

  7. Gertrud
    31. Januar 2015 at 17:01

    Danke fürs zeigen.

  8. 31. Januar 2015 at 17:06

    So schöne Tiere!

  9. Sissi
    31. Januar 2015 at 17:10

    Danke Tina!

  10. Annett
    31. Januar 2015 at 17:48

    Ein sehr schöner und sehr gelungener Film. Vielen Dank für diesen Einblick.
    Liebe Grüße
    Annett

  11. Rosenherz
    31. Januar 2015 at 18:36

    … ja, grandiose Landschaftsaufnahmen und schöne Bilder von lieblichen Tieren und kostbaren Fasern. Das ist die romantische Seite. Aber das Leben der Bauern und Bäuerinnen in Peru ist kein lein leichtes, sondern ist karges Leben und bedeutet echt harte Arbeit und oft auch Ausbeutung.

    Das hat mich sehr betroffen gemacht bei meinem Besuch in den Andenländern, obwohl ich selbst mit Landwirtschaft aufgewachsen bin und das karge Leben der bäuerlichen Bevölkerung in den Alpen kenne. Die abgeholzten Flächen, die ausgedörrten und des fruchtbaren Humus beraubten Böden des Andenhochlandes, sie bringen nur hartes und zähes Gras hervor. Gut, dass da wenigstens noch die Alpakas davon leben können. Und die Menschen von den Alpakas. Bei meinem Besuch in einer Spinnerei in Ekuador habe ich erschrocken festgestellt, die Arbeit dort ist auch kein Honiglecken: Der andauernde Lärm in der Spinnerei ist ernom, und über und über ist alles voll feiner Wollfussel, die beim Spinnen entstehen, in der Luft herumwirbeln und auf allem und jedem sich absetzen. Ich war froh, nach zwei Stunden die Halle verlassen zu können. Die Arbeitenden dort aber müssen das Tag für Tag ertragen.

    Was bei der Wollherstellung bzw. beim Wollkaufen meisten ausgespart bleibt, ist die Struktur der wirtschaftlichen und kolonialen Ausbeutung dieser Länder. Die feine Wolle kommt den mehr oder weniger reichen Europäern zu gute, während die Bauern und Bäuerinnen meistens nur einen Pappenstiel bekommen für ihre abgelieferte Alpakawolle. Bei Kaschmir zum Beispiel bekommen mongolische Kaschmierlieferanten nur 0,50 bis max. 1,00 Euro für 1 Kilogramm Kaschmir, während im Handel das Kilo Kaschmirwolle bis zu 600 Euro kostet.

    Ich fände es interessant zu erfahren, wieviel die Bäuerinnen und Bauern in diesem fair-Alpaka- Projekt von Sven Marten tatsächlich für ein Kilogramm Alpaka bezahlt bekommen. Und wieviel des Geldes in der Spinnerei bleibt für die Arbeiterinnen? Welchen Stundenlohn bekommen sie?

    Bitte versteht das richtig, das ist keineswegs Hetze gegen die Firma fair Alpaka oder andere Alpakahersteller und -händler. Ich will jedoch zur Sprache bringen und aufzeigen, dass nach wie vor ein koloniales System hinter dem Welthandel herrscht – und sich auch Strickerinnen wie ich, für eine gerechtere Verteilung von Grund und Boden, Nahrung, Waren und Geld einsetzen.

    • Mona NicLeòid
      31. Januar 2015 at 18:58

      Ich sehe das auch so, dass das alles sehr problematisch ist mit dem internationalen Handel. Daher beziehe ich mein Alpaka auch lieber aus europäischen Quellen – ja, auch hierzulande und bei den Nachbarn gibt es Alpakas und Alpakawolle.

      Andererseits gibt es natürlich tatsächlich Fair-Trade-Projekte in Südamerika, die den Bauern einen gerechten Lohn zahlen und soziale Projekte fördern, aber da muss man wirklich sehr genau hinschauen und darf sich nicht von buntem Marketing irreführen lassen. Ich habe ein paar Jahre in einem Weltladen gearbeitet und mich ein bisschen damit beschäftigt. Es gibt nur wenige Siegel und Organisationen, die einigermaßen vertrauenswürdig und transparent sind.

      FairAlpaka mag eine nette sympathisch wirkende Firma sein, aber wenn es nur darum geht, kann ich genau so gut einen netten sympathisch wirkenden Alpakahalter aus Deutschland oder Großbritannien unterstützen. Ich habe gerade diese Woche Alpaka-Rohwolle zum Spinnen aus Süddeutschland gekauft, die kostet um die 50 € pro Kilo.

      • Klara
        31. Januar 2015 at 23:40

        Mona,
        Magst Du uns verraten, wo du deine Fasern und Wolle in Süddeutschland kaufst?

        • Mona NicLeòid
          2. Februar 2015 at 08:55

          Das war ein Angebot direkt von einem Hof, sie haben keine Webseite. Es gibt bei Facebook eine Gruppe, „Schurwollmarkt“ oder so ähnlich, dort können Schaf- und andere Tierhalter hinschreiben, wenn sie Wolle haben, und Spinner/innen können sich melden, wenn sie was haben wollen.

          • Klara
            2. Februar 2015 at 10:21

            Hallo Mona,
            Vielen Dank das Du deine Recourcen teilst. Leider möchte ich mit Facebook nichts zu tun haben, vor allem nachdem sie seit Freitag noch krassere Bedingungen zwingend umsetzen.

            Ich kaufe unsere Wolle beim Finkhof und direkt in Mittenwald (Werdenfelser Wolle) und nur manchmal das eine oder andere Garn, wenn das alles gar nicht passt. Fasern zum Spinnen hab ich letztens beim Wollmeister gekauft.

          • Mona NicLeòid
            2. Februar 2015 at 10:34

            Facebook sehe ich sehr gelassen. Ich bin dort nicht mit Realnamen angemeldet und gebe ihnen keine relevanten persönlichen Daten.

            Ich nutze es sehr gern zum Informationsaustausch in verschiedenen Themenbereichen, die mir wichtig sind, z.B. Minderheitensprachen, Literatur, Musik, Politik, Wolle/Spinnen/Stricken.
            Ich verfolge dort auch gern die Neuigkeiten von kleinen Firmen / Kunsthandwerkern, usw.

    • Annett
      31. Januar 2015 at 22:10

      So darf ich berechtigt davon ausgehen, dass Sie Alpaca-Wolle, Kaschmir etc. nicht verstricken. Darf ich wissen, verstricken Sie somit ausschließlich unsere heimische deutsche Schafwolle?
      Das wäre vor dem von Ihnen geschilderten Hintergrund im Hinblick auf die Arbeitsbedingungen und einer nicht gerechten Werteverteilung sehr lobenswert. Sie lassen es in Ihrem Statement völlig außen vor, mit welchen Garnen Sie bevorzugt arbeiten.
      Also keine Verführung anscheinend bei Ihnen: Alpaca, Kaschmir. Cool.

      • Rosenherz
        1. Februar 2015 at 00:18

        Verführung hin oder her, Kaschmir hab ich mein ganzes Leben noch nie verstrickt. Alpaka noch zu einer Zeit, als mir das Problem mit der Ausbeutung noch nicht bewusst war.

        Ich bin in Österreich daheim und hier gibt es größtenteils nur das Bergschaf mit der relativ rauhen Wolle. Österreichisches Merino gibt es so gut wie gar nicht. Für Oberbekleidung halte ich die kratzige Wolle des Bergschafes aus, wenn ich einen festen Baumwollpulli mit langen Ärmeln darunter trage. Mit Hautkontakt wie bei Mütze oder Schal macht mich dieses Kratzen auf der Haut verrückt.

        Im Süden des Voralpengebiets habe ich eine Handspinnerin entdeckt, die mich auf Wunsch mit sehr dunkelbrauner Lammwolle von ihren eigenen Schafen versorgt. Diese Wolle eignet sich für die meisten Arten meiner Alltagskleidung, für Buisness und Öffentliche Auftritte ist mir das Garn zu rustikal.

        • Susanne
          1. Februar 2015 at 12:39

          Das ist wirklich lobenswert von Dir, ernst gemeint! Nun wohne ich aber weder im Voralpengebiet noch sonst in einer ländlichen Gegend, sondern in Berlin. Rate mir, was ich verstricken soll – herumfliegende Plastiktüten?

          Bleiben wir doch bitte alle mal realistisch und sachlich – es steht nirgendwo auf der homepage von fairalpaka, dass sie die Probleme Lateinamerikas komplett lösen würden, was sie unter „fair“ verstehen, steht allerdings da und das durchaus nachvollziehbar, wie ich finde. Wem das zu wenig ist, der kauft die Wolle halt nicht, auch gut.

          Verlangen wir von einem kleinen Handelsunternehmen doch bitte nicht die Einhaltung von Standards, zu denen sie sich nie verpflichtet haben.

          Einen schönen Sonntag noch für alle!

          • Rosenherz
            1. Februar 2015 at 18:04

            Raten kann ich dir nichts. Es kommt darauf an, welche Werte du als Wollkäuferin oder als Strickerin du hast und was du mit dem Strickstück verwirklichen willst.

          • Susanne
            2. Februar 2015 at 17:54

            Hallo Rosenherz!
            Deine Antwort finde ich jetzt aber schon arg wischi-waschi, die Frage war nämlich ernst gemeint: Was sollen Stricker/Wollkäufer tun, die nicht in ihrer Nachbarschaft ökologisch unbedenkliche Wolle-gebende Tierzüchter haben? Umziehen? Aufhören zu stricken?
            Ich will mich mit dem Stricken übrigens in keiner Weise verwirklichen, für sowas habe ich einen sehr fordernden Beruf. Das Stricken soll mich u.a. von diesem Stress ablenken.
            Ich habe in meinem Leben keine Freiräume für die Suche nach regionaler Wolle/Stoffen/Leder aus denen ich dann meiner Familie und mir die komplette Kleidung nachts selbst klöpple. Ich schreinere auch keine Möbel selbst oder bastle aus Altmetall ein Fahrrad.
            Ich bin dankbar, dass es sowas wie eine gesellschaftliche Arbeitsteilung gibt! Sind meine Werte deswegen minderwertig?
            Insofern bin ich dankbar, dass es Firmen wie fairalpaka gibt, die in Bezug auf Nachhaltigkeit tun, was sie für sich als machbar definiert haben, das offen kommunizieren und sich nicht besser machen, als sie sind.
            Bitte lassen wir einander unsere Leben leben – auch wenn nicht alle von uns perfekt sind!

          • Rosenherz
            2. Februar 2015 at 19:04

            Hallo Susanne!

            Du findest meine Antwort also wischi-waschi. Nun gut. es gibt keine einfachen Lösungen.

            Grundsätzlich sind sowohl Bio-Baumwolle wie auch Bio-Schafwolle auf dem höchsten Level am Ursprung. Hier sind die bodenschützenden, umweltschonenden und tierfreundlichen Auswirkungen am größten. Die Garnqualtiät ist in der Regel hier am höchsten Standard.

            Alles was möglichst aus der Region, aus dem Land, aus Europa kommt, spart grundsätzlich Transpostkosten und Abgase. Das gilt für alle Arten von Garnen.

            Nach Bio-Alpaka aus Südamerika zu fragen ist Unsinn, da die Alpakas grundsätzlich in einer natürliche Form der Tierhaltung in den kargen Gegenden der Anden leben. Hier ist eher die Frage nach der Verarbeitung, Färbung und Abwasserreinigung und die sozialen Standards der jeweiligen Unternehmen.

            Bei kleinen Unternehmen einzukaufen hat eine große Wirkung und ermöglicht oft, Arbeitsplatz und Arbeitsplatzqualität zu schaffen/erhalten/ausbauen.

            Es gibt (rund um den Erdball) hervorragende Initativen von Werksstätten, Wollherstellern, Färbern und Händlern. Fraueniniativen, gegen Kinderarbeit, Kleinkredite, regionale Initaiven zum Schutz vor sexueller Gewalt, Lebenshilfewerkstätten, geschützte Werkstätten und viel andere. Solches finde ich unterstützenswert, vorausgesetzt es handelt sich dabei um Garne aus natürlichen Materialien. Ich persönlich mag Kunststoff nur höchstens bei Sockenwolle, zum Zweck längerer Haltbarkeit in Arbeitsschuhen.

            Natürliche Materialien wie Seide, Leinen, Alpaka, Hanf, Lenpur, Schurwolle, Kamel, Shetland, usw. schaffen gleich mehrere wertvolle Punkte:
            .) ein hervorragendes Hautklima und Tragegefühl
            .) stärken den Energiefluss des menschlichen Körper (während synthetische Fasern den Energiefluss im Körper schwächen)
            .) sind die besten atmenden Materialien die den Klima und seinen Anfoderungen entsprechen und keinen Wärmestau auf der Haut produzieren
            .) verschmutzen weniger und verfügen über eine (hohe) Selbstreinigungskraft,
            .) das bedeutet, sie müssen weniger oft gewaschen werden und sparen deshalb Waschmittel, Strom, Zeit und Abwasserverschmutzung.
            .) lassen sich nach dem „Ableben“ des Kleidungstücks wieder in den Stoffkreislauf zurückführen

            .) je härter das Klima ist, in dem ein Wolltier lebt, umso weicher und wärmender ist das fertige Garn.
            Alpaka aus Südamerika ist weicher, als Alpaka aus Deutschland oder Österreich. Schafwolle aus Südamerika ist viel weicher, als jene aus Deutschland oder aus Österreich. Merino aus Deutschland und Österreich ist gröber und rauher, als das feine Merino aus Neuseeland oder Australien.

            .) Ungefärbte Garne gelten grundsätzlich als umweltfreundlicher, da hier keine Farbstoffe zum Einsatz kommen. Wo kein giftigen Farbstoffe eingesetzt, kann auch keines in die Umwelt, in die Nahrungskette oder auf die Haut gelangen.

            .) Ein nicht vorhandenes Siegel bedeutet nicht grundsätzlich,dass hier etwas unfair, umwletschädigend oder hautschädlich sei. Es kommt auf Herkunft und Verarbeitung an! Zertifikate können sich meistens nur größere Hersteller leisten, oder geförderte Projekte.

            .) es gibt Onlineshops und Woll-Läden in den Städten und Dörfern, die sich auf etwas spezialisieren bei ihren Verkäufen. Z. B. Öko-Garne oder fair gehandelte Produkte oder …

            .) wenn du ein bestimmtes Garn ob seiner speziellen Eigenschaften liebst, wirst du das kaufen, egal ob bio oder nicht, ob aus der Nähe oder aus weitenfernten Ländern usw. Oder verzichtest bewusst darauf aus irgendwelchen Gründen und bist trotzdem glücklich.

            .) wenn du sehr weiches Garn liebst, wirst du wahrscheinlich trotz möglicher Bedenken, Garn aus entfernten Ländern kaufen.

          • Mona NicLeòid
            2. Februar 2015 at 20:30

            Susanne, ich fand Rosenherzens Antwort gar nicht wischi-waschi. Es gibt überall in Deutschland und Europa, ganz sicher auch in deiner Nachbarschaft, verschiedenste Möglichkeiten an ökologisch / ethisch unbedenkliche Wolle zu kommen. (Um Berlin herum ist viel Landschaft, auch mit Schafen… ich kenne eine Menge Spinnerinnen in der Gegend.)
            Es hängt aber von deiner individuellen Einstellung und deinem Geschmack ab, was davon du als zufriedenstellend ansiehst und wie viel Aufwand du investieren möchtest. Ist z.B. das Kontaktieren von Schafhaltern oder Genossenschaften in deiner Umgebung zu viel Mühe? Oder gar schon das Bestellen bei kleinen Onlineshops?

          • Susanne
            4. Februar 2015 at 09:11

            Hallo,
            Ich will wirklich kein totes Pferd treten, aber versteht Ihr nicht, worum es mir geht? Ja, bei einer 60-Stunden Arbeitswoche verbringe ich meine limitierte Freizeit lieber mit meiner Familie (die sich kein bisschen für Wolle interessiert) als mit der Suche nach lokalen Spinnerinnen! Ja, das ist für mich zu viel Mühe! Bitte tut nicht immer so, als hätte jeder bei allem eine Wahl, das ist eine Illusion!
            Bei kleinen online shops habe ich allerdings schon bestellt – fairalpaka zum Beispiel, obwohl mich gerade das offenbar endgültig zum schlechten Menschen macht.

          • Rosenherz
            4. Februar 2015 at 11:15

            Liebe Susanne,

            das bedauere ich, dass du dich ob meiner Kommentare nicht verstanden fühlst von mir.

            Ich finde das völlig in Ordnung, wenn du offen sagst, es ist dir angesichts deiner momentanen Lebensumstände zu anstrengend nach Öko-Garnen oder sozial fair gehandelten Produkten Ausschau zu halten.

            Ich kann von einem anderen Menschen niemals erwarten oder einfordern, wie er leben soll oder wie er einkaufen soll oder seine Freizeit verbringen soll.
            Doch als Rosenherz kann ich mein eigenes Verantwortungsgefühl zum Anlass nehmen, im ökologischen und sozial fairen Sinne zu handeln. Dazu gehört für mich auch, offen darüber zu reden, was mir wirklich am Herzen liegt. Wie ich lebe, was ich denke, wie ich handle oder wo ich Schwierigkeiten habe. Und im vorliegenden Fall auch offen darüber zu reden, welche Auswirkungen das bisherige Einkaufsverhalten auf den Wirtschaftskreislauf, auf das soziale Gefüge, auf Menschen, Tiere oder auf die Umwelt zeigt.

            Aus den Erfahrungen der Geschichte kann ich lernen, kleine regionale Kreisläufe erweisen sich als stabiler und sozialer, als große Systeme, die uns Menschen von uns selbst (unserer Innenwelt) und von unserer Umwelt entfremden. Aber dieses Thema würde jetzt zu weit führen, rührt es doch an grundsätzlichen Lebensfragen, wie die der Frage „Woher komme ich und wie will ich leben?“. – Womit ich wieder im konkreten Alltag lande. Und im Wollblog von Tichiro.

          • Mona NicLeoid
            4. Februar 2015 at 18:54

            Susanne, und eben deshalb, weil nicht jeder Mensch bei allem eine Wahl hat, hat Rosenherz dir eine „wischi-waschi“-Antwort gegeben, da jede von uns ihr eigenes Leben mit eigenen Prioritäten lebt.

            Niemand hat hier Handlungsvorschriften für andere Menschen aufgestellt. Es werden lediglich Meinungen und Erfahrungen und Gedankenanstöße ausgetauscht.

          • Rosenherz
            5. Februar 2015 at 15:47

            Danke Mona NicLeoid!
            Neulich habe ich gelesen, allein für die Superwash-Ausrüstung von 1.000 kg Strickwolle bedarf es 500 kg Chemikalien. Das ist umgerechnet ein halbes Kilo Chemie für ein Kilo Strickwolle. Bei mir will da angesichts solcher Tatsachen kein Spass aufkommen. Ich greife dann doch lieber zu Wolle ohne superwash.
            Alpaka ist da eine Alternative, da ohne Superwash hergestellt.

          • Rosenherz
            10. Februar 2015 at 10:56

            Keine Zeit, um lange nach umweltfreundlichem Garn zu suchen?
            Kleiner Tipp, kleiner Klick: Bei BC Garn, einem Wollhersteller in Dänemark, gibts sogar schon 9 Garnsorten (!) in Bioqualität.
            http://www.bcgarn.dk

            Auch in deutschen Onlineshops zu finden. Z.B. bei Wollbox oder bei Mylys in Hamburg (hier gibts die „Semilla“ von BC Garn).

            Viel Vergnügen!

      • Mona NicLeòid
        2. Februar 2015 at 08:58

        Wie oben schon gesagt, es gibt auch in Europa Alpakahalter, meist Leute, die das als Hobby betreiben oder die Alpakas zu therapeutischen und touristischen Zwecken verwenden – sie müssen also nicht ihren mageren Lebensunterhalt davon bestreiten, die Alpakawolle zu Weltmarktpreisen zu verkaufen.

        Alpakagarn aus britischer Herstellung bekommt man z.B. bei http://www.blackeryarns.co.uk – unter anderem wird dort Garn von einer Bekannten von mir von den schottischen Hebriden versponnen. Oder auch bei http://www.thetoftalpacashop.co.uk von einer englischen Alpakafarm.

    • Yoeni
      1. Februar 2015 at 08:36

      … ab hier wird’s interessant und lesenswert. Rosenherz sei Dank.
      Gruss an alle!

    • Yoeni
      1. Februar 2015 at 08:40

      … ab hier wird’s interessant und die Diskussion lesenswert. Rosenherz sei Dank!
      Gruss an alle!

      • Tina Hees
        1. Februar 2015 at 12:28

        Verkaufst Du in Deinem Geschäft nur Garne mit Fair Trade-Siegel?

        • Yoeni
          1. Februar 2015 at 18:50

          Aber nein!
          Hochwertige Wolle von glücklichen Schafen will jeder, nur die Preise wollen die Wenigsten zahlen.
          Mir hat der Beitrag von Rosenherz gefallen, weil er eine Diskussion in Gang brachte – ich befürchtete schon, 132mal lesen zu müssen, ach wie süß!

  12. icke
    31. Januar 2015 at 19:04

    Da schließe ich mich mal an :

    Mich hat der Film darauf gebracht, bei fairalpaka mal nach einem fair -Siegel zu schauen. Es gibt tatsächlich keins. Das Öko -Siegel hingegen ist vorhanden. Das erscheint mir seltsam, denn als ein ernsthaftes fair-Unternehmen hätte ich mich zeitnah um das entsprechende Siegel beworben.
    Aber was nicht ist, kann ja noch werden!

    Viele Grüße
    Birgit

    • manati
      31. Januar 2015 at 21:13

      Aber das Öko-tex 100 Zertifikat ist ja ein bißchen wischi-waschi. Es wird nur das Endprodukt bewertet, d.h. als Wollfaden dürfen keine Pestizide etc. mehr nachweisbar sein, aber sie dürfen sehr wohl eingesetzt werden, wenn es der Hersteller dann unter Aufwand von Reinigungsmitteln schafft, sie zu entfernen, bevor die Wolle zum Knäuel wird. Auch gibt es mit dem 100-er Zertifikat keine Aussage zu Lohn, Kinderarbeit etc.
      Mein Positivum zu fair-alpaka begründet sich darin, daß ein Firmenchef Peruanerin ist, und ich ein gewisses Maß an Fairness ihren Landsleuten gegenüber annehme. Durch den Wegfall des Zwischenhandels kann natürlich auch ein Preis anders dargestellt werden. Das ist vielleicht wenigstens ein kleines bißchen mehr, als bei gewissen anderen Herstellern.

    • Klara
      31. Januar 2015 at 23:36

      Wenn, dann ist es das Öko-TeX Zeichen. Das ist kein Öko/Bio Siegel.
      Bitte nicht verwechseln…

      • manati
        1. Februar 2015 at 10:37

        Ein OEKO-TEX® Zertifikat gilt für die Dauer von 12 Monaten und dokumentiert, dass die darauf aufgeführten Artikel erfolgreich nach dem OEKO-TEX® Standard 100 überprüft wurden.
        Quelle: http://www.oeko-tex.com

      • Rosenherz
        1. Februar 2015 at 11:21

        Öko-Tex 100 Standart besagt, dass weltweit gleiche Prüfkriterien eingesetzt werden, die sich auf die Produktgruppe der Textilien beziehen. Diese Kriterien und die Grenzwerte der untersuchten Chemiekalien und Rückstände beziehen sich auf die Standards der Textilindustrie.

        Öko-Tex 100 soll das Vertrauen der Kunden durch das Vohandensein von Zertifikaten stärken und den Absatz solch zertifizierter Textilien erhöhen. Die Frage ist, was besagen diese Zertifikate tatsächlich? Zum Beispiel, dass Parameter wie Phenole, Pestizide, krebsauslösende Farbstoffe, Formaldehyd oder verbotene AZO-Farbstoffe usw geprüft wurden. Aber eine Prüfung und die Einhaltung von Grenzwerten sagt einzig nur das aus. Das sind noch keine Aussagen darüber, welche sozialen Standards ein Unternehmen einhält, oder wie umweltfreundlich ein Textilstück oder der ganze Produktionsprozess tatsächlich ist! Keine Aussage darüber, wie Abwasserverschmutzung vermieden oder Abwasser gereinigt wird, keine Aussage darüber, wie sozial die Löhne für die Arbeiterinnen und Arbeiter sind. Keine Aussage darüber, ob Kinderarbeit betroffen ist usw.

        Zertifikate sollen den Endkunden Vertrauen signalisieren. Bitte versteht das richtig, Öko-Tex 100 ist besser als überhaupt keine Kontrolle entlang der langen Textilkette.
        Es reglementiert oder schließt bestimmte Schadstoffe aus. Aber es bezieht sich auf Grenzwerte, die in der gängigen Praxis der herkömmlichen Textilherstellung üblich sind und von deren Lobbys erarbeitet wurden. Wie Grenzwerte zustande kommen und wonach sie sich ausrichten, das ist ein eigenes Kapitel, das hier zu weit führen würde.

        Umweltverbände haben mit Öko-Tex 100 wenig Freude. Von Umweltfreundlicherer Produktionskette kann erst ab Öko-Tex 1000 Standard gesprochen werden. Warum?
        Weil die Kriterien hier viel weiter gehen, als in der Textilindustrie und bei Öko-Tex 100 üblich! Hier ein Auszug aus dem PDF für Öko-Tex 1000:

        …. der Ausschluss von umweltschädigenden Hilfsmitteln und Farbstoffen
        • die Einhaltung von Richtwerten für Abwasser-und Abluftreinigung
        • sparsamer Energieeinsatz
        • Lärm- und Staubvermeidung
        • definierte Maßnahmen zur Sicherheit am Arbeitsplatz
        • Verzicht auf Kinderarbeit / Sozialverträglichkeit
        • Existenz oder Einführung grundlegender Elemente eines Umweltmanagement-System

    • 4. Februar 2015 at 19:35

      bei fairalpaka habe ich bereits kurz nach der gründung angefragt, welches fairtrade-siegel sie denn hätten….

      fairalpaka befindet selbst (!), dass sie den bauern faire preise zahlen. daher der name.

      dazu möge sich jede strickerin dieser wolle ihre eigenen gedanken machen und die verantwortung übernehmen.

      diese diskussion hier finde ich gut und wichtig, bringt sie doch ein kleines steinchen ins rollen, aus dem bei gutem willen durchaus eine lawine werden könnte.

      ich für mich persönlich verstricke nur noch wolle mit dem GOTS-siegel (wenn ich denn mal etwas für mich oder meine tochter stricken darf), da ist kbt, schadstofffreie färbung und fairtrade im paket drin. genau das, was ich möchte. und den preis dafür zahle ich gerne, denn ich möchte nicht, dass tiere und menschen den preis dafür zahlen müssen, dass ich geiz geil finde.

      sorry, tina, für meine bauhaus-schreibweise. 😉

      liebe grüße @all
      angela

  13. 31. Januar 2015 at 19:20

    Hach wie passend !!
    Heute habe ich meine Bestellung von Fair Alpaca erhalten 🙂

    liebe grüße dajana

  14. Klara
    31. Januar 2015 at 23:33

    Sowie ich das verstanden habe, ist diese Firma weder ein Fair-Trade noch ein Bio Unternehmen. Das Wörtchen „fair“ meint hier, dass man faire Preise für hochwertige Ware bezahlt, weil es direkt importiert wird und dadurch der Zwischenhandel ausgeschaltet ist. Damit der Aufwand für den Versand zum Endkunden möglichst gering bleibt, muss überwiegend ein ganzer Pulk gekauft werden.

    Ich persönlich bezweifle, das da irgendetwas fair ist.

    • Rosenherz
      1. Februar 2015 at 00:30

      Bei dem Begriff „fair“ ist die Frage, was genau das jeweilige Unternehmen damit meint. Soweit wir das richtig verstanden haben, bedeutet es für die Firma fair Alpaka, dass dank des Direktimports, für uns Käuferinnen und Strickerinnen der Preis für die Alpakawolle „günstig“ gehalten werden kann.

      Und die Frage ist, was ich oder wir als Strickerinnen als fair für die Bäuerinnen und Bauern bezeichnen, als fair für die Arbeiterinnen in den Spinnereien, als fair für die Transportunternehmen und als fair für den Endhändler und fair für uns als Wollkundinnen.

  15. Rosenherz
    1. Februar 2015 at 00:38

    Was Alpaka in Österreich, Schweiz und Deutschland betrifft, das ist auch ein zweispältiges Schwert. Noch sind die Tiere in diesen Ländern selten, und deshalb werden die Tiere in erster Linie als Zuchttiere gehandelt. Geld wird also in erster Linie durch den Verkauf der künftigen Mutter- oder Vatertiere gemacht, wobei wir hier von 7.000 Euro aufwärts sprechen – für ein einzelnes Tier.

    Da muss im Gegenzug viel, sehr viel Alpakawolle verkauft werden, damit sich diese hohen Investtionen rechnen.

    • Mona NicLeòid
      2. Februar 2015 at 09:32

      Wie bei einer anderen Antwort erwähnt, Alpakas werden hier in Europa oft zu touristischen oder zu therapeutischen Zwecken gehalten, oder einfach nur als Liebhaberei.

      Die Wolle wird oft an die Industrie verkauft, z.B. für Bettfüllungen oder Decken. Hier in Deutschland ist die Infrastruktur für das Verabeiten, Spinnen und Verkaufen von Kleinmengen nicht so ausgeprägt wie z.B. in Großbritannien. Wenn man als Handspinner nach Rohwolle fragt, sind viele Tierhalter überrascht, dass man überhaupt Geld dafür bezahlen will. Es ist vielen nicht bewusst, dass sie ihre Wolle viel besser vermarkten könnten, oder sie haben nicht die Kapazitäten dafür.

      Ich denke, durch die Vernetzung im Internet wird es etwas besser. Viele Spinner/innen sehen, was z.B. in Nordamerika (oder in geringerem Maße auch in Großbritannien) alles läuft und fragen sich dann, wie sie vor Ort an Wolle kommen.
      Für die nicht-spinnenden Stricker/innen bleibt es natürlich schwieriger, denn die größeren Garnfirmen und normalen Wollgeschäfte haben alle kein Interesse, Kleinmengen aus lokaler Produktion zu verarbeiten bzw. zu verkaufen.

  16. Checknix
    1. Februar 2015 at 10:09

    Hallo Tina,

    Vielen Dank für diesen Film, es sind traumhafte Bilder, ich komme sofort ins Träumen.

    Was die Diskussion angeht: beim Gucken dachte ich mir, wie schön das ist, dass die Leute da Arbeit haben, die Wolle verarbeiten können und dabei so weit außerhalb leben können… Romantisch halt.

    Die kritschen Anmerkungen haben mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Nur weil fair darufsteht, ist noch lange nicht zwingend fair drin. Ich halte mich für einen eigentlich recht kritischen Menschen, aber im Zusammenhang mit meinem Hobby bin ich wohl so emotional, dass ich mir nicht vorstellen kann/will, dass dafür Menschen ausgebeutet werden.

    Das macht mein Hobby zu etwas, was anderen schadet, Mensch oder Tier (das mit den Schafen hab ich auch schon mal gelesen, könnte man sofort brechen) und das möchte ich nicht. Gibt’s denn auf dieser Welt gar nichts mehr, was einem Spaß macht und nicht gleichzeitig woanders Leid verursacht?

    Ich find’s echt übel. Wir Menschen machen wirklich alles kaputt und überziehen alles mit Schmerz und Leid.

    Ich habe noch nie Alpaka verstrickt. Aber ohne Siegel werde ich auch bei fairAlpaka nicht kaufen, es fühlt sich wie eine Mogelpackung an. Ist es eine?

    Liebe Grüße,
    Checknix

    • Rosenherz
      1. Februar 2015 at 11:58

      Doch, es gibt auf dieser Welt immer mehr und mehr, das Spass macht, ohne noch mehr Leid zu verursachen:

      Lebensmittel, Textilien, Putzmittel, Hygieneprodukte und andere Waren aus umweltfreundlicher, ökologischer und möglichst sozialer Herstellung zu erwerben. Das ermutigt die ökologische Landwirtschaft, sodass mehr und mehr Betriebe von der industriellen Landwirtschaft abkehren. Auch Kerzen, Seifen, Parfüms, Verpackungsmaterialien wachsen in den Landwirtschaft und mit unserem Einkauf bestimmen wir, welche Art der Landbewirtschaftung, welche art der Produktion und welche Art des Handels wir wertschätzen und stärken. Das ist sehr einfach.
      Wer wenig oder kein Geld hat: rund zwei Drittel der Eier, Gemüse- und Obstproduktion entsprechen nicht den geforderten Qualitäts-Normen, die sich auf Äußerlichkeiten wie Größe, Form, Farbe oder Gewicht beziehen. Diese Lebensmittel sind aber in ihrer inneren Qulaität einwandfrei. Solche Lebensmittel sind günstig oder sogar kostenlos zu bekommen.

      Natürliche Materialien bevorzugen, das macht Freude, weil sie am Ende wieder in den Stoffkreislauf geführt werden können, statt unverrottbaren Müll oder giftige Abgase zu produzieren.

      Strickgarne aus Bio-Merino und Bio-Baumwolle machen Spass. Sie bestärken eine giftfreie und ökologische Landwirtschaft, sparen zehntausende Liter Wasser bei der Produktion ein (Biobaumwolle verbaucht nur einen Bruchteil von Wasser zum Aufwuchs, und das in ohnehin wasserarmen Ländern Südamerikas und Südafrikas) und hinterlassen langsfristig wieder fruchtbare Böden zur Landnutzung, statt sie weiterhin mit Giften aus dem herkömmlichen Baumwollanbau zu belasten.

      Blumen aus fair trade Handel machen Spass! Das bedeutet, bessere Löhne für die Blumenarbeiterinnen in den Folienhäusern, weniger Gift mit dem sie bei der Arbeit in Kontakt kommen, Schutz des Erdbodens – und langfristig gesündere Babys, denn bisher zeigte sich, dass die viele der Kinder von Blumenarbeiterinnen missgebildet zur Welt kommen. In herkömmlichen (also nicht fair trade) Blumenzüchtereien in Südamerika oder Südafrika werden die Blumen jeden zweiten oder dritten Tag gespritzt (ohne Schutzmasken für die Arbeitenden) während ihrer gesamten Vegetationszeit. Das fair trade Siegel ist hier eine echte Alternative beim Einkauf vom Blumen.

      Bei Wolle ist es ähnlich. Je mehr wir in diesem Bereich wirklich ökologisch und fair hergestellte Garne nachfragen, umso eher wird sich die Produktion in diese Richtung umstellen.

      • Mona NicLeòid
        2. Februar 2015 at 09:51

        Ja, ich finde auch, es gibt so viele tolle Möglichkeiten kleine, lokale, ökologische Hersteller zu unterstützen, wenn man erst mal seinen Blick davon löst, dass man alles beim wöchentlichen Sprint durch den Aldi/Lidl/Netto in den Wagen packen muss.

        Man muss sich ja auch mal bewusst machen, dass unsere normale westliche Art zu konsumieren (Massenprodukte, bei denen man nur auf den Preis schaut, deren Herkunft man nicht kennt und die von globalen Megakonzernen gehandelt werden) sehr neu ist, und dass es das bis vor ein paar Generationen gar nicht gab.
        Bis in die 1960er oder 70er Jahre kamen Grundnahrungsmittel fast immer aus der Region, oft aus eigenem Anbau. Bei Textilien hat sich gerade in den letzten 10-20 Jahren der Markt noch mal irre gewandelt – heutige Jugendliche kaufen Kleidungsstücke als Wegwerfartikel und haben ca. 10 mal so viele Teile im Schrank wie noch in den 1980er oder 90er Jahren, aber von viel geringerer Qualität, dafür mit viel höherer Ausbeutung und Umweltverschmutzung verbunden.

        Ich finde es beängstigend, in welchem Ausmaß viele Menschen bereit sind, die Weltmacht einiger Konzerne und die enorme Umweltverschmutzung zu finanzieren. Das Wohlstandsgefälle zwischen den westlichen Industrienationen und den ärmsten Regionen ist heutzutage noch viel krasser als zur Kolonialzeit. Unser Wohlstand beruht zu großen Teilen darauf, dass wir uns aus Resourcen bedienen, die uns gar nicht zustehen.

        Natürlich können diese großen Probleme letztlich nur politisch gelöst werden. Dennoch finde ich es wichtig, auch im kleinen Rahmen als Konsument etwas zu bewirken. Mich macht es zufrieden Produkte zu benutzen, deren Herkunft ich nachvollziehen kann, deren Herstellung ich respektiere. Heute morgen z.B. – geduscht mit handgemachter Seife von einer Freundin, gutes Brot aus einer richtigen Backstube, Tee aus eigenen Kräutern, selbstgestricke Jacke an 🙂

  17. Karin
    1. Februar 2015 at 10:37

    Dieser Händler verkauft kein Alpaka, das im Rahmen eines kontrollierten Handels zum Zweck eines höheren und verlässlicheren Einkommens der Produzenten produziert wird. Auf Nachfrage wird das wohl auch mitgeteilt.
    Das ist eine Entscheidung des Händlers und der Kauf ist eine Entscheidung des Käufers. Das bedaure ich, ist aber leider im geltenden Wirtschaftssystem legitim.
    Was mir unseriös erscheint, ist die Verwendung des Wortes „fair“. Weil man eben damit in der Regel einen irgendwie kontrollierten Handel verbindet.
    Die Diskussion wurde auch in der Gruppe des Händlers bei Ravelry geführt. Allerdings wurde die kritische Sicht nicht sonderlich intelligent vorgetragen und der Thread wurde schnell archiviert. Vielleicht sollte man dieses interessante Thema bei Ravelry an anderer Stelle diskutieren.

  18. 1. Februar 2015 at 10:57

    hallo tina

    jetzt haste du mich neugierig gemacht auf die wolle. ich durfte schon einmal für Blacker Yarn Wolle testen. Das war allerdings tweedwolle. alpaka habe ich bis jetzt nur von drops verstrickt. aber jetzt bin ich auf diese wirklich neugierig…
    danke für´s zeigen…. da wäre ich auch gerne mit dabei gewesen. ich liebe diese tiere…
    liebsgrüssli aus Bern…. Nicole 🙂

  19. Tina Hees
    1. Februar 2015 at 11:22

    Also Leute, nun bleibt doch mal auf dem Teppich.

    Verstrickt Ihr nur Garne, deren Rohstoffe aus Deutschland kommen und die auch hier versponnen werden?

    Kauft Ihr wirklich in allen Lebensbereichen nur Produkte, die vom Anfang bis Ende in Deutschland produziert werden?

    Lebt Ihr vegan?

    Denn wenn nicht, verstehe ich ehrlich gesagt nicht, warum hier gerade so auf fairAlpaka herumgehackt wird. Nur wegen des Wörtchens „fair“ im Namen?

    Und selbst in Deutschland gibt es genug Firmen, die ihre Arbeitnehmer ausbeuten, Mindestlohn hin oder her (wer glaubt, daß nun jeder den Mindestlohn bekommt, ist naiv).

    Wer ohne Fehl ist, werfe den ersten Stein…

    • Rosenherz
      1. Februar 2015 at 12:36

      Die Ikone der Modewelt, Vivienne Westwood, kämpft für das, was ihr richtig und schön erscheint. Sie schreibt in ihrem Buch unter dem ersten Kapitel mit der Ãœberschrift „Alles ist miteinander verbunden“:

      „Die Botschaft lautet, dass man das Beste aus sich machen muss. Mach das Beste aus dir. Und folge deinem Gewissen.“ Zitat Ende.

    • icke
      1. Februar 2015 at 12:37

      Mich stört tatsächlich die Verwendung des Wortes fair. Das hat mich in die Irre geführt.
      Nein, ich kaufe nicht nur Bio und /oder fair gehandelte Ware ein. Aber wenn es drauf steht erwarte ich auch, dass es drin ist.

    • Checknix
      1. Februar 2015 at 16:44

      Hi Tina,

      Du hast ja recht. Aber genau das ist es ja, was ich meine: ich bemühe mich schon in allen möglichen Lebensbereichen, die Welt nicht noch mehr auszulaugen (was wahrscheinlich nur ein Tropfen aus den heißen Stein ist). Aber das erfordert eine ganze Menge an Recherche, wo man seine Umwelt belastet, wo Menschen ausgebeutet werden etc. Wer hat denn schon die Zeit, sich damit neben einem Vollzeitjob (der damit thematisch gar nix zu tun hat) im letzten Detail zu befassen?

      Und ausgerechnet beim Hobby, wo ich ausnahmsweise mal nicht so kritisch war und mich einfach nur wohlgefühlt habe, wenn ich in Wolle und Farben schwelgen kann, lese ich die schrecklichsten Sachen und falle aus meiner „heilen Welt“.

      Natürlich will ich nicht auf fairAlpaka rumhacken, immerhin ist da wohl jemand, der auch mit Herzblut dabei ist – das ist sicher schon 1000mal besser als anderswo. Und je öfter Sven dort ist und mit den Menschen in engem Kontakt steht, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Leute ihm so sehr ans Herz wachsen, dass deren Bedürfnisse einen immer höheren Stellenwert bekommen und er sich verantwortlich fühlt. Hoffentlich ist das nicht gerade wieder naiv…

      Es ist halt nur das „fair“ im Namen… Das suggeriert halt, dass hier alle Bedingungen auch fair sind und die Produzenten echt profitieren. Und da bin ich schon gespannt, was Sven dazu schreibt. Vielleicht ist ja alles super bei ihm und er spart sich erstmal einfach nur die Kosten für das Siegel?

      Wichtig finde ich schon mal, dass man darüber spricht und sensibilisiert wird.

      Grüße,
      Checknix

      • Rosenherz
        1. Februar 2015 at 17:53

        Hallo Checknix,
        danke für deinen ausführlichen Gedankengang zum Thema. Ich kann mich so gut einfühlen, in das was du geschrieben hast. Da freue ich mich über die herrlichen Farben und die schöne Struktur von einem Garn, und dann erfahre ich von den Hintergründen, und die heile Welt entpuppt sich als gar nicht so heil, wie gedacht.

        Und dann nagen diese Erkenntisse in uns. Müssen wir unser Handeln verändern? Ich? Kann ich nicht einfach so tun, als wüsste ich nix über Umweltzerstörung, soziale Ausbeutung oder Schadstoffe in Textilien? Kann ich das Problem beiseite schieben? Hilft das Verdrängen? Wie lange?

        Irgendwann lande ich bei mir. Unlängst bin ich zu dem Schluss gekommen, ich bin eine Lernende. Ich kann die Probleme von Peru, Kolumbien, Syrien, der Ukraine oder die Ausbeutung von Arbeitenden nicht global lösen. Aber ich kann im Alltag meinen Bauch und mein Herz befragen und so mit auftretenden Fragen oder Problemen (zumindest ein Stück weit) zu Lösungen kommen.

        Das glaube ich auch, dass das Unternehmen fair Alpaka mit viel viel Herzblut dabei ist. In herzlicher Beziehung zu den Menschen in Peru. Trotzdem löst das Wort „fair“ bei mir oder bei uns Bilder aus, die möglicherweise in der Realität nicht dem entsprechen, was wir geglaubt haben.

    • Mona NicLeòid
      2. Februar 2015 at 09:11

      Tina, das sind doch Totschlagargumente, die keinem weiterhelfen.

      Jeder kann irgendwo anfangen, seinen Konsum zu hinterfragen. Man kann das nicht bei allem und jedem schaffen, aber man kann es versuchen, und meiner Erfahrung nach sind gerade die Bereiche Lebensmittel und Kleidung (und dazu zähle ich auch Materialien wie Wolle und Stoff) am besten dafür geeignet, lokal, ökologisch und fair einzukaufen.

      Ich unterstütze gern Bauern in der Region, Demeter-Höfe mit ordentlicher Tierhaltung, Wollproduzenten aus Deutschland und Europa, usw. Und ja, ab und zu gern mal fair gehandelte Sachen aus anderen Teilen der Welt, aber da achte ich dann schon gern sehr genau darauf.

      (Und nein, ich bin nicht reich. Ich habe diese Art des Konsums auch als Studentin am Existenzminimum geschafft. Es kommt nämlich einfach drauf an, wieviel man kauft. Es kotzt mich ehrlich gesagt an, wenn die Leute behaupten, sie hätten kein Geld für hochwertige/regionale/faire Ware, aber gleichzeitig kaufen sie Massen von billigem Zeug, was in der Summe aufs gleiche rauskommt. Wie viele Strickerinnen häufen Wollberge an, die sie eh nicht verarbeitet kriegen? Würden sie ein Zehntel davon kaufen, aber aus ökologischen/fairen Quellen, hätten sie immer noch genug Wolle und würden gleichzeitig ein paar gute Hersteller unterstützen.)

    • Melissa
      8. Dezember 2016 at 21:45

      … und du bist extrem arrogant, wie ich solche bequemen Leute, die ständig Ausreden finden wie dich und einige andere hier, verachte. Rosenherz ist mir schon zu „tolerant“. Sicher man kann niemanden zwingen aber doch mal ordentlich Klartext reden.

      Die Firma ist mal auf jeden Fall nicht ÖKO und NICHT fair.

      Immer diese Ausrede wer denn schon perfekt ist. Mensch, wir sind im Umwelt-und Tierschutz soweit von perfekt entfernt dass man nur barbarisch sagen kann.

      Ich wünsche inzwischen allen verwöhnten und ignoranten Menschen, dass sie so bald als möglich das Gleiche erleben was die Familien in den sogenannten Entwicklungsländern tun. Ich fass es nicht… muss man Tierquäler und Ausbeuter mit Samthandschuhen anfassen damit sie sich nicht irgendwie belästigt fühlen.

  20. Tina Hees
    1. Februar 2015 at 11:45

    Zm Thema Ausbeutung und nicht dort kaufen noch eine kleine Begebenheit: Erinnert Ihr Euch an den Schlecker-Skandal, wo sich herausgestellt hat, wie schlecht die Arbeitnehmer da behandelt wurden? Viele haben daraufhin nicht mehr bei Schlecker gekauft.

    Darüber habe ich mal mit einer Verkäuferin bei Schlecker gesprochen. Und die meinte, daß es ihr nicht helfen, sondern sogar schaden würde, wenn die Kunden wegbleiben, weil sie dann ihren Arbeitsplatz verlieren würde. Ein oder zwei Jahre später war Schlecker dann pleite.

    Sprich, wenn keiner mehr Alpaka kauft, werden die Leute in Peru arbeitslos. Und haben gar kein Einkommen mehr.

    • Mona NicLeòid
      2. Februar 2015 at 09:16

      Die Alternative wäre dann, einfach alles kaufen, denn ausgebeutet sein ist immer noch besser als arbeitslos?

      Nee, sorry, ich sehe das völlig anders. Man muss auf zwei Wegen handeln, einmal über seine Konsumentscheidungen, einmal politisch. Denn von allein ändern solche Firmen wie Schlecker ihre Verhaltensweisen nicht.
      Wenn aber auf einmal viel mehr Leute bei einer weniger ausbeuterischen Firma kaufen, dann stellt die vielleicht ein paar mehr Leute ein.

      • Monika
        2. Februar 2015 at 12:03

        Danke Mona, das sehe ich auch so. Ich schließe mich deiner Meinung an. Und als Beispiel füge ich einen Schuhhersteller im öst. Waldviertel an. Die Schuhe dort sind von guter Qualtiät, langlebig und das Unternehmen sichert Arbeitsplätze in einer Region, wo es wenig Arbeitsmöglichkeiten gibt, sodass häufig in die weit entfernte Stadt Wien gependelt werden muss.
        In den vergangenen Krisenjahren haben sich mehr und mehr Menschen auf diese guten Schuhe besonnen, sodass die Zahl Mitarbeiter vom 40 auf 60 erhöht werden konnte. Das bedeutet in dieser Region und für diese Menschen sehr sehr viel.

      • Melissa
        8. Dezember 2016 at 21:52

        Genau so ist es… Eigenverantwortung und politische Verantwortung. Kaum jemand tut was aber alle sind am Jammern.

  21. Maya
    1. Februar 2015 at 12:19

    Hallo,
    habe gerade die 31 Kommentare gelesen und staune, dass die Firma sich noch nicht geässert hat, selber keine Stellungnahme abgegeben hat.
    Kann mir nicht vorstellen, dass das noch keine der Miterbeiter gelesen hat!
    Bin gespannt ob noch was kommt…..
    Schade…..
    BG
    Maya

    • Tina Hees
      1. Februar 2015 at 12:22

      Hm – vielleicht ganz einfach deswegen, weil es Wochenende ist?
      Die drei sitzen auch nicht den ganzen Tag vor dem Rechner.
      Irgendwann muss Sven sich ja auch mal um seine Familie kümmern.

  22. 1. Februar 2015 at 13:21

    Ein sehr schöner Film. Dort oben auf den Höhen scheint es ganz schön windig zu sein (Dezember ist ja dort schließlich Sommer). Eine phantastische Landschaft.
    Und wie ich finde sehen die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter bei der Herstellung der Wolle doch nicht schlecht aus. Außerdem kann ich mich Tina nur anschließen, Ausbeutung gibt es auch in Deutschland. Und was heißt denn „made in Germany“? Da weiß man auch nicht, wo die Wolle her ist und wo sie vorverarbeitet wurde.
    LG
    Ingrid

  23. Monika
    1. Februar 2015 at 16:48

    … fair Alpaka als Unternehmen wirkt vorbildlich in seiner Offenheit und Transparenz auf der Homepage. Sie stellen auch dar, wie sie das „fair“ meinen. Und sie werben mit dem Öko-Tex 100 Siegel. Das heißt, sie verweisen darauf, die Wolle ist für Babys geeignet, so schadstoffarm hat sich bei der strengen Pürfung erwiesen. Fair Alpaka entspricht der Produktlasse 1. Dazu der Hinweis auf das Zertifikat des Prüfinstitutes Hohenstein, mitsamt Nummer.

    … jujuuu könnte ich jetzt rufen. Tolle Wolle, ich brauche mir keine Gedanken machen vonwegen Schadstoffe aus der Färbung oder Rückstände aus dem Spinnöl. Doch mich interessiert grundsätzlich, wie die Dinge entstehen und was sie bedeuten, und so habe ich genauer nachgelesen.

    … also habe ich mich gefragt, was bedeutet der Öko-Tex 100 Hinweis konkret?
    Die für dieses Siegel geprüfte Alpakawolle betrifft nur die fair Alpaka in den Naturfarben! Das ergibt die Ãœberprüfung der Zertifikatsnummer.
    Andere Farben sind nicht eingereicht worden zur Prüfung, schreibt fair Alpaka, und somit ist für diese farbigen Qualitäten des Unternehmens kein Öko-Tex 100 Siegel vorhanden.

    … fair Alpaka schreibt dazu auch ganz offen, dass die naturfarbenen Qualitäten teilweise nachgefärbt werden. Für mich ist es wichtig zu wissen, dass bei den fair Alpaka Naturfarben auch synthetische Farben zum Einsatz gekommen sein können.

    … dass sich eine Öko-Tex 100 Prüfung für die gefärbte fair Alpaka für das besagte Unternehmen wirtschaftlich nicht rechnent, das verstehe ich. Aber mir selbst muss nach dem Lesen der Homepage klar sein, dass das verliehene Öko-Tex 100 Siegel sich einzig auf die ungefärbten Qualitiäten des Unternehmens bezieht. Das heißt, in der gefärbten fair Alpaka Wolle könnten möglicherweise Giftstoffe oder Rückstände enthalten sein, die meinem Baby schaden könnten. Dies betrifft aber grundsätzlich jedes Kleidungsstück oder Textil, mit dem mein Baby oder ich in Berührung kommen.

    … im Grunde muss ich selbst wissen, was ich will, und ob ich diese oder jene Produktionsart in kauf nehme oder nicht. Beziehungsweise welchen Produktionsauswirkungen ich mit meinem Kauf zustimme oder nicht. Da hat wohl jede Strickerin ihre eigene Werteskala, nach der sie ihr Handeln ausrichtet.

    • Klara
      2. Februar 2015 at 00:04

      Uh, das ist erschreckend!
      Danke für Deine ausführliche Recherche.

      • 2. Februar 2015 at 08:32

        Erschreckend? Diesen Kommentar kann ich nicht nachvollziehen. Erst recht nicht, weil er nach meinem großen untenstehenden Bericht erschienen ist.
        Wie unten erklärt, zertifizieren wir nur die Naturfarben nach Öko Tex. Der Grund ist unten zu lesen.
        Es kann doch nicht sein, dass es derart negativ ausgelegt wird, dass wir die Initiative ergreifen und als einer von sehr wenigen Herstellern die Farben beginnen nach Öko Tex zu prüfen.
        Vermutungen und Mutmaßungen schreiben kann jeder. Es könne Gift in den Farben sein etc. Nur ist dies alles vollkommen Abwegig.
        Uns ist mindestens eine andere internationale Marke Bekannt, der mit dem gleichen Garn handelt und alle Farben Öko Tex zertifiziert hat. Das ist aber bei so vielen Farben, die wir in diesem Jahr hatten, für uns derzeit finanziell nicht machbar. Erst recht nicht bei dem Preis.
        Wir werden in der Sommerpause darüber nachdenken, ob wir ausgewählte Farben zertifizieren lassen, damit derartige Mutmaßungen nicht mehr entstehen.

        • Klara
          2. Februar 2015 at 10:35

          Dabei wünsch ich Euch nur das Beste!

        • Rosenherz
          2. Februar 2015 at 11:40

          Die Logik, ein Zertifikat oder Siegel zu verlangen, ist eine verführerische in der Welt der Konsumentinnen. Der Zertifikatswahn verlangt von jedem und allem ein Siegel, das uns sagt: „Eh alles ok, wir können dieses Ware beruhigt einkaufen!“. Wir orientieren uns an einem Pickerl, das irgendwo draufklebt, und schon ist unsere (Einkaufs)Welt wieder eine heile Welt.

          Ein Zertifikat, gut und schön, das mag uns als Konsumetinnen eine Menge eigener Verwantwortung und eigener Denkarbeit abnehmen. Aber nach Siegeln und Zertifikaten zu verlangen, heißt vor allem für kleine und kleinste Unternehmen enorme Kosten! Gerade die leiden unter dem Finanzdruck. Gerade kleinere und kleinste Unternehmen, die eine Umkehr zu einem umwelt- und menschenfreundlicheren Produktionsweise ohne die enormen Finanzressourcen großer Unternehmen bewältigen müssen, sind oft mit viel Herzblut dabei und kämpfen mit ihrem persönlichem Engagement für eine bessere Welt.

          Mir ist es viel viel wichtiger, wie die Produkte tatsächlich hergestellt werden und welche geistige Haltung hinter dem Unternehmen steht – egal ob mit oder ohne Siegel. Ich persönlich halte es für sinnvoller, wenn viele Gelder in Veränderungen zum Besseren fließen, den Menschen und Tieren und der Umwelt zugute kommen, als hohe Summen in einen teuren Zertifizierungsprozess zu stecken.

          Transparenz, Umweltfreundlichkeit, soziale Gerechtigkeit muss nicht zwangsläufig einzig und allein durch ein Siegel bestätigt sein. Früher gab es sowas wie Handschlagqualität, die sehr ernst genommen worden ist und ein hohes Ansehen hatte. Vertrauen in das Gegenüber und in seine gute Arbeit waren ein hohes Gut. Diese Haltung finde ich nach wie vor für ein erstrebenswertes Beispiel gelebter Menschlichkeit und gelebter Arbeitswelt. Wesentlich finde ich dazu Transparenz und Ehrlichkeit.

  24. 1. Februar 2015 at 20:49

    Liebe Tichiro Fans, ich habe erst eben gesehen, dass Tina unser Video gepostet hat. Dafür vielen Dank!
    Wir arbeiten natürlich am Wochenende nicht, aber ich melde mich gerne kurz zur Wort.
    Ich finde es etwas schade, dass das Thema wieder in diese Richtung geht, da es so viele andere Punkte über die Reise und die Alpakas dort zu berichten gibt. Außerdem hatten wir das Thema schon sehr oft. Egal ob bei Ravelry, bei Facebook, per Mail oder auch persönlich auf einigen Wollfesten.
    Natürlich verstehe ich, dass sich viele über das Thema Fairness und Öko-Tex Gedanken machen und möchte dazu folgendes sagen:
    Wir sind jetzt seit ca. 2,5 Jahren auf dem Markt und haben damals den Namen fairalpaka gewählt, da wir den Zwischenhandel umgehen und dadurch in Peru faire Preise bezahlen können. Im gleichen Zuge können wir die Wolle auch für sehr wenig Geld in Deutschland anbieten. Des Weiteren sind wir jedes Jahr vor Ort und sprechen mit den Mitarbeitern und informieren uns auch über die Arbeitsbedingungen, die Arbeitssicherheit und über laufende soziale Projekte.
    Ganz klar können wir aber nicht kontrollieren, wie das Geld im Einzelnen von dem Hersteller in Peru eingesetzt wird. Wir können uns die Bedingungen vor Ort ansehen und mit den Mitarbeiter sprechen, aber Einsicht in die Lohnabrechnungen oder Einkaufspreise der Rohwolle bekommen wir natürlich nicht. Dies haben wir auch zu keinem Zeitpunkt gesagt oder gar damit geworben.
    Mir ist nicht bekannt, dass in Peru ein offizielles Fair Trade Siegel Projekt existiert, wo Wolle in auch nur annähernd nennenswerten Mengen gewonnen wird.
    Auf der Reise habe ich nicht nur diese eine Farm besucht. Wir haben auf meinem Wunsch hin bei vielen kleinen Farmen gestoppt und die Tiere dort beobachtet. Das Problem ist nicht in erster Linie die Bezahlung, sondern die fachgerechte Scherung der Tiere, die Schulung der Farmer, die Erhaltung der vielen Naturfarben und die Förderung von geeigneten Häusern. Hier hat unser Hersteller Programme ins Leben gerufen, die wir mit unseren fairen Preisen aktiv fördern. Durch geeignete Schermethoden kann der Farmer sehr viel hochwertigere Wolle produzieren und damit sein Einkommen erhöhen. Durch das Hausprojekt müssen die Farmer nicht im Winter mehrere Meter durch die Kälte gehen, was das hohe Risiko einer Lungenentzündung sehr stark mindert. Dies ist im Ãœbrigen, gerade bei den Kindern, die häufigste Todesursache. Um nur Auszüge aus zwei Projekten zu nennen.
    Man kann in Peru einem Farmer nicht einfach mehr Geld geben und danach sind alle Probleme behoben. Das ist ein langer Prozess, der gesteuert und begleitet werden muss.
    Einige wissen es schon: Wir hatten bei der Gründung das Vorbild der Teekampagne von Herrn Faltin. In seinem Buch ist ein Part der mich sehr überrascht hatte. Er sagt darin sinngemäß, dass er im Nachhinein seine sozialen Projekte nicht ausgelobt und veröffentlicht hätte, da er dadurch einen geringeren Umsatz erzielt hat.
    Wir veröffentlichen keine Projekte dieser Art, da bei fairalapka das Produkt und der Preis im Vordergrund steht.
    Als Startup haben wir keine finanziellen Mittel für fairtrade Zertifizierungen. Dies ist ein langjähriges Projekt, was ggf. irgendwann einmal in diese Richtung gehen wird.
    Aktuell steht fairalpaka mit einem fairtrade Siegel in keiner Verbindung. Das haben wir auch nie behauptet oder damit gar geworben!
    Für uns ist es derzeit viel wichtiger uns selber ein Bild von der Produktion in Peru zu machen.

    Thema Öko-Tex: Wir haben, wie überall ausgelobt, die Naturfarben zertifiziert, die teilweise Nachgefärbt sind. Dies ist zwingend notwendig, damit ein einheitliches Farbbild gewährleistet ist.
    Die Kunden möchten natürlich immer das gleiche Hellgrau haben und jedes Knäuel soll den gleichen Farbton haben. Das ist nur mit etwas Nachfärben realisierbar.
    Da diese Farben alle Öko-Tex 100 zertifiziert sind, kann man sich über die Qualität der Färbemittel durchaus ein Bild machen.
    Diese Zertifizierung ist sehr teuer! Naturfarben gab es immer und wird es auch immer geben. Egal, welchen Modetrend wir gerade haben. Daher lag es für uns auf der Hand, dass wir diese Farben bevorzugt zertifizieren lassen. Die gefärbten Farben waren dieses Jahr überwiegend erstmals im Sortiment und werden auch überwiegend in der kommenden Saison getauscht. Für ein Jahr können wir derzeit aus Kostengründen noch keine Farbe zertifizieren. Gut laufende Farben wie Weinrot werden wir zertifizieren lassen, da diese Farben langfristig im Sortiment bleiben.
    Wir sind eben keine große Firma mit viel Budget und da funktioniert das nur in dieser Art und Weise.
    Wenn wir Farben nicht zertifizieren bedeutet dies nicht, dass diese Farben die Prüfung nicht bestanden haben!
    Ich stimme euch aber zu, dass wir dies noch deutlicher auf der Webseite ausloben können. Der Punkt kommt auf unsere ToDo Liste.
    Viele Grüße und noch einen schönen Sonntag!
    Wenn ich einen unkt vergessen haben sollte, bitte kurz melden!
    Danke!
    Sven

    • manati
      1. Februar 2015 at 21:48

      Zitat:“Außerdem hatten wir das Thema schon sehr oft. Egal ob bei Ravelry, bei Facebook, per Mail oder auch persönlich auf einigen Wollfesten.“
      Vielleicht kommt das Thema immer wieder auf, da es bis heute noch keine wirklich befriedigende Antwort gab?!
      Mein Problem ist, daß der Begriff „fair“ in D stark mit dem sog. Fair-trade assoziiert wird und auch ICH diesem Irrtum unterlag. Die Namenswahl und die farbliche Gestaltung hat bei mir gewisse Emotionen und Erwartungen angesprochen und erst einmal den Verstand kurz zur Seite gedrängt. Das ist aber tatsächlich nicht Ihr Problem, sondern das des Käufers. Und der hat, wie immer, die Wahl….

    • Melissa
      8. Dezember 2016 at 22:00

      Euer Siegel als Fair und Öko zu bezeichnen ist schon eine Unverschämtheit. Vielleicht bewegt ihr euch am obersten Level der legalen Ausbeutung. Ja sehr beruhigend für diejenigen die nichts näher wissen wollen…..

  25. 1. Februar 2015 at 22:04

    Die Frage ist ja, ob eine Firma nur Fair ist, wenn diese Firma ein kommerzielles Siegel einer dritten Firma käuflich erwirbt und diese Tests von dieser dritten Firma durchgeführt werden?
    Wir geben das Geld, zumindest in der jetzigen Start UP Phase, bevorzugt für unsere eigenen Kontrollen und Förderungen direkt in Peru aus. In unseren Augen ist dies derzeit sinnvoller.

    • manati
      1. Februar 2015 at 22:18

      Es geht mir persönlich überhaupt nicht darum, ob Ihre Firma fair-trade betreibt, sondern um die Erwartungen, die in vielen Käufern ausgelöst werden durch Namens- und Farbwahl. Und die ist ja sicherlich nicht zufällig geschehen?! Bemüht sich der (potenzielle) Kunde um mehr Information, bekommt er sie. Leider ist dieses Spiel mit Siegeln, Farben, Laborüberprüfungen etc. gängige Praxis in D, das sehe ich bei jedem Lebensmitteleinkauf. Auch Mc sowieso hat sein rotes Logo abgeschafft.
      Ich finde es nur schade, daß der Kunde immer wieder genau hinschauen muß, und nicht seinem Gefühl vertrauen kann.

    • icke
      2. Februar 2015 at 09:32

      Hallo Sven,

      danke für deine ausführliche Darstellung. Ich habe bislang noch keine Diskussion über fairAlpaka verfolgt und für mich ist das hier alles neu.
      Natürlich ist nicht nur fair, was auch als solches zertifiziert ist. Aber als Verbraucher ist es oft die einzige Möglichkeit, die Fairness eines Unternehmens einzuschätzen. Mit dem Wort schmücken sich viele und es wird auch oft (bewusst) Schindluder damit getrieben.
      Ich nehme aus der Diskussion hier mit, dass vielen (wie auch mir) eine noch genauere Darstellung auf der fairAlpaka-Seite fehlt, was genau mit fair gemeint ist, welche Projekte wie gefördert werden und welche Vereinbarungen für die Zukunft getroffen wurden.
      Außerdem habe ich verstanden, dass die Veränderungen in Peru für euer Unternehmen nur in kleinen Schritten möglich sind, da der Umsatz derzeit noch keine größeren Sprünge zulässt, ihr aber für die Zukunft mehr „Fairness“ und „bio“ anstrebt.

      Viele Grüße
      Birgit

    • Debbie
      2. Februar 2015 at 14:53

      Danke Sven, f. die Stellungnahme – genau dieses „sich stellen“ ist schon mal viel mehr als viele Händler oder Handelnden ; ) überhaupt machen.

      Es ist wichtig, dass Kunden nachfragen, nur so kann Transparenz und Kommunikation verbessert werden. Und ihr seid ja wohl auch Willens das zu tun, chapeau.

      Ich wünschte, dass “ der Kunde“ auch mal bei anderen, vor allem auch konventionellen Unternehmen, die erstmal nicht am Fair oder wahlweise auch Bio-Markt teilnehmen, mal so hart nachfragen würde!

      Unabhängig davon, egal mit welcher Art Händler wir als Kunden interagieren, ohne Vertrauen geht gar nichts. Als generelle Handlungsgrundlage. (Damit ist jetzt NICHT blindes Vertrauen gemeint.). Vertrauen in eine ausgelobte Produkteigenschäft, ebenso wie der Händler vertraut, dass Kunde seine Ware bezahlt. Mal ganz grundlegend, ohne dass ich das hier nun in der Tiefe diskutieren möchte.

      Ich persönlich als Kunde kann mich fragen worauf mein Vertrauen basiert: Bauchgefühl, persönliche Interaktion, Image,Leumund etc.?

      Für Image/Leumund-Vertrauen OHNE Fairsiegel gibt es im fairen Handel auch ein gutes Beispiel f. eine Firma, die in Deutschland zu den Urgesteinen der Fairtrade-Bewegung gehört: die GEPA.
      Kennen sicher einige.

      Die Gepa hatte eine zeitlang einmal besonders bei Lebensmitteln wie Schokolade u.ä. das Transfair-Siegel (sitzt in Köln) auf der Verpackung. Das ist seit neueren Zeiten abgeschafft, da auch für ein großes Fairhandelshaus wie die GEPA die Zertifizierungskosten nicht mehr darstellbar waren. Zu deutsch: es wurde zu teuer!
      Zweite Motivation: GEPA argumentiert, dass sie auf ein Fairtrade-Siegel auch verzichten können, da sie ausschließlich fairen Handel betreiben.
      Andere bekanntere Fairhändler der ersten Stunde wie El Puente (gibt es nur im Weltladen) haben auch kein Fairsiegel.
      Beide aber haben auf diversen Food-Produkten Bio-Siegel unterschiedlichster Herkunft (Naturland u.ä.).

      Jetzt ist die Gepa beileibe kein Start-up mehr, und auch dort wird die die Gebühr f. die Fair-Siegelung als zu teuer erachtet.
      Ich kann Sven also sehr gut verstehen, wenn f. Siegelungen nur bedingt Gelder vorhanden sind.

      Viel wichtiger ist es, den Willen zu haben, ein an Nachhaltigkeit orientiertes Unternehmen führen zu wollen.
      Und irgendwo muss man ja mal anfangen diese Strukturen aufzubauen.

      Vielleicht ist der Name „fair“ noch etwas irreführend, da er beim Kunden eine gewisse Erwartungshaltung generiert.
      Dem kann die Firma nur entgegentreten in dem sie noch deutlicher als bisher und sofort sichtbar ihre Auffassung von Fair auf ihr Website darstellt.

      Und dann entscheidet Kunde, ob das reicht.

      Faire Handelsprojekte sind stets Langzeitprojekte, da sie gemeinhin nachaltig wirken wollen und die Strukturen auf beiden Seiten erst einmal aufgebaut werden müssen. Ausserdem ist es gerade da hilfreich sich als „learning organization“ zu verstehen, denn was vor Ort in einem anderen Land die Regeln sind, wie man dort nachhaltig wirkt und eben (Achtung mehrdeutig!) handelt, da bedarf es auch aus Erfahrungen zu lernen. Sehen welche – in diesem Fall – europäische (Denk)-Konzepte übertragbar sind und wo man völlig anders heranghen muss.
      Das braucht gemeinhin Zeit.
      In diesem Sinne wünsche ich Sven und Kollegen jedenfalls weiterhin Mut und einen langen Atem faire Handelstruktuen aufzubauen und immer am Transparenz-Ball dran zu bleiben. Immer mit dem was gerade Manpower-mäßig möglich ist.

      Alles Gute!

      Und ja aus einer kurzen Impression wurde jetzt ein längerer Spontanpost.
      Sei es drum!

      cheers, Debbie

  26. Uschka
    2. Februar 2015 at 12:21

    Hallo,

    ich habe gerade fairAlpaca Wolle bestellt. Das, was hier im Blogg abgeht, ist für mich eine Wohlstandsdiskussion. Alles andere zu diesem Thema wurde schon gesagt.

    Liebe Grüße

    Ursel

    • Rosenherz
      2. Februar 2015 at 12:26

      Wohlstandsdiskussion. Ja, weil der sogenannte Wohlstand stark von der Ausbeutung arbeitender Menschen (anderer Schichten und anderer Kontinente) abhängt.

  27. Karin
    2. Februar 2015 at 16:07

    Solange es keine gesetzliche Regelung gibt, darf jeder sein Produkt als fair bezeichnen und sich ein Logo ausdenken, auch wenn die Ware konventionell gehandelt wird. Einfach um es besser zu verkaufen. Der Verbraucher muss sich also selbst helfen, indem er sich informiert. Deshalb wird wohl immer wieder nachgefragt werden, was an der Wolle fair ist. Genervte Reaktionen darauf wirken nicht sonderlich vertrauenserweckend.

  28. Checknix
    2. Februar 2015 at 18:41

    Hallo,

    Na, genervt ist die Reaktion von Sven nicht gewesen. Im Gegenteil: ich finde, er hat sogar sehr gut argumentiert angesichts der vielen Punkte, mit denen er (offenbar nicht zu ersten Mal) konfrontiert wurde.

    Ich bedanke mich bei Sven dafür, dass er sich die Zeit genommen hat, um auf unsere Posts einzugehen. Es ist nicht einfach, Kritik für ein Projekt, das das hehre Ziel der Verbesserung von Arbeitsbedingungen hat und für das man selbst brennt, weil man selbst genau weiß, wie man persönlich engagiert ist, um in einer speziellen Branche etwas ein kleines bisschen besser zu machen, einzustecken und angemessen und geduldig zu reagieren. Ich finde, er hat das sehr gut gemacht.

    Ich sehe, dass es sehr einfach ist, den Finger auf Wunden zu legen. Deutlich schwerer ist es, eine tolle Idee erfolgreich (auch kommerziell!) umzusetzen, wenn man nicht zufällig Millionär ist. So ist es immer wieder ein Kompromiss zwischen hohen Zielen und kleinen Schritten dorthin. Letztlich muss ja jeder in dieser Produktionskette leben können, auch Du, Sven.

    Hoffentlich lässt Du Dich nicht von den wiederkehrenden Kritiken entmutigen. Es zeigt, dass sich die Konsumenten mit Deiner Idee beschäftigen. Wenn es manchmal überkritisch klingt, liegt das vielleicht nur daran, dass wir so gerne ein gutes Gewissen haben wollen, aber schon so unheimlich oft „auf’s Kreuz gelegt“ wurden, dass wir hinter jedem „fair“ ein „unfair“ vermuten…

    Ich wünsche dem Projekt und allen Beteiligten ein gutes Wachstum und eine gute Entwicklung und kaufe demnächst vielleicht doch mal Alpaka 😉

    Grüße, Checknix

  29. birgit
    23. März 2016 at 12:11

    Hmmm … habe diese Diskussion erst spät entdeckt, weil man sie bei Google findet, wenn man sich über fair Alpaka informieren will. Alles gut zu wissen! Und schön, dass es Betrachter gibt, die sowohl kritisch ALS AUCH fair gegenüber der Gegenseite bleiben können.

    Da ich selbst die Alpakas supersüß finde und bei der eventuellen Möglichkeit von Ausnutzung der Bauernbevölkerung am besten keine Alpaka-Wolle benutzen möchte, begnüge ich mich nach all den Informationen lieber damit, nach Peru mal eine Reise zu machen. Oder, falls slebst das noch moralisch verwerflich sein sollte (HILFT man als Tourist der dortigen Wirtschaft und den Menschen oder tut man ihnen auch nichts gutes?), begnüge ich mich mit einem Urlaub in ein anderes schönes Land, vielleicht Costa Rica, Portugal oder Thailand. Gibts ja immerhin hübsche Kombireisen für: http://travelantis.de/rundreise_und_baden/index.php – und wenn ich dann auch noch vor Ort schöne Stoffe oder Schafswolle finde, dann natürlich um so besser. Wobei wahrscheinlich nicht nur die süßen Alpakas in Gefahr sind, weil wir Menschen uns immmer mehr Lebensraum von den Tieren steheln ;-\

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